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Risikomanagement und Interne Revision

Title: Risikomanagement und Interne Revision

Term Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kathrin Walter (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Das Umfeld der Unternehmen ist heute dadurch gekennzeichnet, dass der Wettbewerb und die Unternehmenstätigkeit zunehmend globaler und internationaler werden. Wachsende Komplexität und weitere Dynamisierung der Märkte sind ebenso festzustellen, wie immer schlankere und dezentralere Unternehmensstrukturen. Daraus resultieren neue Herausforderungen für die Unternehmensführung. Ein Unternehmen erfolgreich zu steuern, stellt ein immer größeres Problem dar. Das zeigt sich auch in spektakulären Unternehmenskrisen und sogar Zusammenbrüchen, die in den 90-er Jahren durch die Tagespresse gingen, wie z. B. 1993 die Unternehmenskrise der Metallgesellschaft AG oder 1999 die Krise der Philipp Holzmann AG. Häufige Ursachen in diesem Zusammenhang sind Mängel im Management und Führungsfehler. Aufgrund dessen ist eine Diskussion über Unternehmensführung und Überwachung entbrannt und das Thema Risikomanagement war in aller Munde.

Der Gesetzgeber hat auf diese Corporate Governance Diskussion mit dem KonTraG 1 reagiert, das zum 1. Mai 1998 in Kraft getreten ist. Besondere Bedeutung hat der neu eingeführter § 91 Abs. 2 AktG. In dem heißt es, "Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit der Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden." Es wurde zwar verzichtet, im GmbH-Gesetz eine solche Regelung aufzunehmen, man geht allerdings davon aus, dass es Ausstrahlungswirkung auf den Pflichtrahmen der Geschäftsführer einer GmbH wie auch anderer Gesellschaftsformen hat. Grundsätzlich ist der Vorstand einer AG nach § 93 Abs. 1 i.V.m. § 76 Abs. 1 AktG seit jeher verpflichtet, den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern.
Das gilt ebenfalls nach § 43 Abs. 1 GmbHG für die Geschäftsführung einer GmbH. Der § 289 Abs. 2 HGB wurde präzisiert, so dass bei der Berichterstattung im Lagebericht "auch auf die Risiken der künftigen Entwicklung einzugehen" ist, dies betrifft alle Kapitalgesellschaften, mit Ausnahme der kleinen Kapitalgesellschaften. Beides ist vom Abschlussprüfer gutachtlich zu prüfen gem. § 317 Abs. 2 und Abs. 4 HGB. Über die Ergebnisse der Prüfung ist im Prüfungsbericht Stellung zu nehmen gem. § 322 Abs. 2 und Abs. 3 HGB.2
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG UND BEGRIFFSERKLÄRUNGEN

1.1 KonTraG

1.2 Risiko

1.3 Risikomanagement

1.4 Interne Revision

2 KONZEPT DES RISIKOMANAGEMENTS UND DIE ROLLE DER INTERNEN REVSION

2.1 Ziele eines Risikomanagementsystems

2.2 Bestandteile eines Risikomanagementsystems

2.2.1 Früherkennungssystem

2.2.2 Controlling

2.2.3 Internes Überwachungssystem

2.3 Prozess des Risikomanagements und die Rolle der Internen Revision

2.3.1 Risikoidentifikation

2.3.2 Risikoanalyse

2.3.3 Risikosteuerung

2.3.4 Risikoüberwachung

2.4 Organisation des Risikomanagements

3 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die durch das KonTraG begründeten Anforderungen an ein systematisches Risikomanagement und analysiert dabei insbesondere die essenzielle Rolle der Internen Revision bei der Überwachung und Sicherung der Unternehmensfortführung.

  • Gesetzliche Anforderungen durch das KonTraG
  • Struktur und Bestandteile eines modernen Risikomanagementsystems
  • Der Risikomanagement-Prozess (Identifikation, Analyse, Steuerung, Überwachung)
  • Die Funktion und Prüfungsaufgaben der Internen Revision
  • Organisatorische Einbettung und Unternehmenskultur

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Risikoidentifikation

Die Risikoidentifikation hat das Ziel, die wesentliche Risiken bzw. Risikobereiche im Unternehmen strukturiert zu erfassen. Dabei schließt die Identifikation an die von der Unternehmensleitung vorgegebenen Zielen an. Ist sich das Unternehmen seiner Ziele nicht im klaren, muss der Identifikation der Risiken eine Analyse der Unternehmensstrategie vorangestellt werden, aus der sich eine Zielsystematik ableiten läßt. Eine Möglichkeit ist hierbei die SWOT-Analyse, mit deren Hilfe die eigenen Stärken und Schwächen sowie Chancen und Gefahren analysiert werden können.

