Talentförderung im Deutschen Fußballbund. Ausprägung und Trainierbarkeit koordinativer Fähigkeiten.

Eine empirische Untersuchung


Examensarbeit, 1999

139 Seiten, Note: 2.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2. Straßenfußball
1.3. Inhalt und Aufbau

2. Was ist ein Talent?
2.1 Allgemeine Talentdefinitionen
2.1. 1 Statischer Talentbegriff
2.1.2 Dynamischer Talentbegriff
2.2 Talentdefinition im Fußball

3. Talentsichtung - Talentförderung beim DFB
3.1 Talentsichtung beim FLVW
3.2 Talentförderung im Westdeutschen Fußballverband
3.3 Neues Talentförderprojekt beim DFB
3.3.1 Wintertrainingslager
3.3.2 Beobachtungssystem für die A- Jugend Regionalliga
3.3.3 Nachsichtungslehrgänge für B- Jugendliche
3.3.4 Förderung der U11 bis U12 und der U13 bis U17
3.3.5 Bonussystem
3.3.6 Sportbetonte Schulen
3.4 Ausbildungsabschnitte
3.4.1 Ausbildungsabschnitte nach Joch
3.4.1.1 Motorisches Basistrainig
3.4.1.2 Grundlagentraining
3.4.1.3 Aufbautraining
3.4.1.4 Anschlusstraining
3.4.2 Ausbildungsabschnitte nach Schnabel / Haare / Borde
3.4.2.1 Grundlagentraining
3.4.2.2 Aufbautraining
3.4.2.3 Anschlusstraining
3.4.2.4 Hochleistungstraining
3.4.3 Ausbildungsabschnitte nach Bisanz / Vieth
3.4.4 Ausbildungsabschnitte beim WFV
3.4.4.1 GRUNDAUSBILDUNG
3.4.4.2 GRUNDLAGENTRAINING
3.4.4.3 AUFBAUTRAINING 1 (Talentförderstufe 3)
3.4.4.5 ANSCHLUSSTRAINING (Förderstufe 5; D/C- Kader)

4. Koordinative Fähigkeiten
4.1 Begriffsbestimmung
4.2 Verschiedene Definitionen der koordinativen Fähigkeit
4.3 Grundlagen zur Koordination
4.3.1 Steuerung und Regelung von Bewegungshandlungen
4.4 Arten der koordinativen Fähigkeiten
4.4.1 Kopplungsfähigkeit
4.4.2 Differenzierungsfähigkeit
4.4.3 Gleichgewichtsfähigkeit
4.4.4 Orientierungsfähigkeit
4.4.5 Rhythmusfähigkeit
4.4.6 Reaktionsfähigkeit
4.4.7 Umstellungsfähigkeit
4.5 Koordinative Fähigkeiten im Fußball
4.6 Altersbedingte Besonderheiten bei der Entwicklung koordinativer Fähigkeiten
4.6.1 Entwicklungsverlauf der koordinativen Fähigkeiten
4.7 Koordinationstraining
4.7.1 Ausbildung der koordinativen Fähigkeiten
4.7.2 Methoden zur Ausbildung koordinativer Fähigkeiten

5. Leistungsdiagnostische Tests
5.1 Begriffsbestimmung
5.2 Testmerkmale
5.3 Testgütekriterien
5.4 Vor- und Nachteile diagnostischer Tests sowie diverse Grenzen
5.5 Zur Diagnostik koordinativer Fähigkeiten einige Aspekte der Kon struktion und Anwendung von Tests
5.6 Diagnostik im Bereich der Sportspiele
5.6.1 Der sportmotorische Test
5.6.2 Die Spielbeobachtung
5.7 Klassifizierung sportmotorischer Tests
5.8 Ausgewählte Koordinationstests für das Sportspiel Fußball
5.8.1 Versetzter Slalomlauf
5.8.2 Slalom – Dribbling
5.8.3 Hürden – Bumerang – Lauf
5.8.4 Dosiertes Passen
5.8.5. Auf einem Balken schwebestehend mit gleichzeitigem jong- lieren eines Balles mit dem Fuß
5.8.6 Schießen – Stoppen
5.8.7 Ziel – Einwurf
5.8.8 Zielschießen
5.8.9 Tempo - Dribbling mit 2 Bällen
5.8.10 Ziel – Flugball
5.8.11 Passen unter Gegnerdruck
5.8.12 Reaktionszeit
5.8.13 Zweifacher Achterlauf
5.8.15 Nummernlauf
5.8.16 Sprint nach vorgegebenem Rhythmus

6. Zielsetzung der Untersuchung und Beschreibung der Stichprobe
6.1 Ziele
6.2 Eingrenzen des Untersuchungsgegenstands
6.3 Hypothese
6.4 Beschreibung der Stichprobe

7. Untersuchungsmethodik sowie Vorstellen einiger Trai- ningsinhalte zu den untersuchten Fähigkeiten
7.1 Untersuchungsmethodik
7.1.1 Nummernlauf
7.1.2 Zweifacher Achterlauf
7.1.3 Reaktionszeit
7.1.4 Sprint nach vorgegebenem Rhythmus
7.2 Trainingsinhalte
7.2.1 Orientierungsfähigkeit
7.2.1.1 Nach vorgegebener Nummerierung zupassen
7.2.1.2 Durchdribbeln von Toren mit zugeteilter Nummerierung
7.2.1.3 Medizinball ausweichen
7.2.1.4 Einwurf - Spiel
7.2.1.5 Spiel auf zwei bewegliche Tore
7.2.1.6 Freipassen mit Ball
7.2.2 Reaktionsfähigkeit
7.2.2.1 Schattenlauf
7.2.2.2 Auf Signale reagieren
7.2.2.3 Tag und Nacht
7.2.2.4 Schnelles Reagieren mit Torabschluss
7.2.2.5 Nach dem Abklatschen schnell reagieren
7.2.2.6 Fangen nach einem akustischen Signal
7.2.3 Rhythmusfähigkeit
7.2.3.1 Verschiedene Laufformen
7.2.3.2 Laufformen mit vorgegebenem Laufrhythmus
7.2.3.3 Ballführen mit Rhythmuswechsel
7.2.3.4 Laufform mit Torabschluss
7.2.4 Differenzierungsfähigkeit
7.2.4.1 Dribbelformen mit Ball

8. Darstellung und Auswertung der statistischen Tester- gebnisse
8.1 Vorbemerkungen zu der Auswertung
8.1.1 Statistische Verfahren
8.1.2 Testgütekriterien
8.1.2.1 Objektivität
8.1.2.2 Reliabilität
8.1.2.3 Validität
8.2 Darstellung der statistischen Testergebnisse
8.2.1 Nummernlauf
8.2.2 Rhythmuslauf
8.2.3 Zweifacher Achterlauf
8.2.4 Reaktionszeit
8.3 Auswertung der statistischen Testergebnisse
8.3.1 Nummernlauf
8.3.2 Rhythmuslauf
8.3.3 Zweifacher Achterlauf
8.3.4 Reaktionstest
8.4 Zusammenfassung und Diskussion der Untersuchungsergebnis- se

9. Zusammenfassung und Ausblick
9.1 Zusammenfassung
9.2 Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Mehr - Komponenten - Modell aus „Fußballtraining“ 1996“

Abb.2: Strukturmodell eines Fußballspielers nach Weineck

Abb.3: Entwicklungsstufenmodell nach Grimm / Kirchmair und Martin

Abb. 4: Eine Karikatur der Talentförderung

Abb. 5: Strukturelles Gefüge der allg.- und spez. koordinativen Fähigkeiten

Abb. 6: Versetzter Slalomlauf

Abb. 7: Slalom – Dribbling

Abb. 8: Hürden – Bumerang - Lauf

Abb. 9: Dosiertes Passen

Abb. 10: Schießen - Stoppen

Abb.11: Ziel - Einwurf

Abb. 12: Zielschießen

Abb.13: Tempo Dribbling mit 2 Bällen

Abb. 14: Ziel - Flugball

Abb. 15: Passen unter Gegnerdruck

Abb. 16: Reaktionszeit

Abb. 17: Zweifacher Achterlauf

Abb. 18: Zielschießen auf ein Tor

Abb. 19: Nummernlauf

Abb. 20: Sprint nach vorgegebenem Rhythmus

Abb. 21: Nummernlauf

Abb. 22: Zweifacher Achterlauf

Abb. 23: Reaktionszeit

Abb. 24: Sprint nach vorgegebenem Rhythmus

Abb. 25: Hopserlauf

Abb. 26: Kniehebellauf

Abb. 27: Skippings

Abb. 28: Sprunglauf

Abb. 29: Laufformen über Hürden

Abb. 30: Sidesteps

Abb. 31: Drei vor, einen zurück

Abb. 32: Eingangstest: Nummernlauf

Abb. 33: Ausgangstest: Nummernlauf

Abb. 34: Eingangstest: Rhythmuslauf

Abb. 35: Ausgangstest: Rhythmuslauf

Abb. 36: Eingangstest: Zeifacher Achterlauf

Abb. 37: Ausgangstest: Zweifacher Achterlauf

Abb. 38: Eingangstest: Reaktionszeit

Abb. 39: Ausgangstest: Reaktionszeit

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

In einem Interview offerierte Berti Vogts, dass Deutschland nach wie vor zu den stärksten Fußballnationen der Welt gehört. Doch sei die Konkurrenz aus Ländern wie Albanien, Georgien, Moldawien oder vielen afrikanischen Staaten stärken denn je geworden.

Denn diese Fußballnationen haben enorm aufgeholt.

Nun muss man sich natürlich fragen wie „dritte Welt Länder“ es geschafft haben innerhalb von 6 – 8 Jahren sich dem Niveau der Deutschen Fußballnationalmannschaft anzunähern.

Sicherlich spielen die „Topspieler“ dieser Fußballnationen im Ausland, aber mit Sicherheit ist dies nicht der Grund, weshalb der deutsche Fußball nicht mehr die Dominanz wie früher (1990) hat.

Nach der verpassten WM - Qualifikation der U21 kritisierte Berti Vogts, dass die Spieler dieser Generation ihn sehr enttäuscht haben. Er hätte das Gefühl, dass diese Generationen nur noch aus „Wohlstandsjünglingen“ bestünde. Somit sieht Vogts der Zukunft des deutschen Fußballs nicht gerade positiv entgegen.

Folglich muss man zu dem Entschluss kommen, dass das Spielniveau des deutschen Fußballs stagniert.

Aber was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Vogts bemängelte, dass ein Grund für diese Entwicklung darin liegen könnte, dass sehr viele ausländische Durchschnittsspieler eingekauft werden, die nach dem Bosmann Urteil billiger seien als gleichwertige deutsche Nachwuchsspieler (vgl. Ruhr Nachrichten Nr. 34, Dortmund 1999).

Jene Spieler raubten dem eigenen Nachwuchs in Deutschland die Möglichkeit, sich durch ausreichende Spielpraxis optimal weiterentwickeln zu können.

Diese Talente würden in ihrer persönlichen Entwicklung blockiert (zu wenig Spielpraxis), aber das sei nicht der alleinige Grund für diese Entwicklung.

1.2. Straßenfußball

Früher sammelten Kinder die ersten Fußballerlebnisse irgendwo auf der Straße, in Hinterhöfen, auf Wiesen, auf Bolzplätzen oder im Stadtpark. Dieser Straßenfußball ist heute aus verschiedenen Gründen verschüttet. Die Lebensverhältnisse der Kinder haben sich geändert. Die heutigen Kinder halten sich immer weniger in öffentlichen Räumen auf. Viele Kinder sitzen stundenlang vor dem Fernseher oder vor dem Computer, sind nicht mehr eigenaktiv und wissen dementsprechend nichts mehr mit sich anzufangen.

Früher hat man jede freie „Minute“ genutzt, um Fußball zu spielen. Es gab Straßenmannschaften die gegeneinander gespielt haben, folglich waren die Kinder von früher im technischen und koordinativen Bereich weiter als die heutigen. Viele Trainer wünschen sich, dass die Kinder durch den Straßenfußball wieder den Zugang für den heutigen Vereinsfußball bekommen. Dies ist im afrikanischen und südafrikanischen Fußball anders. Dort hat der Fußball seine Wurzeln im Straßen- bzw. Strandfußball der Kinder und Jugendlichen, der auf Grund der gesellschaftlichen und sozialen Lebensverhältnisse noch heute funktioniert. Viele Kinder sind über den Straßenfußball, wo sie von Talentsuchern entdeckt worden sind, zu den großen Klubs gekommen. Diese Talentreservoire sind in Ländern wie Brasilien oder Ghana scheinbar unerschöpflich.

Das alles gibt es bei uns nicht mehr. Bei uns herrschen die Konkurrenz der Sportarten im geregelten Vereinstraining und die moderne Freizeitindustrie mit den Fun- und Modesportarten vor.

Diese Entwicklung hat zur Folge, dass vielen Kindern die „fußballerischen“ Grundfertigkeiten schwer fallen, da sie Probleme im koordinativen sowie im spielerischen Bereich (Spielfähigkeit) haben.

Das Fazit könnte folgendes sein:

Es muss eindeutig mehr getan werden für den Nachwuchs.

Die Talente müssen besser gefördert werden.

Es muss an die eigenen Talente geglaubt werden.

Man muss den jungen Spielern eine Chance einräumen.

Talentförderung ist das „Zauberwort“ für die Zukunft des deutschen Fußballs!

1.3. Inhalt und Aufbau

Die Arbeit ist so gegliedert, dass zunächst über die Problematik des Deutschen Fußballs nach einigen Kritikpunkten von Berti Vogts eingegangen wird. Im Anschluss daran wird über die Wichtigkeit des Straßenfußballs für die Entwicklung der Talente eingegangen und das daraus resultierende Fazit formulieren.

Im zweiten Kapitel wird der Begriff Talent, bezüglich der unterschiedlichen Definitionen einiger Autoren unter der Betrachtungsweise der Allgemeinheit und der speziellen Definition im Fußball definiert. Das dritte Kapitel behandelt die Talentsichtung und Talentförderung beim DFB mit dem neuen Talentförderprojekt und den Ausbildungsabschnitten verschiedener Autoren wie z.B. Joch und den Entwicklungsplan des WFV. Im vierten Kapitel wird ein Überblick über die Begriffsbestimmung, Definitionen und den Grundlagen der koordinativen Fähigkeiten gegeben sowie deren Aufgabe im Fußball, deren Entwicklungsverlauf und Trainierbarkeit.

Das fünfte Kapitel beinhaltet die Begriffsbestimmung von Leistungsdiagnostische Tests, ihre Anwendung im Bereich der Sportspiele sowie ausgewählte Koordinationstests für das Sportspiel Fußball. Das Kapitel sechs beschreibt die Zielsetzung der Untersuchung wie auch die Beschreibung der Stichprobe. Die Untersuchungsmethodik ausgewählter koordinativer Fähigkeiten und deren Trainierbarkeit wird im Kapitel sieben beschrieben. Im Kapitel acht werden die statistischen Testergebnisse dargestellt und ausgewertet. Kapitel neun gibt eine Zusammenfassung der Arbeit und einen Ausblick wieder.

2. Was ist ein Talent?

2.1 Allgemeine Talentdefinitionen

Seit etwa 25 Jahren wird die Talentdiskussion im deutschsprachigen Raum geführt. Innerhalb dieser Diskussion gibt es eine beträchtliche Anzahl von Definitionen.

Der Begriff Talent ist geprägt von einer Kriterienvielfalt unterschiedlicher Ansätze, die Hahn in einem Katalog zusammengestellt hat.

Jener Katalog umschreibt eine Gruppe von unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten aus verschiedenen Bereichen, die ein Athlet im höheren oder geringeren Maße besitzt. Diese sind:

„Antropometrische Voraussetzungen wie Körpergröße, Körpergewicht, Verhältnis von Muskel- und Fettgewebe, Körperschwerpunkt, Harmonie der Proportionen u.a.;

physische Merkmale wie aerobe und anaerobe Ausdauer, Reaktionsfähigkeit und Aktionsschnelligkeit, Schnelligkeitsausdauer, statische und dynamische Kraft, Kraftausdauer, Gelenkigkeit und Feinstkoordination von Bewegungen u.a.;

technomotorische Bedingungen wie Gleichgewichtsfähigkeit, Raum-, Distanz- und Tempogefühl, Ball-, Klingengefühl, Musikalität, Ausdrucksfähigkeit, rhythmische Fähigkeiten, Gleitvermögen u.a.;

Lehrfähigkeit wie Auffassungsgabe, Beobachtungs- und Analysevermögen, Lerntempo;

Leistungsbereitschaft wie Trainingsfleiß, körperliche Anstrengungsbereitschaft, Beharrlichkeit, Frustrationstoleranz;

kognitive Steuerung wie Konzentration, motorische Intelligenz, Kreativität, taktisches Vermögen;

affektive Faktoren wie psychische Stabilität, Stressbewältigung, Wettkampfbereitschaft u.a.;

soziale Bedingungen wie Rollenübernahme, Mannschaftseinordnung u.a.“ (Hahn 1982, 85).

Hinsichtlich der Frage, woran ein Sporttalent erkennbar ist, haben unterschiedliche Autoren verschiedene Talentdefinitionen dargestellt.

Gabler / Mergener definieren den Begriff Talent wie folgt:

„Als sportliches Talent kann eine Person in einem bestimmten Entwicklungsabschnitt bezeichnet werden, die bestimmte körperliche, motorische und psychische Bedingungen aufweist, die bei günstigen Umweltbedingungen mit großer Wahrscheinlichkeit zu späteren hohen Leistungen führen“ (Gabler / Mergener 1990, 8).

Für Carl ist der Begriff Talent eine umgangssprachliche Bezeichnung, welche sich auf verschiedene Handlungsfelder bezieht (vgl. Carl 1988, 11). Nach Carl wird ein sportliches Talent (Sporttalent):

„(...) als eine Person bezeichnet, von der man auf Grund ihres Verhaltens oder auf Grund ererbter oder erworbener Verhaltensbedingungen annimmt, dass sie für sportliche Leistungen eine besondere Begabung oder Hochbegabung besitzt“ (Carl 1988, 11).

Gemäß Carl ist dabei zu beachten, dass bei der Bewertung eines „sportlichen Talents“ die unterschiedlichen Leistungskategorien und Leistungsniveaus berücksichtigt werden müssen (vgl. Carl 1988, 11 f.). Aus diesem Grunde ist CARL zur folgender Talent - Definition gekommen.

„Ein Talent für den Spitzensport (Spitzensporttalent) ist eine sich noch in der Entwicklung zur Höchstleistungsfähigkeit befindende Person, von der man auf Grund bisher erreichter sportlicher Leistungen oder diagnostizierter personinterner Leistungsbedingungen begründet annimmt, dass sie, falls sie sich einem nach neuesten Erkenntnissen durchgeführtes Training unterzieht und unter leistungsfördernden Umweltbedingungen aufwächst, im Höchleistungsalter in einer Sportart / Sportdisziplin ein Leistungsniveau erreichen kann, das größte sportliche Erfolge ermöglicht“ (Carl 1988, 13).

