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Deutschlands Weg zum Exportweltmeister

Title: Deutschlands Weg zum Exportweltmeister

Term Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Benjamin Schock (Author)

Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy
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„Deutschland ist wieder Exportweltmeister – Zum vierten Mal in Folge haben die deutschen Exporte im vergangenen Jahr Rekordhöhe erreicht…“ so titelte die Bundesregierung am 8. Februar diesen Jahres in einer Pressemitteilung.

Dies gab mir zum Anlass, mir mehr Gedanken über das Thema „Export in Deutschland“ zu machen. Dabei habe ich mir die Fragen gestellt, ist Deutschland wirklich Exportweltmeister? Und: Wie wird dies eigentlich gemessen?? Die USA sind doch viel größer und von China als aufsteigendes Land sind so viele Produkte auf dem deutschen Markt zu finden. Warum sind wir in der Rangliste sogar vor denen? Ist dieser Titel auch gut für die deutsche Wirtschaft oder klingt das nur gut?

Eine Zusammenfassung dieser Gedanken soll nun diese Ausarbeitung geben. Dazu möchte ich zunächst erklären, was Export und Import beinhaltet und welche Waren für Deutschland in den letzten Jahren eine besondere Rolle spielen.
Der Hauptteil der Arbeit soll aber zum Einen in der Entwicklung des deutschen Handels liegen und zum Anderen in der kritischen Auseinandersetzung zu diesem Thema. Dabei spielt natürlich auch der Vergleich mit anderen Nationen eine große Rolle. Es soll dabei geklärt werden, ob wir wirklich Exportweltmeister sind, oder dies nur eine entsprechend gut aufgestellte Statistik der Bundesregierung ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Export und Import?

3 Entwicklung der deutschen Exportwirtschaft

3.1 Einflussfaktoren für die gute Exportwirtschaft Deutschlands

4 Kritik am Exportweltmeister

5 Folgen der Investition deutscher Unternehmen ins Ausland

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Entwicklung Deutschlands zum Exportweltmeister. Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, ob der Titel des Exportweltmeisters tatsächlich ein Indikator für wirtschaftliche Stärke ist oder lediglich eine statistische Verzerrung darstellt, die mit einer negativen Entwicklung der Inlandsnachfrage und der Standortverlagerung einhergeht.

  • Grundlagen des Im- und Exports sowie der deutschen Handelsstruktur.
  • Analyse der historischen Entwicklung der deutschen Exportwirtschaft.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Theorie der "Basar-Ökonomie" nach Hans-Werner Sinn.
  • Untersuchung der Standortverlagerung deutscher Unternehmen in Niedriglohnländer.
  • Wechselwirkungen zwischen Exportorientierung, Arbeitslosigkeit und Binnennachfrage.

Auszug aus dem Buch

4 Kritik am Exportweltmeister

In diesem Kapitel wird die Entwicklung Deutschlands zum Exportweltmeister kritisch untersucht. Dabei soll speziell auch einen Artikel von Hans-Werner Sinn eingegangen werden. Er ist seit Februar 1999 Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung und hat im Jahr 200 den Artikel „Basar-Ökonomie Deutschland – Exportweltmeister oder Schlusslicht“ veröffentlicht.

Er verwendet in seinem Bericht Deutschland immer wieder als eine Basarökonomie und kennzeichnet Deutschland damit als ein Land der Standortverlagerung der Industrie in Niedriglohnländer. Und das ist für ihn auch der entscheidende Grund für den hohen Exportüberschuss. So sagt er auch:

„Deutschland beliefert die Welt mit billigen und guten Produkten, die es in zunehmendem Maße nicht mehr selbst erzeugt, sondern in seinem osteuropäischen Hinterland produzieren lässt.“

Damit wäre die Entwicklung zur Basar-Ökonomie beschrieben, die besagt, dass der inländische Wertschöpfungsanteil der Industrieproduktion in Deutschland immer weiter abfällt und die Fertigungstiefe im Ausland dafür zunimmt.

