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Risikomanagement in Sparkassen

Title: Risikomanagement in Sparkassen

Seminar Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Reissner (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Effizientes Risikomanagement wird durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck bei gleichzeitig sinkenden Margen immer stärker zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor. Durch die immer weitere Annäherung der Kundenkonditionen an das Marktniveau reduzieren sich die Ertragsspielräume, wodurch zugleich der Druck auf das Eigenkapital als eine der knappsten Ressourcen der Sparkassen zunimmt. Oberste Zielsetzung der Sparkasse muss daher sein, die knappe Ressource Eigenkapital in ihrer Geschäftssteuerung in effizienter und risikogerechter Weise den verschiedenen Geschäftsbereichen zuzuweisen. So kann das wohlüberlegte und bewusste Eingehen von Risiken überproportionale Ertragschancen eröffnen. Zudem zeigt die Portfoliotheorie, dass das Risiko eines wohl diversifizierten Portfolios unter gewissen Voraussetzungen wesentlich geringer ist, als die Summe der Einzelrisiken, bei gleichzeitiger Erhöhung des Ertrages.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Risikomanagement als Wettbewerbsfaktor

2 Messung des Risikopotentials

2.1 Der Value at Risk als Maßgröße des Risikopotentials

2.2 Ermittlung des Risikopotentials

2.2.1 Ermittlung von Zinsrisiken

2.2.2 Ermittlung von Kreditrisiken

2.2.3 Anforderungen an die Aggregation von Risikokategorien

3 Beurteilung des Risikopotential

3.1 Ermittlung der Risikotragfähigkeitsmasse

3.2 Verknüpfung von Risikopotential und Risikodeckungsmassen

3.3 Ermittlung der Risiko-/Ertragsverhältnisse

4 Risikosteuerung

4.1 Maßnahmen der Risikopolitik

4.2 Das Konzept der dualen Risikosteuerung

4.3 Integrierte Rendite-/Risikosteuerung

4.3.1 Risikoadjustiertes Kennzahlensystem

4.3.2 Allokation von Risikokapital durch Risikolimitierung

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Risikomanagement in Sparkassen als strategischen Wettbewerbsfaktor. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, wie Sparkassen ihre knappen Eigenkapitalressourcen durch ein effizientes Risikomess- und Steuerungssystem zielgerichtet einsetzen können, um Risiken und Ertragschancen in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

  • Bedeutung des Risikomanagements als strategischer Wettbewerbsfaktor
  • Methoden zur Messung von Markt- und Kreditrisiken mittels Value-at-Risk
  • Strukturen zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit und Risikodeckung
  • Strategien zur aktiven Risikosteuerung und Risikolimitierung
  • Einsatz risikoadjustierter Kennzahlen (RORAC) zur Performance-Messung

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Value at Risk als Maßgröße des Risikopotentials

Ein Risikomaß, das im Rahmen der Gesamtbanksteuerung verwendet werden soll, muss sich für eine integrierte Risikomessung unterschiedlicher Risikoarten eignen. Zur Berücksichtigung unterschiedlicher Risikoarten ist es notwendig, dass das Risikomaß zur Risikosteuerung eines Bankportfolios verwendet werden kann und sich zur portfolio-übergreifenden Risikosteuerung eignet. Ein derartiges Risikomaß muss folgenden Eigenschaften (Kohärenz) entsprechen:

Subadditivität: Das Risiko eines aus zwei Positionen bestehenden Portfolios muss kleiner oder gleich der Summe der Einzelrisiken sein.

Positive Homogenität: Das Risiko steigt proportional zu einem positiven Faktor.

Monotonie: Das Risiko eines Portfolios X ist stets höher als bei einem Portfolio Y wenn der Wert von X in jedem möglichen Zustand kleiner ist als der Wert von Y.

Translationsinvarianz: Wird zu einem vorhandenem Portfolio für die betrachtete Haltedauer zusätzlich ein Geldbetrag zu einem risikofreien Zins investiert, verringert sich das Risiko um diesen Betrag.

