Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika im Jahr 2007

Eine Angebotsanalyse unter Berücksichtigung der Individualisierbarkeit des Angebotes


Diplomarbeit, 2007

109 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen
2.1 Begrifflichkeiten
2.1.1 Studien- und Erlebnisreisen
2.1.2 Südamerika
2.1.3 Individualisierbarkeit
2.2 Daten und Fakten zum deutschen Reisemarkt
2.2.1 Entwicklung der Urlaubsreisen nach Südamerika
2.2.2 Entwicklung der Reisemotive
2.2.3 Entwicklung der Studien- und Erlebnisreisen
2.3 Die Erlebnisorientierung als Treiber für Studien- und Erlebnisreisen
2.4 Der Studien- und Erlebnisreisende

3 Individualisierung und Individualisierbarkeit
3.1 Die Individualisierung und Konsequenzen für die Wirtschaft
3.2 Die Individualisierung im Tourismus
3.3 Vorteile und Nachteile der Individualisierbarkeit von Reiseangeboten

4 Angebotsanalyse für Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika
4.1 Varianten von Studien- und Erlebnisreisen
4.2 Untersuchungsmethode
4.2.1 Auswahl der zu analysierenden Reiseveranstalter
4.2.2 Das System zur Bewertung der Individualisierbarkeit
4.2.2.1 Kategorie Anreise
4.2.2.2 Kategorie Unterkunft
4.2.2.3 Kategorie Verpflegung
4.2.2.4 Kategorie Transportmittel
4.2.2.5 Kategorie Fakultative Aktivitäten
4.2.2.6 Kategorie Vorab- und Anschlussaufenthalte
4.2.2.7 Kategorie Privatreisen
4.2.3 Die Gewichtung der Kategorien

5 Auswertung der Angebotsanalyse für Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika
5.1 Gesamtauswertung
5.2 Auswertung der einzelnen Kategorien
5.2.1 Kategorie Anreise
5.2.2 Kategorie Unterkunft
5.2.3 Kategorie Transportmittel
5.2.4 Kategorie Fakultative Aktivitäten
5.2.5 Kategorie Vorab- und Anschlussaufenthalte
5.2.6 Kategorie Privatreisen
5.3 Ausgewählte Aspekte der Preisdifferenzierung

6 Zusammenfassung und abschließende Beurteilung

Quellenverzeichnis

Anhang

ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Produktgestaltung im Kulturtourismus

Abb. 2: Destinationen Südamerikas

Abb. 3: Merkmale der Individualisierung und Standardisierung der Leistung

Abb. 4: Mass Customization - Ursachen und Möglichkeiten

Abb. 5: Die Bedeutung individueller Gestaltungsmöglichkeiten bei Pauschalreisen

Abb. 6: Einstellung zur Flexibilität von Pauschalreisen

Abb. 7: Gesamtauswertung und Platzierung aller Veranstalter

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Beispielhafte Darstellung eines gewichteten Scoring-Modells

Tab. 2: Vorberechnungen für die Angebotsanalyse und -bewertung

Tab. 3: Punktewertung - Abflughäfen

Tab. 4: Punktewertung - Business Class

Tab. 5: Punktewertung - Rail&Fly

Tab. 6: Punktewertung - Ohne Flug

Tab. 7: Punktewertung - Kategorienwahl

Tab. 8: Punktewertung - Halbes Doppelzimmer

Tab. 9: Punktewertung - Transportmittel

Tab. 10: Punktewertung - Fakultative Aktivitäten

Tab. 11: Punktewertung - Zahl der Vorab- und Anschlussaufenthalte

Tab. 12: Punktewertung - Wahl bei Verlängerungen vorab oder danach

Tab. 13: Punktewertung - Privatreisen

Tab. 14: Die Gewichtung in der Übersicht

Tab. 15: Auswertung - Kategorie Anreise

Tab. 16: Auswertung - Kriterium Abflughäfen

Tab. 17: Auswertung - Kriterium Rail&Fly

Tab. 18: Auswertung - Kriterium Business Class

Tab. 19: Auswertung - Kriterium Ohne Flug

Tab. 20: Auswertung - Kategorie Unterkunft

Tab. 21: Auswertung - Kriterium Kategorienwahl

Tab. 22: Auswertung - Kriterium Halbes Doppelzimmer

Tab. 23: Auswertung - Kategorie Transportmittel

Tab. 24: Auswertung - Kategorie Fakultative Aktivitäten

Tab. 25: Auswertung - Kriterium Fakultative Aktivitäten

Tab. 26: Auswertung - Kategorie Vorab- und Anschlussaufenthalte

Tab. 27: Auswertung - Kriterium Zahl der Vorab- und Anschlussaufenthalte

Tab. 28: Auswertung - Kriterium Wahl bei Verlängerungen vorab oder danach

Tab. 29: Auswertung - Kategorie Privatreisen

Tab. 30: Auswertung - Kriterium Privatreisen

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT

„Individualismus bedeutet heute, alles tun, was die andern auch tun, bloß einzeln.“1 Dieses Zitat des US-Schauspielers Rock Hudson mag auf den ersten Blick paradox oder gar sarkastisch erscheinen, spiegelt aber letztendlich genau das wider, was sich auch im Alltag und der Freizeit der deutschen Gesellschaft abzeichnet. Es gibt Aktivi- täten, die von einem Großteil der Menschen in irgendeiner Form unternommen wer- den. Das Verreisen ist eine dieser Aktivitäten. Die Deutschen sind 2006 zum wieder- holten Male Reiseweltmeister geworden. Mit einem Rekordwert von 60,5 Milliarden Euro gaben sie im vergangenen Jahr mehr Geld für Urlaub aus als die Bevölkerung anderer Länder (etwa 11 % der weltweiten Reiseausgaben).2 Die Reiseintensität, die laut Reiseanalyse der F.U.R schon seit über zehn Jahren bei über 70 % liegt,3 macht deutlich, dass es für den Großteil der Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit ge- worden ist, einmal oder sogar mehrmals jährlich in Urlaub zu fahren. Es herrscht das Gefühl vor, dass alle anderen in Urlaub fahren und man dies ebenso machen möch- te. Dennoch möchten die Menschen nicht als Massenpauschaltouristen angesehen und behandelt werden. Das demonstriert die steigende Zahl an selbst organisierten Reisen.4 Die Urlauber wollen vermehrt ihren individuellen Bedürfnissen gerecht wer- den und nicht mit dem Strom schwimmen. Klassische Pauschalreisen engen diese Individualität in vielerlei Hinsicht ein, andererseits gibt es neue Formen der Pauschal- reise, die dem Reisenden eine größere Individualität bieten.

Studien- und Erlebnisreisen sind ein spezielles Segment, das aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften, die an späterer Stelle erläutert werden, bei der Individualisierung einige Schwierigkeiten aufwirft. Interessant ist es daher herauszufinden, inwieweit und vor allem in welchen Bereichen die Veranstalter solcher Reisen es vermögen, individualisierbare Programme aufzulegen.

Die deutschen Urlauber weisen eine hohe Reiseerfahrung auf und wollen immer mehr Ecken der Welt entdecken. Fernreisen auf andere Kontinente sind längst nichts Außergewöhnliches mehr und so scheint das immer größer werdende Angebot an Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika ein interessanter Untersuchungsge- genstand.

Das Ziel der nachfolgenden Untersuchung besteht darin, die Angebote an Studienund Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika in ihrer Gestaltung darzustellen sowie zu analysieren, ob und inwieweit diese Angebote individualisierbar sind. Die Flexibilität der Reisen und somit auch der Reisenden soll untersucht und schlussendlich bewertet werden.

In Kapitel 2, Grundlagen, werden zunächst, des einheitlichen Verständnisses wegen, einige Begrifflichkeiten definiert. „Was ist unter einer Studien- und Erlebnisreise zu verstehen?“, „Welche Länder zählen zu Südamerika?“ und „Was bedeutet Individua- lisierbarkeit?“; all dies sind essentielle Fragen, die geklärt werden müssen. Daran anschließend werden Daten und Fakten zum deutschen Reisemarkt aufge- führt, die mit Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika in Zusammenhang ste- hen. Sie geben einen ersten Überblick über die Relevanz dieser Reisen und ihrer Stellung im deutschen Urlaubsreisemarkt. Darüber hinaus werden die Charakteristika von Studien- und Erlebnisreisenden und Unterschiede zu anderen Urlaubern vorge- stellt sowie Aspekte zur Erlebnisorientierung der deutschen Bevölkerung und deren Einfluss auf die Entwicklung von Erlebnisreisen.

Im Anschluss daran soll in Kapitel 3 erörtert werden, warum das Thema Individualisierbarkeit von Reiseangeboten im Jahr 2007 von entscheidender Bedeutung ist und auch für die Zukunft von großem Belang für den Erfolg und die Existenzfähigkeit von Reiseveranstaltern sein wird. Dazu werden der Wertewandel in Deutschland und der daraus resultierende allgemeine Individualisierungstrend bei Konsumenten dargelegt und die Konsequenzen für touristische Unternehmen erläutert.