Nach Joch gehören zur Bestimmung eines Talents neben den motorischen Dispositionen auch eine besondere Bereitschaft, ein entsprechendes Umfeld und die Fähigkeit, dass komplexe Zusammenwirken in Resultate, Eignungsnachweise und Leistungen umzusetzen. Er beschreibt diese Charakterisierung einer (Teil-) Talentbestimmung mit einem statischen Begriff der Talentdefinition (vgl. Joch 1997, 90).

2.1.1 Statischer Talentbegriff

Unter Berücksichtigung der Begriffe „Disposition“, „Bereitschaft“, „soziales Umfeld“ und Resultate (Leistungsresultate) ist Joch zu folgender Definition des „ statischen Talentbegriffs“ gekommen,

„Als (sportliches Talent) kann eine Person bezeichnet werden, die über (vorwiegend genetisch bedingte) Dispositionen zum Erreichen von hohen sportlichen Leistungen verfügt, die Bereitschaft mitbringt, solche Leistungen auch zu vollbringen, die Möglichkeiten dafür in der sozialen Umwelt vorfindet und letztlich mit den erzielten Leistungsresultaten den Leistungsnachweis dokumentiert“

(vgl. Joch 1997, 93).

2.1.2 Dynamischer Talentbegriff

Um den dynamischen Talentbegriff zu strukturieren bezieht sich Joch auf Mühle, der Begabung – Synonym für Talent – als eine Leistungsbereitschaft definiert,

„(...) die in der Hinordnung auf ein bestimmtes Betrachtungsfeld selbst erst strukturiert worden ist und ihrerseits wieder durch die Anforderung und Spezifizierung der Antriebe, Interessen und Motive die Persönlichkeit verändern“ (Mühle 1971, 93).

Nach der Definition von Mühle entnimmt Joch, dass sich ein Talent erst im Verlaufe eines aktiven und zielgerichteten Prozesses („Spezifizierung“) „strukturiert“ (vgl. Joch 1997, 93). Der dynamische Talentbegriff besteht nach Jochs Angaben aus drei Bestimmungskriterien:

Aktiver Veränderungsprozess, Steuerung des Trainings und pädagogische Begleitung (vgl. Joch 1997, 94 f.).

Auf Grund dieser Begriffskriterien definiert Joch den dynamischen Talentbegriff wie folgt.

„Talententwicklung ist ein aktiver, pädagogisch begleitender Veränderungsprozess, der intentional durch Training gesteuert wird und das Fundament für ein später zu erreichendes hohes (sportliches) Leistungsniveau bildet“ (Joch 1997, 94).

Nach einer statischen und dynamischen Komponente, kommt Joch zur vollständigen Talentdefinition, wobei diese beiden Komponenten nicht getrennt betrachtet werden können.

„Talent besitzt, oder: ein Talent ist, wer auf der Grundlage von Dispositionen, Leistungsbereitschaft und den Möglichkeiten der realen Lebensumwelt über dem Altersdurchschnitt liegende (möglichst im Wettkampf nachgewiesene) entwicklungsfähige Leistungsresultate erzielt, die das Ergebnis eines aktiven, pädagogisch begleiteten und intentional durch Training gesteuerten Veränderungsprozesses darstellen, der auf ein später zu erreichendes hohes (sportliches) Leistungsniveau zielstrebig ausgerichtet ist“ (Joch 1997, 97).

Bei Betrachtung dieser verschiedenen Talentdefinitionen erkennt man, dass es keine monokausalen Erklärungen für die Bestimmung eines Talents gibt. Vereinfacht gesagt, ein Talent ist nicht allein durch das Merkmal „Leistung“ und auch nicht durch ein zweites, nämlich die „frühe“ Leistungsauffälligkeit zu erklären (vgl. Joch 1996, 5). Auch reicht es laut Carl nicht aus, nur das „Bewegungstalent“ zu berücksichtigen und zu beurteilen (vgl. Carl 1988, 14).

Daraus folgt, dass die Talentfrage nicht nur eine Frage der „Begabung“, sondern auch des „Ehrgeizes“, nicht nur eine Frage der sportlichen „Leistungsfähigkeit“, sondern auch der optimalen „Förderung“, nicht nur des Trainings und Trainingsaufwands „Fleiß“, sondern auch der emotionalen „Stabilität“ und „Kreativität“ ist (vgl. Joch 1996, 5).

Diese Vielfalt von Einfluss- und Bedingungsfaktoren fasst Joch, in Anlehnung an Bastian (1994, 48), in einem Mehr - Komponenten - Modell zusammen (Abb. 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Mehr - Komponenten - Modell aus „Fußballtraining“ 1996“

Dies sind nun die allgemein - wissenschaftlichen Betrachtungsweisen einer Talentbestimmung. Doch wie sieht es z.B. im Fußball aus?

Damit stellt sich die Frage, ob die Bestimmungskriterien einer allgemeinwissenschaftlichen Betrachtungsweise im Fußball auch zutreffen, oder ob es noch andere Bestimmungskriterien einer Talentdefinition im Fußball gibt.

2.2 Talentdefinition im Fußball

Ein Fußballspieler benötigt innerhalb eines Fußballspiels bestimmte physische und psychische Fähigkeiten. Die physischen Eigenschaften bestehen aus Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und den koordinativen Eigenschaften (vgl. Bisanz / Gerisch 1991, 76 ff.).

Die psychischen Grundfähigkeiten bestehen aus kognitiven-, motivatio-nalen-, affektiven Eigenschaften und der Persönlichkeitsstruktur (vgl. Bisanz / Gerisch 1991, 143 f.).

Weineck hat nach Bisanz ein erweitertes Strukturmodell zur Kondition

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

eines Fußballspielers erstellt, dass die benötigten Fähigkeiten eines Fußballspielers in physischen, psychischen und sozialen Grundlagen ausführlich darstellt (Abb. 2) (vgl. Weineck 1992, 16).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Strukturmodell eines Fußballspielers nach Weineck

Anhand dieses Strukturmodells erkennt man, dass ein Nachwuchsfußballer eine Vielzahl von Eigenschaften benötigt (s.o.). Aus diesen verschiedenen Eigenschaften und Fähigkeiten könnte man nunmehr die Bestimmungskriterien eines Talents festmachen. Doch sollten noch andere Faktoren betrachtet werden, um ein Talent zu bestimmen.

