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Österreich im 18. Jahrhundert: Die Regierungszeit Maria Theresias im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus

Title: Österreich im 18. Jahrhundert: Die Regierungszeit Maria Theresias im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 21 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Manuela Piel (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Die große österreichische Reformperiode des 18. Jahrhunderts fällt in die Regierungszeit Maria Theresias (1740- 80) und ihrer beiden Söhne und Nachfolger Joseph II. (1780 – 90) und Leopold II. (1790 – 92). Vor allem durch ihre Staatsreform wurde Maria Theresia zur Begründerin des modernen zentralistisch – absolutistischen Rechts- und Verwaltungsstaats. Dieser trat nun an die Stelle der alten „monarchischen Union“. Egal mit welchem Bereich man sich in der neueren Geschichte Österreichs beschäftigt, meist kommt man immer zu dem Ergebnis, dass die entscheidenden Reformen und Einrichtungen auf die Regierungszeit Maria Theresias zurückgehen. Daher verwundert es nicht, dass die Nachwelt sie so sehr ehrte.
Mein Hauptanliegen besteht nun darin, die Regierungszeit Maria Theresias unter dem Schwerpunkt des aufgeklärten Absolutismus zu betrachten. Daraus ergeben sich folgende Fragestellungen: Was versteht man unter diesem Zeitalter? In wie fern hat Maria Theresia einen Beitrag zu diesem Umbruch geleistet? Welche Ursachen haben dazu geführt? Gab es Menschen die eine Vorbildfunktion ausgeübt haben? Welche Schwierigkeiten aber auch Vorteile ergaben sich daraus? Neben diesem Schwerpunkt, möchte ich aber das Leben und Wirken Maria Theresias nicht vergessen. Österreich wurde nicht nur durch ihr innen- und außenpolitisches Handeln geprägt, sondern auch durch ihre starke Persönlichkeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Pragmatische Sanktion: Der Anfang einer langen und erfolgreichen Herrschaft

3. Die ersten Regierungsjahre Maria Theresias

3.1. Der österreichische Erbfolgekrieg

4. Reformen unter Maria Theresia – wesentliche Modernisierungs- und Zentralisierungsimpulse der Habsburgermonarchie

4.1. Die Situation vor den großen Reformen

4.2. Der Feind übernimmt die Vorbildfunktion

4.3. Schwierigkeiten bei der Reformdurchsetzung

4.4. Die Reformen und ihre Nachwirkung

4.4.1. Das Finanzwesen

4.4.2. Die Armee

4.4.3. Die Justiz

4.4.4. Handel und Gewerbe

4.4.5. Landwirtschaft und Bauerntum

4.4.6. Unterrichtswesen und Kunst

4.4.7. Die Kirche

4.4.8. Die Sitten

5. Österreich im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus

5.1. Charakteristika der Aufklärung

5.2. Der aufgeklärte Absolutismus

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Regierungszeit Maria Theresias unter besonderer Berücksichtigung der Reformbestrebungen im Kontext des aufgeklärten Absolutismus. Dabei wird analysiert, inwieweit die Kaiserin durch ihre innerstaatlichen Modernisierungsmaßnahmen maßgeblich zum Umbruch in der Habsburgermonarchie beitrug und welche Faktoren ihren Erfolg sowie ihr historisches Ansehen begründeten.

  • Die Bedeutung der Pragmatischen Sanktion für die Herrschaftssicherung.
  • Analyse der militärischen und administrativen Reformen Maria Theresias.
  • Einfluss der Aufklärung auf die österreichische Staatsverwaltung.
  • Bewertung der innen- und außenpolitischen Herausforderungen der Monarchie im 18. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

4.2. Der Feind übernimmt die Vorbildfunktion

Nicht nur Maria Theresia hatte die Aufgabe sich mit Reformen auseinander zu setzen. Ihr Erzfeind, der König von Preußen, musste ebenfalls Lösungen finden, um seine neue Provinz Schlesien erfolgreich regieren zu können. Auch er hatte anfangs nicht von Neuerungen gesprochen. Erst als die Erbhuldigungsfeier vorüber war und seine Macht gesichert, begann er die ersten Reformen zu vollziehen. Im Finanzwesen ging es ihm nicht um die Bewilligung von Seiten der Stände, sondern um den allgemeinen Gehorsam der Untertanen ihm gegenüber. Es erfolgte eine Klassifikation aller Güter und er selbst legte die Steuern für diese fest. Er schaffte die Privilegien des Einzelnen ab und arbeitete auf das allgemeine Wohl hin. Das bedeutete also, dass die Lasten gleichmäßig verteilt wurden. Bauer, Bürger, Feudalherr, Geistlicher, sogar der König selbst unterwarf sich diesen Maßstäben. Die Verwaltung der Finanzen erfolgte nur noch über ausgebildete Beamte. Friedrich führte ein sehr radikales Programm ein, welches aber im Geist der Zeit war.

