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Brutalität, Maskerade und Dominanz - über das unterschiedliche Verhalten der Frauen in Petronius' Satyricon reliquiae

Title: Brutalität, Maskerade und Dominanz - über das unterschiedliche Verhalten der Frauen in Petronius' Satyricon reliquiae

Seminar Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Julia Braun (Author)

Latin philology - Literature
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Summary Excerpt Details

[...]Aus diesem Grund möchte ich in der folgenden Arbeit drei der verschiedenen Frauenrollen, nämlich Quartilla, Fortunata und Circe in chronologischer Reihenfolge vorstellen. Dabei werde ich einen Überblick über die Szene liefern und anhand des dargestellten Verhaltens die Frauen beschreiben und ihre Charaktereigenschaften hervorheben. Ich werde auch nach möglichen Ursachen und Beweggründen für ihr jeweiliges Verhalten suchen. Im Anschluss an jedes Kapitel folgt eine kurze Zusammenfassung des beschriebenen Charakters und eine Darstellung, die in knappen Zügen das Wesentliche und Auffälligste nochmals auf den Punkt bringt.
Am Ende der Arbeit werde ich auf die Frage eingehen, inwieweit sich die Frauen charakterlich ähneln und wo es Unterschiede in ihrem Verhalten gibt. Außerdem möchte ich hier auch auf die Namen der Personen eingehen und inwiefern die Bedeutung des jeweiligen Namens schon von vornherein eine Interpretation der so Bezeichneten liefert.
Beginnend möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Sinneswahrnehmungen und Eindrücke keinesfalls von einem neutralen Beobachter oder Erzähler stammen. Die Person, die uns die Erlebnisse erzählt, ist Encolpius. Daher sind alle vorgestellten Frauentypen schon subjektiv bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Quartilla - bizarr und vulgär

Fortunata - Schein und Sein

Circe - bezaubernd und dominant

Schlussteil

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Frauenrollen in Petronius’ Werk Satyricon reliquiae, um ihre Charaktereigenschaften, Beweggründe für ihr Handeln sowie die Bedeutung ihrer Namen zu analysieren. Dabei wird der Fokus auf eine chronologische Vorstellung der Figuren Quartilla, Fortunata und Circe gelegt, wobei die subjektive Perspektive des Erzählers Encolpius kritisch hinterfragt wird.

  • Analyse der Frauenrollen Quartilla, Fortunata und Circe
  • Untersuchung der Motive und Charaktereigenschaften der Figuren
  • Dekonstruktion der von den Frauen getragenen "Masken" und ihrer Inszenierung
  • Bedeutung der Namen in Bezug auf die Charakterzeichnung
  • Vergleich der Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Machtstreben der Frauen

Auszug aus dem Buch

Quartilla - bizarr und vulgär

Ich beginne meine Interpretation mit der Vorstellung von Quartilla, der Priesterin des Priapus-Kultes. Das Eintreffen ihrer Zofe in der Herberge versetzt die drei jungen Männer in Panik, da sie davon ausgehen, dass ihre Verfolger vor der Tür stehen. Quartillas Zofe betritt unter magischen und mysteriösen Umständen das Zimmer. Auch ihre Ankündigung von Quartilla klingt merkwürdig, und Quartillas Erscheinen ist noch eigenartiger: sie kommt herein, setzt sich auf das Bett und weint. Diese kurze Szene ruft bei den Männern sehr unterschiedliche Gefühle hervor: die anfängliche Panik hat sich in Erstaunen verwandelt und nun warten alle gespannt, was nach dem Tränenausbruch kommen wird.

Quartilla ringt die Hände und knackt mit den Fingerknöcheln. Ob sie aus Verzweiflung die Hände ringt, oder ob sie mit dieser Geste ihren Zuschauern droht, wird dem Leser nicht verdeutlicht. Quartilla ist nicht einzuschätzen und dies verleiht der Situation eine gewisse Gefährlichkeit. Ihre Gesten sind nicht eindeutig und auch ihre folgende Ansprache ist seltsam: Ascyltos und Encolpius sind angeklagt, eine verwegene Tat begangen zu haben. Worin diese Tat besteht und die Art der Strafe, die jeder zu erwarten hat, bleibt noch im Dunkeln. Quartilla fügt hinzu, dass sie Mitleid mit ihnen habe. Dass sich Quartilla milde gestimmt gibt und eine gütige Fassade zeigt, lässt die Strafe nicht minder bedrohlich erscheinen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor erläutert die Auswahl der Textgrundlage (Konrad Müller) und grenzt das Forschungsfeld auf die drei zentralen Frauenfiguren ein, während er die Bedeutung der Erzählperspektive des Encolpius hervorhebt.