Eine große Bedeutung für die Talentbestimmung eines Nachwuchsfußballers spielen die Persönlichkeitsentwicklung (vgl. Martin, Carl und Lehnertz 1993, 293) und die Entwicklungsmerkmale (vgl. Bischops / Gerards 1995, 23; Brüggemann 1989, 38; DFB Fußball - Lehrplan 3 1987, 11 ff.). Diese Entwicklungsmerkmale sagen etwas über die biologischen und entwicklungspsychologischen Gegebenheiten und Bedingungen aus (vgl. DFB Fußball – Lehrplan 3 1987, 11; Asmus / Hönl und Piekarski 1997, 17 und Bisanz / Gerisch 1991, 26).

Martin / Carl / Lehnertz haben nach Grimm 1966, Kirchmair 1971 und Martin 1980 ein Entwicklungsstufenmodell erstellt, dass sie in einer Tabelle zusammengefasst haben (Abb. 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Entwicklungsstufenmodell nach Grimm / Kirchmair und Martin

Aus dieser Tabelle kann man grob erkennen, in welchem Entwicklungsabschnitt sich ein Heranwachsender befindet und durch welche allgemein - sportartspezifischen Merkmale diese Abschnitte gekennzeichnet werden.

Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die Individualentwicklung von der Tabelle (Abb. 3) skizzierter „Durchschnittsentwicklung“, vor allem im Abschnitt der puberalen Phasen, erheblich abweichen kann.

Gemäß Hollmann / Hettinger betragen diese Abweichungen bei Jungen z.B. im 13. Lebensjahr 3,4 Jahre und bei Mädchen im 11. Lebensjahr 3,0 Jahre (vgl. Hollmann / Hettinger 1980, 606 ff.).

Auf Grund meiner langjährigen Tätigkeit als Jugendtrainer erweist sich die Talentbestimmung im Fußballsport deswegen als ungewöhnlich kompliziert, da ein Nachwuchsfußballer innerhalb eines Spiels unterschiedlichen physischen, psychischen und mentalen Herausforderungen gegenübersteht. Meiner Meinung nach ist ein

Fußballtalent ein Spieler, der umfassende, gut ausgeprägte koordinative Fähigkeiten besitzt, die sich sowohl in überdurchschnittlichen technischen Fertigkeiten als auch in erkennbarer Bewegungsschnelligkeit dokumentieren lassen. Darüber hinaus fällt bei einem Talent ein kreatives und mutiges Spielverhalten auf (vgl. auch Gerisch / Rutemöller 1987, 43 ff.). Ich habe den Begriff „Talent “ unter mannigfaltigen Aspekten mit Hilfe von verschiedenen Autoren (s.o.) versucht zu definieren und die Definitionen anschließend auf ein Fußballtalent projiziert.

Wie dargestellt ist die Definition eines Fußballtalents nicht gerade einfach (vgl. Kapitel 2.2). Ein Fußballspieler wird in jüngeren Jahren für seine Altersklasse als „Talent “ bezeichnet, wenn dieser Fußballspieler überdurchschnittliche Leistungen bringt. In einer anderen Altersklasse hingegen ist das gleiche „Talent “ vielleicht nicht mehr das große „Talent“ sondern nur noch ein guter Durchschnittsspieler (vgl. Brüggemann 1998, 26).

Deshalb ist es aus meiner Sicht schwierig, ein „Fußballtalent“ in jungen Jahren als Talent zu charakterisieren, zumal in seiner Entwicklung noch viel geschehen kann wie z.B. Stagnation seiner koordinativen Fähigkeiten, bedingt durch das Längenwachstum nach der vorpuberalen Phase (vgl. DFB Fußball – Lehrplan 3 1987, 21).

Zur Problematik einer Talentbestimmung - zwischen Praxis und der Sportwissenschaft - äußert sich Hagedorn.

„Die beiden Partner, Praxis und Wissenschaft, können offenbar ihre Vorannahmen, Erwartungen und Handlungsweisen nicht aufeinander abstimmen. Der eine erwartet konkrete Hilfen im sportpraktischen, alltäglichen Heute und handelt oft spontan und intuitionsgeleitet. Der andere sucht, angeleitet von einer „Theorie“, planmäßig und systematisch nach Daten für Regeln, die er vielleicht morgen, natürlich ohne Gewähr, kundtut (...). Auch hier stehen zu hohe Erwartungen der Praxis (aus Sicht der Wissenschaft) gegen allzu kleine Leistungen der Wissenschaft (aus Sicht der Praxis). Gewiss, es wäre sehr praktisch, gäbe es ein Testgerät für Talente und könnten wir Schulen und ganze Jahrgänge daran vorbeiführen wie am Röntgenschirm...“ (Hagedorn / Joch / Starischka 1989, 7).

Talentförderung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Eine Karikatur der Talentförderung

3. Talentsichtung - Talentförderung beim DFB

3.1 Talentsichtung beim FLVW

Erfolgreiche sportliche Förderung sollte stets auf ausreichenden Spiel-, Trainingserfahrungen und Trainingserlebnissen aufbauen (vgl. Brügge- mann 1995, 13). Die Sichtung und Auswahl talentierter junger Fußballspieler erfolgt erst im „besten Lernalter“, in der so genannten „vorpuberalen Phase“ (DFB Fußball – Lehrplan 3 1987, 12). Das ist der Zeitraum zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr, wenn die Kinder über ihre Spielzeit als Mini - Kicker des Vorschulalters und als F- und E- Junioren ausreichende Spielerfahrungen und Motivationen für eine zielgerichtete Förderung gesammelt haben. Entsprechend ausgebildete und lizenzierte Übungsleiter und ihre Helfer stellen in den 33 Fußballkreisen des FLVW einen ersten, noch breit gefassten Auswahlkader der talentierten Kinder aus den Vereinen ihres Kreises zusammen, um regelmäßige wöchentliche Kreisschulungen eines jeden Jahrganges vom 11. bis 12. Lebensjahr durchzuführen. Sichtung und Auswahl förderungswürdiger Talente berücksichtigt vor allem die unterschiedliche biologische Entwicklung und den für die Talentbestimmung wichtigen Aspekt überdurchschnittlicher Lernfähigkeit (vgl. Uhlig 1995, 9, 47 / Bischops / Gerards 1995, 23; Brüggemann 1989, 38). In einem Feldpokalwettbewerb des Verbandes für die D- Junioren Auswahlmannschaften seiner 33 Kreise wird zunächst ein großer Spielerkader des jeweiligen Jahrganges ausgewählt, aus dem heraus in zwei Sichtungslehrgängen der neue Förderkader des jeweiligen Jahrganges aus etwa 35 Spielern zusammengestellt wird (vgl. Entwicklungsplan des WFV 1997, 44).