Unter VaR-Ansätzen werden Konzepte zur Messung von Markt- und Kreditrisiken zusammengefasst, die die Risiken in standardisierter Form unter expliziter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten bei der Portfolio-Bildung im Zusammenhang mit einer Wahrscheinlichkeitsaussage quantifizieren. Dabei kann der VaR als die in Geldeinheiten ausgedrückte erwartete negative Änderung des Marktwertes einer Position oder eines Portefeuilles definiert werden, die aufgrund der Schwankung spezifizierter Marktfaktoren innerhalb eines festgelegten Zeitraums auf Basis eines statistischen Modells für ein spezifisches Konfidenzniveau berechnet wird. Das spezifizierte Konfidenzniveau (1-α) stellt hierbei die Wahrscheinlichkeit dar, mit der ein bestimmter Verlustbetrag nicht überschritten wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Risikomanagement als Wettbewerbsfaktor: Das Kapitel erläutert, warum Risikomanagement aufgrund des Wettbewerbsdrucks und knapper Eigenkapitalressourcen zur strategischen Notwendigkeit für Sparkassen wird.

2 Messung des Risikopotentials: Hier werden Verfahren zur Risikomessung vorgestellt, wobei insbesondere der Value-at-Risk-Ansatz sowie die Ermittlung von Zins- und Kreditrisiken im Vordergrund stehen.

3 Beurteilung des Risikopotential: Dieses Kapitel behandelt die Analyse der Risikotragfähigkeit durch die Ermittlung von Deckungsmassen und deren Verknüpfung mit Verlustpotentialen.

4 Risikosteuerung: Der Abschnitt beschreibt Maßnahmen der Risikopolitik, das duale Steuerungssystem sowie integrierte Ansätze zur Rendite- und Risikosteuerung inklusive RORAC.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend wird der Status quo der Implementierung von Risikomanagementsystemen in Sparkassen reflektiert und zukünftiger Handlungsbedarf aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Sparkassen, Value at Risk, Eigenkapital, Risikotragfähigkeit, Gesamtbanksteuerung, Zinsänderungsrisiko, Kreditrisiko, Risikosteuerung, RORAC, Diversifikation, Risikolimitierung, Marktzinsmethode, Risikoverbundeffekte, Bankportfolio.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Umsetzung und der strategischen Bedeutung eines effizienten Risikomanagements für Sparkassen unter Berücksichtigung regulatorischer und betriebswirtschaftlicher Anforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Messung von Risikopotentialen, die Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Bank sowie die aktive Steuerung von Risiken durch Limitierung und risikoadjustierte Performance-Messung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung einer effizienten Allokation von Risikokapital, um das Risiko-Chancen-Verhältnis im Sparkassenportfolio im Sinne einer modernen Gesamtbanksteuerung zu optimieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden gängige quantitative Verfahren wie der Value-at-Risk-Ansatz, die historische Simulation, Monte-Carlo-Simulationen sowie das risikoadjustierte Kennzahlensystem (RORAC) diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prozesse der Risikomessung, der Beurteilung der Risikotragfähigkeit mittels Deckungsmassen und der anschließenden Risikosteuerung durch duale Steuerungssysteme.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Risikomanagement, Risikotragfähigkeit, RORAC, Value at Risk und Gesamtbanksteuerung gekennzeichnet.

Warum ist das Risikomanagement für Sparkassen besonders herausfordernd?

Sparkassen haben aufgrund ihres öffentlich-rechtlichen Charakters und begrenzter Möglichkeiten zur Eigenkapitalausweitung eine besondere Anforderung an ein effizientes und sorgfältiges Risikomanagement.

Welche Rolle spielen Risikoverbundeffekte in dieser Arbeit?

Risikoverbundeffekte sind für die Gesamtrisikobetrachtung essenziell, werden jedoch bei vielen aktuellen Modellen nur innerhalb einzelner Risikokategorien (wie Markt- oder Kreditrisiken) berücksichtigt, was die Arbeit kritisch beleuchtet.

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Details

Title
Risikomanagement in Sparkassen
College
University of Hagen
Course
Finanzwirtschaft und Unternehmensbewertung
Grade
1,7
Author
Thomas Reissner (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V78697
ISBN (eBook)
9783638856126
ISBN (Book)
9783638854658
Language
German
Tags
Risikomanagement Sparkassen Finanzwirtschaft Unternehmensbewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Reissner (Author), 2007, Risikomanagement in Sparkassen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78697
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