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Ethnische Ungleichheit im internationalen Vergleich

Statistische Probleme innerhalb der PISA Studie

Título: Ethnische Ungleichheit im internationalen Vergleich

Trabajo de Seminario , 2003 , 25 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Marco Kaiser (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Eines der Ergebnisse der PISA Studie war, dass im deutschen Schulsystem von Chancengleichheit keine Rede sein kann. Anstatt die sozialen Unterschiede auszugleichen, werden sie durch die Selektivität des Bildungswesens noch verstärkt. Die Autoren des deutschen PISA-Konsortiums (Baumert/Klieme 2001) konzentrieren sich bei ihren Überlegungen auf die klassischen Arten der Ungleichheit: Schichten und Klassen. Diese Begriffe spielen jedoch bei der Konstruktion der sozialen Identität nur noch eine untergeordnete Rolle; es gibt heute kaum noch Menschen, die sich anhand ihrer Klassenzugehörigkeit identifizieren. Vielmehr werden soziale Grenzen immer stärker an ethnischen Zugehörigkeiten festgemacht; ein Beispiel hierfür wären die zahlreichen ethnischen Konflikte, die sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ereignet haben (Bosnien, Ruanda um nur einige Länder zu nennen) oder die immer wieder aufkommenden ethnisch gefärbten Trends in der Popkultur wie zum Beispiel die Musik von Manu Chao und Salif Keita oder Stefanie Zweigs Buch Nirgendwo in Afrika.
Dem Bildungswesen wird in den meisten Gesellschaften eine große Bedeutung beigemessen, da während des Schulalters die Weichen für die Zukunft gestellt werden, deshalb gewinnt die Frage, ob das Schulsystem den ethnischen Verhältnissen gerecht wird, enorme Brisanz. So wurde in den Vereinigten Staaten auf Druck des Civil Rights Movements und der daraus resultierenden Entscheidung des U.S. Supreme Courts 1971 das „Forced Busing“ eingeführt, mit dessen Hilfe die Rassensegregation und die damit einhergehende Diskriminierung im amerikanischen Bildungswesen überwunden werden sollte. Auch wenn dieser Ansatz das Integrationsproblem zu lösen heute als Fehlschlag gewertet wird, zeigt das Beispiel dennoch deutlich wie wichtig es ist, mit dem Ethnizitätsproblem angemessen umzugehen. Deshalb möchten wir im Folgenden untersuchen, wie stark unterschiedliche Schulsysteme nach ethnischer Herkunft diskriminieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHER TEIL

2.1. BEGRIFFSERKLÄRUNG

2.2 PROBLEMSTELLUNG

3. THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN

3.1 THEORETISCHE GRUNDLAGE

4. EMPIRISCHER TEIL

4.1 ANGEWENDETE VERFAHREN

4.2 DATENGRUNDLAGE

4.3 AUSWAHL DER VARIABLEN

4.3.1 ETHNIZITÄT

4.3.2 ÖKONOMISCHES KAPITAL

4.3.3 SOZIALES KAPITAL

4.3.4 KULTURELLES KAPITAL

4.3.5 LESEKOMPETENZ

4.3.6 ERSTELLEN DES ARBEITSMODELS FÜR DEN INTERNATIONALEN VERGLEICH

5 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen ethnischer Herkunft und Schulleistung in verschiedenen Bildungssystemen. Das Ziel besteht darin, durch eine quantitative Analyse auf Basis der PISA-Daten zu ergründen, inwieweit unterschiedliche nationale Schulsysteme ethnische Diskriminierung reproduzieren oder abmildern.

  • Analyse des Einflusses von Ethnizität auf die Lesekompetenz
  • Anwendung des Kapitals-Modells von Pierre Bourdieu auf den schulischen Erfolg
  • Vergleichende Untersuchung der Bildungssysteme von Deutschland, den Niederlanden und Australien
  • Methodische Verwendung von Faktoren- und Regressionsanalysen zur Dateninterpretation
  • Diskussion über die Rolle von ökonomischem und kulturellem Kapital bei der Reproduktion sozialer Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

2.1. Begriffserklärung

In unserem Verständnis von Ethnizität orientieren wir uns an Ludwig Steindorff, der Ethniziät wie folgt definiert: „Ethnos (Ethnie) bezeichnet eine vormoderne Großgruppenbildung, die sich durch gemeinsame objektive Merkmale wie Namen der Gruppe, Sprache und Lebensformen nach Außen abgrenzt und über ein eigenes Gruppenbewußtsein verfügt.“ (Steindorff 2000:14). Karl-Heinz Hillmann betont das „emotional stark aufgeladene Bewußtsein“ (Hillmann 1994:198f) und hebt damit den subjektiven Begriff der Ethnie stärker heraus als Steindorff. Ähnlich wie bei dem Begriff der Klasse, kann man zwischen einer objektiven ethnischen Lage und einem subjektiven ethnischen Bewusstsein unterscheiden (Klassenlage vs. Klassenbewusstsein) (zum Begriff der Klassenlage vgl. Weber 1980:177ff, Giddens 1973:46fff). Im folgenden wollen wir von einer Ethnie dann sprechen, wenn sie ein ethnisches Bewusstsein ausgebildet hat.