Spielerisch besonders talentierte Spieler werden mit Blick auf ihre positive sportliche Perspektive auch dann in den Verbandskader aufgenommen, wenn sie sich zur Zeit der Sichtung körperlich noch nicht entscheidend

durchsetzen konnten. Die sportliche und menschliche Entwicklung eines talentierten Spielers durchläuft vor allem in den Jahren der Pubertät mit ihren vielschichtigen biologischen Veränderungen und der mit ihnen einhergehen allgemeinen psychischen Verunsicherung besonders schwierige Problemfelder, die auf eine kontinuierliche Entwicklung des Einzelnen einen nicht unerheblich störenden Einfluss nehmen kann (Persönlichkeitsentwicklung vgl. Kap.2 / Thieß 1997, 50). Leistungsüberprüfungen im Vergleich zu den noch nicht geförderten Alterskameraden und einer damit verbundenen Nachsichtung erhalten daher besonders während dieser schwierigen Zeit für die Auswahl förderungswürdiger Talente eine richtungsweisende Bedeutung. Nicht zuletzt auch aus diesem Grund werden in Westfalen die Förderkader mit bis zu 35 Spielern zahlenmäßig groß und offen gehaltenen und erst nach der pubertären Entwicklung allmählich auf 20 – 25 verkleinert.

Kreisauswahlturniere für die 13- und 15- jährigen verleihen den verantwortlichen Verbandssportlehrern nicht nur einen Überblick über die sportliche Entwicklung der bisherigen Kaderspieler und damit ersten Aufschluss über die Lernfähigkeit des Einzelnen, sondern es finden auch bislang noch nicht als förderungswürdige Talente in Erscheinung getretene Nachwuchsspieler einen Quereinstieg in den Verbandskader. Die regelmäßige Beobachtung der Vereinsspieler durch die Verbandstrainer, die Mitglieder des FLVW-Lehrteams und die Kreisjugendübungsleiter gewährleistet darüber hinaus eine fortlaufende Nachsichtung sowie eine Überprüfung der sportlichen Entwicklung der auf Verbandsebene geförderten Talente.

3.2 Talentförderung im Westdeutschen Fußballverband

Im WFV wird die Förderung talentierter Sportler als das Fundament des Leistungs- und Spitzensports in unserer Gesellschaft verstanden.

Aus einer möglichst breit gefächerten, Sport treibenden Fußballjugend werden talentierte junge Sportler auf ihre besonderen Fähigkeiten und

Eignungen im Fußball ausgewählt (vgl. WFV – Entwicklungsplan 1997, 6). Mit Hilfe unterschiedlicher Fördermaßnahmen (Stützpunkttraining, Wochenlehrgänge und Wochenendlehrgänge) werden die Nachwuchsspieler an den Leistungs- und Spitzensport herangeführt (vgl. Scheuerl 1995, 3 f.).

Im Gegensatz zum Sportverein sind Förderkader und Auswahlmannschaften als zusätzliche, der Aus- und Weiterbildung in den Vereinen ergänzende, Gruppen einzustufen. Damit die Fördermaßnahmen optimal wirksam werden, müssen sich diese nach der „Trainingsarbeit“ in den Vereinen richten, denn ein verbandsseitig geförderter Spieler bleibt in erster Linie Spieler seines Vereins (vgl. WFV – Entwicklungsplan 1997, 6).

Obwohl vom DFB ein schriftlich ausgefertigter Rahmentrainingsplan im ganzen bislang noch nicht herausgegeben worden ist, sind alle wichtigen Detailaspekte umfangreich über entsprechende TeiIveröffentlichungen des Dachverbandes und seiner Mitarbeiter hinreichend bekannt. Diese Detaiaspekte basieren auf folgenden Konzeptionen und Strukturplänen:

Leistungssportentwicklungsplan II des LSB NW und dessen Fortschreibung;

Kooperationsmodell für den Leistungssport des DSB;

Strukturplan zur Leistungsförderung des DFB (vgl. WFV Entwicklungsplan 1997, 6).

3.3 Neues Talentförderprojekt beim DFB

Im November 1997 wurden auf der Präsidiumssitzung der Verbandspräsidenten in Magdeburg die „Maßnahmen zur effektiven Talentsichtung und Talentförderung im DFB“ verabschiedet (vgl. Schott 1998, 22). Diese Maßnahmen beschäftigen sich mit einer intensiveren Ausbildung und Förderung der aktuellen DFB - Nachwuchsspieler sowie mit einem neuen Sichtungssystem für die A- Jugend Regionalliga.

Damit jene Maßnahmen effektiv umgesetzt werden, wurde mit Dietrich Weise (Leiter des Talentförderprojektes), Ulli Stielike (U 17 u. A- Kader) und Jupp Koitka (Torhüter) der DFB – Trainerstab erweitert (vgl. Schott 1998, 22).

3.3.1 Wintertrainingslager

Um eine intensivere Förderung der Nachwuchsspieler zu gewährleisten, wurde bei guten Platzbedingungen 1998 ein 9- tägiges Wintertrainingslager in den USA durchgeführt. An diesem Trainingslager nahmen 36 aktuelle Spieler der U18 und U17, unter der Anleitung der DFB – Trainer Sammer und Stielike, teil. Es wurden 10 – 12 Trainingseinheiten mit folgenden Zielen durchgeführt:

Erarbeitung der konditionellen Grundlagen (für die 2. Halbserie);

Verbesserung der Spielsicherheit mittels technisch – taktischer Spielformen;

Schulung der individuellen Technik;

Ausbau und Stabilisierung der Harmonie und Kameradschaft innerhalb des Teams.

In dieser Zeit wurde der Unterrichtsausfall durch 2 Lehrer kompensiert, sowie ein Arzt und 2 Physiotherapeuten mitgenommen.

Diese Trainingslager müssen feste Eckpfeiler bei der Förderung auf DFB- Ebene sein, denn nur dann ist eine systematische Förderung der Nachwuchsspieler möglich (vgl. Kupferschmied / Sammer 1998, 39).

3.3.2 Beobachtungssystem für die A- Jugend Regionalliga

Aus den unterschiedlichsten Gründen (Verletzung, unterschiedliche Entwicklung) fallen Nachwuchsspieler durch das Sichtungsnetz. Deshalb hat der DFB ein Beobachtungssystem für die 5 Staffeln der A- Jugend Regionalliga gebildet. Dieses System soll auch jenen Spielern die Möglichkeit geben, sich auch noch mit 17 oder 18 Jahren für die DFB – Maßnahmen zu empfehlen.

