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Frauen in der Geschichte - Möglichkeiten und Schwierigkeiten für den Geschichtsunterricht

Title: Frauen in der Geschichte - Möglichkeiten und Schwierigkeiten für den Geschichtsunterricht

Seminar Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Manuela Piel (Author)

Didactics - History
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In meiner Arbeit zu „Frauen in der Geschichte“, möchte ich mich ausschließlich auf das Fach Geschichte konzentrieren. Natürlich greift dieses Thema aber auch auf die anderen Fächer über.
Kaum ein Schüler/In kann heute etwas mit Namen wie: Hildegard von Bingen, Elisabeth von Thüringen oder Königin Mathilde anfangen. Die Ursache dafür ist, dass die Rahmenpläne der Schulen das Thema „Frauengeschichte“ immer noch als eine separate Teildisziplin der Geschichte betrachten. Die traditionellen Themen wie die frühen Hochkulturen, die Gesellschaft im Mittelalter und später dann vorwiegend die Geschichte der Neuzeit (Erster Weltkrieg, Industrialisierung, Kolonisation, Zweiter Weltkrieg, Kalter Krieg) bestimmen noch immer das inhaltliche Vorgehen im Klassenzimmer.
Dieses Unterrichtskonzept zu verändern ist seit Langem ein Bestreben der Frauen- und Geschlechtergeschichte. In wie fern diese beiden Forschungsrichtungen zusammenhängen und welche Vor- und Nachteile sie für den Unterricht bringen, wird einen Schwerpunkt dieser Arbeit darstellen. Dabei soll ein Überblick über Inhalte, Forderungen und Ziel vermittelt werden, um sich ein genaues Bild, einer möglichen Unterrichtspraxis, machen zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Frauen- und Geschlechtergeschichte

2.1.Was verstehen wir unter dem Begriff „gender“

2.2 Geschlechtergeschichte als Universalgeschichte

2.3 Die Frauengeschichte

2.3.1 Inhalt und Ziele der Frauengeschichte

3. Vergleich von Frauen- und Geschlechtergeschichte

4. Geschlechtergeschichte im Unterricht

4.1 Forderungen an den Geschichtsunterricht

4.2 Welche Medien sollten im Unterricht verwendet werden

5. Vorteile eines geschlechterspezifischen Unterrichts

5.1. Universalgeschichte durch Geschlechtergeschichte

5.2. Betrachtung der Alltagsgeschichte

5.3. Rollenzuschreibungen

5.4 Ein Thema für beide Geschlechter

5.5 Die Leistungsbewertung beider Geschlechter

5.6 Die Notwendigkeit der Gemeinschaft

5.7 Zusammenfassung der Chancen für den Geschichtsunterricht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Integration von Frauen- und Geschlechtergeschichte in den schulischen Geschichtsunterricht, um ein einseitiges, männerzentriertes Geschichtsbild zu überwinden und eine fundierte Geschlechterperspektive zu etablieren.

  • Definition und theoretische Einordnung der Begriffe „Frauengeschichte“, „Geschlechtergeschichte“ und „Gender“.
  • Kritische Analyse bestehender Schulbuch- und Unterrichtspraktiken.
  • Darstellung der Vorteile einer geschlechterdifferenzierten Unterrichtsgestaltung.
  • Erarbeitung konkreter Forderungen und Methoden für eine inklusive Unterrichtspraxis.
  • Reflexion der Rolle der Geschlechter für die Entwicklung von Identität und Zukunftsfähigkeit.

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Frauengeschichte

„Das große Verdienst der Frauengeschichtsforschung lag darin, die Hälfte der Menschheit, die permanent ignoriert, übergangen oder stillschweigend einbezogen wurde, aus dem Dunkel der Vergangenheit zu holen.“

Der folgende Abschnitt soll nun die Disziplin der Frauengeschichte näher vorstellen. Da dieses Gebiet, im Gegensatz zur Geschlechtergeschichte, vorwiegend die Frauenforschung untersucht, wäre diese Geschichte für den Unterricht keine Alternative. Die Beschäftigung mit diesem Thema ist trotzdem von großer Bedeutung, da erst durch die umfangreichen Forschungen der Frauengeschichte der Grundstein für eine Universalgeschichte gelegt werden konnte.