Dazu gibt es auch ein Beispiel aus der heutigen Industrie:

Der Porsche Cayenne wird, scheinbar, für die Außenwelt, in Leipzig produziert. Wenn man aber genauer hinschaut, wird das Auto schon zu 88% fertig aus einem Porsche-Werk in Bratislava in das Werk Leipzig geliefert. 12% der Wertschöpfung des Auto finden also in Wahrheit nur in Deutschland statt, trotzdem wird es mit dem Siegel „Made in Germany“ ins Ausland verkauft und fällt auch in der Statistik zu 100% dem Export zugute und nicht zu 12%.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar, die den Exporttitel Deutschlands hinterfragt und die methodische Vorgehensweise erläutert.

2 Was ist Export und Import?: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe des grenzüberschreitenden Handels und beleuchtet die Rolle von Zöllen und Handelshemmnissen für Unternehmen.

3 Entwicklung der deutschen Exportwirtschaft: Hier wird der historische Anstieg des Exportvolumens seit 1950 analysiert und mit der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Beziehung gesetzt.

3.1 Einflussfaktoren für die gute Exportwirtschaft Deutschlands: Dieses Kapitel fasst die Gründe für die exportstarke Position Deutschlands zusammen, darunter die EU-Integration und die geographische Lage.

4 Kritik am Exportweltmeister: Hier wird die Basar-Ökonomie-Theorie von Hans-Werner Sinn vorgestellt und am Beispiel der Automobilproduktion kritisch hinterfragt.

5 Folgen der Investition deutscher Unternehmen ins Ausland: Dieses Kapitel diskutiert die negativen Konsequenzen der Standortverlagerung für den deutschen Arbeitsmarkt und die Binnennachfrage.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Exportorientierung zwar den Unternehmen nützt, jedoch auf Kosten der heimischen Kaufkraft und Beschäftigung geht.

Schlüsselwörter

Exportweltmeister, Deutschland, Basar-Ökonomie, Außenhandel, Standortverlagerung, Bruttoinlandsprodukt, Inlandsnachfrage, Wertschöpfung, EU, Handelshemmnisse, Arbeitslosigkeit, Kaufkraft, Wirtschaftswachstum, Industrieproduktion, Fertigungstiefe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle Deutschlands als Exportweltmeister und hinterfragt, ob dieser Titel Ausdruck wirtschaftlicher Stärke ist oder mit strukturellen Problemen wie Standortverlagerungen korreliert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Handelsstatistik, die industrielle Wertschöpfung, die Auswirkungen der Globalisierung auf den Arbeitsmarkt sowie die Entwicklung der Binnennachfrage.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Prüfung, ob der Export-Erfolg die deutsche Wirtschaft tatsächlich stärkt oder ob ein negativer Teufelskreis durch sinkende Binnennachfrage und Standortverlagerungen entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive Analyse statistischer Daten und eine kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen Theorien, insbesondere der Basar-Ökonomie nach H.-W. Sinn.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Handelsentwicklung, die Analyse von Einflussfaktoren auf den Export sowie die kritische Untersuchung der Folgen von Standortverlagerungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Basar-Ökonomie, Exportüberschuss, Standortverlagerung und Kaufkraftverlust.

Welche Bedeutung hat das Beispiel "Porsche Cayenne"?

Das Beispiel illustriert die Diskrepanz zwischen der statistischen Erfassung als "Export aus Deutschland" und der tatsächlichen, geringen heimischen Wertschöpfung bei globalen Produktionsketten.

Warum wird Deutschland im internationalen Vergleich als "Schlusslicht" bezeichnet?

Obwohl das Land hohe Exportzahlen erzielt, zeigt der Vergleich des BIP-Wachstums mit anderen europäischen Ländern, dass Deutschland in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Dynamik hinter anderen Nationen zurückgeblieben ist.

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Details

Title
Deutschlands Weg zum Exportweltmeister
College
Berlin School of Economics
Grade
1,3
Author
Benjamin Schock (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V78724
ISBN (eBook)
9783638851138
ISBN (Book)
9783638850568
Language
German
Tags
Deutschlands Exportweltmeister
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Schock (Author), 2007, Deutschlands Weg zum Exportweltmeister, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78724
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