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Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes für seilunterstütztes Retten im Bergbau

Title: Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes für seilunterstütztes Retten im Bergbau

Thesis (M.A.) , 2005 , 88 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Harald Dippe (Author)

Sport - Sports Equipment and Supplies
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Ein Jahr vor der Fußball Weltmeisterschaft wird das Waldstadion in Frankfurt renoviert. Unter anderem erhält es ein 40 Meter hohes spinnennetzartiges Dach aus einer modernen Stahlseilkonstruktion. Strom für Licht und Fernsehkameras wird mit Hilfe von Hochspannungsmasten, die zum Teil bis zu 80 Meter Höhe erreichen, transportiert. Ein Teil der Stromproduktion wird durch das Verbrennen von Kohle, die der Bergbau im Tagebau mit riesigen Baggern oder Untertage in tiefsten Schächten fördert, abgedeckt. Kommunikation wird durch ein gut ausgebautes Mobilfunknetz gewährleistet, das Sendemasten, die über ähnliche Höhen verfügen, nutzt. Die Herstellung eines Handys ist ohne chemische Produkte unmöglich. Rohstoffe, Zwischen – und Endprodukte der Chemieindustrie werden in Bunkern und Silos gelagert, die mit bis zu 50 Metern ebenfalls stattliche Höhen erreichen.
In diesen Höhen und Tiefen wird gebaut und gewartet. Bis zu sechs Tonnen schwere Stahlbaugruppen werden im Dach des Frankfurter Waldstadion mit 2mm Toleranz zusammengefügt, um später Kameraleuten optimale Blickwinkel für Übertragungen zu ermöglichen. Im Pumpspeicherwerk Markersbach hängen Aluminiumschweißer in 90 Meter tiefen dunklen Schächten und reparieren Stromleitungen. Um Funklöcher zu beheben werden Sendemasten für Mobilfunkanlagen modifiziert und aufgebaut. Die korrekte Lagerung von Chemieprodukten, in Silos innerhalb und außerhalb von Gebäuden, muss aus Sicherheits – und Umweltgründen regelmäßig geprüft werden. Skifahrer verlassen sich auf sichere, funktionsgerechte Seilbahnen, deren Masten, Rollen und Lager regelmäßig geprüft und gewartet werden müssen.
Ob Schächte, Masten, Gebäude, Silos, Bunker, Dach – und Fassadenbau, Tagebaubagger oder Kräne, an allen diesen Orten wird gearbeitet und all diese Arbeiter setzen sich der Gefahr aus, abzustürzen. Um dies zu vermeiden, nutzen sie die Seiltechnik.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielseitig und scheinen unbegrenzt. Die Schwierigkeit und die Gefahr der Anwendung hängen stark von der Arbeitsaufgabe ab. Das Besteigen eines Mastes, der über ein bereits montiertes modernes Leitersystem verfügt, ist leichter zu gestalten als die Montage des Leitersystems. Masten auf Korrosion zu überprüfen, ist weniger gefährlich, als auf einem Brett sitzend zu schweißen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Kennzeichnung der Problemlage

1.2 Fragestellung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Stand des Wissens

2.1 Empirischer Befund

2.2 Hermeneutischer Befund

2.2.1 Rechtliche Grundlagen

2.3 Theoretische Konzepte

2.3.1 Regulation von Handlungen und Ansätze des Lernen und Lehrens

2.3.2 Ausbildungsgestaltung und Organisation

2.4 Synthese und Konsequenzen

3 Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes

3.1 Inhalte der Ausbildung

3.1.1 Grundkenntnisse für seiltechnische Rettungen

3.1.2 Geräte und Verfahren

3.1.3 Anschlagpunkte, Knoten, Theorie und Dokumentation

3.2 Organisatorisch – methodische Gestaltung der Ausbildung

3.2.1 Organisationsaufbau der Ausbildung

3.2.2 Methodik der Ausbildung

4 Umsetzung des Ausbildungskonzeptes anhand der Basisausbildung I

5 Diskussion, Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines systematischen Ausbildungskonzeptes für seilunterstütztes Retten im Bergbau, welches die spezifischen Anforderungen an Mensch, Technik und Organisation integriert, um die Sicherheit bei Notfallmaßnahmen in Höhen und Tiefen nachhaltig zu erhöhen.

  • Analyse aktueller Anforderungen an Höhenretter im Bergbau
  • Integration arbeitswissenschaftlicher Modelle zur Handlungsregulation
  • Festlegung von Standardrettungsverfahren und notwendiger Ausrüstung
  • Strukturierung der Ausbildung durch methodische Lernschritte
  • Sicherstellung der Handlungssicherheit durch gezieltes Training und Reflexion

Auszug aus dem Buch

1.1 Kennzeichnung der Problemlage

Aufgrund der Prinzipien der ersten Hilfe sollte eine Rettung so zügig wie möglich, jedoch unter absoluter Gewährleistung der Sicherheit für alle Beteiligten absolviert werden. Dies erfordert höchste Ansprüche an Mensch und Technik im Einsatzfall. Eine Ausbildung muss gewährleisten, dass Höhenretter diesem Anspruch gerecht werden können. Die Gefahr des Abstürzens ist nicht nur bei der eigentlichen Rettung gegeben, sondern auch bei Ausbildungen und Übungen. Fehler können direkt und unmittelbar zu schwersten Verletzungen bis hin zum Tod führen.

