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Deutsche Außenpolitik- Entscheidungsträger und Perspektiven nach der Wiedervereinigung

Title: Deutsche Außenpolitik- Entscheidungsträger und Perspektiven nach der Wiedervereinigung

Seminar Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tilo Maier (Author)

Politics - Topic: German Foreign Policy
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Über 50 Jahre Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland sind aus dem Blickwinkel eines Historikers eine sehr kurze Periode. Dennoch sind Themen wie die Westintegration Adenauers, die Ostpolitik Brandts oder die Wiedervereinigung Themenfelder, die Seminare, Bücher und Dissertationen füllen würde. Um allerdings die Grundzüge der deutschen Außenpolitik herauszuarbeiten sind neben der deskriptiven Analyse von Handlungssträngen deutscher Zeitgeschichte grundlegende Kenntnisse der Normen und der Verteilung außenpolitischer Macht unabdingbar. Die vorliegende Arbeit versucht aus dem Konglomerat der verschiedenen Entscheidungsträger innerhalb der Bundesrepublik Deutschland deren außenpolitische Relevanz herauszustellen und zu gewichten. Grundlage des ersten Kapitels ist im Wesentlichen das Lehrbuch "Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Normen, Akteure, Entscheidungen" von Stephan Bierling. Neben der reinen Institutionenkunde sollen hier anschaulich Beispiele vorgeführt werden, die helfen sollen ein äußerst komplexes Thema soweit wie nötig zu vereinfachen, um die Grundideen herauszustellen. Dabei werden zwar Beispiele aus dem außenpolitischen Geschehen der Bundesrepublik bis heute aufgeführt, eine tiefergehende Erklärung schließt sich, auf Grund der eingeschränkten Seitenanzahl der Arbeit, praktisch aus. Dennoch sind die gewählten Beispiele eingängig, dass sie eine tiefschürfende Erklärung in der Regel nicht benötigen. Das Kapitel insgesamt steht unter der Frage: Welche Akteure, Institutionen und Verbände bestimmen die Geschicke deutscher Außenpolitik?
Im zweiten Kapitel soll, aufbauend den zuvor herausgestellten Grundlagen, kurz die Charakteristik der deutschen Außenpolitik nach der Wiedervereinigung beschrieben werden. Hauptaugenmerk liegt hierbei in der Veränderung der weltweiten Verantwortung, die Deutschland nach und nach übernimmt, besser noch: übernehmen muss. Abschließend wird der Versuch unternommen, die Perspektiven zukünftiger Außenpolitik aufzuzeigen, wissentlich, dass dies nur eine von vielen möglichen Prognosen sein kann. Das Kapitel steht unter der Frage: Welche Veränderungen begegnen der deutschen Außenpolitik auf der Schwelle ins 21. Jahrhundert?
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Normen und Akteure deutscher Außenpolitik

1.1 Grundgesetz und völkerrechtliche Vorgaben

1.2 Bundesrat, Bundestag und Bundespräsident

1.3 Die Bundesregierung

1.4 Das Auswärtige Amt (AA) und die diplomatischen Vertretungen

1.5 Die Wirtschaft

1.6 Medien, Kirche und Öffentlichkeit

2. Perspektiven Deutscher Außenpolitik nach der Wiederver

2.1 Neue Wege nach der Wiedervereinigung

2.2 Deutsche Interessen im 21. Jahrhundert

2.3 Ist Außenpolitik gleich Friedenspolitik?

Schluss

Literaturangaben

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das komplexe Gefüge der Entscheidungsträger deutscher Außenpolitik nach der Wiedervereinigung, um deren Relevanz und Gewichtung im historischen Kontext herauszuarbeiten und zukünftige außenpolitische Perspektiven zu prognostizieren.

  • Strukturen und Akteure der deutschen Außenpolitik (Normen, Institutionen)
  • Veränderung der weltweiten Verantwortung Deutschlands
  • Einfluss von wirtschaftlichen Interessen und öffentlicher Meinung
  • Herausforderungen der deutschen Außenpolitik an der Schwelle zum 21. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

1.3 Die Bundesregierung

Als Exekutivorgan liegt der wesentliche Anteil in Bestimmung und Durchsetzung deutscher Interessen bei der Regierung. Damit fällt als einzigem, vom Parlament direkt gewählten Regierungsmitglied, dem Kanzler, die höchste Kompetenz, die sogenannte „Richtlinienkompetenz“, zu. Daraus ergibt sich zusätzlich die direkte Verantwortung des Kanzlers vor dem Parlament. Die von ihm vorgeschlagenen und vom Bundespräsidenten ernannten Minister erhalten in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich außenpolitische Handelsspielräume, die sie teilweise in beratender Funktion, teilweise direkt als Option eigenständigen Handelns nutzen.