Ein weiterer Abschnitt des dritten Kapitels widmet sich den Vor- und Nachteilen der Individualisierbarkeit von Reiseangeboten.

Schließlich folgt mit den Kapiteln 4 und 5 der Kern dieser Arbeit: die Untersuchung der Reiseangebote deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika. Hierbei werden im ersten Teil die verschiedenen Varianten von Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika präsentiert, bevor mithilfe eines Scoring-Modells die Individualisierbarkeit der Angebote ausgewählter Reiseveranstalter untersucht und letztendlich bewertet wird. Ein von der Autorin erarbeiteter Kriterienkatalog zur Überprüfung der Individualisierbarkeit stellt die Basis dieser Untersuchung dar.

Abschließend finden sich in Kapitel 6 eine Zusammenfassung der bedeutendsten Aspekte der vorliegenden Ausarbeitung und eine abschließende Beurteilung der Situation der Reiseveranstalter und der Individualisierbarkeit ihrer Angebote.

2 GRUNDLAGEN

2.1 Begrifflichkeiten

2.1.1 Studien- und Erlebnisreisen

Studien- und Erlebnisreisen sind ein weit gefasster Begriff, der sich in viele spezifi- sche Subkategorien einteilen lässt, wie im Laufe der Arbeit ersichtlich werden wird. Die verschiedenen Varianten von Studien- und Erlebnisreisen werden in Punkt 4.1 vorgestellt. Im Folgenden sollen zunächst Merkmale benannt werden, die allen Stu- dien- und Erlebnisreisen weitestgehend gemein sind und sie von anderen Pauschal- reisen unterscheiden.

Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein gab es in der Tourismusbranche keine allgemein gültige Definition für den Begriff der Studienreise. Zuvor sahen die Reiseveranstalter keine Notwendigkeit zu einer Definition. In den 80er Jahren wollten sich die Studienreiseveranstalter davor bewahren, dass der Begriff für ihr Produkt von allen denkbaren Reiseveranstaltern genutzt wird, um für deren Rundreisen zu werben.5 Erste Definitionsversuche wurden 1983 von der Arbeitsgemeinschaft Stu- dienreisen unternommen, nach der eine Studienreise sich definieren lässt als „eine Gruppenreise mit begrenzter Teilnehmerzahl, festgelegtem Reiseverlauf sowie deutschsprachiger, fachlich qualifizierter Reiseleitung.“6 7

Laut der oben genannten Definition ist ein wichtiges Charakteristikum einer Studien- reise ein festgelegter Reiseverlauf, welcher dem Kunden bereits vor seiner Reise- entscheidung zugänglich gemacht wird, sei dies in Form eines Kataloges, eines Son- derheftes oder ähnlichem. Der Reiseverlauf beinhaltet detaillierte Angaben zum Ta- gesverlauf an den einzelnen Reisetagen, die wichtigsten Besichtigungspunkte und Aktivitäten und enthält zudem Angaben über die Art des Transports, der Beherber- gung und der Verpflegung.

Eine Studienreise wird zudem von einem fachlich qualifizierten Reiseleiter beglei- tet, der es versteht, den Teilnehmern die Destination verständlich zu machen, ihnen Informationen über Land und Leute, Flora und Fauna, das heutige Leben und die Geschichte zu übermitteln. Darüber hinaus ist er für die komplette Organisation un- terwegs verantwortlich, regt das Interesse der Reisenden an und versucht zugleich, bei ihnen Liebe und Verständnis für die einheimische Bevölkerung zu wecken.8

Eine Studienreise kann als eine Sonderform der Pauschalgruppenreise betrachtet werden und ist ihrer Art nach typischerweise eine Rundreise.9 Doch wie soeben erklärt wurde, ist die Studienreise keinesfalls mit einer Rundreise gleichzusetzen. Insbesondere die Ausbildung und Kompetenz der Reiseleitung macht laut Definition die Studienreise zu einem höherwertigen Produkt als die einfache Rundreise.

Die Studienreise hat sich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte weiterentwickelt. Ent- gegen der alten Klischees geht es bei der Studienreise nicht um das pausenlose Be- suchen von Ruinen und um extrem bildungslastige Vorträge und Führungen; viel- mehr wird das Kennenlernen des Landes mit allen seinen Facetten in den Vorder- grund gestellt. Die Reisenden sollen sich dabei wohl fühlen und mit allen Sinnen die Eindrücke in sich aufnehmen. Im Unternehmensleitbild des größten deutschen Stu- dienreiseveranstalters Studiosus Reisen aus dem Jahr 2001 wird dies deutlich. Darin heißt es: „Die Studienreise ist eine intelligente Form des Urlaubs. Sie ermöglicht eine Auseinandersetzung mit dem Gastgeberland, indem sie die gegenwärtige Lebenssi- tuation und Kultur aufzeigt, Bezug zur Vergangenheit herstellt und dieses zu einem Erlebnis für alle Sinne werden lässt (…)“10

Die folgende Auflistung spiegelt wider, welche Tätigkeiten von der Mehrheit der Studienreisenden während der Reise ausgeübt werden:

- „Sehenswürdigkeiten besichtigen (92 %)
- Fotografieren, Filmen (70 %)
- Ausflüge in die Umgebung (70 %)
- Gespräche führen (67 %)
- Gaststätten besuchen (64 %)
- Briefe, Karten schreiben (64 %)
- Einkaufsbummel machen (61 %)
- landesübliche Spezialitäten essen (57 %)
- deutlich weniger genannt wurden Aktivitäten wie Sonnen, viel Schlafen, am Strand liegen“11

Studienreisende wollen sich nicht bloß mit Informationen über ein Land berieseln lassen und von einer Ruine zur nächsten wandern, sondern sie möchten auch Geselligkeit erleben. Wenngleich der Besuch historischer und anderer Sehenswürdigkeiten einen hohen Stellenwert einnimmt, so spielt auf Studien- und Erlebnisreisen die Geselligkeit eine ebenso große Rolle.12

Als eine „light“-Version der Studienreise wird die Erlebnisreise angesehen. Die Be- zeichnung Erlebnisreise ist insofern kritisch, als dass der Begriff Erlebnis sehr sub- jektiv ausgelegt werden kann. Der eine mag einen Strandurlaub am Mittelmeer be- reits als Erlebnis im Vergleich zu seinem Alltag empfinden, wohingegen der andere einen Abenteuerurlaub bucht, um seinem Streben nach Erlebnis beizukommen.13

Was für den einen möglicherweise nur wenig von seinem Alltag abweicht, mag für jemand anderen wie der Eintritt in eine andere Welt sein und ihm als besonderes Er- lebnis erscheinen. Das Ziel eines Erlebnisurlaubs besteht darin, „das Verlangen nach dem Wilden, Gefährlichen, Außergewöhnlichen, dem Ungeregelten, dem Nicht- Domestizierten oder dem Einfachen oder Ursprünglichen“14 zu befriedigen. Dazu kön- nen in Bezug auf Südamerika Erfahrungen in vollkommen anderer natürlicher Umge- bung wie z.B. dem brasilianischen Dschungel oder in den Anden in Peru und Chile oder auch besondere Begegnungen wie etwa mit Indianerstämmen und das Kennen- lernen ihrer Lebensweise zählen. Es lässt sich im Allgemeinen feststellen, dass bei der modernen Erlebnisreise im Vergleich zur Studienreise persönliche Kontakte mit der Bevölkerung der Destination in den Vordergrund treten und Sehenswürdigkeiten eher in den Hintergrund gedrängt werden.15 Nichtsdestotrotz sind die wichtigsten und größten Attraktionen des oder der bereisten Länder weiterhin Bestandteil der Reisen. In Südamerika handelt es sich dabei unter anderem um den Zuckerhut in Rio de Ja- neiro, um die Wasserfälle von Iguazu16 in Brasilien und Argentinien und um die ehe- malige Inkastadt Machu Picchu17 und die Nazca-Linien18 in Peru.

Erlebnisreisen sollen besondere Ereignisse bieten, dennoch kann bei von Reisever- anstaltern organisierten Erlebnisreisen davon ausgegangen werden, dass es sich um kalkulierte und nicht zu hoch dosierte Abenteuer handelt. Das Abenteuer soll in Ma- ßen gehalten werden; der Tourist sucht nach dem Außergewöhnlichen, nach der Möglichkeit, im Urlaub anders zu leben als sonst, Nicht-Alltägliches und Neues zu erfahren, aber dennoch auch nicht zu viel von alledem. Das Ganze kann unter dem Reisemotiv „Kontrast“ zusammengefasst werden, welches für jeden dritten Bundes- bürger als das viertwichtigste Kriterium für einen gelungenen Urlaub angesehen wird.19

Urlauber, die eine Studien- oder Erlebnisreise buchen, sind zweifelsohne an der Kul- tur des bereisten Landes interessiert und möchten diese aktiv erfahren. Sie sind, un- abhängig von der Variante der Studien- und Erlebnisreise, die sie wählen (Näheres dazu in Punkt 4.1), zu einem mehr oder minder großen Grad auch immer Kulturtou- risten. Das nachfolgende Modell zeigt die Leistungen, die ein kulturtouristisches An- gebot enthalten sollte.

