Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Linguistik

Der Gebrauch von „zu“ beim Infinitiv

Titel: Der Gebrauch von „zu“ beim Infinitiv

Seminararbeit , 1994 , 13 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Christiane Debray (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Infinitiv ist die einfachste Form in der ein Verb angegeben wird. In dieser Form ist Das Verb nicht konjugiert und wird auch nicht näher durch Person, Numerus, Modus oder Tempus bestimmt.

Der Infinitiv kann in verschiedenen Formen auftreten.

• Infinitiv I (Präsens) Aktiv: Endung -en bzw. -n werden an den Verbstamm angehängt (schreiben, wechseln)
• Infinitiv II (Perfekt) Aktiv: Verb in Form des Partizip II und Infinitiv I von Hilfsverben ha-ben oder sein (geschrieben haben, gekommen sein)
Bei passiven Verben kann der Infinitiv I und II ebenfalls angewendet werden. Man muß dabei zwischen Vorgangs- und Zustandspassiv unterscheiden.
• Infinitiv Präsens Vorgangspassiv: Verb in Form des Partizip II und Infinitiv I von werden (geschrieben werden)
• Infinitiv Präsens Zustandspassiv: Verb in Form des Partizip II und Infinitiv I von sein (geschrieben sein)

Der einfache Infinitiv kommt eher selten vor. Wesentlich häufiger begegnet uns die Form des Infinitivs zusammen mit der Präposition zu. Deshalb wird dieser Infinitiv auch Präpositionalinfinitiv genannt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Der Infinitiv

1.1 Formen des Infinitivs

1.2 Die Stellung des Infinitivs innerhalb des Satzes

2 Der Präpositionalinfinitiv

2.1 Der Infinitiv mit zu

2.2 Der Infinitiv mit um zu als Finalsatz

2.3 Der Infinitiv mit um zu als Konsekutivsatz

2.4 Der Infinitiv mit ohne zu, statt zu und anstatt zu

3 Darstellung des Präpositionalinfinitivs in Grammatik handbüchern

3.1 Darstellung bei Eisenberg

3.2 Darstellung bei Schulz

3.3 Darstellung bei Helbig

3.4 Darstellung in der Dudengrammatik

4 Vergleich der Grammatikhandbücher

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Gebrauch des Infinitivs in der deutschen Sprache, mit besonderem Fokus auf den Präpositionalinfinitiv, und vergleicht dessen Darstellung in verschiedenen Standardgrammatiken.

  • Formen und syntaktische Rollen des Infinitivs
  • Differenzierung des Präpositionalinfinitivs (zu, um zu, ohne zu etc.)
  • Vergleich der Lehrmeinungen in Grammatikhandbüchern
  • Analyse von Ausnahmeregelungen bei der Infinitivverwendung
  • Beurteilung der Qualität und Vollständigkeit grammatikalischer Nachschlagewerke

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Infinitiv mit zu

Der Infinitiv mit zu verbindet verschiedene Verbalbereiche miteinander. Dadurch besitzt er ein eigenes Satzsystem und er kann als Gliedsatz oder Attributsatz bezeichnet werden. Er folgt den allgemeinen Satzstellungsregeln. Als Nebensatz entspricht er dem daß-Satz und kann mit ihm meistens ausgetauscht werden. Es gibt aber sowohl Verben, denen immer Infinitivkonstruktionen folgen müssen, als auch Verben, nach denen immer daß-Sätze stehen müssen.

Die Konstruktion der Nebensätze mit Infinitiv und zu unterscheidet sich wesentlich von der, der daß-Sätze: Es gibt kein Subjekt. Aus diesem Grund ist die Angabe einer Personalform nicht nötig. Das entsprechende Subjekt, ist das Subjekt des Satzes, dem der Infinitiv zugeordnet wird.

Es gibt nur zwei Zeitformen. Für Gegenwart und Zukunft die Form zu und einfacher Infinitiv (...zu lieben). Für die Vergangenheit die Form Partizip, zu und Infinitivform eines Hilfsverbs (...geliebt zu haben). Die Zeitform des Infinitivs orientiert sich an der Zeit des Prädikats, des zugehörigen Satzes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Infinitiv: Definition der Grundformen des Infinitivs und Erläuterung seiner verschiedenen syntaktischen Rollen innerhalb eines Satzes.

2 Der Präpositionalinfinitiv: Systematische Unterscheidung zwischen Infinitiv mit 'zu' und Konstruktionen wie 'um zu', 'ohne zu' sowie deren Funktion als Finalsatz oder Konsekutivsatz.

3 Darstellung des Präpositionalinfinitivs in Grammatik handbüchern: Analyse, wie Eisenberg, Schulz, Helbig und die Dudengrammatik das Thema behandeln und wo die Schwerpunkte der jeweiligen Autoren liegen.

4 Vergleich der Grammatikhandbücher: Kritische Gegenüberstellung der behandelten Handbücher hinsichtlich Praxisnähe, Vollständigkeit und methodischer Klarheit.

Schlüsselwörter

Infinitiv, Präpositionalinfinitiv, Grammatik, Satzglied, Nebensatz, Finalsatz, Konsekutivsatz, Eisenberg, Schulz, Helbig, Dudengrammatik, Verbvalenz, Sprachwissenschaft, Syntax, Infinitivkonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Verwendung des Infinitivs im Deutschen, insbesondere den Präpositionalinfinitiv, und untersucht, wie dieses Thema in gängigen Grammatiken aufbereitet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die grammatikalischen Formen des Infinitivs, seine syntaktische Funktion als Satzglied sowie der Vergleich der didaktischen Aufarbeitung in Referenzwerken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede in der Darstellung des Präpositionalinfinitivs in vier ausgewählten Grammatikhandbüchern herauszuarbeiten und eine Empfehlung für deren Nutzung auszusprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die deskriptive linguistische Analyse sowie einen vergleichenden methodischen Ansatz, um verschiedene grammatikalische Darstellungen gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Infinitivs, die Kategorisierung des Präpositionalinfinitivs und den direkten Vergleich der Handbücher Eisenberg, Schulz, Helbig und Duden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Präpositionalinfinitiv, Syntax, Grammatikhandbücher, Satzgliedfunktion und Infinitivkonstruktionen.

Warum schneidet Eisenberg im Vergleich der Handbücher eher schwach ab?

Laut der Untersuchung behandelt Eisenberg das Thema lediglich am Rande, was ihn als alleiniges Nachschlagewerk für diese spezifische grammatikalische Fragestellung ungeeignet macht.

Welche Handbücher werden als besonders vollständig bewertet?

Helbig und die Dudengrammatik bieten die umfangreichsten und präzisesten Ausführungen, weshalb sie für eine tiefgehende Auseinandersetzung empfohlen werden.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Gebrauch von „zu“ beim Infinitiv
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Veranstaltung
Einführung in die Linguistik
Note
1,8
Autor
Christiane Debray (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1994
Seiten
13
Katalognummer
V78916
ISBN (eBook)
9783638832953
ISBN (Buch)
9783638833042
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gebrauch Infinitiv Einführung Linguistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christiane Debray (Autor:in), 1994, Der Gebrauch von „zu“ beim Infinitiv, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78916
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum