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Glaziale des norddeutschen Tieflandes

Title: Glaziale des norddeutschen Tieflandes

Term Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marco Grees (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Glazialesind relativ kurze Zeitabschnitte der (jüngeren) Erdgeschichte, die für die Landschaft, Vegetation und Tierwelt jedoch entscheidende Faktoren darstellen. Am bekanntesten sind uns jene der jüngeren Erdgeschichte, in welchen weltweit niedrige Temperaturen auftraten, die zu Gletschervorstößen und Inlandeisbildungen führten.
Vorliegende Arbeit behandelt die dynamischen geomorphologischen Vorgänge im norddeutschen Tiefland, sowie elementare Inhalte der Glazialmorphologie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Pleistozän im Quartär

3. Ursachenspekulationen

4. Die Glaziale Serie

4.1 Die Moräne

4.1.1 Die Grundmoräne

4.1.2 Die Endmoräne

4.2 Das Zungenbecken

4.3 Der Sander

4.4 Das Urstromtal

5. Weitere Vereisungsrelikte

5.1 Die Oser

5.2 Die Kames

5.3 Die Drumlins

6. Die Eiszeiten (Glaziale)

6.1 Die Elster-Eiszeit

6.2 Die Saale-Eiszeit

6.2.1 Das Drenthe-Stadium

6.2.2 Das Warthe-Stadium

6.3 Die Weichsel-Eiszeit

6.3.1 Das Brandenburger Stadium

6.3.2 Das Frankfurter Stadium

6.3.3 Das Pommersche Stadium

7. Rezente Geomorphologie

7.1 Das Jungmoränenland

7.2 Das Altmoränenland

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geomorphologische Prägung Norddeutschlands durch eiszeitliche Prozesse. Das primäre Ziel ist es, die glaziale Serie und deren charakteristische Landschaftsformen, die während der Kaltzeiten entstanden sind, detailliert zu erläutern und in den Kontext der quartären Eiszeiten zu setzen.

  • Struktur der glazialen Serie (Moränen, Zungenbecken, Sander, Urstromtäler).
  • Chronologie der Eiszeiten (Elster-, Saale- und Weichsel-Eiszeit).
  • Ursachenhypothesen für die Entstehung von Kaltzeiten.
  • Unterscheidung zwischen Alt- und Jungmoränenlandschaften.
  • Zusätzliche Vereisungsrelikte wie Oser, Kames und Drumlins.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Die Endmoräne

Die Endmoräne ist „eine der markantesten Moränen von ihrer Größe und Erscheinung her[…]“ (Press und Sievers 1995, S. 341). Sie markiert den Eisrand und lagert sich an der Gletscherzunge bzw. Gletscherstirn an. Die Seite zur Gletscherzunge ist dabei wesentlich flacher als die Seite, die dem Vorland zugewandt ist.

Da die Fließrichtung des Eises meist bergab ist, werden im Laufe der Zeit immer mehr Sedimente an dem schmelzenden Gletscherrand abgelagert. Die Endmoränen bilden einen geschlossenen Wall oder eine bogenförmige Kette von Hügeln und Kuppen. Dafür muss der Gletscher über einen gewissen Zeitraum inaktiv, d.h. stationär sein.

Die Endmoräne liefert den besten Hinweis auf den weitesten Vorstoß des Gletschers, obwohl diese auch vom Gletscher erneut überfahren werden kann, so dass sich Grundmoränenmaterial über der Endmoräne ablagern kann.

Eine Form der Endmoräne ist die Stauch(end)moräne. Die Stauchendmoräne bildet sich bei einer weiteren Ausdehnung des Gletschers. Dieser schiebt sowohl das zuvor abgelagerte Moränenmaterial als auch den anstehenden Untergrund auf. Dabei entstehen halbkreisförmige Höhenzüge. Je nach der Konsistenz des Untergrunds kann es zu verschiedenen Sedimentstrukturen kommen. Allgemein ist die Stauchendmoräne von einem raschen Materialwechsel gekennzeichnet. Die Schichten fallen in Richtung auf den ehemaligen Eisrand hin ab. Dieser Rand ist im Gegensatz zum Vorland sehr steil und nicht relativ flach.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Eiszeiten als bedeutende Faktoren der Erdgeschichte und die starke glaziale Prägung Norddeutschlands.

2. Das Pleistozän im Quartär: Erläuterung der zeitlichen Einordnung der Eiszeiten innerhalb des Quartärs und der klimatischen Schwankungen.

3. Ursachenspekulationen: Darstellung wissenschaftlicher Hypothesen zur Entstehung von Eiszeiten durch astronomische und geologische Prozesse.

4. Die Glaziale Serie: Definition der typischen Abfolge von Ablagerungen und Formen wie Moränen, Sander und Urstromtäler.

5. Weitere Vereisungsrelikte: Beschreibung kleinerer glaziärer Geländeformen wie Oser, Kames und Drumlins.

6. Die Eiszeiten (Glaziale): Detaillierte Betrachtung der Elster-, Saale- und Weichsel-Kaltzeit inklusive ihrer jeweiligen Stadien.

7. Rezente Geomorphologie: Abgrenzung und Charakterisierung der heutigen Landschaftstypen Altmoränenland und Jungmoränenland.

Schlüsselwörter

Glaziale Serie, Norddeutschland, Eiszeiten, Moräne, Pleistozän, Quartär, Sander, Urstromtal, Grundmoräne, Endmoräne, Weichsel-Eiszeit, Saale-Eiszeit, Geest, Altmoränenland, Jungmoränenland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die geomorphologische Entwicklung Norddeutschlands durch eiszeitliche Gletschervorstöße.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der glazialen Serie, der Chronologie der Kaltzeiten und der daraus resultierenden heutigen Landschaftsstruktur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die systematische Erläuterung der glazialen Formen und die Einordnung der drei großen norddeutschen Eiszeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geographische Facharbeit, die auf der Auswertung geologischer Literatur und der Analyse der glazialen Serie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der glazialen Serie, ergänzender Relikte sowie die Chronologie von Elster-, Saale- und Weichsel-Eiszeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Glaziale Serie, Moränen, Sander, Urstromtäler und die Unterscheidung zwischen Alt- und Jungmoränenland.

Warum ist das Altmoränenland heute kaum reliefiert?

Die Formen des Altmoränenlandes stammen aus früheren Kaltzeiten und wurden über lange Zeiträume durch periglaziale und fluviale Prozesse stark abgetragen.

Was unterscheidet das Jungmoränenland vom Altmoränenland?

Das Jungmoränenland ist durch frische, glaziale Formen der Weichsel-Eiszeit geprägt, während das Altmoränenland ältere, bereits stark verwitterte Spuren aufweist.

Wie entstehen Zungenbecken?

Zungenbecken entstehen durch den Zusammenschub älterer Sedimente und die Aushobelung des Untergrundes durch einen Gletscher während seines Vorstoßes.

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Details

Title
Glaziale des norddeutschen Tieflandes
College
University of Münster  (Institut für Geographie)
Course
Deutschland
Grade
2,0
Author
Marco Grees (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V78571
ISBN (eBook)
9783638841085
Language
German
Tags
Glaziale Tieflandes Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Grees (Author), 2003, Glaziale des norddeutschen Tieflandes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78571
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