Abb. 1: Produktgestaltung im Kulturtourismus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Gross, M.: Zur Erlebnisorientierung im Kulturtourismus, Trierer Geographische Studien, Heft 27, Trier 2004, online unter Hochschule Harz, mgross.hs-harz.de/KulturtourismusMSGross.pdf, S.143, Stand 23.03.2007)

Dabei wird deutlich, dass das Erleben mit allen Sinnen - in der Abbildung als wahr- nehmbare Zusatzleistungen dargestellt - sehr wichtig ist und das Kernprodukt ergänzt. Das Bündel an möglichen Zusatzleistungen, sowohl die wahrnehmbaren als auch die vorstellbaren, ist sehr groß und erst diese machen eine Studien- und Erlebnisreise zu einem unvergesslichen und besonderen Erlebnis.

Urlaub lässt sich in der Regel dadurch charakterisieren, dass der Urlauber eine Frei- heit von seiner Arbeit und seiner Freizeit genießt. Eine Studien- und Erlebnisreise unterscheidet sich von anderen Urlaubsformen dadurch, dass hier die Distanz zum Alltag und zur Arbeit nicht allein durch Entspannen und Genießen geschaffen wird, sondern auch dadurch, dass die Reisenden sich aktiv mit dem Land, dessen Kultur, Geschichte, Natur etc. auseinandersetzen. Durch die bewusste Entscheidung für ei- ne organisierte Gruppenreise muss sich der Studien- und Erlebnisreisende nicht selbst um die Erarbeitung von Wissen über die Kultur der Destination und die Desti- nation als solche kümmern, sondern kann sich von einem qualifizierten Reiseleiter in das Land, seine Eigenarten, die Mentalität der Bevölkerung usw. einführen lassen.20

Studien- und Erlebnisreisen sind traditionell Busreisen. Der Bus ist ein ideales Ver- kehrsmittel für Rundreisen, die die Studien- und Erlebnisreisen meistens sind. Er bie- tet einerseits Komfort durch bequeme und verstellbare Sitze, Klimaanlage, einen großen Stauraum für Gepäck und andere Merkmale, die je nach Reiseland und Bus- anbieter variieren. Andere mögliche Features sind beispielsweise Toiletten und Kühl- schrank. Durch das üblicherweise in Reisebussen vorhandene Mikrofon ist eine gute Kommunikation des Reiseleiters mit den Teilnehmern möglich.21 Ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber anderen Verkehrsmitteln besteht in der Un- abhängigkeit von zeitlich und streckenmäßig festen Fahrplänen.22 Dennoch gibt es moderne Formen der Studien- und Erlebnisreise, bei denen andere Fortbewegungs- möglichkeiten wie Wandern oder Radfahren im Zentrum stehen. Näheres dazu findet sich in Punkt 4.1, wo die verschiedenen Varianten der Studien- und Erlebnisreise vorgestellt werden.

Die Dauer einer Studienreise ist in der Regel abhängig vom Inhalt und Thema der Reise sowie auch von der Destination und deren geografischer Lage. Üblich sind oftmals so genannte Turnusreisen, die immer an denselben Wochentagen beginnen und enden, so dass sich daraus z.B. eine Reisedauer von sieben, 14 oder 21 Tagen ergibt. Durch die Regelmäßigkeit dieser Turnusreisen können die Kapazitäten, die den Reiseveranstaltern zur Verfügung stehen, oft besser genutzt werden. Über- schneidungen bei Bussen, Beherbergungsbetrieben, Reiseleitern etc. können um- gangen werden. Reisende favorisieren oftmals Anreisetage oder Rückreisetage an Wochenenden. Fällt der Anreisetag beispielsweise auf einen Sonntag, haben viele Berufstätige am Samstag die Möglichkeit, in Ruhe die letzten Besorgungen für die Reise zu machen und die Koffer zu packen.23

2.1.2 Südamerika

Zu Südamerika zählen die Republiken Argentinien, Brasilien, Bolivien, Chile, Ecuador, Guyana, Kolumbien, Paraguay, Peru, Suriname, Uruguay, Venezuela sowie das von Frankreich abhängige Französisch-Guyana und die von Großbritan- nien abhängigen Falkland-Inseln.24 Die Länder Südamerikas befinden sich, wie der Name schon verlauten lässt, im Süden des amerikanischen Kontinents. Sie schlie- ßen nördlich an Panama, westlich an den Pazifischen Ozean, östlich an den Atlanti- schen Ozean und im Süden ebenfalls an die beiden großen Weltmeere an.25

Die geografische Lage der südamerikanischen Länder zueinander zeigt die folgende Abbildung:

Abb. 2: Destinationen Südamerikas

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Perschul Reisen, http://www.lastminute-blitz.de/suedamerika.gif, Stand 16.04.2007)

2.1.3 Individualisierbarkeit

Ein „System ist dann individualisierbar, wenn es dem Benutzer erlaubt, flexible An- passungen an die Erfordernisse der Aufgabe und / oder an seine Vorlieben und sei- ne speziellen Fähigkeiten vorzunehmen.“26 Auf Reiseangebote übertragen heißt dies, dass demzufolge ein Angebot eines Reiseveranstalters dann individualisierbar ist, wenn es sich den Erfordernissen und Bedürfnissen des Reisenden entsprechend flexibel anpassen lässt. Wie diese Individualisierbarkeit gemessen werden kann, wird in der Analyse in Punkt 4.2.2 deutlich. Dort werden von der Autorin Kriterien aus den Bereichen der Anreise zum Urlaubsort, der Beherbergung vor Ort etc. präsentiert, die dem Teilnehmer einer Studien- und Erlebnisreise nach Südamerika ein gewisses Maß an Freiheit, Flexibilität, Selbstbestimmung und Individualität ermöglichen.

2.2 Daten und Fakten zum deutschen Reisemarkt

2.2.1 Entwicklung der Urlaubsreisen nach Südamerika

Die Fernreisen der Deutschen nehmen laut dem ADAC Reisemonitor 2007 mit einem Anteil von knapp 12,8 % der Urlaubsreisen im Jahr 2006 im Vergleich zu deutschen oder europäischen Destinationen einen eher geringen Anteil ein, sind jedoch in den vergangenen Jahren gestiegen (1998: 11,9 %; 2003: 12,1 %). Laut Planzahlen der Befragten wird dieser Anteil der Fernreisen im Jahr 2007 eine weitere Steigerung auf 15,8 % erfahren.27 Die Zunahme des Fernreiseanteils lässt sich darauf zurückführen, dass die Reisenden mehr Erfahrung haben und dadurch verstärkt den Wunsch hegen, neue unbekannte Fernreiseziele zu entdecken.28

Bei den Fernreisezielen stehen die südamerikanischen Länder mit 0,8 % an viertletz- ter Stelle.29 In Zahlen ausgedrückt kamen gemäß dem G+J30 Branchenbild im Jahr 2006 rund 366 400 Besucher in den größten südamerikanischen Ländern Argenti- nien, Brasilien, Chile und Venezuela aus Deutschland und diese Besucherzahlen sind seit dem Jahr 2003 über 35 % gestiegen.31 Im Rahmen der von der F.U.R durchgeführten Reiseanalysen wurde ermittelt, dass in Bezug auf Reisen der Deut- schen nach Südamerika die Anzahl der Studienreisenden einen höheren prozentua- len Anteil einnimmt als die Anzahl der Reisenden insgesamt. So reisten gemäß der F.U.R Analyse 2000 0,7 % der Befragten nach Mittel- und Südamerika, bei den Stu- dienreisenden waren es jedoch mit 2 % mehr als doppelt so viele.32

2.2.2 Entwicklung der Reisemotive

Es ist sinnvoll, sich zunächst die Bedürfnisstruktur aller Urlauber im Allgemeinen an- zuschauen und herauszufiltern, welches die wichtigsten Reisemotive für die deut- schen Reisenden sind, um verstehen zu können, was sich Urlauber von einer Stu- dien- und Erlebnisreise versprechen und welche Erwartungen sie an den Reisever- anstalter stellen. Es lässt sich feststellen, dass sich unter anderem durch die im Lau- fe der vergangenen Jahrzehnte vonstatten gegangenen Veränderungen in der Ar- beitswelt der Deutschen die Bedürfnisse während der Urlaubsreise gewandelt haben. Gingen früher die Vielzahl der Urlauber einer körperlich anstrengenden beruflichen Tätigkeit nach, so sind sie in den heutigen Zeiten - in der Dienstleistungsgesellschaft

