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Schmidt und die DDR - Briefwechsel mit Werner Steinberg

Title: Schmidt und die DDR - Briefwechsel mit Werner Steinberg

Term Paper , 2007 , 25 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Manuela Piel (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Dass Arno Schmidt ein besonderes Verhältnis zur DDR gehabt hat, lässt sich leicht an seinen Werken nachweisen. Auch in seiner erfolgreichsten Arbeit „Das steinerne Herz“ erfährt man viel über die damalige Situation und die Ansichten des Autors.
Diese Hausarbeit wird ihren Schwerpunkt jedoch nicht auf die verfassten Werke des Autors legen. In den Fünfzigerjahren entsteht ein freundschaftlicher Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und dem Schriftsteller Werner Steinberg. Genau wie Schmidt, ist auch Steinberg mit den Problemen, die durch die Regierung entstehen, konfrontiert. Diese Probleme werden in den Briefen immer wieder thematisiert und diskutiert. Die unterschiedlichen Lebensvorstellungen lassen den Schriftverkehr jedoch nach drei Jahren wieder einschlafen.
Die Briefe an Steinberg verhelfen das Verhältnis von Schmidt zur DDR besser zu verstehen. An ausgewählten Textbeispielen sollen die Probleme, Ansichten und Forderungen des Schriftstellers hinsichtlich der Kulturpolitik analysiert und erläutert werden.
Um diese spezifische Arbeit am Text besser vollziehen zu können, wird sich ein einleitender Teil mit der allgemeinen Situation in der DDR beschäftigen. Angaben zur Person von Steinberg und Schmidt sollen das Verhältnis der beiden Schriftsteller zueinander, sowie deren Lebensvorstellung, verdeutlichen.
Die Leitfrage, die am Ende dieser Arbeit zu beantworten sein wird, lautet demnach: In welchem Verhältnis stand der Schriftsteller Arno Schmidt zur DDR?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Person Arno Schmidt

3. Die kulturpolitische Situation in Deutschland

3.1 Nachkriegsliteratur

3.2 Die Literatur der sowjetischen Besatzungszone

4. Schmidt über die DDR

5. Zur Person: Werner Steinberg

6. Briefe zwischen Schmidt und Steinberg

6.1. Anfänge des Briefwechsels

6.2 Textauszüge aus Schmidts Briefen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis des westdeutschen Schriftstellers Arno Schmidt zur DDR anhand seines freundschaftlichen Briefwechsels mit dem Autor Werner Steinberg in den 1950er Jahren, um die kulturpolitischen Spannungsfelder und persönlichen Schwierigkeiten der Autoren in beiden deutschen Staaten zu beleuchten.

  • Analyse der kulturpolitischen Rahmenbedingungen in der BRD und DDR
  • Biografische Einblicke in das Leben und Wirken von Arno Schmidt und Werner Steinberg
  • Untersuchung der Zensurmaßnahmen und Repressionen gegenüber kritischen Schriftstellern
  • Reflexion des politischen Engagements und der Lebensphilosophie Arno Schmidts
  • Dokumentation und Interpretation des Briefwechsels als Zeugnis einer Zeit

Auszug aus dem Buch

6.2 Textauszüge aus Schmidts Briefen

Kastell über Saarburg, den 29.01.1955

In den ersten Briefen der beiden Kollegen erkennt man insbesondere, inwiefern Werner Steinberg dem Schriftsteller helfen wollte und konnte. Schmidt war über diese Unterstützung sehr dankbar, hatte aber auch immer Zweifel ob ihn die empfohlenen Verlage weiterhelfen konnten. Schon die Titel der veröffentlichten Werke wie „Deutsche Volksbücher“ und „Stuttgarter Hausbücher“ ließen ihn skeptisch. So schreibt er an Steinberg:

„...meinen Sie tatsächlich, dass man dort Sachen wie die Pocahontas verdauen würde?!... Falls Sie nach dieser ganz offenen Darlegung tatsächlich meinen, dass ich mit Herrn Herlin Verhandlungen aufnehmen sollte, geben Sie mir doch bitte noch einmal mit ein paar Zeilen kurz Bescheid.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie der Briefwechsel zwischen Arno Schmidt und Werner Steinberg dazu beitragen kann, Schmidts Verhältnis zur DDR und die allgemeine Situation von Schriftstellern im geteilten Deutschland zu verstehen.

