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Textsortenklassifikation auf sprechakttheoretischer Basis

Título: Textsortenklassifikation auf sprechakttheoretischer Basis

Trabajo de Seminario , 2006 , 32 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Katrin Elbeshausen (Autor)

Ciencia del lenguaje / Lingüística
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Es wurden schon viele Versuche unternommen, Texte als grundlegende Einheiten zur linguistischen Betrachtung in ihren so variablen und individuellen Erscheinungsformen voneinander abzugrenzen und Klassen zu bilden. Hierbei stehen zum Teil sehr unterschiedliche Kriterien für die Analyse im Vordergrund. Eine mögliche Ausrichtung ist die funktionale Texttypologie, welche in unterschiedlichen Zwecken der Entstehung und Einsetzung von Texten ein wesentliches Differenzierungskriterium zur Klassenbildung sieht.
In dieser Arbeit soll nun ein verhältnismäßig neues funktionales Klassifikationsmodell von Textsorten dargestellt, erläutert und diskutiert werden. Es handelt sich um die Theorie Eckard Rolfs von 1993, in welcher Textsorten auf Basis der Sprechakttheorie klassifiziert werden. Untersuchungsgegenstand sind hierbei ausschließlich Gebrauchstextsorten beziehungsweise alltagssprachliche Textsorten. Diese sind grundlegend monologisch, das heißt es wird zum Beispiel auch das Gespräch, als dialogische Textform, ausgeschlossen. Die insgesamt ca. 2100 Gebrauchstextsortenbezeichnungen entnimmt Rolf dem Dudenwörterbuch. Seine Typologie befasst sich in erster Linie mit textexternen Differenzierungskriterien.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Sprechakttheorie nach John R. Searle

3. Das Textklassifikationskonzept E. Rolfs

4. Eine Diskussion des Klassifikationskonzeptes von E. Rolf

4.1 Zu den Erfolgs- und Erfüllungsbedingungen

4.2 Die Sprechakte als Klassifikationskriterium

4.2.1 Assertive Textsorten

4.2.2 Direktive Textsorten

4.2.3 Kommissive Textsorten

4.2.4 Expressive Textsorten

5. Zu den Anforderungen an eine Texttypologie nach H. Isenberg

6. Linguistische Modelle der Textsortenklassifikation

7. Zur Frage der (Un-)Eindeutigkeit von Textklassenzuordnungen

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das funktionale Klassifikationsmodell von Eckard Rolf, welches Textsorten auf der Grundlage der Sprechakttheorie von John R. Searle systematisiert. Das zentrale Forschungsziel besteht darin, die theoretische Konsistenz, die Anwendbarkeit sowie die Grenzen dieses Modells kritisch zu hinterfragen und im Kontext anderer linguistischer Texttypologien, insbesondere der von Horst Isenberg und Egon Werlich, zu bewerten.

  • Grundlagen der Sprechakttheorie nach Searle
  • Klassifikationsmodell für Gebrauchstextsorten nach Rolf
  • Methodische Anforderungen an Texttypologien (Homogenität, Monotypie, Striktheit, Exhaustivität)
  • Diskussion zur Eindeutigkeit von Textklassenzuordnungen
  • Vergleich mit alternativen linguistischen Modellen

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Assertive Textsorten

Die assertiven Textsorten oder laut Rolf auch informationalen Textsorten dienen der Informationsvermittlung. Der Adressat soll etwas zur Kenntnis nehmen, wissen oder glauben – hierin besteht der Handlungszweck eines solchen Textes. Mit über 45% machen assertive Textsorten den größten Anteil der Gesamtheit an Gebrauchstexten aus. Rolf unterteilt die assertiven Textsorten weitergehend wie folgt:

Die folgende Dreiteilung von assertiven Textsorten in tatsachenbezogene (= ‚transmittierende’) und inhaltsbezogene (= ‚darstellende’), sowie Textsorten, die ihre Zugänglichkeit betonen (= ‚indizierende’), ist durchaus nachvollziehbar. Schwierig ist die weitere Untergliederung transmittierender Texte in ‚emittierend’ und ‚admittierend’. Hier geht es um die Ursache der Textproduktion. Im ersten Fall liegt diese beim Textproduzenten selbst, im zweiten betrifft der Grund der Textentstehung vordergründig den Adressaten. Doch gibt es hier nicht auch assertive, transmittierende Textexemplare, auf die beides gleichermaßen zutreffen kann? Eine Gleichwertigkeit existiert wohl zum Beispiel bei Heirats- und Todesanzeigen. Laut Rolf sind diese eindeutig emittierend, jedoch: Geht man als Textproduzent nicht gleichermaßen davon aus, dass der Empfänger – zumindest eine Auswahl an Empfängern - auch wissen will, sollte oder sogar muss, dass man heiratet oder dass jemand gestorben ist? Sind die Auslöser der Textproduktion, das eigene Bedürfnis / eine persönliche Notwendigkeit etc. und der Bezug zum Adressaten, nicht möglicherweise völlig gleichwertig zu betrachten? Diese Gliederung Rolfs ist also insofern problematisch, dass stets nur eine eindeutige Zuordnung eines Textes zu einer der beiden Klassen zugelassen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Textsortenklassifikation ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie das primäre Untersuchungsmodell von Eckard Rolf.