- oftmals im Alltag in zunehmendem Maße eher geistig als körperlich gefordert. Diese Veränderung resultiert darin, dass die körperliche Entspannung und Regeneration, wie sie früher eines der primären Urlaubsmotive war, heutzutage durch eine Vielzahl anderer Motive ergänzt oder manchmal sogar komplett ersetzt worden ist. Das frühere Urlaubshauptmotiv der Erholung ist von einem ganzen Bündel von Motiven abgelöst worden. Diese umfassen eine Mischung aus „Sonne, Ruhe, Natur, Kontrast, Kultur, Kontakt, Komfort, Spaß, Freiheit und Aktivität.“33 34

2.2.3 Entwicklung der Studien- und Erlebnisreisen

Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde von der touristischen Fachzeitschrift FVW International konstatiert, dass Studienreisen, gemessen am Ge- samtvolumen der Pauschalreisen, eine marginale Rolle spielen, aber nichtsdestotrotz über eine stabile Klientel verfügen.35 Nach Expertenmeinung kommt auch die demo- grafische Entwicklung den Studien- und Erlebnisreisen als Reiseform zugute. Kon- kret bedeutet dies, dass die so genannten Best Ager, deren Zahl in den kommenden Jahren und Jahrzehnten rapide ansteigen wird, diese Art des Urlaubs mögen. Sie möchten gemeinsam mit anderen in einer Gruppe eine Destination erleben, und dies gut organisiert durch einen Reiseveranstalter.36 Das scheint eine gute Perspektive für die Zukunft, doch auch schon heute macht sich die Reiselust der älteren Generation laut Studiosus-Chef Peter-Mario Kubsch bemerkbar. „Die Wiederholerquoten steigen, Menschen im Ruhestand machen leichter zwei oder mehr Reisen pro Jahr. Das gleicht Rückgänge aus, wenn uns in Krisenjahren Neukunden fehlen“, erklärt er.37 Auch Reisen in ferne Länder mit dem Hauptmotiv Kultur und Erlebnis gewinnen an Bedeutung und haben gute Entwicklungschancen im 21. Jahrhundert.38

Im Jahr 2004 / 2005 erwirtschafteten die großen Studienreiseveranstalter Studiosus Reisen mit ihren Reisen 202,8 Millionen Euro und Gebeco und Dr. Tigges zusammen 119 Millionen Euro. Dabei zählten sie 157 700 respektive 63 000 Teilnehmer. In er- heblichem Abstand dazu folgten beispielsweise Ikarus Tours mit 47,4 Millionen Euro Umsatz und 17 367 Teilnehmern und Wikinger Reisen mit 44,7 Millionen Euro Um- satz und 30 568 Teilnehmern. Wesentlich größer ist die Anzahl der kleinen Reise- veranstalter, die Studien- und Erlebnisreisen anbieten, 200 - 300 Kunden jährlich zählen und Umsätze von weniger als einer halben Million Euro erwirtschaften.39 Ab- gesehen von einer guten Ausgangsbasis für Studien- und Erlebnisreisen im Allge- meinen scheint auch ein Trend zu mehr Fernstudienreisen feststellbar zu sein. Die Hitliste der Studienreisedestinationen wird zwar nach wie vor von traditionellen Des- tinationen wie Griechenland und Italien angeführt, dennoch sind ferne Destinationen im Aufschwung. Besonders interessant ist im Rahmen dieser Arbeit, dass seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts Südamerika ein verstärktes Interesse seitens der Urlauber verzeichnen kann.40 Als Fazit kann hier festgehalten werden, dass die deut- schen Urlauber aufgrund der fortschreitenden demografischen Entwicklung immer älter werden, zudem ein höheres Bildungsniveau als früher haben und eine gestie- gene Reiseerfahrung vorweisen können. Studien- und Erlebnisreisen haben somit das Potenzial, sich zu einem stabilen Marktsegment zu entwickeln.41

2.3 Die Erlebnisorientierung als Treiber für Studien- und Erlebnisreisen

Die Ansprüche an die Qualität einer Urlaubsreise sind aufgrund der höheren Reiseerfahrung allgemein gestiegen. Ein Urlaub soll nach Möglichkeit alle der folgenden zehn Qualitätsanforderungen erfüllen:

- schöne Landschaft,
- gemütliche Atmosphäre,
- Sauberkeit als Selbstverständlichkeit,
- Sonnenschein,
- gesundes Klima,
- gute Küche,
- viel Ruhe und wenig Verkehr,
- landestypische Umgebung,
- Bademöglichkeiten im Meer oder in Seen
- attraktive Ausgehmöglichkeiten.42

Es hat ein Wertewandel in der deutschen Gesellschaft stattgefunden, der auch auf das Reiseverhalten der Deutschen erheblichen Einfluss nimmt. Der heutige Erlebnis- konsument verfolgt die Devise „Ich will. Ich will es haben. Ich habe es mir verdient43 und die Motivation dieser Einstellung liegt nicht in dem Bedarf des Menschen, son- dern basiert vielmehr auf seinem Wunsch, verwöhnt zu werden und gleichzeitig et- was zu erleben. Die deutsche Gesellschaft hat sich zu einer Zwei-Klassen- Gesellschaft entwickelt, in der sich der eine Teil als Sparkonsumenten charakterisie- ren lässt, der sein Budget zur Deckung der Grundbedürfnisse ausgibt, wohingegen der andere Teil Freude daran hat, sich Erlebnisse verschiedenster Art leisten zu können. Aus diesem Grund ist es kaum verwunderlich, dass sich sportliche Ereignis- se wie Autorennen am Nürburgring, Bundesligaspiele, musikalische Events wie die Love Parade oder Konzerte berühmter Rock- und Popgrößen großer Beliebtheit er- freuen. Der Erlebniskonsum wird zu einem der Faktoren, mit dem die Lebensqualität beurteilt wird. Man möchte sich Zeit nehmen, um Erlebnisse unbeschwert zu genie- ßen.44 So genannte Erlebniskonsumenten sind in allen Generationen vorzufinden und sorgen dafür, dass die Reiseanbieter dazu angetrieben werden, Produkte bzw. Dienstleistungen mit einem hohen Erlebniswert zu gestalten und anzubieten. Der heutige Reisende erwartet von seinem Urlaub Genuss einerseits und unvergessliche Erlebnisse, über die er auch berichten kann, andererseits. Das gilt ebenso für Stu- dien- und Erlebnisreisende. Als Hauptursache für diesen Erlebnisdrang gelten die Langeweile und Erlebnislosigkeit, die den Alltag vieler Leute beherrschen.45 Die wachsende Erlebnisorientierung der Bevölkerung schlägt sich, wie bereits erwähnt, auch im Bereich der Studien- und Kulturreisen nieder. Es steht nicht mehr der rein bildungsorientierte Urlaub im Vordergrund, vielmehr legen die Studien- und Kulturrei- seinteressierten Wert auf schöne Erlebnisse. Sie möchten Spaß haben, ihren eige- nen Horizont erweitern ohne eine schwergewichtige Fokussierung auf Kultur und Kul- turmonumente, und sie möchten neue Kontakte oder gar Freundschaften knüpfen.46 Studienreisen werden oftmals mit Reisen von Rentnern zu Ruinen gleichgesetzt und waren daher bisweilen bei einem Großteil der Bevölkerung eher mit negativen Asso- ziationen behaftet. Diese Vorstellung ist nicht mehr zeitgemäß. Bei der Analyse der Studienreiseangebote im Jahr 2007 lässt sich feststellen, dass die Reiseveranstalter von extrem bildungslastigen, ruinenorientierten Touren abgekommen sind und sich mittlerweile besonders an aktive Zielgruppen richten. Damit ist keineswegs die junge Generation gemeint - was in Anbetracht der demografischen Entwicklung mit der enormen Zunahme an alten Menschen im Vergleich zu den jüngeren auch sehr igno- rant und keinesfalls zukunftsorientiert wäre - aber es handelt sich auch nicht um fuß- lahme, konservative Rentner. Dies machen insbesondere die vielen Angebote an Studienreisen in Kombination mit Trekkings oder aber auch Radwanderstudienreisen und ähnliches, die in Punkt 4.1 nochmals näher betrachtet werden, deutlich.

Alles in allem kann gesagt werden, dass die Reiseveranstalter von Studien- und Er- lebnisreisen genauso wie andere Anbieter die steigende Erlebnisorientierung ihrer deutschen Klientel nicht vernachlässigen sollten und ihre Produkte dementsprechend ansprechend und nachfrageorientiert gestalten sollten. Es ergeben sich daraus, wie es bei nahezu jedem Sachverhalt der Fall ist, allerdings nicht nur Vorteile. Es gilt zu beachten, dass die erlebnisreiche Gestaltung eines touristischen Produkts in der Regel mit einem Verzicht auf Größenwirtschaftlichkeit und Massenkonsum einhergeht. Dies kann die Tragfähigkeit des Preises der Leistung in Frage stellen.47 Touristische Unternehmen müssen daher einen für sie tragbaren Grad an Erlebnisreichtum für ihre Produkte finden, um mit einem reizvollen und dennoch nicht zu hochpreisigen Angebot am Markt bestehen zu können.

