Gefährliche Liebschaften - Zur Rolle der Frau unter besonderer Berücksichtigung der Form des Briefromans


Hausarbeit (Hauptseminar), 2002

39 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Struktur
2.1 Exkurs: Brief
2.2 Briefroman

3 Frauen und ihre Rolle in der Gesellschaft
3.1 Frauen im 18. Jahrhundert
3.1.1 Mme de Merteuil
3.1.2 Frau von Tourvel

4 Der Kampf der Geschlechter

5 Resümee

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Liebe war und ist von jeher ein literarisches Sujet. Freude, Verwirrung und Katastrophe liegen dabei oft nah aneinander. Denn nicht nur Verehrung und Hingabe an einen anderen Menschen kennzeichnet die Liebe, sondern sie kann auch „Kriegsschauplatz“ sein, erfüllt von Manipulation, Machtansprüchen und Betrug.

Choderlos de Laclos´ Roman Gefährliche Liebschaften [1] widmet sich diesem Thema. Dabei wird gezeigt, wie nah die Pole von Liebe und Hass, positiv und negativ, Schein und Sein aneinander liegen können. Laclos zeichnet das Bild einer selbstbestimmten Frau, der Mme de Merteuil, die ein grausames Spiel um Liebe und Intrige spinnt. Sie benutzt Beziehungen, um die Beteiligten manipulieren und zerstören zu können.

Dies ist für eine Frau im ausgehenden 18. Jahrhundert sehr ungewöhnlich. Welches Frauenbild wird hier entworfen? Welche Lebensentwürfe haben die Frauen in den Gefährlichen Liebschaften und wie können sie sie verwirklichen? Diesen Fragen soll in meiner Arbeit nachgegangen werden. Dabei wird auch auf die sozialen Verhältnisse und die Rolle der Frau im Ancien Régime einzugehen sein.

Besonderen Wert werde ich auf den Kontrast zwischen den beiden weiblichen Hauptfiguren, Mme de Merteuil und Frau von Tourvel, legen. Auf der einen Seite die kühle Ratio der Mme de Merteuil, die großes psychologisches Geschick beweist und durch ihren klaren, aber skrupellosen Verstand Menschen zerstört. Auf der anderen Seite die empfindsame Frau von Tourvel, gefühlvoll und feinsinnig, die an das Gute im Menschen glaubt. Zwischen ihnen der Vicomte de Valmont, der einst der Liebhaber Mme de Merteuils war und Frau von Tourvel zu seiner Geliebten machen möchte.

Sie alle verbindet das Schreiben von Briefen und sie alle „verschreiben“ sich der Liebe. Welchen Einfluss nehmen die Briefe und das Schreiben selbiger? Was erreicht Laclos durch das einsetzen dieses Mittels? Auch darauf werde ich im Folgenden eingehen.

Das Thema „Kampf der Geschlechter“, Egoismus und Zerstörungswille, das Ringen um Macht und Anerkennung unter dem Deckmantel der Liebe ist heute noch so aktuell wie damals. Faszinierend sind das psychologische Geschick und die Menschenkenntnis, mit denen Laclos einige seiner Figuren ausstattet. Dies macht den Roman spannend und auch heute noch aktuell und lesenswert.

Formale Anmerkung:

Im Textlauf werde ich für den Titel „Gefährliche Liebschaften“ die Abkürzung „GL“ und für „Brief“ die Abkürzung „B“ verwenden.

2 Struktur

Das Auffälligste an den Gefährlichen Liebschaften ist sicherlich ihre Form - der Roman ist in Briefform geschrieben mit einem vorangestellten Vorwort des Verfassers. Die Protagonisten stehen in Korrespondenz zueinander, durch das Wechseln der Briefpartner ergeben sich verschiedene Beziehungskonstellationen oder auch Beziehungsgeflechte. Dies repräsentiert auch die gesellschaftlichen Beziehungen in denen die Personen stehen, worauf ich später noch eingehen werde.

Um die Bedeutung des Briefes und des Briefschreibens im Roman verstehen zu können, möchte ich jedoch zunächst die Bedeutung des Briefes/Briefschreibens im 18. Jahrhundert darstellen.

2.1 Exkurs: Brief

Seit Erfindung der Schrift bedienten sich Menschen des Briefes als Medium der Kommunikation. Dies war nötig, wenn zeitliche und räumliche Distanzen überbrückt werden sollten. Kommunikation durch Briefe ist dabei zeitentgrenzte Kommunikation, denn zwischen dem Schreiben des Briefes durch den Autor und dem Lesen des Briefes durch den Empfänger liegt immer eine mehr oder weniger große Zeitspanne, je nachdem, wie lange der Brief unterwegs ist.

Das Schreiben ist stets zielgerichtet, das heißt auf den Briefpartner ausgerichtet, der den Brief empfängt und auf den Zweck, den man mit dem Verfassen und Verschicken des Briefes beabsichtigt.

Vor dem 18. Jahrhundert spielte der Brief vor allem in geschäftlichen und gelehrten philosophischen Korrespondenzen eine Rolle.[2] Private Briefwechsel waren eher selten. Im 17. Jahrhundert nahm private Korrespondenz zu, die sich im 18. Jahrhundert zu voller Blüten entwickelte. Diese Zeit wird auch als „Jahrhundert des Briefes“[3] bezeichnet.

Natur und alles Natürliche sind die Leitbegriffe des 18. Jahrhunderts. Die Natürlichkeit des Stils macht dabei die Annäherung des Schriftlichen an die Rede aus. Von maßgebendem Einfluss[4] waren die Werke Gellerts[5], der sich an praktischen Bedürfnissen der Rede und des Lebens orientiert und den spontanem Stil propagierte.

Der Stil hatte sich nicht nach starren Regel zu richten, sondern aus der Situation heraus sollten neue Wendungen gefunden und erfunden werden. „Der Brief soll eine „Nachahmung des Gesprächs“ sein. Damit schleicht sich in die Schrift die Zufälligkeit der Rede ein und in den persönlichen Ausdruck die Einmaligkeit der individuellen Erfahrung.“[6]

Im 18. Jahrhundert erwachte ein starkes Bedürfnis, seine eigenen Beobachtungen mit­zuteilen und sich über bestimmte Gegenstände auszutauschen. Die „beherrschenden Themen der freundschaftlich-empfindsamen Briefwechsel [waren] Freundschaft, Liebe, Herzensangelegenheiten, Fragen des Geistes, der Bildung, der Philosophie und der Erziehung“[7]. Es kamen also durchaus auch Themen zur Sprache, die früher im schriftlichen Austausch keine Beachtung fanden, zum Beispiel Haus- und Herzens­angelegenheiten.

Der Brief diente nicht nur dazu, sich auszutauschen, sondern hatte oftmals auch didaktische Funktion. „Die Frauen zu belehren, war ohnehin eine Notwendigkeit des literarischen Marktes, denn seit dem 18. Jahrhundert traten vor allem Frauen als Lese­rinnen der Literatur auf. Der Brief war die Chance, sie auf die Lektüre der hohen Werke der Poesie vorzubereiten.“[8]

Neben dem Lehren und Lernen spielte die „Erweiterung der Existenz“ durch Briefe eine große Rolle. Im Salon wurden Briefe vorgelesen, welche wiederum Anlass zu gebildeten Gesprächen gaben.

Möglich wurde diese Entwicklung auch durch die „Auflösung des rhetorischen Gattungscharakters“[9], der Brief galt nun nicht mehr als rhetorische Kunstübung. Dadurch waren die starren Formgesetze aufgebrochen und ein freier Stil konnte sich entfalten. Die Sprache wurde natürlicher und lebensnäher.

Bei den Stürmern und Drängern[10], sollte der Brief nicht nur Ausdruck des Erlebens sondern zugleich das Erleben selbst sein. Nickisch bemerkt dazu: „Der Ausdruck des Ichs, des Selbst war alles – Regel und überkommenen Form galten nichts“[11]. Der Brief war dabei nicht nur auf ein Gegenüber gerichtet, sondern diente im gleichen Maße der Selbstreflexion.

2.2 Briefroman

Parallel zur Blüte des privaten Briefschreibens erfreute sich auch die Gattung des Briefromans im 18. Jahrhundert großer Beliebtheit.[12] Grund dafür liegt vor allem darin, dass der Brief als „authentisches privates Lebensdokument“[13] geschätzt war. „Der Autor konnte also mit der Verwendung der Briefform damit rechnen, dass die Leser diese Darstellungsform als besonders glaubhaft empfinden. Zunehmendes psychologisches Interesse für das Innenleben des Individuums und das Aufkommen von Sammlungen authentischer gedruckter Briefe im 18. Jh. Verstärkten diesen Effekt.“[14]

Der Autor fingiert durch den Briefroman die Briefsituation. Die erzählte Geschichte stellt dabei die Gesamtkomposition dar, in der die Handlung sich entwickelt. Beim Lesen der einzelnen Briefe scheint es jedoch so, als sei die Handlung nicht vorherbestimmt, sondern entwickele sich im Augenblick des Lesens: „Im Briefroman vermag alles jetziger Augenblick zu sein.“[15] Dies verstärkt den Eindruck des Authentischen, Unverfälschten, eben der Nachahmung der Wirklichkeit. Ja, mehr noch, denn im Augenblick des Lesen wird die Nachahmung nicht mehr realisiert, sondern als Realität interpretiert. Dies referiert wiederum auf die Gellert´sche Maxime, ein guter Brief solle die Nachahmung eines Gesprächs sein(s.o.). Einmaligkeit und individuelle Erfahrung werden so augenscheinlich vermittelt.

Der Brief ist als Einzeldokument innerhalb einer Ganzheit vor allem durch seine Form bestimmt. Jeder Brief beginnt mit einer Anrede und endet mit einer Grußformel. Dazwischen folgen vielfältige Themen, verfasst im persönlichen Stil des Briefschreibers. Die einzelnen Briefe fügen sich trotz ihrer individuellen Form durch subjektive Schilderungen harmonisch in das Ganze ein. Oft wird am Anfang der Briefe auf den vorhergehenden eingegangen, was den logischen Zusammenhang verstärkt. So setzt sich im Auge des Lesers aus der Summe der Briefe ein „Bild“ zusammen: eine als authentisch, als „wahr“ empfundene Geschichte.

Die fiktive Authentizität wird durch ein besonderes Mittel verstärkt: das Einsetzen eines Herausgebers. Auch in den GL stellt sich der Autor als Herausgeber vor, der die Briefe ordnet und mit Überschriften versieht. So wird der Eindruck der Glaubwürdigkeit verstärkt. Außerdem kommt das Moment des Erziehens hinzu: durch die Auswahl wird eine bestimmte Wirkung intendiert. Nicht nur die Briefe und deren Inhalt interessieren, sondern auch dessen Nutzen.[16]

Auch der unterschiedliche Stil, den die jeweiligen Personen benutzen, begünstigt den Eindruck der „Echtheit“ des Briefwechsels. Der Verfasser rechtfertigt dieses „Vorgehen“ im Vorwort: „Es wurde mir erklärt, die Beteiligten wollten die Briefe, wie sie sind, veröffentlicht haben, nicht aber ein Werk, das aufgrund dieser Briefe verfasst sei; dass es ebenso gegen die Wahrscheinlichkeit wie gegen die Wahrheit verstoßen würde, dass die acht bis zehn Personen, die diese schrieben, den gleichen korrekten Stil hätten.“[17]

Valmont z.B. benutzt in seinen Briefen an die Marquise de Merteuil viele militärische Ausdrücke.[18]

„Ach über unsere Schwäche! Und wie groß ist die Macht der Umstände, wenn ich selbst meine Pläne vergessend in die Gefahr komme, durch einen verfrühten Sieg den Reiz eines langen Kampfes und die Details einer mühsamen Eroberung zu verlieren [...] Ja, sie soll sich ergeben, aber sie soll dagegen kämpfen; ohne die Kraft des Sieges zu besitzen, muß sie doch die des Widerstandes haben“ (B 23, 57 f.)

„Hier der Kriegsbericht von gestern.“ (B 25 S. 61)

„meine schöne keusche Dame, die mir einen Vorschlag zur Kapitulation geschickt hat.“ (B 71, S. 151)

„ich habe noch niemals soviel Vergnügen erlebt, als bei diesem vermeintlich langsamen Vorrücken.“ (B97, S. 227)

„ich kann endlich mit Gewißheit den Moment der Niederlage meiner frommen Dame voraussagen.“ (B 100, S. 239)

„es genügt mir nicht, sie zu besitzen, ich will, daß sie sich mir ausliefert.“ (B 111, S. 278)

Dies erweckt das Bild eines rational und strategisch vorgehenden Menschen, der die Verführung von Frauen wie einen Feldzug plant und berechnet. Emotional ist er nur insofern beteiligt, als dass er alles daran setzt, um der „Sieger“ zu sein, um zu „gewinnen“. Er will seine Überlegenheit und Herrschaft deutlich machen.

Die Marquise de Merteuil schreibt ihre Briefe an Valmont in teils ironischem teils arrogantem, oft auch belehrendem Ton.

