Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Modern German Literature

Das Schöne in Schillers Briefen "Über die ästhetische Erziehung des Menschen"

Title: Das Schöne in Schillers Briefen "Über die ästhetische Erziehung des Menschen"

Seminar Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Benjamin Kober (Author)

German Studies - Modern German Literature
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit Friedrich von Schillers „Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen“ und den darin enthaltenen Konzepten des Idealschönen, der schmelzenden und energischen Schönheit.
Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit den Ästhetischen Briefen. Im ersten Kapitel wird auf die Entstehung der Briefe eingegangen. Es werden die Umstände der Entstehung dargelegt und die Bedeutung sowohl des Aufeinandertreffens Schillers mit Goethe, als auch der Auswirkungen der französischen Revolution auf das Schaffen Schillers. Außerdem wird die Ankündigung der Briefe in der Literaturzeitung durch Schiller selbst thematisiert.
Im zweiten Kapitel wird dann auf den Inhalt der Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen eingegangen und die wichtigsten darin enthaltenen Themen kurz angeschnitten. Das sind im Einzelnen die Objektivität des Schönen, der ästhetische Zustand, die Kunstautonomie, die Trieblehre, die Bedeutung des Spiels, die ästhetische Freiheit und das ästhetische Spiel.
Der zweite Abschnitt der Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Schönheit. Im Kapitel 3.1 wird Schillers allgemeines Schönheitsbild vorgestellt. Es wird darauf eingegangen in welchen Werken er dieses entwickelt und welche Werke anderer Autoren ihm als Grundlage seines Konzepts dienten. Insbesondere die Bedeutung Kants für Schiller und Parallelen und Unterschiede in deren Theorien werden thematisiert. Es wird dann auf das Schönheitsbild, das Naturschöne und das Kunstschöne eingegangen, sowie auf die Bedeutung der Trieblehre für den Schönheitsbegriff.
Das Kapitel 3.2 beschäftigt sich dann mit dem Begriff des Idealschönen und seinem Zerfall in die schmelzende und energische Schönheit als ein Beispiel für Schillers Gedanken zum Schönheitsbegriff.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen

2.1. Entstehung der Briefe

2.2. Inhalt der Briefe

3. Schillers Verständnis des Schönen

3.1. Allgemeines Schönheitsverständnis

3.2. Das Idealschöne, schmelzende und energische Schönheit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht Schillers philosophische Schrift „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ mit dem primären Ziel, sein Konzept des Schönen sowie die Begriffe des Idealschönen, der schmelzenden und der energischen Schönheit zu analysieren und deren Bedeutung für die menschliche Entwicklung und Freiheit aufzuzeigen.

  • Historischer Kontext und Entstehung der Ästhetischen Briefe
  • Schillers Auseinandersetzung mit der Französischen Revolution
  • Die Trieblehre als Grundlage des ästhetischen Zustands
  • Abgrenzung und Weiterentwicklung von Kants Ästhetik
  • Die Funktion der Schönheit als Wegbereiter für gesellschaftliche Freiheit

Auszug aus dem Buch

3.2. Das Idealschöne, schmelzende und energische Schönheit.

In den Briefen sechzehn und siebzehn macht Schiller Ausführungen zum Idealschönen und seinen beiden Wirkungen, der schmelzenden und der energischen Schönheit. In Schillers Theorie muss auf die beiden Triebe Stoff- und Formtrieb eine abspannende und eine anspannende Wirkung erfolgen. Diese beiden Wirkungen vereint die Schönheit wenn sie ausgleichend auf die beiden entgegengesetzten Triebe wirkt. Diese Schönheit nennt man dann auch das Idealschöne. In ihr werden die beiden Wirkungen zu einer einzigen. In der Realität aber zerfällt das Idealschöne zu zwei entgegengesetzten Schönheiten, eine anspannende, oder auch energische, Schönheit und eine auflösende, oder schmelzende, Schönheit. Diese Differenzierung muss gemacht werden, da in der Realität nie ein Gleichgewicht zwischen Formtrieb und Stofftrieb erreicht wird, sondern immer nur einer von beiden überwiegt.

Die Termini anspannend und abspannend hat Schiller wahrscheinlich von Kant übernommen. Dieser erklärt in seiner „Kritik der ästhetischen Urteilskraft“ das Wesen des Spaßes dadurch, dass er in einer schnellen Abfolge von Anspannung und Abspannung auf das Gemüt einwirkt.

Die energische Schönheit neigt durch die Art und Weise ihrer Wirkung zum „Gigantischen und Abenteuerlichen“, unterdrückt dabei die „zärtere Humanität“ und mindert die Empfänglichkeit für Eindrücke dadurch, dass das Temperament und der Charakter sich ihnen verschließen.

Die schmelzende Schönheit dagegen erstickt die Gefühle, indem sie das Gemüt auflöst und so der „Gewalt der Begierde“ freien Lauf lässt. Sie führt so zur Weichheit und Apathie. Die schmelzende Schönheit kann aber auch den Menschen zur Harmonie bringen indem sie immer dann wenn einer seiner Grundtriebe einseitig angespannt ist, ihre entspannende Wirkung entfaltet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert das Thema der Arbeit, die behandelten Konzepte und den strukturellen Aufbau der Untersuchung.

2. Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungsumstände der Briefe, den Einfluss Goethes und die Reaktion Schillers auf die Französische Revolution sowie eine Übersicht der zentralen Themen der Briefe.

3. Schillers Verständnis des Schönen: Hier wird Schillers Schönheitsbegriff im Vergleich zu anderen Denkern, insbesondere Kant, dargelegt und in die Konzepte des Naturschönen, Kunstschönen sowie des Idealschönen differenziert.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Schillers Ästhetik über die reine Kunsttheorie hinaus auf die Erreichung eines idealen gesellschaftlichen Zustands und die Freiheit des Menschen zielt.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Über die ästhetische Erziehung des Menschen, Ästhetik, Schönheit, Idealschöne, energische Schönheit, schmelzende Schönheit, Kunstautonomie, Trieblehre, Spieltrieb, Stofftrieb, Formtrieb, Ästhetischer Zustand, Freiheit, Französische Revolution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit Friedrich Schillers Werk „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ und untersucht darin enthaltene ästhetische Theorien.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die zentralen Felder sind die Entstehung der Ästhetischen Briefe, das Verständnis des Schönen bei Schiller, die Trieblehre sowie die Vision eines ästhetischen Staates.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Schillers Konzept der Schönheit und seine Begriffe für die Wirkung ästhetischer Zustände systematisch darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse von Schillers Originalschriften und deren Einordnung in den Kontext zeitgenössischer philosophischer Quellen.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die historische Entstehung, die inhaltlichen Kernpunkte der Briefe, eine detaillierte Analyse der Schönheitsbegriffe sowie den Zerfall des Idealschönen.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis essenziell?

Wesentliche Begriffe sind der Stoff- und Formtrieb, der ästhetische Schein, die Kunstautonomie und der Mensch als ästhetisches Wesen.

Wie unterscheidet sich Schillers Ansatz von dem Kants?

Schiller versucht im Gegensatz zu Kant ein objektives Prinzip der Schönheit zu entwickeln, während Kant das Vorhandensein solcher objektiven Kriterien eher ablehnte.

Welche Rolle spielt die Französische Revolution in der Arbeit?

Die Revolution wird als Auslöser für Schillers Distanzierung von gewaltsamen Veränderungen thematisiert; er sieht im Ästhetischen den besseren Weg zur Bildung des Individuums.

Was versteht man unter der schmelzenden und der energischen Schönheit?

Dies sind zwei Zerfallsformen des Idealschönen, wobei die energische Schönheit zur Anspannung und die schmelzende zur Auflösung des Gemüts neigt.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Das Schöne in Schillers Briefen "Über die ästhetische Erziehung des Menschen"
College
University Karlsruhe (TH)
Grade
2,7
Author
Benjamin Kober (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V78811
ISBN (eBook)
9783638846776
ISBN (Book)
9783638845496
Language
German
Tags
Schöne Schillers Briefen Erziehung Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Kober (Author), 2005, Das Schöne in Schillers Briefen "Über die ästhetische Erziehung des Menschen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78811
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint