Glazialesind relativ kurze Zeitabschnitte der (jüngeren) Erdgeschichte, die für die Landschaft, Vegetation und Tierwelt jedoch entscheidende Faktoren darstellen. Am bekanntesten sind uns jene der jüngeren Erdgeschichte, in welchen weltweit niedrige Temperaturen auftraten, die zu Gletschervorstößen und Inlandeisbildungen führten.
Vorliegende Arbeit behandelt die dynamischen geomorphologischen Vorgänge im norddeutschen Tiefland, sowie elementare Inhalte der Glazialmorphologie.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Pleistozän im Quartär
- Ursachenspekulationen
- Die Glaziale Serie
- Die Moräne
- Die Grundmoräne
- Die Endmoräne
- Das Zungenbecken
- Der Sander
- Das Urstromtal
- Die Moräne
- Weitere Vereisungsrelikte
- Die Oser
- Die Kames
- Die Drumlins
- Die Eiszeiten (Glaziale)
- Die Elster-Eiszeit
- Die Saale-Eiszeit
- Das Drenthe-Stadium
- Das Warthe-Stadium
- Die Weichsel-Eiszeit
- Das Brandenburger Stadium
- Das Frankfurter Stadium
- Das Pommersche Stadium
- Rezente Geomorphologie
- Das Jungmoränenland
- Das Altmoränenland
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der glazialen Prägung des norddeutschen Tieflandes. Sie analysiert die Entstehung und Ausprägung von eiszeitlichen Landschaftsformen und beleuchtet die verschiedenen Phasen der Eiszeiten. Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die geomorphologischen Prozesse und die daraus resultierende Landschaft zu vermitteln.
- Eiszeitliche Landschaftsformen im norddeutschen Tiefland
- Ursachen und Entstehung von Eiszeiten
- Glaziale Serie und ihre Bestandteile (Moränen, Zungenbecken, Sander, Urstromtal)
- Weitere Vereisungsrelikte (Oser, Kames, Drumlins)
- Die drei großen Eiszeiten in Norddeutschland: Elster-, Saale- und Weichsel-Eiszeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Eiszeiten und ihre Bedeutung für die Landschaftsentwicklung ein. Sie stellt die glazialen Formen im norddeutschen Tiefland vor und zeigt die Besonderheiten der Region im Vergleich zu anderen Landschaftsformen. Das Kapitel "Das Pleistozän im Quartär" beleuchtet die zeitliche Einordnung der Eiszeiten und erklärt die Einteilung des Quartärs in Pleistozän und Holozän. Es beschreibt die Ausbreitung der Gletscher während der Eiszeiten und die Bedeutung Skandinaviens als Zentrum der Vereisung. Das Kapitel "Ursachenspekulationen" beschäftigt sich mit den Ursachen von Eiszeiten und erläutert die Theorie von Milanković, welche die Veränderungen der Erdumlaufbahn und Sonneneinstrahlung als Ursache für die Klimaschwankungen identifiziert. Es werden zudem die unterschiedlichen Stadien der Eiszeiten sowie ihre Namen erläutert.
Schlüsselwörter
Eiszeiten, Pleistozän, Quartär, Glaziale Serie, Moränen, Zungenbecken, Sander, Urstromtal, Oser, Kames, Drumlins, Elster-Eiszeit, Saale-Eiszeit, Weichsel-Eiszeit, Norddeutsches Tiefland, Geomorphologie, Milanković, Exzentrizitätszyklus, Präzessionszyklus.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die "Glaziale Serie"?
Die Glaziale Serie beschreibt die typische Abfolge von Landschaftsformen, die durch einen Gletscher entstehen: Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal.
Welche Eiszeiten prägten Norddeutschland?
Die drei großen Eiszeiten im norddeutschen Tiefland waren die Elster-Eiszeit, die Saale-Eiszeit und die Weichsel-Eiszeit.
Was sind Drumlins und Oser?
Es handelt sich um Vereisungsrelikte: Drumlins sind längliche Hügel aus Moränenmaterial, Oser sind wallartige Rücken, die durch Schmelzwasserströme entstanden sind.
Was besagt die Theorie von Milanković?
Sie erklärt Klimaschwankungen und Eiszeiten durch zyklische Veränderungen der Erdumlaufbahn und der Neigung der Erdachse.
Was ist der Unterschied zwischen Alt- und Jungmoränenland?
Jungmoränenland (Weichsel-Eiszeit) besitzt noch ausgeprägte Formen und Seen, während das Altmoränenland (Saale-Eiszeit) stärker durch Erosion eingeebnet wurde.
- Citation du texte
- Marco Grees (Auteur), 2003, Glaziale des norddeutschen Tieflandes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78571