Traditionellerweise werden Klassen als funktionale Kategorien begriffen (Vgl. die Unterscheidung zwischen Kapitalisten und Proletariern bei Marx) (Giddens 1979:25fff). Wir wollen uns jedoch eher an Bourdieu orientieren, der Klassen an der unterschiedlichen Ausstattung mit Kapitalien festmacht. Er unterscheidet zwischen ökonomischem, sozialem, kulturellem und symbolischem Kapital (Turner 2003:495f). Die hier verwendeten Klassen unterscheiden sich nicht nur dadurch, dass sie in unterschiedlichen Graden mit Kapitalien ausgestattet sind, sondern auch dadurch, dass sich die Zusammensetzung dieser Kapitalien unterscheidet. So sind z.B. Professoren und Industrielle in der Oberschicht anzusiedeln und verfügen über mehr Kapitalien, als z.B. ein Arbeiter, jedoch hat ein Professor wesentlich mehr kulturelles Kapital als ein Industrieller, wohingegen letzterer über mehr ökonomisches Kapital verfügt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Chancengleichheit im Bildungswesen und die zunehmende Bedeutung ethnischer Zugehörigkeit gegenüber klassischen Klassenstrukturen.

2. THEORETISCHER TEIL: Definition zentraler Begriffe wie Ethnizität und Darstellung der Kapitaltheorie nach Bourdieu als theoretische Basis für die Untersuchung.

3. THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN: Diskussion der Mechanismen der Bildungsreproduktion und wie kulturelles Kapital den schulischen Erfolg beeinflusst.

4. EMPIRISCHER TEIL: Detaillierte methodische Vorgehensweise, Operationalisierung der Variablen sowie Aufstellung und Erläuterung des statistischen Arbeitsmodells.

5 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Gegenüberstellung und Analyse der statistischen Ergebnisse für die Länder Deutschland, Niederlande und Australien.

6. FAZIT: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit weiterführender Forschung zum Thema Ethnizität im Bildungssystem.

Schlüsselwörter

PISA Studie, Ethnizität, Chancengleichheit, kulturelles Kapital, ökonomisches Kapital, Bildungsungleichheit, Lesekompetenz, Schulleistung, Faktorenanalyse, Regressionsanalyse, soziale Reproduktion, Bildungssystem, Diskriminierung, Migrationshintergrund, Bourdieu.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie soziale und ethnische Ungleichheiten im schulischen Kontext reproduziert werden und welche Rolle dabei unterschiedliche Bildungssysteme spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung von Ethnizität, der Einfluss von ökonomischem und kulturellem Kapital auf Schulleistungen sowie der internationale Vergleich verschiedener Einwanderungsgesellschaften.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, wie sich soziale Ungleichheit entlang ethnischer Grenzen reproduziert, welche Rolle das Bildungssystem dabei spielt und wie stark verschiedene Systeme nach ethnischer Herkunft diskriminieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative statistische Analyse auf Basis der PISA-Daten von 2000 durchgeführt, wobei insbesondere Faktorenanalysen zur Datenreduktion und Regressionsanalysen zur Bestimmung von Zusammenhängen genutzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung nach Bourdieu, der Operationalisierung der Variablen (Ethnizität, Kapitalarten, Lesekompetenz) und der Durchführung der Regressionsmodelle für die Länder Deutschland, Niederlande und Australien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind PISA-Studie, Ethnizität, Kapitaltheorie (Bourdieu), Bildungsungleichheit und internationaler Vergleich.

Warum wurden genau diese drei Länder für den Vergleich gewählt?

Die Wahl fiel auf Deutschland, die Niederlande und Australien, um einen Kontrast zwischen verschiedenen Migrationsgeschichten und politischen Rahmenbedingungen hinsichtlich Liberalität und Einwanderungspolitik abzubilden.

Was bedeutet das "kulturelle Kapital" im Kontext der PISA-Daten?

Das kulturelle Kapital umfasst hier Faktoren wie die Einstellung zum Lesen, Diskussionskultur im Elternhaus, die Anzahl der Bücher zu Hause sowie den Umgang mit verschiedenen Lektüreformen, die maßgeblich den schulischen Erfolg beeinflussen.

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Detalles

Título
Ethnische Ungleichheit im internationalen Vergleich
Subtítulo
Statistische Probleme innerhalb der PISA Studie
Universidad
University of Constance
Curso
Statistische Probleme innerhalb der PISA Studie
Calificación
2
Autor
Marco Kaiser (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
25
No. de catálogo
V78902
ISBN (Ebook)
9783638852661
ISBN (Libro)
9783638852180
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ethnische Ungleichheit Vergleich Statistische Probleme PISA Studie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marco Kaiser (Autor), 2003, Ethnische Ungleichheit im internationalen Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78902
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