2.4 Der Studien- und Erlebnisreisende

Obwohl Pauschalisierungen in Zeiten hybrider und immer schwerer berechenbarer Konsumenten nur bedingt gemacht werden können, gibt es doch einige Merkmale, die dem Großteil der Teilnehmer von Studien- und Erlebnisreisen gemein sind bzw. Unterschiede zu anderen Reisenden ausmachen. Auffällig ist beispielsweise der hö- here Anteil der Frauen, die sich eher mit Gruppenreisen, in denen sie sich wohlbehü- tet fühlen, anfreunden als Männer, die lieber möglichst viel selbst in die Hand neh- men. Des Weiteren sind Besserverdienende, Personen mit hohem Bildungsgrad so- wie Rentner bei Studien- und Erlebnisreisen im Vergleich zu Reisen im Allgemeinen überrepräsentiert. Studien- und Erlebnisreisen richten sich an eine zahlungskräftige Klientel, so dass 18,5 % der Studienreisenden ein monatliches Haushaltsnettoein- kommen von mehr als 3000 Euro vorweisen, im Vergleich zu 13,8 %, die bei allen Reisenden errechnet worden sind. Zugleich sind auch die Reiseausgaben bei den Teilnehmern von Studienreisen höher als bei anderen Urlaubern.48 Obwohl es natür- lich immer Ausnahmen von der Regel gibt, kann gesagt werden, dass der Studien- reisende in der Regel über 35 Jahre alt ist, und auch bei Studien- und Erlebnisreisen, die sehr aktiv und sportlich gestaltet sind, sind nur selten Teilnehmer unter 35 zu fin- den. Der Altersdurchschnitt fällt bei diesen Varianten der Studien- und Erlebnisreise zwar ein wenig niedriger aus, dennoch sind es immer noch eher vitale Kunden der älteren Generationen. Das durchschnittliche Alter der Studienreisenden liegt bei un- gefähr 50 Jahren, wobei bei Reisen innerhalb Europas - vermutlich aufgrund der geringeren Strapazen - das Durchschnittsalter noch ein wenig höher ist als dies bei Fernreisen der Fall ist.49 Hinzu kommt, dass die Reisenden, die an Studienreisen teilnehmen, erfahrener sind als der Durchschnitt der Urlauber und mehr Reiseaktivität aufweisen.50 Die größere Reiseerfahrung lässt die Schlussfolgerung zu, dass sie sich besser auskennen und eventuell höhere Ansprüche an die Qualität der Leistung haben, da sie besser wissen, was sie erwarten können und dürfen.

3 INDIVIDUALISIERUNG UND INDIVIDUALISIERBARKEIT

3.1 Die Individualisierung und Konsequenzen für die Wirtschaft

Die Individualisierung in der deutschen Bevölkerung hat in der Vergangenheit eine Zunahme erfahren. Nicht zuletzt aufgrund eines gestiegenen Bildungsgrades verspü- ren die Menschen mehr und mehr das Verlangen, sich von anderen zu unterschei- den.51 Und eben genau dies ist der Hintergrund der Individualisierung. Der Begriff der Individualisierung stammt aus der Soziologie und bezeichnet „den Prozess der Loslösung des Menschen aus alten sozialen Bindungen. (…) Durch die- se Lösung von Bindungen entstehen Freiräume, die der Einzelne (Individuum) nach eigenen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen allein oder in frei gewählten Be- ziehungen mit anderen ausgestaltet.“52 Das Gegenstück zur Individualisierung stellt die Standardisierung dar. Darunter ist im marketingtechnischen Sinne die „einheitli- che Ausrichtung der Absatzbestrebungen an den „durchschnittlichen“ Anforderungen einer Vielzahl (unbekannter) Abnehmer“53 zu verstehen.

Die folgende Abbildung stellt die Standardisierung und die Individualisierung gegenüber und macht so die Unterschiede auf verschiedenen Ebenen deutlich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten54

Abb. 3: Merkmale der Individualisierung und Standardisierung der Leistung

(Quelle: Mayer, R.: Strategien erfolgreicher Produktgestaltung : Individualisierung und Standardisie- rung, Wiesbaden, 1993, S.50, in: Hildebrand, V.: Individualisierung als strategische Option der Markt- bearbeitung - Determinanten und Erfolgswirkungen kundenindividueller Marketingkonzepte, 1997, S.71)

Die Individualisierung wird von namhaften Trend- und Zukunftsforschern wie John Naisbitt oder Matthias Horx als ein Mega-Trend gesehen. Dies bedeutet, dass es sich um eine Angelegenheit handelt, die langfristig zu beobachten ist und mindestens 50 Jahre anhält. Zudem bedeutet ein Mega-Trend einen Wandel, der in alle Lebens- bereiche eines Menschen hineinwirkt und diese beeinflusst; dies umfasst beispiels- weise die Bereiche Technologie und Kultur ebenso wie die Konsumgewohnheiten, die Arbeitswelt und interpersonelle Beziehungen. Ein Mega-Trend kann folglich als interdisziplinär angesehen werden.55

Mit der Individualisierung geht die Entwicklung immer vielfältigerer Lebenswelten einher. Die Menschen sind nicht mehr wie in früheren Zeiten an bestimmte Entschei- dungen, die ihr gesamtes Leben bestimmen, gebunden. Vielmehr ist es ihnen mög- lich, weit reichende Entscheidungen wie die Berufswahl oder eheliche Bindungen aufzulösen und sich zu verändern.56 In engem Zusammenhang mit dem Begriff der Individualisierung steht der Begriff der Multioptionalität. Der heutige Konsument hat den Anspruch, beim Kauf von Produkten und der Inanspruchnahme von Dienstleis- tungen aus einer Reihe von Möglichkeiten auszuwählen. Für ihn bedarf es einer möglichst großen Angebotsvielfalt.57 Die Delphi-Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahr 1998 hat für die nähere Zukunft vorausgesagt, dass sich der Individualisierungstrend in allen Bereichen weiter fortsetzen wird. Dar- aus ergibt sich für viele Anbieter der Druck oder Zwang, ihre Produkte immer varian- tenreicher zu gestalten und unter Umständen sogar zur Einzelfertigung überzugehen. Es kann hier von einer Differenzierung durch Varietät gesprochen werden.58 Homo- gene, stabile Marktsegmente mit ausreichender Größe sind in vielen Branchen nur noch schwer identifizierbar. Die Märkte werden zunehmend fragmentierter und ver- langen von den Wirtschaftsunternehmen ein Umdenken bis hin zur Einzelkundenbe- arbeitung.59 Kunden müssen letztendlich so individuell wie nur möglich bearbeitet werden. Andernfalls kann die Existenz der Unternehmen gefährdet sein.

Eine Folge der Individualisierung ist die so genannte Mass Customization oder auch kundenindividuelle Massenproduktion. Sie bezeichnet „die Produktion von Gü- tern und Leistungen für einen (relativ) großen Absatzmarkt, welche die unterschiedli- chen Bedürfnisse jedes einzelnen Nachfragers dieser Produkte treffen, zu Kosten, die ungefähr denen einer massenhaften Fertigung vergleichbarer Standardgüter ent- sprechen.“60 Mithilfe dieses Ansatzes der Marktbearbeitung wird der Versuch unter- nommen, die Individualisierung mit der Standardisierung zu kombinieren. Nach au- ßen hin wird dem Kunden suggeriert, dass er ein individuelles Produkt oder eine in- dividuelle Dienstleistung erhält, dennoch stehen intern standardisierte Prozesse und Systeme dahinter. Die Mass Customization ist ein Mittel, um die Nachteile der Indivi- dualisierbarkeit von Produkten und Dienstleistungen, die in Punkt 3.3 genauer be- schrieben werden, einzudämmen.

Es stellt sich an dieser Stelle die Frage, woher der Trend zur Mass Customization stammt. Die wichtigsten Treiber sind, wie in Abbildung 4 deutlich wird, unter anderem der Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt, die Individualisierung der Nachfrage sowie eine starke Segmentierung der Nachfrage.

Abb. 4: Mass Customization - Ursachen und Möglichkeiten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Robert Freund, Master of Arts, Gründungsmitglied des IIMCP (International Institute of Mass Customization and Personalization), http://www.robertfreund.de/mass%20customization/einfuehrung. htm, Stand 15.04.2007)

In anderen Worten bedeutet dies, dass der Konsument die Marktmacht besitzt; zum einen dadurch, dass das Angebot immens ist, die Konkurrenz zwischen den Anbie- tern dementsprechend groß und für den Kunden eine große Auswahl zur Selbstver- ständlichkeit geworden ist. Zugleich ist der Konsument wie auch der Reisende im 21.

Jahrhundert nicht mehr so berechenbar wie früher. Er lässt sich nicht mehr so leicht in bestimmte Schubladen oder Käufertypen einteilen, wie dies früher der Fall war. Vielmehr haben es Unternehmen vermehrt mit hybriden Konsumenten zu tun, die in unterschiedlichen Lebenslagen ebenso unterschiedliche Konsumverhaltensweisen an den Tag legen.