Zur Rettung mittels Seiltechnik kommt es dann, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen, Opfer zu bergen. Der entscheidende Vorteil der Seiltechnik besteht darin, dass sie auch unter Bedingungen genutzt werden kann, bei denen andere Maßnahmen versagen. Sie benötigt wenig Platz, was engste Rettungsbedingungen ermöglicht. Wenn im Falle von widrigen Witterungsbedingungen, kein Helikopter mehr fliegt, kann die Rettung mit Seil dennoch greifen.

Retten heißt, Menschen aus einer Notlage zu befreien und falls nötig, medizinisch zu versorgen. Nachdem ein Unfall als solcher erkannt wird, muss er denjenigen gemeldet werden, die über die Möglichkeit verfügen, zu retten. Das sind meist Organisationen, Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Grubenwehr u.a.. Informationen müssen so genau wie möglich übermittelt, werden, z.B. beim Absetzen eines Notrufs mithilfe der so genannten „5 W´s“. In Abhängigkeit von den eingegangenen Informationen packt der Rettungstrupp die dem Einsatzfall entsprechende Ausrüstung in das Rettungsfahrzeug und rückt aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Seiltechnik in verschiedenen Höhen und Tiefen und die daraus resultierende Notwendigkeit einer strukturierten Rettungsausbildung.

2 Stand des Wissens: Analysiert den aktuellen Stand der Seiltechnik, rechtliche Grundlagen und theoretische Konzepte zur Handlungsregulation und Ausbildung.

3 Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes: Erläutert die notwendigen Inhalte der Ausbildung, die Auswahl der Geräte sowie den organisatorischen und methodischen Rahmen.

4 Umsetzung des Ausbildungskonzeptes anhand der Basisausbildung I: Beschreibt konkret den zeitlichen und inhaltlichen Ablauf der ersten Ausbildungsphase für Anfänger.

5 Diskussion, Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Zertifizierung und Standardisierung in industriellen Bereichen.

Schlüsselwörter

Seiltechnik, Höhenrettung, Bergbau, Arbeitsschutz, Ausbildungskonzept, Handlungssicherheit, Notfallmanagement, Grubenrettungswesen, Redundanz, Radeberger Haken, Handlungsregulation, Seilzugang, Unfallprävention, Basisausbildung, Rettungstraining.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes für das seilunterstützte Retten im Bergbau, um Sicherheitsstandards für Retter in gefährlichen Höhen und Tiefen zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse von Unfallgefahren, die Anwendung arbeitswissenschaftlicher Lernmodelle, die Auswahl geeigneter Seiltechnik-Geräte und die methodische Strukturierung von Ausbildungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Konzeptes, das die Kompetenz der Grubenwehren im seilunterstützten Retten durch einheitliche Ausbildungsstrukturen und hohe Übungsintensität sichert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen und hermeneutischen Herangehensweise, inklusive Beobachtungen, Expertengesprächen und der Literaturanalyse von Sicherheitsstandards.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Wissensstandes, die Entwicklung inhaltlicher Grundlagen wie Geräte und Verfahren, sowie die konkrete methodische Gestaltung der Basisausbildung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Seiltechnik, Handlungssicherheit, Redundanz, Radeberger Haken (RHS) und die systematische Einteilung der Ausbildung in Basiseinheiten.

Warum wird der Radeberger Haken als Standard empfohlen?

Der Radeberger Haken (RHS) kombiniert technische Redundanz und Bedienbarkeit, was ihn für den speziellen Einsatzbereich der Grubenwehren besonders sicher und variabel macht.

Welche Rolle spielt die "VENÜ-Prinzip" Methode?

Das VENÜ-Prinzip (Vorführen, Erklären, Nachmachen, Üben) ist eine zentrale methodische Lehrmethode, um komplexe seiltechnische Handlungen sicher und schrittweise zu vermitteln.

Warum wird die psychische Sicherheit im Training betont?

Da Angst und Stress die Wahrnehmung und Bewegungsqualität blockieren, ist die schrittweise Höhengewöhnung essenziell, damit Teilnehmer sich voll auf die Handlungsabläufe konzentrieren können.

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Details

Title
Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes für seilunterstütztes Retten im Bergbau
College
Technical University of Chemnitz
Grade
1,7
Author
Harald Dippe (Author)
Publication Year
2005
Pages
88
Catalog Number
V78874
ISBN (eBook)
9783638817769
ISBN (Book)
9783638821292
Language
German
Tags
Entwicklung Ausbildungskonzeptes Retten Bergbau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Harald Dippe (Author), 2005, Entwicklung eines Ausbildungskonzeptes für seilunterstütztes Retten im Bergbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78874
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