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Nonresponse bei einer Unternehmensbefragung

Title: Nonresponse bei einer Unternehmensbefragung

Seminar Paper , 2006 , 43 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Hans-Günter Herrmann (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Summary Excerpt Details

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit mit Praxisbeispielen.

Nach einer Abgrenzung und Differenzierung des Begriffes "Nonresponse" (Kapitel 2) werden die Besonderheiten bei einer Befragung von Unternehmen untersucht (Kapitel 3). In einem allgemeinen Teil (Kapitel 4) werden die beiden Problemfelder "Reduktion der Stichprobengröße" und "Nonresponse-Bias" anhand statistischer Formeln erläutert. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Modellierung der Gründe für Unit-Nonresponse (Kapitel 5). Das grundlegende Leverage-Salience-Modell von Groves et al. (2000) wird mit einem handlungstheoretischen Ansatz von Schnabel (1997) kombiniert und zu einem Teilnahmemodell für Unternehmensbefragungen weiterentwickelt. Der Autor identifiziert schließlich aus den Motivationen für eine Nicht-Teilnahme wichtige Verzerrungsquellen. Diese Ursachen eines "Nonresponse-Bias" werden den Einflussmöglichkeiten des Umfrageforschers gegenübergestellt (Kapital 6). Die Arbeit endet mit einer Zusammenführung relevanter Design-Tools und Post-Survey-Adjustments als Implikationen für die Umfrageforschung (Kapitel 7).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Nonresponse –Definitionen und Differenzierung

2.1. Begriffsklärung: Nonresponse, Ausschöpfung, Rücklaufquote etc.

2.2. Verschiedene Formen der Nonresponse

3. Besonderheiten bei einer Unternehmensbefragung

3.1. Unternehmen sind Organisationen

3.2. Geschichtete Stichprobe als Standard

4. Wann wird Nonresponse zu einem Problem

4.1. Einfluss auf Effizienz der Befragung bei Verringerung der Nettostichprobe

4.2. Verzerrung der Ergebnisse bei systematischer Nonresponse -> „The Nonresponse-Bias“

4.3. Ergebnisse der Umfrageforschung zur Relevanz von Nonresponse bei Unternehmensbefragungen

4.4. Besonderheiten bei Panels

5. Gründe für (Unit-)Nonresponse

5.1. Noncontact, Inability to participate und Refusal bei Unternehmensbefragungen

5.2. Allgemeines Modell des Teilnahmeverhaltens: Leverage-Salience

5.3. Teilnahmeverhalten bei einer Unternehmensbefragung

5.3.1.Grundsätzliche Einflussgrößen

5.3.2.Teilnahmenentscheidung im Unternehmen - formale Modellierung

5.3.3.Einflussfaktoren des Teilnahmeverhaltens im Detail: Qualitative Befunde

5.3.3.1.Bei internationalen Unternehmungen und Konzernen

5.3.3.2.Bei kleinen bis mittelständischen Unternehmen

6. Systematische Nonresponse bei Unternehmensbefragungen – was ist signifikant – welche Hypothesen ergeben sich?

6.1. Welche Unternehmensmerkmale hängen mit den Einflussfaktoren der Teilnahmeentscheidung zusammen - Identifikation von wichtigen Verzerrungsquellen

6.2. Welche Formen der systematischen Nonresponse kann der Forscher kontrollieren – Einflüsse des Befragungsdesigns

7. Implikationen für die Umfragepraxis

7.1. Design-Tools

7.2. Postsurvey Adjustments

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Nonresponse bei Unternehmensbefragungen. Dabei wird analysiert, inwieweit systematische Antwortausfälle die Qualität empirischer Daten gefährden und welche methodischen Ansätze existieren, um diese Herausforderungen zu identifizieren und zu minimieren.

  • Grundlagen und Definitionen von Nonresponse
  • Besonderheiten von Unternehmensbefragungen im Vergleich zu Bevölkerungsumfragen
  • Analyse der Ursachen für die Nicht-Teilnahme von Unternehmen
  • Anwendung des Leverage-Salience-Modells zur Erklärung des Teilnahmeverhaltens
  • Methoden der Ergebnisverzerrung (Bias) und Ansätze zur Korrektur (Postsurvey Adjustments)

Auszug aus dem Buch

4.2. Verzerrung der Ergebnisse bei systematischer Nonresponse -> „The Nonresponse-Bias“

„Ein Schätzer π [...] heißt unverzerrt (auch: erwartungstreu, englisch: unbiased), wenn sein Erwartungswert in jedem Fall gleich dem unbekannten Parameter θ ist“ (Mosler/Schmid 2004).

„Die Differenz zwischen Erwartungswert des Schätzers und des Parameters nennt man Verzerrung (englisch: bias).“ Schätzer ergeben sich aus Ergebnissen einer Befragung, Parameter sind die „wahren" Daten der Unternehmen der Grundgesamtheit. Die Verzerrung misst man mit der Größe „mittlerer quadratischer Fehler“ MSE(π): Es gilt:

MSE(π) = Ε[ (π − θ)2 ]

Daher würde man unendlich viele Stichproben ziehen, würde man bei erwartungstreuen Stichproben, am Ende genau die Werte der Grundgesamtheit erhalten.

