Die Hafen-City Hamburg


Referat (Ausarbeitung), 2006

14 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

1. Daten zur HafenCity

2. Historie

3. Ideenentwicklung und Umsetzung

4. Ziele

5. Städtebauliche Gestaltung

6. Beispielhafte Projekte
6.1 Sandtor- und Dallmannkai
6.2 Überseequartier
6.3 Elbphilharmonie
6.4 Elbbrückenzentrum

7. Kritik

Literaturverzeichnis

Anlagen
Anlage 1: Masterplan - Städtebauliches Konzept
Anlage 2: Entwicklungsschritte der HafenCity
Anlage 3: Lage der Projekte
Anlage 4: Impressionen einzelner Projekte Handout der Präsentation

1. Daten zur HafenCity

„Große Zukunftsprojekte, die immer dann beschlossen wurden, wenn gewachsene Strukturen ihre Tragkraft allmählich einzubüßen begannen, sind das Geheimnis der Stärke Hamburgs.“[1] Beispiel dafür ist die Revitalisierung von Hafenbrachen mit der HafenCity, die als „das zurzeit größte und spannendste Stadtentwicklungsprojekt Europas“[2] gilt. Nirgendwo „sonst kann die Innenstadt um 40 Prozent wachsen und nirgendwo gibt es die Möglichkeit, Wasser und großartige Hafen- und Industriekultur in Form der Speicherstadt in die Innenstadt zu holen, 800 Meter vom Rathaus entfernt.“[3] Das Gebiet hat eine Fläche von insgesamt 155 ha, das entspricht in etwa der Größe der Außenalster. Die Landfläche beträgt daran ca. 100 ha. Das Areal erstreckt sich südlich der Innenstadt in Ost-West-Richtung über 3300 m und weist eine Nord-Süd-Ausdehnung von bis zu 1000 m auf. 1,8 Mio m2 Bruttogeschossfläche sollen gebaut werden. Ziel ist eine feinkörnige Nutzungsmischung aus Büros, Dienstleistungen, Wohnen, Freizeit, Einzelhandel und Kultur, die die HafenCity zu einem lebendigen innerstädtischen Raum werden lässt. Es werden Wohnungen für bis zu 12.000 Menschen entstehen, womit sich die Zahl der Bewohner der Innenstadt (innerhalb des Wallrings) um 80 % erhöhen wird. 40.000 Arbeitsplätze sollen in der HafenCity geschaffen werden.[4] Der zeitliche Rahmen beträgt rund 20 Jahre bis zur kompletten Fertigstellung 2023. Das Investitionsvolumen ist gewaltig: Öffentliche Gelder in Höhe von 1,2 Mrd. Euro stehen privaten Investitionen von 4,5 - 5 Mrd. Euro gegenüber.[5]

2. Historie

Der nördliche Teil des Gebiets der heutigen HafenCity wurde im 17. Jahrhundert eingefriedet: Die Quartiere Wandrahm und Kehrwieder entstanden. Sie boten ein lebendiges, hafennahes Milieu, in dem Wohnen und Arbeiten vereint waren. Im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurden moderne, tideoffene Hafenbecken gebaut. 1881 schloss sich Hamburg an das Zollgebiet des Deutschen Reiches an. Damit herrschte nur noch im Bereich des Freihafens Zollfreiheit. Als Kompensation für die zuvor über das Stadtgebiet verteilten Speichermöglichkeiten wurde die Speicherstadt errichtet. Dafür wurden die Viertel Wandrahm und Kehrwieder vernichtet, und 20.000 Menschen verloren ihre Wohnungen. Von nun an bildete die Speicherstadt eine Barriere: Die Innenstadt hatte ihren direkten Zugang zur Elbe verloren, Arbeit und Wohnen wurden getrennt. Ab den 1960er Jahren revolutionierte der Container den Warenumschlag, der auf moderne Anlagen verlagert wurde. Das Gebiet der HafenCity wurde weitgehend zur Brache. So eröffnete sich die einmalige Chance, das Areal für die Innenstadt zurück zu gewinnen.[6]

3. Ideenentwicklung und Umsetzung

Pläne und Ideen für die HafenCity entstanden schon in den 80er Jahren. Um Grundstücksspekulationen zu entgehen, wurde das Vorhaben geheim gehalten. Die Stadt kaufte das Gebiet zu 90 % auf – eine grundlegende Voraussetzung, um ein Projekt dieser Größenordnung realisieren zu können. 1997 erfolgte die Bekanntgabe mit einer Rede des damaligen Ersten Bürgermeisters Dr. Henning Voscherau. Die Bürgerschaft stimmte dem Projekt zu, und das Sondervermögen ‚Stadt und Hafen’, in das die Grundstücke kostenfrei eingegeben wurden, wurde als finanzielle Grundlage eingerichtet.[7] Der Masterplan (siehe Anlage 1) als städtebauliches Entwicklungskonzept wurde 2000 erstellt. Er sorgt für eine kontinuierliche Entwicklung, ist fortschreibungsfähig und wird im Laufe der Entwicklung immer weiter konkretisiert.[8] 2001 wurde mit dem Bau begonnen. Hauptverantwortlich für das Projekt ist die HafenCity Hamburg GmbH, eine 100%ige Tochter der Hansestadt. Der Oberbaudirektor hat eine umfassende städtebauliche Vorgabenkompetenz in punkto Entwicklung der HafenCity und Sicherung der architektonischen Qualität. Als Beispiel lässt sich die regulierte Grundstücksvergabe anführen: Die Investoren müssen im Rahmen einer befristeten Vereinbarung zunächst zahlreiche Verpflichtungen erfüllen. Erst dann erfolgt der Verkauf.[9]

