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Metropolis und Apoikie

Title: Metropolis und Apoikie

Seminar Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Benjamin Körner (Author)

World History - Early and Ancient History
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Bibliographie 17

Die Mutterstädte der meisten Kolonien , die während der "Großen Kolonisation" von 750-550 v.Chr. gegründet wurden, sind der Forschung bekannt. Dieses Wissen ist größtenteils nicht auf archäologische Funde zurückzuführen, sondern auf die Tatsache, dass Herodot , Thukydides und andere griechische Schriftsteller der Antike in ihren Werken bei Nennung einer Kolonie häufig die dazugehörige Mutterstadt und eventuell weitere Ableger der Kolonie selbst aufzählen. Für die Leser der damaligen Zeit transportierten solche Hintergrund-Informationen eine Vielzahl von Botschaften über Bündniskonstellationen, Machtpositionen und Heeresstärke.
Diese versteckten Informationen können wir heute nicht mehr nachvollziehen, aber die Nennung von Metropolis und Apoikie als einer Einheit bei antiken Schriftstellern hilft der Forschung, Verbindungen herzustellen, Ansatzpunkte für gezielte Grabungen zu finden und genaue historische Aussagen treffen zu können.

Metropolis und Apoikie werden von antiken griechischen Schriftstellern in einer Einheit genannt. Diese immer wieder betonte Verknüpfung von Kolonie und Mutterstadt legt nahe, dass zwischen der kolonisierenden Stadt und der Kolonie Verbindungen auch über den Vorgang der Koloniegründung hinaus bestanden haben, und zwar in Form eines Mutter-Kind-Verhältnisses. Welcherart diese Beziehungen waren, soll im Folgenden geklärt werden.
Um die Beziehungen untersuchen zu können, ist es zunächst nötig, sich über den Zweck und die Beweggründe einer Koloniegründung bewusst zu werden.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I) Gründe für das Entsenden eines Kolonistenzuges

II) Die Entfernung zwischen Metropolis und Apoikie als entscheidender Faktor für das Verhältnis der beiden Städte

III) Das Beziehungen zwischen Metropolis und Apoikie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielschichtigen zwischenmenschlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen der antiken griechischen Mutterstadt (Metropolis) und ihrer Tochterstadt (Apoikie) während der „Großen Kolonisation“ (750–550 v. Chr.).

  • Ursachen und Beweggründe für die Gründung griechischer Kolonien
  • Einfluss der geografischen Distanz auf die Autonomie der Kolonien
  • Idealtypische Darstellung des „Mutter-Kind-Verhältnisses“ in der Literatur
  • Kultische Kontinuität und pietätvolle Bindungen als verbindende Elemente
  • Analyse historischer Konflikte am Beispiel von Korinth und Kerkyra

Auszug aus dem Buch

Die Apoikie als Kopie der Metropolis

„Jede der Neugründungen war ein (...) getreues Abbild Abbild der Mutterstadt“. Die Erfahrungswelt der Heimat wurde weitergeführt in allen Bereichen: Religion, Kulte, Gesetzgebung, Staatswesen, Sozialstruktur und Institutionen, Baukunst, Wissen, Schrift, Sprache...

Die griechischen Siedlern kannten nur die in ihrer Heimat gebräuchlichen Sitten und Traditionen und es war nur natürlich, dass sie diese 1:1 übernahmen, wenn sie sich in der Fremde eine neue Heimat aufbauten. So auch die im religiösen Bereich:

Jede griechische Polis hatte ihre eigene Hauptgottheit. Die Göttin Athene galt als Schutzgöttin Athens, Apollon als Schutzgott der Korinther. Die entsandten Kolonisten ehrten z.B. durch Tempelbauten in der Fremde besonders den Schutzgott der Metropolis, da sie ihre neue Stadt meist selbst als Ableger der Gründerstadt definierten. Die Kolonie war folglich ein Teil der Mutterstadt und unterwarf sich deshalb dem Schutzgott der Metropolis.

Zusammenfassung der Kapitel

I) Gründe für das Entsenden eines Kolonistenzuges: Dieses Kapitel erläutert die sozioökonomischen Faktoren wie Überbevölkerung, soziale Konflikte und handelspolitische Interessen, die zur Entsendung von Kolonisten führten.

II) Die Entfernung zwischen Metropolis und Apoikie als entscheidender Faktor für das Verhältnis der beiden Städte: Hier wird analysiert, wie große geografische Distanzen den politischen Einfluss der Mutterstadt begrenzten und die Rolle von Orakelsprüchen sowie Navigationshilfen wie dem „Periplus“ beleuchtet.

III) Das Beziehungen zwischen Metropolis und Apoikie: Dieses Kapitel untersucht das idealisierte „Mutter-Kind-Verhältnis“, religiöse Kontinuitäten und die besonderen rechtlichen sowie symbolischen Bindungen zwischen Metropolis und Apoikie anhand antiker Quellen.

Schlüsselwörter

Große Kolonisation, Metropolis, Apoikie, Mutter-Kind-Verhältnis, Koloniegründung, antikes Griechenland, Oikistes, Siedlungspolitik, Handel, politische Autonomie, kulturelle Identität, Thukydides, Herodot, Pietätsverhältnis, antike Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen und sozialen Beziehungen zwischen antiken griechischen Mutterstädten und ihren Tochterstädten, den sogenannten Apoikien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Gründe für die griechische Kolonisation, der Einfluss der räumlichen Distanz sowie die kulturellen und religiösen Bindungen zwischen den Städten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, welcher Art die Verbindungen zwischen der kolonisierenden Polis und ihrem Ableger waren und wie sich das Idealbild der „Mutter-Kind-Beziehung“ in der Praxis manifestierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse antiker schriftlicher Quellen, insbesondere der Werke von Herodot und Thukydides, ergänzt durch historische Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kolonisationsursachen, die Bedeutung der Entfernung für die Autonomie der Apoikien sowie die Analyse von Kulten und sozialen Abhängigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Metropolis, Apoikie, Große Kolonisation, Oikistes und das Mutter-Kind-Verhältnis.

Warum spielt das Orakel von Delphi eine wichtige Rolle bei der Kolonisation?

Das Orakel entwickelte sich zu einer Art Schaltzentrale der Kolonisationsbewegung, da Städte vor der Gründung um Rat fragten und Informationen über neue Siedlungen zusammenliefen.

Was zeigt der Konflikt zwischen Korinth und Kerkyra?

Er dient als Beispiel für den Bruch mit dem Ideal der Mutter-Kind-Beziehung, wenn eine Tochterstadt Autonomie beansprucht und sich gegen die imperialistischen Kontrollversuche der Mutterstadt zur Wehr setzt.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Metropolis und Apoikie
College
University of Würzburg  (Institut für Alte Geschichte)
Course
Proseminar: Die große Kolonisation
Grade
2
Author
Benjamin Körner (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V7891
ISBN (eBook)
9783638150002
Language
German
Tags
Metropolis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Körner (Author), 2002, Metropolis und Apoikie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7891
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