Das Problem ist, dass Nonresponse in vielen Fällen nicht zufällig ist. Sie kann sytematisch mit Eigenschaften der Umfrage oder aber mit Eigenschaften des Befragten zusammenhängen. Man kann von systematischer Nonresponse sprechen. Die Ergebnisse einer Umfrage werden aber nur dann verzerrt, wenn sich die von Antwortenden(Respondents) und Nicht-Antwortenden (Nonrespondents) abgegebenen Antworten unterscheiden (deterministische Betrachtung), bzw. wenn die Ausprägung eines interessierenden Parameters und die Teilnahmewahrscheinlichkeit miteinander korrelieren (probabilistische Betrachtung).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Erläutert die Relevanz von Unternehmensbefragungen als Erkenntnisquelle und definiert das grundlegende Spannungsfeld zwischen ökonomischem Nutzen und der Herausforderung der Teilnahmebereitschaft.

2. Nonresponse – Definitionen und Differenzierung: Klärt grundlegende Fachbegriffe wie Ausschöpfungsquote, Rücklaufquote und Nonresponsequote sowie die Unterscheidung zwischen Unit- und Item-Nonresponse.

3. Besonderheiten bei einer Unternehmensbefragung: Analysiert den Organisationscharakter von Unternehmen als Befragungsobjekte und diskutiert den Standard der geschichteten Stichprobe.

4. Wann wird Nonresponse zu einem Problem: Untersucht den Einfluss von Nonresponse auf die statistische Effizienz und die Problematik des Nonresponse-Bias sowie spezifische Panel-Effekte.

5. Gründe für (Unit-)Nonresponse: Beleuchtet die Ursachen für Teilnahmeverweigerung anhand des Leverage-Salience-Ansatzes und differenziert zwischen Großunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen.

6. Systematische Nonresponse bei Unternehmensbefragungen – was ist signifikant – welche Hypothesen ergeben sich?: Identifiziert potenzielle Verzerrungsquellen wie Betriebsgrößen-, Kapazitäts- und Branchen-Biases und diskutiert, wie der Forscher das Befragungsdesign zur Kontrolle nutzen kann.

7. Implikationen für die Umfragepraxis: Fasst konkrete Maßnahmen zusammen, darunter den Einsatz geeigneter Design-Tools sowie statistische Korrekturverfahren wie Postsurvey Adjustments zur Verbesserung der Datenqualität.

Schlüsselwörter

Nonresponse, Unternehmensbefragung, Rücklaufquote, Leverage-Salience-Modell, Stichprobengewichtung, Nonresponse-Bias, Organisationsforschung, Panelbefragung, Datenerhebung, Kapazitäts-Bias, Postsurvey Adjustments, empirische Wirtschaftsforschung, Teilnahmeverhalten, Stichprobenpräzision, Interviewereffekt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt das Problem fehlender Antworten (Nonresponse) bei der Befragung von Unternehmen und analysiert, wie diese Ausfälle die Validität wirtschaftswissenschaftlicher Daten beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Definition und Messung von Nonresponse, die psychologischen Hintergründe der Teilnahmeentscheidung von Unternehmen sowie Methoden zur Minimierung von Verzerrungen (Bias).

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Teilnahmeverhalten von Unternehmen zu schaffen, um so das Studiendesign zu verbessern und systematische Fehler bei der Datenerhebung zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Anwendung des Leverage-Salience-Modells basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen für Nonresponse (z.B. Zeitmangel, Unternehmenskultur) und diskutiert, wie sich diese durch verschiedene Befragungsmodi oder Gewichtungsmethoden beeinflussen lassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Nonresponse, Unternehmensbefragung, Leverage-Salience-Modell, Nonresponse-Bias und Postsurvey Adjustments.

Wie unterscheidet sich die Teilnahmebereitschaft von Groß- zu Kleinunternehmen?

Laut Arbeit haben Kleinunternehmen oft weniger institutionalisierte Abläufe für Befragungen, fühlen sich von vielen Fragebögen nicht angesprochen und sind daher tendenziell schwieriger zur Teilnahme zu bewegen als Großunternehmen.

Welche Rolle spielt der Befragungsmodus (z.B. schriftlich vs. persönlich) für den Erfolg?

Die Arbeit zeigt, dass persönlich-mündliche Interviews oft zu höheren Rücklaufquoten führen, da der Interviewer individuell auf die Prioritäten des Betriebs eingehen kann, während schriftliche Erhebungen bei freiwilliger Teilnahme oft mit geringeren Quoten kämpfen.

Warum sind konventionelle "Postsurvey Adjustments" laut Autor oft problematisch?

Der Autor weist darauf hin, dass diese Verfahren oft auf unbewiesenen Annahmen beruhen und das Ausmaß der tatsächlichen Nonresponse eher kaschieren können, statt die statistische Genauigkeit objektiv zu verbessern.

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Details

Title
Nonresponse bei einer Unternehmensbefragung
College
University of Cologne
Course
Praxis der Umfrageforschung
Grade
2,3
Author
Hans-Günter Herrmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
43
Catalog Number
V79064
ISBN (eBook)
9783638856454
Language
German
Tags
Nonresponse Unternehmensbefragung Praxis Umfrageforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hans-Günter Herrmann (Author), 2006, Nonresponse bei einer Unternehmensbefragung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79064
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