„Vergessen Sie aber nicht, daß in wichtigen Dingen nur schriftliche Beweise echte Beweise sind.“ (B 20, S. 48)

„Eine Beobachtung haben Sie merkwürdigerweise nicht gemacht: in der Liebe gibt es nichts, das schwieriger wäre, als Unempfundenes zu schreiben. [...] Lesen Sie doch ihren Brief noch einmal: es ist ein Arrangement darin, das sich bei jedem Satz verrät. [...] Glauben Sie mir, Vicomte: man wird von Ihnen verlangen, daß Sie nicht mehr schreiben. Nützen Sie das, um Ihren Fehler wieder gut zu machen, und warten Sie auf eine Gelegenheit zu sprechen. [...] Ich glaube, ich werde vor Ihnen fertig sein und Sie sollten sich dessen schämen.“ (B 33, S. 75 f.)

„Es ist wirklich amüsant, für und gegen zu trösten und der einzige Vertreter zweier Interessen zu sein, die sich direkt gegenüber stehen.“ (B. 64, S. 136.)

„Seit wann sind Sie so ängstlich, mein Freund? Ist dieser Prévan wirklich so schrecklich? Aber da sehen Sie, wie einfach und bescheiden ich bin!“ (B 75, S. 159)

„Was mir Ihre Angst leid tut! Sie beweist mir meine Überlegenheit über Sie, - und Sie wollen mich lehren, wie mich betragen soll? Ach, mein armer Valmont, was für ein Abstand ist doch zwischen Ihnen und mir! [...] Wirklich, Vicomte, Ihre guten Ratschläge haben mich sehr amüsiert, ich kann es nicht anders sagen! [...] Was haben Sie denn geleistet, was ich nicht tausendmal besser gemacht hätte?“ (B 82, S. 182 f.)

Gegenüber anderen schlägt sie einen ganz anderen Ton an:

„Gewiß habe ich mir nichts vorzuwerfen, aber es ist für eine anständige Frau immer sehr peinlich, die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen [...] Mein Gott, wie ist eine junge Frau unglücklich! Sie hat doch nichts getan, wenn sie sich gegen Verleumdung schützt; sie muß sich auch noch gegen Verleumdung wehren.“ (an Frau von Volanges, B 88, S. 211 ff.)

„Sie beehren mich mit Ihrem vollen Vertrauen? Sie gehen sogar soweit, mich um Rat zu bitten! Ach, ich bin wirklich glücklich, wenn ich diese günstige Meinung ihrerseits verdiene, wenn ich sie nicht nur der Voreingenommenheit der Freundschaft verdanke. [...] Ich wäre glücklich, wenn ich von Ihnen lernte, und besonders, wenn ich über das Los Ihres lieben Kindes beruhigt würde, dessen Glück ich aufs herzlichste wünsche, da ich ja nicht nur die Freundin Ihrer Tochter bin, sondern die Ihre fürs Leben.“ (an Frau von Volanges, B 105, S. 256)

Ihr Stil ist hier floskelhaft, schmeichelnd und vertrauensselig, ja fast schon unterwürfig. Sie schreibt so, wie es sich für eine Frau ihres gesellschaftlichen Ranges gehört und wie es von ihr erwartet wird. Hier wird ihre Anpassungsfähigkeit und ihr schauspielerisches Talent deutlich.

Mme de Tourvel hingegen schreibt durchgehend in eher empfindsamen, gefühlvollen Stil.[19]

„ich war wirklich betrübt über den Schmerz meiner würdigen Freundin, der mich in einer Weise rührte, daß ich gern meine Tränen mit den ihrigen vereint hätte.“ (an Frau von Volanges, B 46, S. 105)

„Ihren Gefühlen zu glauben, - ist das nicht ein Grund mehr, diese Gefühle zu fürchten ? [...] Hören Sie also auf, ich beschwöre Sie, hören Sie damit auf, mein Herz zu beunruhigen, dem die Ruhe so sehr nötig ist! [...] Was Sie Glück nennen, ist nur ein Sinnenrausch, ein Sturm der Leidenschaften, dessen Schauspiel erschreckend ist, selbst wenn man es vom anderen Ufer aus betrachtet.“ (an Valmont, B 57, S. 123 f.)

