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Die Druiden in der keltischen Gesellschaft

Titre: Die Druiden in der keltischen Gesellschaft

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 1995 , 16 Pages , Note: 2,2

Autor:in: Christiane Debray (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Es gestaltet sich als schwierig über die Kelten zu arbeiten, da sehr wenig brauchbare Quellen vorhanden sind. Gerade die Religion ist ein noch wenig erforschtes Gebiet.

Die Druiden sind uns durch Cäsar und seinem „Gallischen Krieg“ bekannt. Dort wird erwähnt, daß es laufend Probleme zwischen den Druiden und den römischen Erobe-rern gab. So wurde die Forschung auf die keltischen Priester und ihre Machtposition aufmerksam. Dieser Sachverhalt ist schwer zu verstehen, da sich die keltische Gesellschaftsordnung und ihr Religionsverständnis sehr von dem heutigen unterscheiden.

Leider gibt es fast keine neuen Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet. Die spärli-che, vorhandene Literatur, ist größtenteils älter als vierzig Jahre. Es existieren nur wenige Aufsätze aus den letzten fünf Jahren, die sich mit dem gestörten Verhältnis der Römer zu den Druiden beschäftigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Die Quellenzeugnisse über die Kelten und ihre Religion

2 Die keltische Gesellschaftsordnung

2.1 Das sakrale Königtum

2.2 Der Glaube der Kelten

3 Die Druiden

3.1 Die Ausbildung der Druiden

3.2 Die jährliche Zusammenkunft

3.3 Organisation der Druiden

4 Die Priester

4.1 Die Gutuater

4.2 Der Vates

4.3 Andere Priester

5 Der Untergang des Druidentums

5.1 Die Druiden als Gefahr für die römische Herrschaft

5.2 Der Untergang der keltischen Gesellschaft

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung der Druiden innerhalb der keltischen Gesellschaftsordnung und analysiert deren komplexes Verhältnis zur römischen Herrschaft sowie ihre Funktionen als religiöse, politische und juristische Instanzen.

  • Struktur der keltischen Gesellschaft und das Prinzip des sakralen Königtums.
  • Ausbildung und Aufgabenbereich der Druiden als Mittler zwischen Göttern und Menschen.
  • Die hierarchische Organisation des Druidentums und die Bedeutung der jährlichen Zusammenkunft.
  • Die spezifischen Priesterfunktionen (Gutuater, Vates).
  • Ursachen für den Niedergang des Druidentums unter römischem Einfluss.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Ausbildung der Druiden

Einen großen Bereich nahm die Erziehung der jungen Kelten ein. Viele Adelige wollten unbedingt selbst bei ihnen in die Lehre gehen, oder schickten ihre Kinder zu ihnen.

„Tantis excitati praemiis et sua sponte multi in disciplinam conveniunt et a parentibus propinquisque mittuntur. Magnum ibi numerum versium ediscere dicuntur. Itaque annos nonnulli vicenos in disciplina permanent.“ (B.G. VI, 14, 2-3)

Es handelt sich um ein zweigeteiltes Ausbildungssystem. Einerseits war es Aufgabe der Druiden, die Söhne der Krieger auszubilden, die später einmal selbst Waffen tragen sollten. Das unterstützt die These, daß die Nachkommen der Kelten nicht von den eigenen Eltern aufgezogen wurden.

Andererseits bildeten sie den Priesternachwuchs aus. Hier handelte es sich um die „nonnulli“, die bis zum Schluß aushielten um Priester zu werden.

Da die Geheimnisse der Druiden nicht schriftlich niedergelegt werden durften, da die Schrift unheilig war, mußte der Unterricht sehr intensiv sein. Um Priester zu werden, mußte man eine große Menge Verse auswendig lernen. Dazu benötigte man zwanzig Jahre. Da die Inhalte der Lehre nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren, fand die Ausbildung im Geheimen statt. In den folgenden Abschnitten schreibt Cäsar von den Inhalten der Lehren. Man lernte Disziplin, Tapferkeit, Vermeidung des Bösen und als wichtigsten Punkt die Frömmigkeit gegenüber den Göttern. Bei Lucanus heißt, daß die Druiden auch die Unsterblichkeit der Seele und die Seelenwanderung gelehrt haben sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtung der schwierigen Quellenlage und der Bedeutung Cäsars für das Verständnis der Druiden.

2 Die keltische Gesellschaftsordnung: Analyse der sozialen Struktur, des sakralen Königtums und der spezifischen Glaubenswelt der Kelten.

3 Die Druiden: Darstellung der Rolle, der intensiven Ausbildung und der organisatorischen Macht der keltischen Priesterklasse.

4 Die Priester: Differenzierung der verschiedenen Priesterämter wie Gutuater und Vates.

5 Der Untergang des Druidentums: Untersuchung der Konflikte mit der römischen Führung und des soziokulturellen Wandels.

6 Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung über die zentrale Machtposition der Druiden und das Abhängigkeitsverhältnis von der Quelle Cäsars.

Schlüsselwörter

Druiden, Kelten, Gallien, Cäsar, sakrales Königtum, Priester, Gutuater, Vates, römische Herrschaft, Druidentum, Ausbildung, Religion, Gesellschaftsordnung, Opferkult, Seelenwanderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Stellung und den religiösen sowie politischen Funktionen der Druiden im antiken Gallien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die keltische Sozialstruktur, die Ausbildung der Priester, die verschiedenen Priesterfunktionen und die Interaktion mit der römischen Besatzungsmacht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Machtposition der Druiden als geistige und politische Elite innerhalb der keltischen Stämme herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse klassischer Autoren, insbesondere Julius Cäsars „Gallischer Krieg“, ergänzt durch archäologische und literaturwissenschaftliche Befunde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Hierarchie innerhalb des Druidentums, die Erziehungspraktiken, die jährlichen Zusammenkünfte der Stämme und die Spezialisierung der Priester.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Druiden, sakrales Königtum, römische Herrschaft, Gutuater, Vates und die gesellschaftliche Struktur der Kelten.

Warum war das Druidentum für die Römer so gefährlich?

Die Druiden besaßen eine stämmeübergreifende Autorität und konnten als organisierte Elite den Widerstand gegen die römische Eroberung bündeln.

Wie lange dauerte die Ausbildung eines Druiden?

Die Ausbildung war sehr zeitintensiv und umfasste bis zu zwanzig Jahre, da das gesamte Wissen aufgrund des Verbots der Schriftlichkeit auswendig gelernt werden musste.

Gab es neben den Druiden noch andere Priesterfunktionen?

Ja, es gab spezialisierte Priester wie die Gutuater (vermutlich Opferpriester) und die Vates (Seher und Naturforscher).

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Résumé des informations

Titre
Die Druiden in der keltischen Gesellschaft
Université
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Note
2,2
Auteur
Christiane Debray (Auteur)
Année de publication
1995
Pages
16
N° de catalogue
V78914
ISBN (ebook)
9783638832939
ISBN (Livre)
9783638833035
Langue
allemand
mots-clé
Druiden Gesellschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christiane Debray (Auteur), 1995, Die Druiden in der keltischen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78914
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