Die wasserwirtschaftliche Bedeutung der Mittelgebirgsschwelle im Vergleich der Teilräume Eifel, des westlichen Sauerlandes und des Oberharzes


Hausarbeit, 2006

17 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1.Einleitung

2.Die Eifel

3. Oberharz

4. Sauerland

5. Schluss

Literaturverzeichnis

1.Einleitung

In der folgenden Hausarbeit wird die wasserwirtschaftliche Bedeutung der Mittelgebirgsschwelle anhand der drei Teilräume Eifel, Oberharz und Sauerland beleuchtet.

Zuerst wird auf die Eifel eingegangen. Dabei wird zuerst die Nieder­schlagsmenge untersucht. Anschließend wird auf die Geschichte der Wasser­wirtschaft in der Eifel eingegangen, bevor dann die Wasserproblematik und deren Lösung durch Talsperren erläutert werden.

Im drauf folgenden Absatz ist der Oberharz Gegenstand der Betrachtung. Nach einer kurzen Erläuterung der klimatischen Bedeutung des Harzes wird das Oberharzer Wasserregal, als die bedeutendste wasserwirtschaftliche Einrichtung näher betrachtet. Anschließend wird auf die hohe Schadstoffbe­lastung des Wassers im Harz eingegangen.

Der nächste Absatz beschäftigt sich mit dem Sauerland. Hier werden vor allem die wasserwirtschaftliche Bedeutung der Ruhr und das komplexe Aufgabenfeld der Wasserwirtschaft in diesem Gebiet erläutert.

Im Schluss werden die drei Teilräume kurz miteinander verglichen.

2.Die Eifel

Die Eifel ist ein Gebiet, das sehr reich an Wasser ist. Dies kann mit bloßem Auge anhand der großen Stauseen und den vielen Flüssen und Bächen gesehen werden. Der Reichtum an Wasser entsteht durch die hohen Niederschlagsmengen, vor allem in der Nordeifel. Hier befindet sich ein Staugebiet, in dem aus Südwesten und Nordwesten einströmende Luftmassen, die besonders niederschlagsbringend sind, gestaut werden.

Das Staugebiet befindet sich auf der Westseite der Rur-Wasserscheide, was dazu führt, dass in diesem Gebiet ca. 1300 mm Niederschläge fallen (Durchschnitt für Deutschland: 770 mm), während es im Gebiet des Unterlaufs der Rur nur 600 mm sind (Ebeling 1972).

Diesen Wasserreichtum wussten schon die alten Römer für sich zu nutzen, die das Wasser aus dem Quellgebiet der Urft zur Versorgung ihrer Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensis, dem heutigen Köln, benutzten (Ebeling 1972). Sie waren dazu gezwungen, da das Wasser aus den Quellen des Vorlandes zur Versorgung der Stadt nicht ausreichten. Der Transport des Wassers gelang ihnen mit Hilfe eines Kanals. Er war 95,4 Kilometer lang, hatte ein Gefälle von insgesamt 400 Metern (Kreisel 1997) und beförderte 30 000 Kubikmeter Wasser am Tag. Der Kanal war als Gefälleleitung konzipiert und zum Schutz gegen Frost wurde er mit Erde abgedeckt oder unterirdisch verlegt (Ebeling 1972).

Im 14. Jahrhundert begann die gewerbliche Wassernutzung in der Nordwest Eifel. Hier waren es Tuchmacher, die in Bad Münstereifel die durch die Stadt fließende Erft zum Waschen ihrer Wolle und als Energielieferant für ihre Walkmühlen nutzten. Auch die Eifeler Eisenindustrie, die ihre Blütezeit zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert hatte, nutzte die Wasserkraft als Energiequelle für ihre Blaswerke und Hämmer (HB-Bildatlas 2003).

Seit jeher gibt es jedoch ein Problem bei der Wassernutzung in der Eifel, weil die verfügbare Wassermenge stets stark schwankend ist. Grund dafür sind die hohen Niederschläge von bis zu 1200 mm/Jahr, die starken Schwankungen unterliegen. Sie führen zu Überschwemmungen im Frühjahr und Trockenperioden im Sommer. Trotz der hohen Niederschläge ist das Gebiet um den Oberlauf der Rur ein Wassermangelgebiet, was durch die Unregelmäßigkeit des Abflusses zu erklären ist. Im Winterhalbjahr werden bereits mindestens 76,8 % des Jahresabflusses erreicht. Der Abfluss ist der Teil der Niederschläge, der weder versickert noch verdunstet. Der mittlere monatliche Abfluss der Rur beträgt ca. 12 m³/sec.. Die Höhe der Abflüsse lässt darauf schließen, dass die Landschaft hier nur eine sehr geringe Speicherfähigkeit besitzt (Ebeling 1972). Neben der Landwirtschaft waren es vor allem die Industriebetriebe, die von den zeitweiligen Brauchwasserengpässen negativ beeinflusst wurden. Hiervon waren vor allem die Papier-, Zucker-, Textil-, Metall- und Chemie-Industrie betroffen (Kreisel 1992). In den Trockenperioden konnte es sogar zur Stilllegung ganzer Betriebe kommen. Dass dieses Problem schon lange existiert sieht man daran, dass sogar das Eisengewerbe in seiner Blütezeit im 15./16. Jahrhundert nur saisonal betrieben werden konnte.

Neben der Problematik der unregelmäßigen Wasserverfügbarkeit stieg im Laufe der Zeit außerdem der Wasserbedarf in der Eifel. Gründe dafür waren die schnelle industrielle Entwicklung, die Steigerung der Bevölkerungszahl und das Nachlassen der Ergiebigkeit der Haus- und Gemeindebrunnen. (Ebeling 1972)

Ein dritter Aspekt, der die Wasserproblematik noch verstärkte war, dass die nördlich an die Eifel angrenzenden Großräume Aachen, Jülich, Düren, Euskirchen und Heinsberg zusätzlich auch noch der Versorgung mit Trink- und Brauchwasser bedurften (Kreisel 1997).

Um das hohe Maß an verfügbarem Wasser mit dem Mangel an Wasser im Sommer auszugleichen, erkannte man am Anfang des 20. Jahrhunderts, dass es notwendig war das Wasser künstlich zu speichern. Zu diesem Zweck begann man damit Talsperren zu bauen (Ebeling 1972). Gunstfaktoren für den Bau von Talsperren waren die hohe Reliefenergie, die geringe Industrie- und Bevölkerungsdichte sowie der hohe Waldanteil. Beim Bau der Staumauern wurden zudem natürliche Engpässe im Talverlauf ausgenutzt (Kreisel 1997).

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Die wasserwirtschaftliche Bedeutung der Mittelgebirgsschwelle im Vergleich der Teilräume Eifel, des westlichen Sauerlandes und des Oberharzes
Hochschule
Universität Karlsruhe (TH)
Autor
Jahr
2006
Seiten
17
Katalognummer
V78812
ISBN (eBook)
9783638846783
ISBN (Buch)
9783638845502
Dateigröße
389 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutung, Mittelgebirgsschwelle, Vergleich, Teilräume, Eifel, Sauerlandes, Oberharzes
Arbeit zitieren
Benjamin Kober (Autor), 2006, Die wasserwirtschaftliche Bedeutung der Mittelgebirgsschwelle im Vergleich der Teilräume Eifel, des westlichen Sauerlandes und des Oberharzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78812

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