„Ich wünsche, mein Herr, dieser Brief möge Ihnen keinen Schmerz bereiten, oder, wenn er es doch tun sollte, dieser Schmerz dann wenigstens gelindert werde durch den, den ich empfinde, während ich ihnen schreibe. [...] Ich beschwöre Sie also im Namen der zärtlichen Freundschaft [...] Sie haben hundertmal gesagt, daß Sie kein Glück möchten, das mit meinen Tränen erkauft ist. Ach, sprechen wir nicht mehr von Glück [...] Jetzt bin erschrocken über meine Gefühle und Gedanken [...] O Sie, dessen gefühlvolle Seele auch inmitten der Irrungen für die Tugend schlägt, Sie werden Achtung vor meinem Schmerz haben und werden mir meine Bitte nicht abschlagen. Ein ruhigeres, wenn auch nicht weniger zärtliches Interesse wird diesen stürmischen Erregungen folgen“ (an Valmont, B 91, S. 216 ff.)

„Ach, gnädige Frau, verzeihen Sie mir! Aber mein Herz ist beschwert, es hat das Bedürfnis, seinen Schmerz an dem Busen einer so sanften wie klugen Freundin auszuschütten [...] Ich liebe, ja , ich liebe zum Verzweifeln. [...] Ach, bin ich unglücklich! (an Frau von Rosemonde, B 103, S. 251 ff.)

„Ich glaubte die Schmerzen der Liebe überwunden zu haben; aber die unaussprechliche Qual, die man gefühlt haben muß, um sie zu kennen, ist die, sich von dem trennen zu müssen, was man liebt [...] Ja, meine Freundin, ich fühlte seinen Blick, und mir schien es, als wärmte er mir wieder die Seele; und ohne den Weg durch meine Augen trafen seine Blicke doch in mein Herz.“ (an Frau von Rosemonde, B 109, S. 273)

[...]


[1] Für meine Arbeit verwende ich folgende Ausgabe: Laclos, Choderlos de: Gefährliche Liebschaften. Deutsch von Franz Blei. Mit einem Nachwort von Renate Briesmeister. Zürich, 1985. Im folgenden wird dieses Buch unter der Sigel „GL“ verwendet werden.

[2] Nickisch, Reinhard M.G.: Brief. Stuttgart 1991.S. 34. Im Folgenden soll dieser Text unter der Sigle „Nickisch“ verwendet werden.

[3] Vgl. Hess-Lüttich, Ernest W.B.: E-Epistolographie: Briefkultur im Medienwandel. In: Hepp, Andreas; Winter, Rainer (Hg.): Kultur – Medien – Macht. Cultural Studies und Medienanalyse. Opladen 1997. S. 229.

[4] Einfluss vor allem natürlich auf die deutsch Briefkultur. An diesem Beispiel lässt sich jedoch der „Geist der Zeit“ gut verdeutlichen, der auch in Frankreich in ähnlicher Form vorhanden war.

[5] Gedanken von einem guten deutschen Briefe, Leipzig 1742; Praktische Abhandlung von dem guten Geschmack in Briefen, Leipzig 1751.

[6] Schlaffer, Hannelore. Glück und Ende des privaten Briefes. In: Beyrer, Klaus; Täubrich, Hans-Christian: Der Brief. Eine Kulturgeschichte der schriftlichen Kommunikation. Heidelberg 1996. S. 36.

[7] Nickisch, S. 45.

[8] Schlaffer, ebenda, S. 38.

[9] Nickisch, S. 49.

[10] Vgl. Nickisch, S. 50.

[11] Vgl. Nickisch, S. 51.

[12] Vgl. Nickisch S. 186.

[13] Nickisch, S. 188.

[14] Vgl. Nickisch S. 188.

[15] Meise, Helga: die Unschuld und die Schrift. Deutsche Frauenromane im 18. Jahrhundert. Frankfurt a.M. 1992. S. 171. Meise zitiert hier J.J. Engel.

[16] Vgl. hierzu das Vorwort in den GL.

[17] GL, S. 7.

[18] Alle Hervorhebungen von mir, d. V.

[19] Alle Hervorhebungen von mir, d.Verf.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Gefährliche Liebschaften - Zur Rolle der Frau unter besonderer Berücksichtigung der Form des Briefromans
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Germanistisches Institut - Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur)
Veranstaltung
Hauptseminar: Phantastische Romane des Expressionismus
Note
1,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
39
Katalognummer
V7898
ISBN (eBook)
9783638150026
Dateigröße
835 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aufklärung, Empfindsamkeit, Laclos, Rolle der Frau, Briefroman, Gefährliche Liebschaften
Arbeit zitieren
Astrid Koch (Autor), 2002, Gefährliche Liebschaften - Zur Rolle der Frau unter besonderer Berücksichtigung der Form des Briefromans, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7898

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