Um den psychologischen Beruf selbständig im Bereich des Gesundheitswesens ausüben zu können ist nach der Absolvierung des Studiums der Psychologie unter anderem die Ausbildung zum/zur Klinischen Psychologen/Psychologin und/oder zum/zur Gesundheitspsychologen/Gesundheitspsychologin Voraussetzung. Die theoretisch-fachliche Kompetenz kann im Rahmen des Curriculums zum/zur Klinischen PsychologIn in der Fortbildungsakademie des Berufsverbandes der österreichischen Psychologen absolviert werden. Im Folgenden soll nun ein Rückblick die Erfahrungen, die im Rahmen dieser Ausbildung gemacht wurden zusammengefasst werden um am Ende einige Ideen und Änderungsvorschläge machen zu können.
To be able to exercise psychology independently in the area of public health, one thing is to join the Curriculum for Clinical Psychology which is offered by the Berufsverband Österreichischer Psychologen. In the following, a review should summarize the experiences within this education. At the end of the article, some ideas and change proposals will be presented.
Inhaltsverzeichnis
1. Rechtliches
2 Die Ausbildung
2.1 Der Erwerb theoretisch-fachlicher Kompetenz
2.1.1 Einleitung/ Allgemeines
2.1.2 Ein Rückblick
2.2 Der Erwerb praktisch-fachlicher Kompetenz
2.2.1 Einleitung/ Allgemeines
2.2.2 Rückblick
3 Resümee
4 Ideen und Vorschläge
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen kritischen Rückblick auf die Ausbildung zum Klinischen und Gesundheitspsychologen in Österreich. Ziel ist es, die Erfahrungen aus der theoretisch-fachlichen sowie der praktisch-fachlichen Ausbildung zu reflektieren, um auf Basis dieser Erkenntnisse konkrete Verbesserungsvorschläge für das Curriculum und die Ausbildungsstrukturen abzuleiten.
- Strukturelle Analyse des Curriculums der Fortbildungsakademie
- Erfahrungsbericht zur Qualität der theoretischen Seminarinhalte
- Reflexion der praktischen Ausbildung in verschiedenen Einrichtungen
- Identifikation von Lücken in der Ausbildung (z. B. mathematische und juristische Grundlagen)
- Diskussion über die Organisation von Supervisionsstunden
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Ein Rückblick
Die Seminare wurden allesamt geblockt an Wochenenden abgehalten, was vor allem für berufstätige TeilnehmerInnen ideal war. In den Seminaren wechselten die Vortragenden Sequenzen der direkten Instruktion mit solchen des handlungsorientierten Unterrichts ab, weshalb es ihnen auch meist gelang, die Motivation auf einem verhältnismäßig hohen Level zu halten. Maßgeblich hiefür war meines Erachtens die soziale Einbindung in Form von Gruppenarbeit und auch die persönliche Bedeutsamkeit der Inhalte für die meisten Teilnehmer. Beide Faktoren sind bekanntermaßen förderlich, was die intrinistische Motivation betrifft, was sich auch immer wieder bestätigte. Einige der Vortragenden planten mit den TeilnehmerInnen gemeinsam den Tagesablauf und versuchten, die Inhalte auf die persönlichen Erfahrungsmuster abzustimmen. Seminare, in welchen anfangs versucht wurde, einen Konsens betreffend die zu vermittelnden Inhalte herzustellen, verliefen reibungsloser und auch das Feedback fiel im Allgemeinen positiver aus als in Seminaren, in welchen keine gemeinsame Planung durchgeführt wurde.
Am Ende jedes Seminars wurde in der Gruppe reflektiert. Es wurden allerdings selten Kritikpunkte herausgearbeitet. Da die Vortragenden teils eher am kognitivistischen Paradigma, teils eher am konstruktivistischen Paradigma orientiert waren, kam den TeilnehmerInnen eine breite Palette an Unterrichtsformen und Erfahrungen zugute. Die Differenzierung hatte den großen Vorteil, dass sowohl die erfolgsorientierten TeilnehmerInnen als auch die misserfolgsorientierten auf ihre Kosten kamen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Rechtliches: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen gemäß Psychologengesetz für die selbstständige Ausübung des psychologischen Berufs im Gesundheitswesen.