Für die Sichtung sind 12 Spielbeobachter (ehem. Bundesligaspieler und Trainer) verantwortlich. Sie sollen nach neuen Talenten „Ausschau“ halten und die aktuellen Nationalspieler beobachten.

Im Rahmen des Beobachtungssystems wird eine Spielerdatenbank aufgebaut, um die Entwicklung der aktuellen Nationalspieler festzuhalten (vgl. Barutta 1998, 12).

3.3.3 Nachsichtungslehrgänge für B- Jugendliche

In den vom DFB unterstützten Landesverbänden werden Nachsichtungslehrgänge für B- Jugendliche durchgeführt. Ihnen wird die Chance eingeräumt sich für die Auswahlmannschaften zu qualifizieren.

Zu diesen Lehrgängen dürfen nur Spieler eingeladen werden, die keine aktuellen Landesauswahlspieler sind (vgl. Barutta 1998, 12).

3.3.4 Förderung der U11 bis U12 und der U13 bis U17

Nach Initiative des DFB werden bundesweit Talentfördergruppen eingerichtet. Bei der U11 und der U12 werden pro Jahrgang ca. 270 Gruppen mit etwa 3000 Spielern gebildet. Ziel dieser Gruppen ist die Förderung im technischen Bereich. In der Altersstufe U13 bis U17 nehmen ca. 2900 Spieler in 120 Fördergruppen teil. Die Gruppen bestehen aus maximal fünf Spielern, die den Schwerpunkt der individuellen technischen Fähigkeiten und die individuelle taktische Schulung zum Inhalt haben.

Diese bis zu 30 x im Jahr stattfindenden Fördermaßnahmen sollen in den Sportschulen der 21 Landesverbänden abgehalten werden. Sie werden in Absprache mit den Landesverbänden unter der Leitung von Honorartrainer durchgeführt. „Um ein einheitliches Ausbildungsniveau sicherzustellen, gibt der DFB die Trainingsinhalte vor“ (Dietrich Weise In: Barutta 1998, 12 / vgl. Westfalen Sport 1999, 34).

3.3.5 Bonussystem

Jedes große Talent hat seine fußballerische Laufbahn in der Regel in einem Amateurverein begonnen. Um diese Amateurvereine und den zuständigen Landesverbänden ihre Anerkennung für die Ausbildung junger Talente zu zeigen, hat der DFB ein Bonussystem eingeführt. Jeder Amateurverein und Landesverband bekommt für einen Spieler, der einen Einsatz in einer DFB– Jugendnationalmannschaft absolviert hat, eine Geldprämie. Diese einmalige Geldprämie umfasst 18.000 DM für den Amateurverein und 12.000 DM für den Verband (vgl. Barutta 1998, 14).

3.3.6 Sportbetonte Schulen

Seit einiger Zeit versucht der DFB über die Landesverbände eine Kooperation mit den Schulen einzugehen. Bei den vorhandenen Sportgymnasien (z.B. Bochum, Essen und Wuppertal) sollen vier Stunden, zusätzlich zum Sportunterricht, Fußball unterrichtet werden (vgl. Ruhr Nachrichten 20.03.1998). Ein anderes Projekt zwischen der Kooperation von Schule und Verein gibt es im Kreis Olpe. Dort entstand 1997 auf Initiative von Willi Scheuerl (ehm. Verbandsjugendobmann) und Verbandssportlehrer Detlev Brüggemann in der Gemeinde Wenden ein Projekt zur Talentsuche und zur Talentförderung. Am „Aktionstag Fußball“ spielten am gleichen Tag Kinder des dritten bis fünften Schuljahres (ca. 600 Schüler) ein „Vier gegen Vier - Turnier“. Spielbeobachter sollten nach festgelegten Kriterien Talente herausfinden. Alle ausgewählten Talente erhielten das Angebot, zusätzlich zum Vereinstraining einmal in der Woche zu trainieren (vgl. Westfalen Sport Nr.2 1999, 29). Eine andere Maßnahme zur Kooperation zwischen Schule und Verein ist der Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ (vgl. Hiersemann 1992,17 ff. und 1997, 22 ff.; Wassmund 1998, 51; Maier / Schmid / Zöller 1997, 92 ff. und Gerisch / Rutemöller 1987, 45).

Das Vorzeigeprojekt existiert in den neuen Bundesländern, in denen die ehemaligen Einrichtungen der Kinder- und Jugendsportschulen (KJS) genutzt werden.

Seit der Saison 1996/1997 unterstützt der DFB die Arbeit der sportbetonten Schulen in den Verbänden des Nordostdeutschen Fußball – Verbandes (NOFV). An 14 sportbetonten Schulen des NOFV werden Erfolg versprechende Nachwuchstalente von 32 Honorartrainen unter der Leitung von DFB Trainer Klaus Sammer sportlich gefördert (vgl. Schott 1998, 32).

Eine dieser Schulen ist die Werner - Seelenbinder Schule in Berlin - Hohenschönhausen. In diesem Projekt wird eine Ergänzung zum Vereinstraining geschaffen. Die Leiter dieses Projektes an der Seelenbinder - Schule sind drei DFB - Honorartrainer. Die Fußballklassen, je eine von der 7. bis 12. Klasse, setzen sich aus Spielern von über 30 Vereinen aus Berlin und Umgebung zusammen.

Die acht leistungsstärksten Schüler der Fußballklassen erhalten die Chance, ihr besonderes Talent spezifisch zu entwickeln. Pro Woche werden 20 bis 24 Unterrichtsstunden Fußball gespielt. Die acht Talente der Leistungsgruppe erhalten eine intensivere Ausbildung als die anderen Schüler der Fußballklasse, wobei dies kein monolithischer Block ist, der unverändert bleibt. Wenn bei den übrigen Schülern ein Entwicklungssprung stattfindet, rücken diese nach. Genauso können Schüler bei einer Entwicklungsstagnation in die große Gruppe „absteigen“. Die Trainingsinhalte der Gruppen sind dieselben, der Unterschied besteht darin, dass sich das Ausgangsniveau unterscheidet (vgl. Weise 1998, 40 - 44).

Allesamt sind die Trainingsinhalte in den verschiedenen Schulen einheitlich. Sie orientieren sich nach den Leitlinien, die vom DFB herausgegeben worden sind (vgl. DFB – Fußball von Morgen 1998).