Nicht nur die Wirtschaft im Allgemeinen, sondern auch die Tourismuswirtschaft im Speziellen ist sehr stark von dem Trend zur Individualisierung betroffen. Wie sich dies auf die Urlaubswünsche der Deutschen auswirkt und wie die Reiseveranstalter darauf mit veränderten Angeboten reagieren, soll im folgenden Kapitel dargelegt wer- den.

3.2 Die Individualisierung im Tourismus

Die Individualisierung, die sich in der Gesellschaft vollzieht, überträgt sich ebenso auf die Freizeit- und Urlaubsgestaltung des Einzelnen.61 Daher ist die Individualisierung schon seit einigen Jahren ein wichtiges Thema, das den touristischen Markt bewegt und verändert hat und auch in Zukunft noch einen immensen Einfluss auf die Ange- bots- und Reisegestaltung der Reiseveranstalter haben wird. Das touristische Ge- schäft war bis zu den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts geprägt von Massenpro- duktion und Massenkonsum. Die Reiseveranstalter produzierten wenige, dafür aber standardisierte und unflexible Reisen und wollten damit hohe Skalenerträge erzielen. Die touristischen Mitarbeiter hatten kaum Möglichkeiten, in Bezug auf die Produkt- gestaltung flexibel zu agieren. Dieses Konzept funktionierte zur damaligen Zeit gut, da die Urlauber kaum Reiseerfahrung hatten, relativ preissensibel und durchschau- bar waren und einfach den Wunsch nach einer Reise in sonnige Urlaubsorte heg- ten.62 Die Individualisierung in der deutschen Gesellschaft und die Weiterentwicklung des touristischen Marktes hat allerdings zur Folge, dass die Reisenden heute aus einer Fülle verschiedener Urlaubsformen wählen können, wie man sie sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum oder gar nicht vorstellen konnte. Angefangen mit Wellnessurlaub über Städtereisen, Cluburlaub, Kreuzfahrten, Freizeitparks, Skiurlau- be bis hin zu den Studien- und Erlebnisreisen, die Thema dieser Arbeit sind, ist für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei.63

Ferner ist ein Trend zu individualisierten Pauschalreiseformen unverkennbar und dieser scheint insbesondere durch neue technologische Entwicklungen wie dem Dy- namic Packaging64 vorangetrieben zu werden, welches sogar eine weitgehende Per- sonalisierung des touristischen Produktes ermöglicht.65 Bezogen auf die Produktges- taltung von Reiseveranstaltern wird die Individualisierung als eine individuelle Kombination von Reiseelementen angesehen, die aus dem Katalog des Veranstal- ters ausgewählt werden können. Hierzu zählt beispielsweise die Auswahl von mehre- ren Hotels in einer Destination, die Auswahl verschiedener Abflughäfen, die Auswahl an Verpflegung, die im Preis inkludiert ist, ebenso wie die frei wählbare Länge des Aufenthalts, die Wahl verschiedener Wochentage für die An- und Rückreise und auch Aspekte wie Sitzplatzreservierungen oder zusätzlich buchbare exklusive Trans- fers am Urlaubsort. Das Gegenstück ist auch in diesem Kontext die Standardisie- rung, bei der dem Kunden eine komplett vorgefertigte Reise, die nicht veränderbar ist, angeboten wird. In diesem Fall erhält jeder Kunde das gleiche Produkt. Als dritte Variante gibt es die Personalisierung von Urlaubsreisen, die noch einen Schritt wei- ter geht als die Individualisierung. Die Besonderheit besteht bei der Personalisierung darin, dass der Kunde dem Reiseveranstalter im Vorfeld seine Wünsche und Vorstel- lungen von seiner Urlaubsreise übermittelt. Erst im Anschluss daran wird nach den Vorgaben die Reise durch den Reiseveranstalter gefertigt.66 Das eben erwähnte Dy- namic Packaging, welches einen guten Grundstein für eine Personalisierung bildet, eignet sich jedoch nicht für Rundreisen67 und kann somit im Bereich der Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika nicht angewandt werden. Aus diesem Grund müs- sen sich die Reiseveranstalter andere Problemlösungen einfallen lassen, um dem Wunsch der Kunden nach individuellen Angeboten nachzukommen.

Angesichts der beschriebenen Entwicklung wird die Zukunft der klassischen Pau- schalreise gegenwärtig heiß diskutiert. In Expertenkreisen wird die Frage gestellt, ob es für die klassische Pauschalreise eine Zukunft gibt oder ob sie bald vor dem Aus steht. Fest steht, dass es durch moderne Techniken wie dem Dynamic Packaging möglich geworden ist, dem Reisenden eine moderne Pauschalreise, die sich an sei- nen individuellen Bedürfnissen orientiert, anzubieten. Die Standard-Pauschalreise kann dies nicht gewährleisten und kann dem Urlauber nicht das Gefühl vermitteln, etwas Einzigartiges gebucht zu haben.68 Mittlerweile hat sich allerdings ein Wandel des Freizeit- und Lebensstils dahingehend vollzogen, dass von touristischen Anbie- tern mehr Flexibilität und die individuelle Kombinierbarkeit von Reiseelementen ge- fordert werden.69 Kunden haben bestimmte Erwartungshaltungen, wenn sie eine Pauschalreise über einen Reiseveranstalter buchen und erhoffen sich dadurch im Vergleich zu einer selbst organisierten Reise Vorteile. Zu diesen Vorteilen zählen ein günstiger Preis, die Risikoübernahme durch den Reiseveranstalter und eine organi- satorische Entlastung.70 Es stellt sich die Frage, ob diese Aspekte die Individualität einer Reise hindern oder ob und in welchem Umfang es möglich ist, eine Pauschal- reise, noch dazu ein sehr komplexes Produkt wie eine Studien- und Erlebnisreise nach Südamerika, zu individualisieren und dennoch über einen Reiseveranstalter organisieren zu lassen. Die Frage, ob und inwieweit von Reiseveranstaltern die Mög- lichkeiten der Individualisierbarkeit auch für Studien- und Erlebnisreisen nach Süd- amerika genutzt und realisiert werden, soll als Fazit dieser Untersuchung beantwortet werden. Zumindest ist es Fakt, dass die Reiseveranstalter vermehrt differenzierte Angebote für spezifische Kundenkreise entwickeln, so dass beispielsweise der größ- te deutsche Studienreiseveranstalter Studiosus Reisen unter dem Begriff der Stu- dienreise gut ein Dutzend verschiedener Reisevarianten versammelt. Dazu zählen neben der modernen Studienreise beispielsweise die ‚Freizeit-Plus-Reisen’, die ‚Na- tur-Studienreisen’, die Städtereisen ‚CityLights’, die ’Me & More-Reisen’ für Alleinrei- sende und viele mehr.71 In Punkt 4.1 wird nochmals detaillierter auf die verschiedenen Varianten und die dementsprechende Produktgestaltung eingegangen. Es gibt eine immer stärkere Differenzierung. Kunden möchten Wahlfreiheit, möchten Risiken umgehen, möchten Dinge, die ihren Wünschen nicht komplett entsprechen, aus ihrem Reiseprogramm eliminieren.

Der Trend zur Individualisierung im Bereich der Studien- und Erlebnisreisen lässt sich unter anderem daran zeigen, dass Studienreisen mit mehr Zeit und Freiraum für eigene Unternehmungen sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Hinzu kommen Bausteinprogramme, die es nicht nur ermöglichen, verschiedene Reisesegmente miteinander zu kombinieren, sondern auch die Kombination verschiedener Reisear- ten erlauben. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Verlängerung einer Studienreise durch einen Strandurlaub.72

Interessant für Reisen nach Südamerika ist die Prognose des Gottlieb Duttweiler In- stituts. Gemäß einer von diesem Institut für den Reisekonzern Kuoni im Jahr 2006 erstellten Trendstudie wird die Individualisierung im Fernreisetourismus weiter zu- nehmen und der organisierte Massenkonsum in hohem Maße durch einen individua- lisierten Massenkonsum ersetzt werden.73 Kunden möchten nicht mehr pauschale Angebote von Dienstleistern annehmen, da sie sich in Bezug auf ihren Konsum ge- nau das gönnen wollen, was ihren Bedürfnissen entspricht und Pauschalangebote können nicht jedermanns Wünschen hundertprozentig gerecht werden. Ein weiteres Indiz für diese Entwicklung im Tourismus ist die Steigerung des Anteils der Selbstor- ganisierer, die ohne Hilfe eines Reisebüros ihre Reise planen und durchführen von 35 % im Jahr 2000 auf 46 % im Jahr 2004. Zugleich hat sich der Anteil der Personen, die sich eine Reise nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen und die ausge- wählten Bausteine letztendlich über ein Reisebüro buchen, von 4 % auf 9 % mehr als verdoppelt.74 Analysten von A.T. Kearney sagen bis zum Jahr 2008 eine weitere Steigerung dieser 9 % an individualisierten Pauschalreisen auf 30 % voraus und pro- phezeien Full-Service-Anbietern schlechte Überlebenschancen.75 Die Befragung von 111 Personen, unter anderem zum Thema Reisegewohnheiten und Einstellung zur Pauschalreise, die im Jahr 2003 durchgeführt wurde, stärkt diese Prognose. Mehr als 70 % der Befragten stufen die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten als wichtigen oder gar sehr wichtigen Faktor bei der Wahl einer Pauschalreise ein und fast 80 % vertreten die Auffassung, dass es bei Pauschalreisen mehr individuelle und flexible Gestaltungsmöglichkeiten geben sollte.76

Die beiden folgenden Grafiken veranschaulichen dies nochmals.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Die Bedeutung individueller Gestaltungsmöglichkeiten bei Pauschalreisen

(Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Wissing, T.: Die klassische Pauschalreise im Wandel, in: Leder, S., Steinecke, A. (Hrsg.): Aktuelle Themen der Tourismusforschung: Märkte - Events - Methoden, Paderborn, 2006, S.10)

[...]