2 Die Ausbildung: Das Kapitel bietet eine detaillierte Übersicht über die Anforderungen an die theoretische und praktische fachliche Kompetenz im Rahmen des Curriculums.
2.1 Der Erwerb theoretisch-fachlicher Kompetenz: Es werden die Inhalte und der Aufbau des Curriculums der Fortbildungsakademie sowie ein Rückblick auf die methodische Gestaltung der Seminare beschrieben.
2.1.1 Einleitung/ Allgemeines: Dieser Teil definiert die Zugangsvoraussetzungen und die inhaltlichen Schwerpunkte der theoretischen Ausbildung.
2.1.2 Ein Rückblick: Eine Reflexion über die Motivationsfaktoren und die didaktische Gestaltung der Seminare durch die Vortragenden.
2.2 Der Erwerb praktisch-fachlicher Kompetenz: Hier werden die Vorgaben zur praktischen Tätigkeit in facheinschlägigen Einrichtungen sowie die Anforderungen an die Supervision dargelegt.
2.2.1 Einleitung/ Allgemeines: Beschreibung der Stundenvorgaben und der eigenverantwortlichen Organisation der praktischen Ausbildung.
2.2.2 Rückblick: Kurze Zusammenfassung der unterschiedlichen Erfahrungen der TeilnehmerInnen in den diversen Arbeitsfeldern.
3 Resümee: Ein abschließendes Fazit zur Relevanz und Qualität der Ausbildung sowie zur Bedeutung des Praxiserwerbs für die berufliche Selbstständigkeit.
4 Ideen und Vorschläge: Dieses Kapitel enthält konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Ausbildung, insbesondere hinsichtlich mathematischer, juristischer Kompetenzen und der Standardisierung der Theorieausbildung.
Schlüsselwörter
Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie, Psychologengesetz, Berufsausbildung, theoretisch-fachliche Kompetenz, praktisch-fachliche Kompetenz, Curriculum, Supervision, Fortbildungsakademie, PsychologIn, Diagnostik, Qualitätssicherung, berufliche Qualifikation, Ausbildungseffizienz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine kritische Würdigung der Ausbildung zum Klinischen und Gesundheitspsychologen in Österreich, basierend auf den Erfahrungen der Autorin mit dem Curriculum der Fortbildungsakademie.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die gesetzlichen Voraussetzungen, den theoretischen Kompetenzerwerb durch Seminare, die praktische Tätigkeit in psychosozialen Einrichtungen sowie die Notwendigkeit von Supervision.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Reflexion der bestehenden Ausbildungsstruktur, um Stärken zu identifizieren und konkrete Verbesserungsvorschläge für künftige Curricula zu unterbreiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse des Curriculums und eine reflektierende Auswertung von persönlichen Erfahrungen und anonymem Feedback aus dem Teilnehmerkreis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in den theoretischen Teil (Seminargestaltung, Lerninhalte) und den praktischen Teil (Tätigkeit in Einrichtungen, Supervisionsanforderungen).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Klinische Psychologie, Gesundheitspsychologie, Psychologengesetz, Ausbildungscurriculum und Supervision.
Warum fehlen laut der Autorin bestimmte Ausbildungsinhalte?
Die Autorin bemängelt, dass mathematische Grundlagen für die Diagnostik und juristisches Wissen bisher nicht ausreichend im Curriculum vermittelt werden, obwohl sie für die Berufsausübung unerlässlich sind.
Wie bewertet die Autorin die Anforderungen an die Supervisionsstunden?
Sie kritisiert die Schwierigkeit, die geforderten 120 Supervisionsstunden zeitgerecht und praxisnah zu erreichen, da Einrichtungen oft nur 14-tägige Supervision anbieten, was zu externen Zusatzkosten führt.
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- MMag. DDr. B.Sc. Ulrike Kipman (Author), 2006, Die Ausbildung zum Klinischen und Gesundheitspsychologen - Eine kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78866