Neben der Richtlinienkompetenz fällt es in der Alltagspolitik zunehmend schwerer im Bereich der Innen, Sicherheits-, Wirtschafts- und Außenpolitik klare Kompetenzen und Grenzen auszumachen. Somit ist von großer Bedeutung, welche Persönlichkeit ein entsprechendes Regierungsamt ausübt. Konrad Adenauer hielt während seiner Amtszeit von 1949 – 1963 die außenpolitischen Fäden fest in seiner Hand. Bis 1955 war er Kanzler und Außenminister in Personalunion. Doch das Machtverhältnis kann sich verschieben. Es deutet sich eine leicht nachvollziehbare Faustformel an, wie das tatsächliche außenpolitische Auftreten zu deuten ist. Je länger ein Kanzler an der Regierung ist, so höher ist seine Reputation in äußeren Angelegenheiten. Kommt es allerdings zum Kanzlerwechsel und bleibt der Außenminister im Amt, so bestimmt dieser in der Regel die politischen Vorgaben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Einordnung der Arbeit und legt dar, dass die Kenntnis der Normen und Machtstrukturen essenziell ist, um die außenpolitischen Handlungsstränge der Bundesrepublik nach der Wiedervereinigung zu verstehen.

1. Normen und Akteure deutscher Außenpolitik: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtlichen Grundlagen sowie die institutionellen Akteure, von der Bundesregierung über das Auswärtige Amt bis hin zu gesellschaftlichen Einflüssen wie Wirtschaft und Medien.

2. Perspektiven Deutscher Außenpolitik nach der Wiederver: Das Kapitel untersucht die Neuausrichtung deutscher Interessen nach der Wiedervereinigung, die veränderte internationale Rolle sowie die kontroverse Debatte um das Verhältnis von Außenpolitik und Friedenspolitik.

Schlüsselwörter

Außenpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Wiedervereinigung, Richtlinienkompetenz, Entscheidungsträger, Internationale Verantwortung, Sicherheitsinteressen, Europäische Integration, Grundgesetz, Realpolitik, Diplomatie, Machtstrukturen, Friedenspolitik, Interessengruppen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen, Institutionen und Akteuren der deutschen Außenpolitik und deren Entwicklung nach der Wiedervereinigung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die verfassungsrechtlichen Normen, die Rolle der Regierung, die Einflüsse von Wirtschaft und Öffentlichkeit sowie die Suche nach neuen außenpolitischen Perspektiven nach dem Ende der Teilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das komplexe Geflecht der Entscheidungsträger innerhalb der Bundesrepublik zu gewichten und aufzuzeigen, wie sich Deutschlands außenpolitische Rolle und Verantwortung an der Schwelle zum 21. Jahrhundert verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive Analyse von Handlungssträngen der deutschen Zeitgeschichte und nutzt als Grundlage maßgebliche Standardwerke und Fachliteratur zur außenpolitischen Institutionenkunde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Akteure (Regierung, Bundesrat, AA, Wirtschaft) und die Analyse der nach der Wiedervereinigung auftretenden Herausforderungen und Prognosen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Außenpolitik, nationale Interessen, internationale Verantwortung, Richtlinienkompetenz und das Spannungsfeld zwischen Realpolitik und Friedensbegriff.

Warum spielt die Richtlinienkompetenz des Kanzlers eine so große Rolle für die Außenpolitik?

Als vom Parlament direkt gewähltes Regierungsmitglied trägt der Kanzler die Hauptverantwortung, wobei seine Richtlinienkompetenz den zentralen Mechanismus darstellt, um außenpolitische Interessen in einem komplexen Behördenapparat durchzusetzen.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der "Medienmacht" auf die Außenpolitik?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die "Medienmacht" zwar punktuell einen enormen Einfluss auf die Politik ausübt, jedoch aufgrund der Schnelllebigkeit der Meldungen "vergesslich" ist, wenn es um konkrete langfristige politische Wandlungen geht.

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Details

Title
Deutsche Außenpolitik- Entscheidungsträger und Perspektiven nach der Wiedervereinigung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Pädagogik/Politik)
Course
Seminar: Vergleich US - Kongress - Deutscher Bundestag
Grade
2,0
Author
Tilo Maier (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V7883
ISBN (eBook)
9783638149952
Language
German
Tags
Deutsche Außenpolitik- Entscheidungsträger Perspektiven Wiedervereinigung Seminar Vergleich Kongress Deutscher Bundestag
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tilo Maier (Author), 2002, Deutsche Außenpolitik- Entscheidungsträger und Perspektiven nach der Wiedervereinigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7883
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