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Die Zusammenarbeit von Stefan Zweig und Richard Strauss bei der Oper "Die schweigsame Frau"

Title: Die Zusammenarbeit von Stefan Zweig und Richard Strauss bei der Oper "Die schweigsame Frau"

Examination Thesis , 1997 , 136 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Corinna Gunde (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Die Arbeit beschäftigt sich mit dem speziellen Fall der Entstehungsgeschichte einer Oper, der Zusammenarbeit von Stefan Zweig und Richard Strauss bei der Oper "Die schweigsame Frau". Es wird der Prozess vom Zustandekommen der Kooperation bis hin zu ihrem durch äußere Faktoren erzwungenen Ende nachvollzogen.

Der besondere Rang der Arbeit liegt in ihrer Ansiedlung zwischen Musik- und Literaturwissenschaft und in der enorm genauen Kenntnis und Darstellung der heiklen Zeit der Zusammenarbeit von Strauss und Zweig in den frühen 30er Jahren: Überaus kenntnisreich werden bis ins Detail (Goebbels Freundschaft mit Strauss, Strauss' Verwicklung in den Nationalsozialismus, wie auch Thomas Manns Kritik an Zweigs Pazifismus) vorgestellt. Ein Panorama des Versuchs zweier großer Gestalten des gebildeten Bürgertums trotz des kulturellen Niedergangs im Faschismus der Kultur ihren Ort zu bewahren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE ENTWICKLUNG DER TEXTGATTUNG „OPERNLIBRETTO“

2.1. VOM „EINFACHEN“ OPERNLIBRETTO ZUR LITERATUROPER

2.2. ANFORDERUNGEN AN EINEN LIBRETTOTEXT

3. DAS ZUSTANDEKOMMEN DER KOOPERATION ZWISCHEN DEN BEIDEN KÜNSTLERN

3.1. STEFAN ZWEIGS VERHÄLTNIS ZU MUSIKERN

3.2. RICHARD STRAUSS’ SUCHE NACH EINEM NEUEN LIBRETTISTEN

3.3. EINIGUNG AUF EINEN GEMEINSAMEN OPERNSTOFF

4. „DIE SCHWEIGSAME FRAU“ - KOMISCHE OPER IN DREI AUFZÜGEN

4.1. DAS LIBRETTO DER „SCHWEIGSAMEN FRAU“

4.1.1. Strukturierung des Librettos und Verlauf des Geschehens

4.1.2. Zweigs Opernlibretto auf der Grundlage der Komödie „Epicoene or The Silent Woman“ von Ben Jonson in der deutschen Übertragung von Ludwig Tieck

4.1.3. Besonderheiten von Zweigs Libretto

4.2. DIE KOMPOSITION DER „SCHWEIGSAMEN FRAU“

5. DIE ZUSAMMENARBEIT VON STRAUSS UND ZWEIG UNTER DER BERÜCKSICHTIGUNG ZEITGESCHICHTLICHER ASPEKTE

5.1. DIE ART DER ZUSAMMENARBEIT

5.1.1. Ihre Zusammenarbeit im Hinblick auf die Oper

5.1.2. Gegenseitige Charakterisierung und Wertschätzung

5.1.3. Weitere Opernpläne

5.2. EINFLUSS DES POLITISCHEN ZEITGESCHEHENS

5.2.1. Strauss’ und Zweigs Einstellung zum Nationalsozialismus

5.2.2. Die „Affäre“ um die Uraufführung

5.3. DAS ENDE DER ZUSAMMENARBEIT

5.3.1. Strauss’ Rücktritt als Präsident der Reichsmusikkammer

5.3.2. Zweigs Emigration nach London und Suche eines Nachfolge-Librettisten

6. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die künstlerische Kooperation zwischen Stefan Zweig und Richard Strauss bei der Entstehung der Oper „Die schweigsame Frau“. Dabei steht die Analyse des kreativen Arbeitsprozesses im Vordergrund, der durch die persönlichen Hintergründe der Künstler, die literarische Vorlage und die politisch schwierigen Rahmenbedingungen im Nationalsozialismus maßgeblich beeinflusst wurde.

  • Historische Entwicklung des Opernlibrettos
  • Entstehungsgeschichte der Zusammenarbeit von Strauss und Zweig
  • Dramaturgische und musikalische Analyse der Oper „Die schweigsame Frau“
  • Einfluss des politischen Zeitgeschehens auf die Kooperation und Uraufführung
  • Rezeption und Stellenwert der Oper im Schaffen von Strauss und Zweig

Auszug aus dem Buch

3. Das Zustandekommen der Kooperation zwischen den beiden Künstlern

Der Beginn der Kooperation des Schriftstellers Stefan Zweig mit dem Komponisten Richard Strauss lag im Oktober 1931. Sowohl der damals 50jährige Zweig als auch der um 17 Jahre ältere Strauss waren zu diesem Zeitpunkt in ihrem jeweiligen Beruf sehr erfolgreich: Richard Strauss galt aufgrund seiner „Sinfonischen Dichtungen“ und des bisherigen Opernschaffens als einer der bedeutendsten lebenden Komponisten sowie auch als herausragender Dirigent; Stefan Zweig hatte sich durch Übersetzungen, Essays, literarische Biographien, die der Gattung der „biographie romancée“ zuzurechnen sind, und insbesondere durch seine historischen Studien und Novellen einen Namen gemacht. Zweigs Salzburger Jahre (1919-1934) waren die produktivsten und erfolgreichsten seines Lebens, denn er zählte in dieser Zeit zu den am meisten gelesenen deutschsprachigen Schriftstellern mit einer hohen Auflagenzahl seiner Bücher, welche in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden. Er selbst stellt rückblickend in seiner Autobiographie „Die Welt von Gestern“ fest:

„In meinem persönlichen Leben war das Bemerkenswerteste, daß in jenen Jahren ein Gast in mein Haus kam und sich dort wohlwollend niederließ, ein Gast, den ich nie erwartet hatte - der Erfolg.“

Nicht ohne Stolz berichtet er im Weiteren von seiner wachsenden Leser-„Gemeinde“, denn von jedem Buch, das veröffentlicht wurde, „waren in Deutschland am ersten Tage zwanzigtausend Exemplare verkauft, noch ehe eine einzige Anzeige in den Zeitungen erschienen war.“

Aus einer Statistik der »Coopération Intellectuelle« des Genfer Völkerbundes erfuhr er, dass er in jener Zeit der meistübersetzte Autor der Welt gewesen sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Das Kapitel erläutert das Ziel der Arbeit, die Oper als Text-Musik-Gesamtkunstwerk am Beispiel der Zusammenarbeit von Zweig und Strauss darzustellen und den Prozess von Beginn bis Ende der Kooperation zu beleuchten.

2. DIE ENTWICKLUNG DER TEXTGATTUNG „OPERNLIBRETTO“: Es wird ein historischer Überblick über die Gattungsgeschichte gegeben und die Anforderungen an ein Libretto als Basis für eine musikalische Umsetzung definiert.

3. DAS ZUSTANDEKOMMEN DER KOOPERATION ZWISCHEN DEN BEIDEN KÜNSTLERN: Das Kapitel beschreibt die erfolgreiche Ausgangslage beider Künstler, Zweigs Verhältnis zur Musik und die Umstände, die zu ihrer Zusammenarbeit führten.

4. „DIE SCHWEIGSAME FRAU“ - KOMISCHE OPER IN DREI AUFZÜGEN: Hier erfolgt eine detaillierte inhaltliche und kompositionstechnische Analyse der Oper sowie ein Vergleich zwischen der literarischen Vorlage und dem Libretto.

5. DIE ZUSAMMENARBEIT VON STRAUSS UND ZWEIG UNTER DER BERÜCKSICHTIGUNG ZEITGESCHICHTLICHER ASPEKTE: Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der harmonischen Kooperation und dem massiven Einfluss der politischen Verhältnisse im Nationalsozialismus auf das Ende der Zusammenarbeit.

6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Kapitel reflektiert kritisch das Verhalten der Künstler im Nationalsozialismus und sucht nach Gründen für die seltene heutige Aufführung der Oper.

Schlüsselwörter

Stefan Zweig, Richard Strauss, Die schweigsame Frau, Opernlibretto, Operngeschichte, Kooperation, Ben Jonson, Nationalsozialismus, Uraufführung, Musiktheater, Kulturpolitik, Musikwissenschaft, Literaturoper, Dramaturgie, Komposition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entstehung der komischen Oper „Die schweigsame Frau“ und beleuchtet die Zusammenarbeit zwischen dem Schriftsteller Stefan Zweig und dem Komponisten Richard Strauss vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der Gattungsgeschichte des Librettos stehen die künstlerische Arbeitsweise der beiden Partner, die literarische Adaption von Ben Jonsons Vorlage und der Einfluss der NS-Diktatur auf das kulturelle Schaffen im Fokus.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, anhand des konkreten Beispiels darzustellen, wie ein „Text-Musik-Gesamtkunstwerk“ durch die Kooperation von Literatur und Musik entsteht und welche äußeren Faktoren dieses Zusammenwirken beenden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Analyse von Primärquellen (insbesondere dem Briefwechsel zwischen Strauss und Zweig) sowie auf musik- und literaturwissenschaftliche Sekundärliteratur zur Gattung der Oper und zur Zeitgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Untersuchung des Librettos, eine Analyse der kompositorischen Umsetzung durch Strauss sowie eine kritische Betrachtung der politischen Auswirkungen auf die Uraufführung und das Ende der Kooperation.

Welche Keywords charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stefan Zweig, Richard Strauss, Libretto, „Die schweigsame Frau“, Nationalsozialismus, Operngeschichte und musikalische Dramaturgie charakterisieren.

Warum lehnte Richard Strauss zunächst die Arbeit an einer neuen Oper ab?

Strauss fühlte sich nach dem Tod seines langjährigen Librettisten Hugo von Hofmannsthal und nach einer eigenen, als mühsam empfundenen Erfahrung als Librettist künstlerisch nicht mehr in der Lage, Opern auf dem hohen Niveau seiner früheren Werke zu schreiben, bis er in Zweig einen neuen Partner fand.

Welche Rolle spielte der „Arierparagraph“ für die Oper?

Aufgrund der jüdischen Abstammung Stefan Zweigs stieß die Uraufführung auf Widerstand der NS-Kulturbehörden, was zu einer „Affäre“ führte und schließlich das Verbot der Oper sowie den Rücktritt von Strauss als Präsident der Reichsmusikkammer zur Folge hatte.

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Details

Title
Die Zusammenarbeit von Stefan Zweig und Richard Strauss bei der Oper "Die schweigsame Frau"
College
University of Osnabrück
Grade
1,0
Author
Corinna Gunde (Author)
Publication Year
1997
Pages
136
Catalog Number
V79069
ISBN (eBook)
9783638000130
ISBN (Book)
9783638910194
Language
German
Tags
Zusammenarbeit Stefan Zweig Richard Strauss Oper Frau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Corinna Gunde (Author), 1997, Die Zusammenarbeit von Stefan Zweig und Richard Strauss bei der Oper "Die schweigsame Frau", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79069
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