Maria Theresia sah diese Neuerungen, die Friedrich in Schlesien einführte, als ungesetzlich, gefährlich und ungerecht. Erst nachdem Haugwitz ihr die Reformen genau erläutert hatte, schien ihr das System nicht mehr abwegig. Sie verstand, dass man so die Kassen wieder auffüllen konnte, um den Handel und die Wirtschaft zu beleben. Weiterhin, konnte eine gut ausgebildete und ausreichend bewaffnete Armee entstehen. Nachdem Haugwitz ihr die Vorteile aufgezeigt hatte, beschloss die Königin dieses System nachzuahmen. Dabei ist es nicht so, dass nur Friedrich auf das Tempo und die Richtung der Reformen gewirkt hat. Andere Länder hatten ähnlich reformatorische Ideen. Mitte des 17. Jahrhunderts hatte Colbert den französischen Zentralismus gefördert, der sich jedoch nicht lange behaupten konnte. Und auch in Russland wurden unter Zar Peter Reformen durchgeführt.

Dennoch waren die Ideen aus Preußen für die Königin am attraktivsten, auch wenn sie ihrem Feind sicher nicht gerne, soviel Ehre zusprach.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die historische Bedeutung der Habsburgermonarchie im 18. Jahrhundert und definiert das Ziel der Arbeit, Maria Theresias Reformpolitik unter dem Fokus des aufgeklärten Absolutismus zu beleuchten.

2. Die Pragmatische Sanktion: Der Anfang einer langen und erfolgreichen Herrschaft: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Grundlage der weiblichen Erbfolge, welche die Voraussetzung für Maria Theresias Machtantritt und den Fortbestand der Habsburgermonarchie bildete.

3. Die ersten Regierungsjahre Maria Theresias: Hier wird der schwierige Regierungsantritt der jungen Monarchin sowie die militärische Bedrohung durch den österreichischen Erbfolgekrieg und den preußischen Einmarsch in Schlesien beschrieben.

4. Reformen unter Maria Theresia – wesentliche Modernisierungs- und Zentralisierungsimpulse der Habsburgermonarchie: Dieser Hauptteil analysiert die Notwendigkeit und Umsetzung der umfassenden Reformen in Bereichen wie Militär, Justiz und Finanzen, die das Land in eine moderne absolutistische Struktur überführten.

5. Österreich im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus: Dieses Kapitel verknüpft die Aufklärung als philosophische Epoche mit der praktischen Umsetzung des aufgeklärten Absolutismus durch Herrscher wie Maria Theresia und Joseph II.

6. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Errungenschaften Maria Theresias, betont ihre persönliche Leistung und Selbstdisziplin und ordnet ihre Regierungszeit als prägende Epoche der österreichischen Geschichte ein.

Schlüsselwörter

Maria Theresia, Habsburgermonarchie, aufgeklärter Absolutismus, Pragmatische Sanktion, österreichischer Erbfolgekrieg, Staatsreform, Haugwitz, Zentralisierung, Aufklärung, Finanzwesen, Justizreform, Schlesien, Joseph II., Verwaltungsstaat, Reformperiode.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Regierungszeit von Maria Theresia und ihren Einfluss auf die Habsburgermonarchie im 18. Jahrhundert, mit einem besonderen Schwerpunkt auf ihren weitreichenden Reformen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen zählen die Sicherung der Herrschaft durch die Pragmatische Sanktion, die militärische Reorganisation, ökonomische Modernisierungen sowie das Verhältnis von Kirche und Staat unter dem Einfluss der Aufklärung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Maria Theresia durch ihre Reformen den Weg zum aufgeklärten Absolutismus ebnete und durch welche Faktoren sie den inneren Zustand der Monarchie erfolgreich modernisieren konnte.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen wie Briefen und Berichten sowie Fachliteratur zu Maria Theresia basiert.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Missständen vor den Reformen, der Vorbildfunktion preußischer Modelle und den spezifischen Neuerungen in Finanzwesen, Militär, Justiz, Landwirtschaft und Bildung.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie aufgeklärter Absolutismus, Staatsmodernisierung, Maria Theresia, Reformpolitik und dynastische Machtsicherung definieren.

Warum nahm Maria Theresia Reformen des preußischen Erzfeindes als Vorbild?

Nachdem sie anfänglich zögerlich war, erkannte sie die Effizienz und die finanziellen Vorteile des preußischen Systems für die Wiederherstellung der militärischen Schlagkraft ihrer eigenen Armee.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Religion in Maria Theresias Reformen?

Die Autorin stellt dar, dass Maria Theresia zwar tief katholisch und fromm war, jedoch konsequent zwischen Kirche und Staat trennte, um den Einfluss der Geistlichkeit auf politische Entscheidungen zugunsten einer zentralisierten Macht zu begrenzen.

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Details

Title
Österreich im 18. Jahrhundert: Die Regierungszeit Maria Theresias im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Course
Europa im 18. Jahrhundert
Grade
2,7
Author
Manuela Piel (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V78734
ISBN (eBook)
9783638851176
ISBN (Book)
9783638850674
Language
German
Tags
Jahrhundert Regierungszeit Maria Theresias Zeitalter Absolutismus Europa Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Piel (Author), 2005, Österreich im 18. Jahrhundert: Die Regierungszeit Maria Theresias im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78734
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