„Die Anpassung einer Lebewesensart an die Umweltbedingungen erfolgt durch die Evolution, wobei die für das Überleben wichtigen Informationen über Vererbung von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Anpassung der Individuen erfolgt viel schneller durch Lernen.“
Ersichtlich wird die immense Bedeutung des Themenkomplexes „Lernen“. Daher widmet sich diese Arbeit – „Behavioristische und sozial- kognitive Lerntheorien – Bedeutung und Relevanz für die Modifikation von Verhalten“ – jener multilateralen Materie.
Die begriffliche Einführung in die Themen „Lernen“ und „Kategorisierung vielfältiger Lernphänomene: Lerntheorien“ (Behaviorismus, Kognitivismus und sozialer- Kognitivismus) mündet in eine veranschaulichende Darstellung zentraler Gedanken Pawlows, Skinners und Banduras. So ergibt sich der theorielastige Teil dieser Arbeit.
Im Anschluss an jene Ausführungen gilt es, die Theorie in die Praxis zu überführen und generelle Fragen zur Verhaltensmodifikation zu klären, um hinterher einen kritischen Blick auf den handlungsorientierten Entwurf zum Aufbau erwünschten Verhaltens, vorgelegt von Adameit, Heidrich et al., zu werfen.
Ziel dieser Arbeit ist es, Stärken und Schwächen lerntheoretischer Konstrukte zu erkennen und Probleme und Chancen des Einzugs diverser Techniken zur gezielten Veränderung kindlichen Verhaltens in Klassen- und Kinderzimmer zu offenbaren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Lernen - Definitionen und begriffliche Annäherungen
- Lerntheorien - ein allgemeiner Überblick
- Behavioristische Lerntheorien – Grundidee und Charakteristika
- Das klassische Konditionieren nach Pawlow
- Das Modell- Aufbau und Begründer
- Phänomene und zentrale Begriffe
- Das klassische Konditionieren in der pädagogischen Praxis-Reichweite
- Abschließende Betrachtung
- Das operante Konditionieren nach Skinner
- Das Modell - Aufbau und Begründer
- Komplexe Fälle: Sukzessive Annäherung (Shaping)
- Die Bedeutung des operanten Konditionierens für die schulische Erziehung
- Einwände und Bewertung
- Das klassische Konditionieren nach Pawlow
- Kognitive Lerntheorien bzw. sozialer Kognitivismus
- Grundidee und Charakteristika
- Exkurs: Gestaltpsychologie
- Das Modell- Lernen nach Bandura
- Das Modell- Aufbau und Begründer
- Wer wird imitiert? - Modelle
- Bewertung
- Lerntheorien in der Übersicht - Stärken und Schwächen
- Behavioristische Lerntheorien – Grundidee und Charakteristika
- Lerntheorien in der Praxis
- Verhaltensmodifikation - Definitionen und begriffliche Annäherungen
- Welches Verhalten bedarf einer Änderung und welches sollte gefördert werden?
- ,,Grundkurs Verhaltensmodifikation“
- Verhaltensmodifikation – eine kritische Reflexion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und Relevanz behavioristischer und sozial-kognitiver Lerntheorien für die Modifikation von Verhalten. Die Arbeit soll aufzeigen, wie verschiedene lerntheoretische Ansätze das menschliche Verhalten erklären und wie diese Erkenntnisse für die Veränderung von Verhalten in pädagogischen Kontexten nutzbar gemacht werden können.- Einführung in die Lerntheorien des Behaviorismus und des sozialen Kognitivismus
- Analyse der zentralen Konzepte und Modelle des klassischen und operanten Konditionierens sowie der Modellernen-Theorie
- Anwendung der Lerntheorien im Bereich der Verhaltensmodifikation
- Kritik und Reflexion der ethischen Aspekte verhaltensmodifizierender Maßnahmen
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung führt in das Thema „Lernen“ ein und erläutert die Bedeutung und Relevanz des Themenkomplexes „Verhaltensmodifikation“.
- Kapitel 2 definiert den Begriff „Lernen“ und präsentiert verschiedene Ansätze zur begrifflichen Annäherung.
- Kapitel 3 bietet einen Überblick über verschiedene Lerntheorien und fokussiert dabei auf behavioristische Lerntheorien (klassisches und operantes Konditionieren) und den sozialen Kognitivismus (Modellernen).
- Kapitel 4 widmet sich der praktischen Anwendung der Lerntheorien im Bereich der Verhaltensmodifikation.
Schlüsselwörter
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Lernen, Lerntheorien, Behaviorismus, sozialer Kognitivismus, klassisches Konditionieren, operantes Konditionieren, Modellernen, Verhaltensmodifikation, Pädagogik und Erziehung.Häufig gestellte Fragen
Was ist klassisches Konditionieren nach Pawlow?
Es beschreibt das Lernen durch Verknüpfung: Ein neutraler Reiz wird mit einem unbedingten Reiz gekoppelt, bis der neutrale Reiz allein die Reaktion auslöst (bekannt durch den Pawlowschen Hund).
Was versteht Skinner unter operantem Konditionieren?
Hier erfolgt Lernen durch Konsequenzen. Verhalten, das belohnt wird, tritt häufiger auf (Verstärkung), während bestraftes Verhalten abnimmt.
Was ist Modelllernen nach Bandura?
Modelllernen (sozial-kognitive Theorie) besagt, dass Menschen neues Verhalten durch die Beobachtung und Nachahmung anderer Personen (Modelle) erwerben.
Was bedeutet Verhaltensmodifikation in der Pädagogik?
Es ist die gezielte Anwendung von Lerntheorien, um erwünschtes Verhalten aufzubauen und unerwünschtes Verhalten abzubauen, beispielsweise im Klassenzimmer.
Was ist 'Shaping' beim operanten Konditionieren?
Shaping (sukzessive Annäherung) bedeutet, dass bereits kleine Schritte in Richtung des gewünschten Zielverhaltens belohnt werden, um komplexe Verhaltensweisen aufzubauen.
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Arts Janina Detering (Autor:in), 2007, Behavioristische und sozial-kognitive Lerntheorien. Bedeutung und Relevanz für die Modifikation von Verhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78989