Die Anfänge der Frauengeschichtsforschung zielten zuerst nur darauf ab, Frauen überhaupt sichtbar zu machen. Ihr Leben und Handeln sollten zur Geltung gebracht werden und in die Geschichte eingearbeitet werden. Allein dieses Vorgehen hat sich aber in der Wissenschaftspraxis bald als fragwürdig und unzureichend erwiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit konzentriert sich auf die Integration der Frauen- und Geschlechtergeschichte in den Geschichtsunterricht, um traditionelle, von Männern dominierte Lehrinhalte zu erweitern.

2. Zur Frauen- und Geschlechtergeschichte: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie „Gender“ und „Geschlechtergeschichte“ und skizziert deren Bedeutung für eine Universalgeschichte.

3. Vergleich von Frauen- und Geschlechtergeschichte: Es werden die methodischen Unterschiede und die Grenzen der Frauengeschichte im Vergleich zur umfassenderen Geschlechtergeschichte aufgezeigt.

4. Geschlechtergeschichte im Unterricht: Hier werden Forderungen an die Unterrichtsgestaltung formuliert sowie die Auswahl geeigneter Medien und Methoden diskutiert.

5. Vorteile eines geschlechterspezifischen Unterrichts: Das Kapitel erläutert, wie durch die Einbeziehung beider Geschlechter und die Betrachtung der Alltagsgeschichte der Unterricht bereichert und modernisiert werden kann.

Schlüsselwörter

Frauengeschichte, Geschlechtergeschichte, Gender, Geschichtsunterricht, Rollenzuschreibungen, Universalgeschichte, Identität, Soziale Konstrukte, Alltagsgeschichte, Emanzipation, Schulbuchpraxis, Geschichtsbewusstsein, Geschlechtergerechtigkeit, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen und Möglichkeiten, Frauen und Geschlechterverhältnisse in den schulischen Geschichtsunterricht zu integrieren, um ein einseitiges Geschichtsbild zu korrigieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die theoretische Abgrenzung von Frauen- und Geschlechtergeschichte, die Kritik an aktuellen Lehrmaterialien und der Nutzen einer geschlechtersensiblen Pädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie das „Genderbewusstsein“ als Teil des Geschichtsbewusstseins von Schülern etabliert werden kann, um eine objektivere Geschichtsdarstellung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis von Fachliteratur vorgenommen, um Konzepte der Frauen- und Geschlechterforschung auf ihre didaktische Anwendbarkeit für den Geschichtsunterricht zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von „Gender“, einem Vergleich der Forschungsrichtungen, konkreten Forderungen an die Schulpraxis sowie einer Zusammenfassung der Vorteile eines geschlechterspezifischen Unterrichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Frauengeschichte, Geschlechtergeschichte, Gender, Identitätsbildung und multiperspektivische Geschichtsdarstellung geprägt.

Warum wird die traditionelle Frauengeschichte im schulischen Kontext als kritisch angesehen?

Sie wird oft nur isoliert oder ergänzend eingefügt, ohne die grundlegenden männlich dominierten Strukturen der Geschichtsschreibung tatsächlich in Frage zu stellen oder aufzubrechen.

Welche Rolle spielt die „Alltagsgeschichte“ für das Konzept der Autorin?

Sie dient als Bindeglied, um die bisher vernachlässigten Lebensbereiche von Frauen sichtbar zu machen und Schülern einen direkteren Gegenwartsbezug zur historischen Analyse zu ermöglichen.

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Details

Title
Frauen in der Geschichte - Möglichkeiten und Schwierigkeiten für den Geschichtsunterricht
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Course
Feminismus
Grade
2,0
Author
Manuela Piel (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V78540
ISBN (eBook)
9783638849944
ISBN (Book)
9783638903875
Language
German
Tags
Frauen Geschichte Möglichkeiten Schwierigkeiten Geschichtsunterricht Feminismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Piel (Author), 2007, Frauen in der Geschichte - Möglichkeiten und Schwierigkeiten für den Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78540
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