2. Zur Person Arno Schmidt: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Arno Schmidts von seiner Kindheit über seine Kriegserfahrungen bis hin zu seinem Rückzug in die Einsamkeit nach Bargfeld nach.

3. Die kulturpolitische Situation in Deutschland: Hier wird der literarische Neuanfang in West- und Ostdeutschland nach 1945 analysiert, wobei besonders auf die Unterschiede in der Kulturpolitik und die Zensurpraxis in der DDR eingegangen wird.

4. Schmidt über die DDR: Der Abschnitt beleuchtet Schmidts eigene Einschätzung der politischen Lage in Ostdeutschland und seine antiklerikale sowie gesellschaftskritische Weltsicht in den 1950er Jahren.

5. Zur Person: Werner Steinberg: Dieses Kapitel stellt die Biografie Werner Steinbergs dar, von seinen frühen politischen Aktivitäten und Verfolgungen im NS-Regime bis hin zu seinem Leben und seiner literarischen Karriere in der DDR.

6. Briefe zwischen Schmidt und Steinberg: Dieser Hauptteil analysiert den konkreten Austausch zwischen den beiden Schriftstellern, wobei die gegenseitige Unterstützung sowie Schmidts juristische Probleme in der BRD im Zentrum stehen.

Schlüsselwörter

Arno Schmidt, Werner Steinberg, DDR, BRD, Briefwechsel, Kulturpolitik, Zensur, Literatur, Nachkriegszeit, Antiklerikalismus, Gesellschaftskritik, Politik, Schriftsteller, Realismus, Zeitgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Beziehung zwischen dem westdeutschen Autor Arno Schmidt und dem DDR-Schriftsteller Werner Steinberg, dokumentiert durch ihren Briefwechsel in den 1950er Jahren.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung abgedeckt?

Zu den zentralen Themen gehören die literarische Situation im geteilten Deutschland, staatliche Zensurpraktiken, die persönliche Lebenssituation der beiden Autoren sowie deren politisches Selbstverständnis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der Korrespondenz ein tieferes Verständnis für die Schwierigkeiten und Zwänge zu gewinnen, denen Schriftsteller in der Bundesrepublik und der DDR ausgesetzt waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Auswertung primärer Textquellen (Briefe) sowie die Einordnung in den kulturhistorischen Kontext der Nachkriegszeit mittels Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die biografischen Hintergründe der beiden Autoren, den Vergleich der kulturpolitischen Bedingungen der beiden deutschen Staaten sowie die detaillierte inhaltliche Betrachtung ihres Briefwechsels.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis der Arbeit essentiell?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kulturpolitik, Zensur, Schriftsteller, Nachkriegsliteratur, politisches Engagement und die spezifische Korrespondenz zwischen Schmidt und Steinberg.

Welche Rolle spielt die „Pocahontas-Affäre“ für Arno Schmidt?

Die Affäre um das Werk „Seelandschaft mit Pocahontas“ führte zu rechtlichen Problemen und Anklagen wegen Schmutz- und Schundliteratur, was Schmidts finanzielle Lage verschärfte und seine Sicht auf die BRD prägte.

Warum kam es zur Beendigung des Briefwechsels zwischen Schmidt und Steinberg?

Der Briefwechsel schlief nach drei Jahren ein, da beide Schriftsteller in „zwei verschiedenen Welten“ lebten und sich ihre Lebensvorstellungen sowie die äußeren Umstände in ihren jeweiligen Staaten immer stärker voneinander entfernten.

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Details

Title
Schmidt und die DDR - Briefwechsel mit Werner Steinberg
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
Roman der Moderne: Arno Schmidt
Grade
2,7
Author
Manuela Piel (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V78550
ISBN (eBook)
9783638838276
ISBN (Book)
9783638840170
Language
German
Tags
Schmidt Briefwechsel Werner Steinberg Roman Moderne Arno Schmidt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Piel (Author), 2007, Schmidt und die DDR - Briefwechsel mit Werner Steinberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78550
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