1 Sprichwort.ch, http://www.sprichwort.ch/, Stand 05.07.2007.

2 Vgl. o.V.: Deutsche 2006 erneut Reiseweltmeister, Artikel vom 16.01.2007, online unter Handels- blatt, http://www.handelsblatt.com/news/Journal/Business-Travel-Reise/_pv/_p/202790/_t/ft/_b/120858 2/default.aspx/deutsche-2006-erneut-reiseweltmeister.html, Stand 05.07.2007.

3 Vgl. F.U.R Reiseanalyse 2007, http://www.fur.de/downloads/Reiseanalyse_2005.pdf, S.2, Stand 03.07.2007.

4 Vgl. o.V.: Deutsche 2006 erneut Reiseweltmeister, Artikel vom 16.01.2007, online unter Handels- blatt, http://www.handelsblatt.com/news/Journal/Business-Travel-Reise/_pv/_p/202790/_t/ft/_b/120858 2/default.aspx/deutsche-2006-erneut-reiseweltmeister.html, Stand 05.07.2007.

5 Vgl. Dietsch, K.: Die Studienreise im Wandel - Konzepte einer klassischen Reiseform, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.134.

6 Arbeitsgemeinschaft Studienreisen: Pressemitteilung vom November 1998, zitiert nach: Dietsch, K.: Studienreisen, in: Dreyer, A. (Hrsg.): Kulturtourismus, München, Wien, 2000, S.76.

7 Vgl. Dietsch, K.: Studienreisen, in: Dreyer, A. (Hrsg.): Kulturtourismus, München, Wien, 2000, S.76.

8 Vgl. ebenda, S.78f.

9 Vgl. Kubsch, W.: Ein Lob der Studienreise, in: Festschrift Paul Rieger, Starnberg, 1988, S.28, zitiert nach: Born, V., überarbeitet durch Kirstges, T., Schröder, C., in: Praktischer Leitfaden für Reiseleiter, in: Kirstges, T. (Hrsg.): Destination Reiseleitung, München, Wien, 2001, S.7.

10 Studiosus Reisen (Hrsg.): Unternehmensleitbild 2001, München, 2001, zitiert nach: Dietsch, K.: Die Studienreise im Wandel. Konzepte einer klassischen Reiseform, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.134.

11 Steinecke, A. (Hrsg.): Konzeption, Organisation und Durchführung einer Studienreise - Beispiel Republik Irland, Paderborn, 2001, S.8.

12 Vgl. Steinecke, A. (Hrsg.): Konzeption, Organisation und Durchführung einer Studienreise - Beispiel Republik Irland, Paderborn, 2001, S.8.

13 Vgl. Kirstges, T.: Sanfter Tourismus - Chancen und Probleme der Realisierung eines ökologieorien- tierten und sozialverträglichen Tourismus durch deutsche Reiseveranstalter, München, Wien, 1995, S. 52.

14 Köck, C.: Abenteuerreisen als kulturelles Kapital, in: Kramer, D., Lutz, R. (Hrsg.): Tourismus-Kultur - Kultur-Tourismus, Münster, Hamburg, 1993, S.192.

15 Vgl. Lettl-Schröder, M.: Entdecken und genießen, in FVW International, 1/07, 05.01.2007, S.25.

16 Die Wasserfälle von Iguazu sind mit einer Länge von drei Kilometern länger als die Victoriafälle und einer Höhe von bis zu 80 Metern höher als die Niagarafälle. Sie erstrecken sich über Bereiche Brasi- liens und Argentiniens (Quelle: viventura Reisen: tourablauf-vicomfort-brasilien-druckversion.pdf, www.viventura.de, Stand 10.05.2007).

17 Macchu Picchu ist eine im 15. Jahrhundert erbaute und im Jahr 1911 entdeckte Inkastadt. Sie ist eine der bekanntesten und meistbesichtigten Stätten in Peru und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe (Quelle: Vgl. Palm, J.: Ökotourismus in Peru - zwei unterschiedliche Ansätze im Vergleich, Saarbrü- cken, 2006, S.38).

18 Die Nazca- Linien sind über 500 Jahre alte Linien im Sand, die geometrische Figuren und teils Tiere erkennen lassen. Die Herkunft und Bedeutung der Linien ist bisher nicht geklärt; es gibt Vermutungen, dass sie einen astronomischen oder landwirtschaftlichen Hintergund haben oder auch mit außerirdischem Leben in Verbindung stehen. (Quelle: Lumsdon, L., Swift, J.: Tourism in Latin America, London, New York, 2001, S.142).

19 Vgl. Opaschowski, H.: Tourismus - Eine systematische Einführung, Opladen, 2002, S.92.

20 Vgl. Günter, W.: Allgemeine Didaktik und Methodik der Studienreise, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.150f.

21 Vgl. Günter, W.: Der moderne Bildungstourismus - Formen, Merkmale und Beteiligte, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.35 und Kubsch, W., Weiskopf, O.: Planung, Vorbereitung und Durchführung von Studienreisen, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.300.

22 Vgl. Pompl, W.: Das Produkt Pauschalreise - Konzept und Elemente, in: Mundt, J. (Hrsg.): Reiseveranstaltung - Lehr- und Handbuch, München, Wien, 2007, S.84.

23 Vgl. Kubsch, W., Weiskopf, O.: Planung, Vorbereitung und Durchführung von Studienreisen, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.292ff.

24 Vgl. Meyers Lexikon Online, http://lexikon.meyers.de/meyers/S%C3%BCdamerika, Stand 03.04.2007

25 Vgl. o.V.: Diercke Weltatlas, Braunschweig, 1992, S.206ff.

26 Schaffrina Design - Integrierte Produktgestaltung von Hard- und Software, http://www.schaffrina.de /seiten/Fachbegriffe/Individualisierbarkeit.html, Stand 26.04.2007.

27 Vgl. ADAC Reisemonitor 2007, online unter ADAC Verlag, http://media.adac.de/index.cgi?p= 4d656 46961736572766 96365&pdf=436.pdf, S.25, Stand 15.02.2007.

28 Vgl. Bittner, R.: Tourismus der Zukunft - Boomende Urlaubsformen, Dominierende Zielgruppen, Verändertes Reiseverhalten, Saarbrücken, 2006, S.80.

29 Vgl. ADAC Reisemonitor 2007, online unter ADAC Verlag, http://media.adac.de/index.cgi?p= 4d656 46961736572766 96365&pdf=436.pdf, S.25, Stand 15.02.2007.

30 Die Gruner + Jahr AG & Co KG ist eine Verlagsgesellschaft, die jährlich Studien und Analysen zum Tourismus veröffentlicht (Quelle: G+J Media, http://www.gujmedia.de, Stand 16.05.2007).

31 eigene Berechnungen auf der Basis von: G+J Branchenbild - Auslandsreisen, Nr.3, Februar 2007 S.8, zur Verfügung gestellt von Heike Matthaei, G+J Markt- und Mediaservice, Verkaufsbüro Süd- West

32 Vgl. Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: Reiseanalyse 2000, zitiert nach Günter, W.: Der moderne Bildungstourismus - Formen, Merkmale und Beteiligte, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.45.

33 Smeral, E.: Die Zukunft des internationalen Tourismus - Entwicklungsperspektiven für das 21. Jahrhundert, Wien, 2003, S.144.

34 Vgl. Smeral, E.: Die Zukunft des internationalen Tourismus - Entwicklungsperspektiven für das 21. Jahrhundert, Wien, 2003, S.144.

35 Vgl. o.V.: Fachreport Studienreisen, in FVW International, 2/96, 26.01.1996, S.27, zitiert nach Schmeer-Sturm, M.-L.: Reiseleitung, München, Wien, 1997, S.8.

36 Vgl. Lettl-Schröder, M.: Entdecken und genießen, in FVW International, 1/07, 05.01.2007, S.26.

37 Vgl. Kubsch, P.-M., Chef des Reiseveranstalters Studiosus, in: Lettl-Schröder, M.: Wo bleibt die Veranstalter-Leistung, in FVW International, 1/07, 05.01.2007, S.29.