Die Risikoidentifizierung muss die Gesamtunternehmenssicht reflektieren. Hierzu ist ein "Top-down"-Vorgehen sinnvoll, welches bei der Unternehmensleitung ansetzt und von dort in die Unternehmensbereiche und -prozesse weiter geführt wird. Hierbei bietet es sich an Workshops durchzuführen, um die Risikoidentifikation zu fördern. Im Weiteren können zur Unterstützung der Teilnehmer der Workshops Risikofragebögen eingesetzt werden. Als Ergebnis werden die identifizierten Risiken bzw. Risikobereiche in einem Risikokatalog manifestiert.

In diesem Prozessschritt besteht die Aufgabe der Internen Revision darin, sicherzustellen, dass alle wesentlichen Risiken erfasst worden sind. Zur Prüfung der Vollständigkeit können geeignete Checklisten genutzt werden. Als Grundlage der Vollständigkeitsprüfung dient die Dokumentation der Risikoidentifizierung. Zusätzlich kann die Prüfung der Vollständigkeit durch entsprechende Interviews mit den Verantwortlichen unterstützt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG UND BEGRIFFSERKLÄRUNGEN: Einführung in das durch das KonTraG geprägte Unternehmensumfeld sowie Definition der zentralen Begriffe Risiko, Risikomanagement und Interne Revision.

2 KONZEPT DES RISIKOMANAGEMENTS UND DIE ROLLE DER INTERNEN REVSION: Detaillierte Darstellung der Systemkomponenten sowie des strukturierten Risikomanagement-Prozesses und der spezifischen Prüfungsaufgaben der Internen Revision.

3 SCHLUSSBETRACHTUNG: Fazit zur Bedeutung eines flexiblen Risikomanagements als Instrument der Wettbewerbsfähigkeit und zur notwendigen Neutralität der Internen Revision für den Unternehmenserfolg.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Interne Revision, KonTraG, Risikokatalog, Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikosteuerung, Risikoüberwachung, Unternehmensfortführung, Corporate Governance, Früherkennungssystem, Risikotransparenz, Unternehmenskrisen, Internes Überwachungssystem, Controlling.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Notwendigkeit und Umsetzung eines effektiven Risikomanagements in Unternehmen vor dem Hintergrund gesetzlicher Anforderungen, insbesondere des KonTraG, sowie die unterstützende Rolle der Internen Revision.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen, den Bestandteilen eines Risikomanagementsystems (Früherkennung, Controlling, Überwachung) und den Prozessschritten der Risikobewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Risikomanagement als systematischer Prozess zur Sicherung des Unternehmensfortbestands und zur Steigerung der Wertschöpfung in die Unternehmensorganisation integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die betriebswirtschaftliche Standards und gesetzliche Vorschriften (AktG, HGB, IDW PS 340) auswertet, um eine theoretische Fundierung für das Risikomanagement zu liefern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in das Konzept des Risikomanagementsystems, die detaillierte Darstellung des vierstufigen Risikomanagement-Prozesses und die organisatorische Einbettung der Internen Revision.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Risikomanagement, Interne Revision, KonTraG, Risikokatalog und die verschiedenen Phasen der Risikoüberwachung und -steuerung.

Warum ist laut der Autorin ein "Top-down"-Vorgehen bei der Risikoidentifikation sinnvoll?

Dieses Vorgehen ist sinnvoll, weil es bei der Unternehmensleitung ansetzt und so sicherstellt, dass die identifizierten Risiken die Gesamtunternehmenssicht widerspiegeln und mit den strategischen Zielen harmonieren.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Organisation des Risikomanagements?

Eine risikoorientierte Unternehmenskultur ist entscheidend, da sie das Risikobewusstsein bei den Mitarbeitern fördert und die Bereitschaft stärkt, Risiken aktiv wahrzunehmen und zu kommunizieren.

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Details

Title
Risikomanagement und Interne Revision
College
Erfurt University of Applied Sciences  (Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,7
Author
Kathrin Walter (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V7879
ISBN (eBook)
9783638149938
Language
German
Tags
Risikomanagement Interne Revision Risiko KonTrAG Analyse Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Walter (Author), 2002, Risikomanagement und Interne Revision, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7879
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