Quartilla - bizarr und vulgär: Dieses Kapitel analysiert die Rolle der Priesterin Quartilla, deren Verhalten durch extreme Stimmungsschwankungen, Sadismus und ein ausgeprägtes Machtstreben im Rahmen des Priapus-Kultes geprägt ist.

Fortunata - Schein und Sein: Hier wird Fortunata als Ehefrau von Trimalchio beleuchtet, die zwischen ihrer Rolle als tüchtige Hausfrau und ihrem Wunsch nach sozialem Aufstieg schwankt, wobei sie ihre wahre Herkunft mühsam zu verbergen versucht.

Circe - bezaubernd und dominant: Das Kapitel untersucht Circe als verführerische, aber egoistische Figur, deren Handeln primär durch ihre Dominanz und die Instrumentalisierung ihrer Schönheit motiviert ist.

Schlussteil: Der abschließende Abschnitt vergleicht die drei Frauen miteinander und kommt zu dem Ergebnis, dass trotz unterschiedlicher Motive alle drei Frauen eine bewusste Selbstinszenierung betreiben, um Macht über ihre Umwelt auszuüben.

Schlüsselwörter

Petronius, Satyricon, Quartilla, Fortunata, Circe, Frauenrollen, Dominanz, Inszenierung, Encolpius, Machtstreben, Priapus-Kult, Antike Literatur, Charakteranalyse, Maskerade, Romanfragment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Darstellung und das Verhalten weiblicher Figuren in den überlieferten Fragmenten des antiken Romans Satyricon von Petronius.

Welche Frauen werden in der Arbeit analysiert?

Analysiert werden die drei zentralen Frauenrollen: die Priesterin Quartilla, die Freigelassenen-Ehefrau Fortunata sowie die verführerische Circe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Charaktereigenschaften, die Beweggründe für das Handeln der Frauen und ihre Rolle als Inszenierende zu ergründen, wobei auch die Bedeutung ihrer Namen einbezogen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die auf der von Konrad Müller herausgegebenen Ausgabe der Satyricon reliquiae basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil ist in drei Abschnitte unterteilt, in denen jeweils eine der Frauenrollen chronologisch anhand ihrer Szenen im Roman vorgestellt, interpretiert und zusammengefasst wird.

Welche Rolle spielt der Erzähler Encolpius für die Analyse?

Der Autor weist darauf hin, dass alle Eindrücke subjektiv durch die Perspektive des Erzählers Encolpius gefiltert sind, was die Analyse der Frauenbilder als interpretative Konstruktion des Erzählers erkennbar macht.

Wie unterscheidet sich Fortunata von den anderen beiden Frauen?

Fortunata sticht hervor, da sie als einzige keine ausgeprägten Macht- und Dominanzbedürfnisse zeigt und primär darum bemüht ist, ihre Rolle als "vorbildliche Ehefrau" aufrechtzuerhalten.

Warum wird der Begriff "Maskerade" in Bezug auf die Frauen verwendet?

Die Arbeit zeigt auf, dass alle drei Frauen eine "Maske" tragen – sei es die der sittsamen Hausfrau, der gütigen Priesterin oder der Göttin –, um ihre wahren, meist egoistischen Motive oder ihre soziale Herkunft zu verbergen.

Welche Bedeutung kommt dem Namen "Circe" zu?

In Anlehnung an die mythologische Zauberin wird Circe als Figur verstanden, die durch ihre Schönheit und Verführungskünste Gefahr ausstrahlt, dabei jedoch ihre Dominanz über Männer inszeniert.

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Details

Title
Brutalität, Maskerade und Dominanz - über das unterschiedliche Verhalten der Frauen in Petronius' Satyricon reliquiae
College
University of Heidelberg  (Seminar für Klassische Philologie)
Course
Petronius, Satyricon
Grade
2,5
Author
Julia Braun (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V78783
ISBN (eBook)
9783638852456
ISBN (Book)
9783638852128
Language
German
Tags
Brutalität Maskerade Dominanz Verhalten Frauen Petronius Satyricon Petronius Satyricon
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Braun (Author), 2007, Brutalität, Maskerade und Dominanz - über das unterschiedliche Verhalten der Frauen in Petronius' Satyricon reliquiae, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78783
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