38 Vgl. Smeral, E.: Die Zukunft des internationalen Tourismus - Entwicklungsperspektiven für das 21. Jahrhundert, Wien, 2003, S.71.

39 Vgl. o.V.: Dokumentation Deutsche Veranstalter 2005, Beilage zur FVW International Nr. 31 vom 21.12.2005, (ohne Seitenangabe), zitiert nach: Klingenstein, M., Mundt, J.: Studienreisen, in: Mundt, J. (Hrsg): Reiseveranstaltung - Lehr- und Handbuch, München, Wien, 2007, S.338.

40 Vgl. Dietsch, K.: Studienreisen, in: Dreyer, A. (Hrsg.): Kulturtourismus, München, Wien, 2000, S.76.

41 Vgl. Opaschowski, H..: Tourismusanalyse 2005 mit Grundlagenforschung, B.A.T. FreizeitForschungsinstitut GmbH, Hamburg, 2005, S.37f.

42 Vgl. Opaschowski, H.: Tourismus - Eine systematische Einführung, Opladen, 2002, S.228f.

43 Opaschowski, H.: Deutschland 2020 - Wie wir morgen leben - Prognosen der Wirtschaft, Wiesbaden, 2004, S.55.

44 Vgl. Opaschowski, H.: Deutschland 2020 - Wie wir morgen leben - Prognosen der Wirtschaft, Wiesbaden, 2004, S.55 und S.134ff.

45 Vgl. Bittner, R.: Tourismus der Zukunft - Boomende Urlaubsformen, Dominierende Zielgruppen, Verändertes Reiseverhalten, Saarbrücken, 2006, S.56f.

46 Vgl. Kitzki, H.: Spaß-Philosophie statt Schulbank-Tourismus bei Ikarus Tours, in touristik aktuell, 36, 2000, S.30, zitiert nach: Gross, M.: Zur Erlebnisorientierung im Kulturtourismus, Trierer Geographische Studien, Heft 27, Trier 2004, online unter Hochschule Harz, mgross.hs-harz.de/Kulturtourismus MSGross.pdf, S.143, Stand 23.03.2007.

47 Weiermair, K.: Von der Dienstleistung zum Erlebnis, in: Weiermair, K., Brunner-Sperdin, A. (Hrsg.): Erlebnisinszenierung im Tourismus, Berlin, 2006, S.17.

48 Vgl. Günter, W.: Der moderne Bildungstourismus - Formen, Merkmale und Beteiligte, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.39ff.

49 Vgl. Klingenstein, M., Mundt, J.: Studienreisen, in: Mundt, J. (Hrsg): Reiseveranstaltung - Lehr- und Handbuch, München, Wien, 2007, S.327.

50 Vgl. ebenda, S.325ff.

51 Vgl. Kirstges, T.: Sanfter Tourismus - Chancen und Probleme der Realisierung eines ökologieorien- tierten und sozialverträglichen Tourismus durch deutsche Reiseveranstalter, München, Wien, 1995, S.57.

52 Universität Hamburg - Departments Sprachen, Literatur, Medien, http://www.sign-lang.uni-hamburg. de/projekte/slex/SeitenDVD/Konzepte/L52/L52 06.htm, Stand 15.4.2007.

53 Hildebrand, V.: Individualisierung als strategische Option der Marktbearbeitung - Determinanten und Erfolgswirkungen kundenindividueller Marketingkonzepte, Wiesbaden, 1997, S.23. 17

54 konjektural = „auf Mutmaßung beruhend“ (Quelle: Dudenverlag, http://www.duden.de/duden-suche/ werke/dgfw/000/035/konjektural.35694.html, Stand 03.07.2007)

55 Vgl. Horx, M.: Future Fitness, Frankfurt, 2005, S.75 und 86.

56 Vgl. ebenda, S.86.

57 Vgl. Bieger, T., Laesser, C.: Tourismustrends - Eine aktuelle Bestandsaufnahme, Jahrbuch der Schweizerischen Tourismuswirtschaft 2002/2003, online unter Universität St. Gallen, www.alexandria. unisg.ch/EXPORT/DL/ 13940.pdf, S.4, Stand 02.02.2007.

58 Vgl. Schoder, Detlef: Mass Customization: A viable option for a broad range of products, in: Produc- tion & Operations Monthly, Monthly newsletter in the field of Operations Management, Volume 1, No.4, online unter Seminar für Wirtschaftsinformatik, Universität zu Köln , http://www.wim.unikoeln.de/ Individualisierung-u.432.0.html, Stand 15.04.2007.

59 Vgl. Hildebrand, V.: Individualisierung als strategische Option der Marktbearbeitung - Determinan- ten und Erfolgswirkungen kundenindividueller Marketingkonzepte, Wiesbaden, 1997, S.13f. 19

60 Robert Freund, Master of Arts, Gründungsmitglied des IIMCP (International Institute of Mass Customization and Personalization), http://www.robertfreund.de/mass%20customization/einfuehrung. htm, Stand 15.04.2007.

61 Vgl. Bieger, T., Laesser, C.: Tourismustrends - Eine aktuelle Bestandsaufnahme, Jahrbuch der Schweizerischen Tourismuswirtschaft 2002/2003, online unter Universität St. Gallen, www.alexandria. unisg.ch/EXPORT/DL/ 13940.pdf, S.9, Stand 02.02.2007.

62 Vgl. Smeral, E.: Die Zukunft des internationalen Tourismus - Entwicklungsperspektiven für das 21. Jahrhundert, Wien, 2003, S.144.

63 Vgl. Opaschowski, H..: Tourismusanalyse 2005 mit Grundlagenforschung, B.A.T. FreizeitForschungsinstitut GmbH, Hamburg, 2005, S.23.

64 Dynamic Packaging = „die in Echtzeit erfolgte kundengerechte Auswahl, Bündelung und Buchung von Reisekomponenten aus unterschiedlichen Quellen nach den Regeln des Veranstaltergeschäftes zu einem Gesamtpreis“ (Quelle: Rogl, D.: Schwieriges Spiel mit den Bausteinen, in FVW International, Nr. 24/03, 15.10.2003, S.59).

65 Vgl. Pompl, W.: Das Produkt Pauschalreise - Konzept und Elemente, in: Mundt, J. (Hrsg.): Reiseveranstaltung - Lehr- und Handbuch, München, Wien, 2007, S.63.

66 Vgl. ebenda, S.74f.

67 Vgl. ebenda, S.67.

68 Vgl. Bittner, R.: Tourismus der Zukunft - Boomende Urlaubsformen, Dominierende Zielgruppen, Verändertes Reiseverhalten, Saarbrücken, 2006, S.114.

69 Vgl. Smeral, E.: Die Zukunft des internationalen Tourismus - Entwicklungsperspektiven für das 21. Jahrhundert, Wien, 2003, S.151.

70 Vgl. Pompl, W.: Allgemeine Tourismuslehre, Arbeitsheft 3: Reiseveranstalter und Reisemittler, ohne Ortsangabe, 1993, S.16.

71 Vgl. Dietsch, K.: Die Studienreise im Wandel. Konzepte einer klassischen Reiseform, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.138f.

72 Vgl. Günter, W.: Der moderne Bildungstourismus - Formen, Merkmale und Beteiligte, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.32.

73 Vgl. o.V.: Die Zukunft des Ferienreisens - Trendstudie, online unter Gottlieb Duttweiler Institut für Wirtschaft und Gesellschaft, http://www.gdi.ch/fileadmin/user_uploads/pdf_media/studien/Kuoni_ Stu- die_2006-D.pdf, S.7, Stand 02.02.2007.

74 Vgl. Opaschowski, H..: Tourismusanalyse 2005 mit Grundlagenforschung, B.A.T. FreizeitForschungsinstitut GmbH, Hamburg, 2005, S.13f.

75 Vgl. o.V.: Tourismusstudie: Konsument der Zukunft ist hybrid (13.07.2005), im Internet unter Faktum Mucha Verlag GmbH Wien, http://www.faktum.at/jaos/page/main_heute.tmpl?article_id=10014034& offset=2120, Stand 02.02.2007.

76 Vgl. Wissing, T.: Die klassische Pauschalreise im Wandel, in: Leder, S., Steinecke, A. (Hrsg.): Aktu- elle Themen der Tourismusforschung - Märkte - Events - Methoden, Paderborn, 2006, S.9ff. 25

Ende der Leseprobe aus 109 Seiten

Details

Titel
Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika im Jahr 2007
Untertitel
Eine Angebotsanalyse unter Berücksichtigung der Individualisierbarkeit des Angebotes
Hochschule
Hochschule Heilbronn, ehem. Fachhochschule Heilbronn
Note
2,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
109
Katalognummer
V78475
ISBN (eBook)
9783638815536
ISBN (Buch)
9783638831611
Dateigröße
1222 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Angebotsanalyse, Studien-, Erlebnisreisen, Reiseveranstalter, Südamerika, Jahr
Arbeit zitieren
Katrin Theos (Autor), 2007, Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika im Jahr 2007, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78475

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