4. Ziele

Im Vordergrund steht das Ziel, Hamburg als Metropolregion zu stärken. Die HafenCity entspricht dem Leitbild ‚Metropole Hamburg – Wachsende Stadt’, das eine Erhöhung der Einwohnerzahl, die Förderung des Wirtschafts- und Beschäftigungswachstums sowie die Sicherung der Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität der Stadt zum Inhalt hat.[10] Das vielbeachtete Projekt HafenCity soll für internationale Aufmerksamkeit und Strahlkraft sorgen. Hamburg will „im Ranking der Weltstädte auf einen der vorderen Plätze aufsteigen“[11] und als „urbaner, kultureller Magnet“[12] mehr Touristen anziehen. Die Menschen sollen aus dem Umland wieder in die Innenstadt gelockt werden. Weiteres wichtiges Ziel ist die Stärkung Hamburgs als Wirtschaftsstandort durch die Ansiedlung von Firmen in der HafenCity. SAP war dabei Vorreiter, große Firmen wie Jungheinrich und Unilever werden folgen.[13] Im Rahmen des ‚China-Clusters’ will Hamburg seine Position als Tor zu Europa ausbauen. Mit einer Nachverdichtung, d.h. der Wiedernutzung alter, zentraler Flächen kehrt die Innenstadt nach über hundert Jahren an die Elbe zurück. Man hat aus früheren städtebaulichen Fehlern gelernt und will Monostrukturen verhindern:[14] Das Wohnen in der Innenstadt wird gestärkt.

[...]


[1] Voscherau, Henning: Rede als Erster Bürgermeister vor der Hamburgischen Bürgerschaft am 21.05.1997; Senatskundgebung; Absatz I; <http://www.hamburg.de/Behoerden/Pressestelle/

Meldungen/970521/hafen2.htm>, 05.11.2006

[2] N.N.: HafenCity: Stadtteil des 21. Jahrhunderts; <http://www.wachsende-stadt.hamburg.de/

grafikversion/projekte/stadtentwicklung/hafencity.php>, 06.11.2006

[3] N.N.: Die neue Wasserseite der Hamburger Innenstadt; <http://www.hafencity.com/index.php?

set_language=de&cccpage=ueberblick_artikel&show=artikel&item=2>, 07.11.2006

[4] Vgl. N.N.: Hafencity auf der Exporeal 2006; 18.10.2006; <http://www.hafencity.com/index.php?

set_language=de&cccpage=service_listeneintrag&show=presse&item=88>, 07.11.2006

[5] Vgl. Bruns-Berentelg, Jürgen: HafenCity Hamburg – eine Realisierungsstrategie; < http://www.bdb-

hh.de/BDB-LV-Hamburg/print.php?link_id=92&subcat=0 >, 05.11.2006

[6] Vgl. zu diesem Kapitel: N.N.: Historie einer Hafenstadt – Von Entstehen der Stadt und des Ha-

fens; <http://www.hafencity.com/index.php?cccpage=ueberblick_artikel&show=artikel&item=

12&pageid=10>, 07.11.2006

[7] Vgl. Bruns-Berentelg, a.a.O.

[8] Vgl. N.N.: Der Masterplan – Strukturkonzept des Masterplans aus dem Jahr 2000;

<http://www.hafencity.com/index.php?set_language=de&cccpage=staedtebau_artikel&show=artikel&item=13>, 08.11.2006

[9] Vgl. Bruns-Berentelg, ebd.

[10] Vgl. N.N.: Nachhaltige Entwicklung und das Leitbild „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“, Stand .10.08.2006; <http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/welt/nachhaltigkeit/hamburg/

metropole-hamburg/start.html#headline1.>, 15.11.2006

[11] Gründel, Marleen: Wasser, Wohnen, Weltstadt (2); ManagerMagazin; 14.06.2005; <http://www.manager-magazin.de/life/wohnen/0,2828,360347,00.html>, 02.11.2006

[12] N.N.: Die HafenCity im Kontext der Hamburger Stadtentwicklung; <http://www.hafencity.com/

index.php?set_language=de&cccpage=meta_artikel&show=artikel&item=52&number=2>, 07.11.2006

[13] Vgl. N.N.: Wirtschaftspolitische Leitlinien in der Metropole Hamburg; <http://www.hamburg.de/

artikel.do?ok=21798&teaserId=478949&uk=18499&cid=6384668>, 15.11.2006

[14] Vgl. Walter, Jörn: Ein neues Kapitel großangelegter Stadterweiterungen; <http://www.hafencity.

com/index.php?cccpage=staedtebau_artikel&show=artikel&item=10&pageid=9>, 06.11.2006

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Die Hafen-City Hamburg
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Strukturpolitik, Wirtschaftsförderung und Standortbedingungen
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V78605
ISBN (eBook)
9783638849982
Dateigröße
399 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hafen-City, Hamburg, Strukturpolitik, Wirtschaftsförderung, Standortbedingungen
Arbeit zitieren
Diplom-Betriebswirtin, M.A. Hilleken Zeineddine (Autor), 2006, Die Hafen-City Hamburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78605

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