2. Die Sprechakttheorie nach John R. Searle: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Grundzüge der Sprechakttheorie und die von Searle definierte Taxonomie der Sprechakte.

3. Das Textklassifikationskonzept E. Rolfs: Hier wird der theoretische Rahmen von Rolfs Klassifikationsmodell dargelegt, das sich explizit auf Gebrauchstextsorten konzentriert.

4. Eine Diskussion des Klassifikationskonzeptes von E. Rolf: Dieses Kapitel diskutiert die Erfolgsbedingungen und die hierarchische Untergliederung der Textsorten gemäß der Sprechakt-Taxonomie.

5. Zu den Anforderungen an eine Texttypologie nach H. Isenberg: Der Autor prüft das Rolf'sche Modell anhand der von Horst Isenberg postulierten Kriterien für eine perfekte Texttypologie.

6. Linguistische Modelle der Textsortenklassifikation: Das Kapitel vergleicht Rolfs Ansatz mit anderen funktionalen und textgrammatischen Modellen, wie denen von Große oder Werlich.

7. Zur Frage der (Un-)Eindeutigkeit von Textklassenzuordnungen: Hier wird die Problematik der Eindeutigkeit versus Mehrfachzuordnung von Textsorten kritisch analysiert.

8. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die wesentlichen Kritikpunkte am Modell zusammen und bewertet die Leistungsfähigkeit des Rolf'schen Ansatzes.

Schlüsselwörter

Textsortenklassifikation, Sprechakttheorie, John R. Searle, Eckard Rolf, Gebrauchstextsorten, Funktionale Texttypologie, Pragmatik, Sprachhandlung, Isenberg, Werlich, Klassifikationskriterien, Illokution, Textfunktion, Sprachwissenschaft, Linguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das funktionale Klassifikationsmodell von Eckard Rolf aus dem Jahr 1993, welches Textsorten anhand der Sprechakttheorie von John R. Searle kategorisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretische Basis der Sprechakte, die praktische Anwendung auf Gebrauchstexte, die Einhaltung wissenschaftlicher Anforderungen an Typologien sowie der Vergleich mit anderen linguistischen Ansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Gültigkeit, Fehlerfreiheit und Lückenlosigkeit des Klassifikationsmodells von Rolf kritisch zu diskutieren und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die deduktive Vorgehensweise Rolfs als Basis und kontrastiert diese mit den strengen Kriterien für Texttypologien von Horst Isenberg sowie den Modellen von Egon Werlich und anderen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sprechakttheorie, die Vorstellung von Rolfs Modell inklusive einer detaillierten Diskussion der Klassen, sowie einen Vergleich mit alternativen Modellen und eine kritische Auseinandersetzung mit der Eindeutigkeit der Klassifikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Textsortenklassifikation, Sprechakttheorie, Gebrauchstextsorten, funktionale Typologie, Illokution und linguistische Textanalyse.

Warum schließt Rolf literarische Texte von seinem Modell aus?

Rolf konzentriert sich rein funktional auf Texte, die einen Handlungswert besitzen und Zwecke erfüllen; literarische Texte werden als funktional andersartig angesehen und daher aus dem Korpus der Gebrauchstextsorten ausgeschlossen.

Wie bewertet die Arbeit die Forderung nach Eindeutigkeit bei der Klassifikation?

Die Arbeit stellt fest, dass die von Rolf geforderte Eindeutigkeit zwar eine klare Bestimmung ermöglicht, aber bei komplexen Texten, die mehrere Sprechakt-Funktionen gleichzeitig aufweisen können, methodische Probleme und Kritikpunkte aufwirft.

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Detalles

Título
Textsortenklassifikation auf sprechakttheoretischer Basis
Universidad
University of Münster  (Institut für Allgemeine Sprachwissenschaft)
Curso
Textgrammatik - Textpragmatik
Calificación
1,5
Autor
Katrin Elbeshausen (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
32
No. de catálogo
V78757
ISBN (Ebook)
9783638852395
Idioma
Alemán
Etiqueta
Textsortenklassifikation Basis Textgrammatik Textpragmatik Sprechakttheorie Rolf Eckard Rolf Searle John R. Searle Textsorten Text Textklassen Austin
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katrin Elbeshausen (Autor), 2006, Textsortenklassifikation auf sprechakttheoretischer Basis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78757
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