Die DFB - Leitlinien sind folgende:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(DFB – Fußball von Morgen 1998, 5)

Wie schon im Kap. 2 beschrieben, hängt die sportliche Leistungsfähigkeit eines Talents vom physischen, psychischen, technisch-taktischen und intellektuellen Leistungsvermögen ab. Um ein hohes Niveau dieser einzelnen Leistungsfaktoren zu erreichen, muss der Trainingsprozess langfristig, entwicklungsgemäß und altersgerecht geplant werden und sich am wettkampfmäßig geforderten Hochleistungsalter orientieren (vgl. DFB- Fußball – Lehrplan 3 1987, 17; Brüggemann 1989, 48; Joch 1997, 263; Martin / Carl / Lehnertz 1993, 310 f.; Bischops 1995, 23; Vogt 1996, 7; Thieß 1997, 50 und Martin / Nicolaus 1997, 53).

Kinder- und Jugendtraining darf in keinem Fall reduziertes Erwachsenentraining sein ( vgl. Asmus / Hönl / Piekarski 1997, 16; DFB- Fußball - Lehrplan 3 1987, 11; Brüggemann 1989, 10 und Bischops / Gerards 1997, 11). Auf Grund dessen möchte ich jetzt näher auf die Ausbildungsabschnitte eingehen.

3.4 Ausbildungsabschnitte

Durch die in Kap. 2. betrachtete Talentbestimmung durchläuft ein Kind in seiner Entwicklung verschiedene Entwicklungsstufen (vgl. Entwicklungsstufenmodell).

Diese Entwicklungsstufen haben großen Einfluss auf die Entwicklung der Leistungsfähigkeit eines Sportlers vom Kindes- bis zum Seniorenalter. Wegen dieser Erkenntnisse wies bereits Thieß (1964) darauf hin, dass eine auf dem Lebensalter basierende Strukturierung untauglich ist, weil sie nicht den sportartspezifischen Differenzierungen im Leistungsaufbau entspricht. Infolgedessen begründete Thieß folgende Stufen des Grundlagentrainings, des Aufbautrainings und des Hochleistungstrainings (vgl. Thieß 1964, 18). In der Folgezeit waren diese Ausbildungsabschnitte die Grundlage für das Entstehen vielfältiger Modelle des langfristigen Leistungsaufbaues (vgl. u.a. Haare 1969 und Martin 1983).

Es werden nun einige Modelle der Förderstufen nach Joch; Schnabel / Haare / Borde; Bisanz / Vieth und dem Entwicklungsplan des WFV vorgestellt.

3.4.1 Ausbildungsabschnitte nach Joch

Joch gliedert den langfristig–systematischen Aufbau des Trainingsprozesses bei der Talentförderung nach folgenden Ausbildungsabschnitten:

Motorisches Basistraining

Grundlagentraining

Aufbautraining

Anschlusstraining

3.4.1.1 Motorisches Basistrainig

Das „Motorische Basistraining“ gehört nach Joch zum ersten Teilabschnitt des Trainingsprozesses. Es beginnt mit dem 6./7. Lebensjahr und ist überwiegend von allgemeinem Charakter.

Das vorrangige Ziel des „Motorischen Basistraining“ ist, „keine motorischen Defizite und Dysbalancen durch Einseitigkeiten entstehen zu lassen“ (Joch 1997, 263). Das Training sollte im Wesentlichen allgemein, sportartunspezifisch, intensitätsarm, vielseitig–variantenreich und koordinativ sein (vgl. Joch 1997, 264).

3.4.1.2 Grundlagentraining

Das Grundlagentraining ist sportartspezifisch und enthält technikspezifische Anforderungen. Diese sportartspezifischen Techniken und die speziellen Bewegungsabläufe stehen beim Grundlagentraining im Mittelpunkt. Auch die Beteiligung an Wettkämpfen spielt eine besondere Rolle. Dabei sollte aber beachtet werden, dass „im Wettkampf nichts gefordert werden soll, was nicht vorher im Training geübt wurde“ (Joch 1997, 264).

3.4.1.3 Aufbautraining

Das Aufbautraining setzt nach Joch den Grad der Spezialisierung fort. Dabei werden die Belastungsintensität zusammen mit dem Trainingsumfang gesteigert. An Bedeutung gewinnt auch die konditionelle Seite der motorischen Leistungsverbesserung. Die Trainingsanforderungen werden zielgerichteter, systematischer und planmäßiger auf sportliche Erfolge und auf den Wettkampf ausgerichtet (vgl. Joch 1997, 264).

3.4.1.4 Anschlusstraining

Das Anschlusstraining gehört nach Joch eigentlich nicht mehr zur Talentförderung, da das Anschlusstraining den unmittelbaren Übergang zum Hochleistungstraining der Erwachsenen darstellt.

Diese Etappe ist zwischengeschaltet, da nach allgemeiner Erfahrung der Anschluss an das Erwachsenentraining und dessen hohen Standart in Training und Wettkampf nicht hergestellt werden kann. So soll der Übergang zum Hochleistungstraining etwas abgefedert und abgebremst werden (vgl. Joch 1997, 265).

3.4.2 Ausbildungsabschnitte nach Schnabel / Haare / Borde

Schnabel / Haare / Borde gliedern die Trainingsabschnitte in Grundlagentraining, Aufbautraining, Anschlusstraining und Hochleistungstraining.

3.4.2.1 Grundlagentraining

Das Grundlagentraining soll vor der Pubertät absolviert werden und richtet sich nach einer vielseitigen Ausbildung. Die ontogenetischen Spezifika bei der Ausbildung von grundlegender und sportartspezifischer Leistungsvoraussetzung sollen hierbei genutzt werden (vgl. Schnabel / Haare / Borde 1997, 306).

3.4.2.2 Aufbautraining

Das Aufbautraining beinhaltet nach Schnabel / Haare / Borde eine relativ vielseitige Ausbildung in einer Sportart, die durch einen hohen Anteil des allgemeinen Trainierens und Anwachsen des speziellen Trainings ergänzt wird. Dabei sollte das Ausgangsniveau und die Belastbarkeit der allgemeinen Leistungsvoraussetzung gesteigert werden (vgl. Schnabel / Haare / Borde 1997, 307).

3.4.2.3 Anschlusstraining

Das Anschlusstraining bildet die Brücke zwischen dem Nachwuchs- und Hochleistungstraining. In dieser Trainingsetappe wachsen “der Gesamtumfang und die Intensität der Belastung bedeutend an, werden die Anteile des speziellen Trainings weiter erhöht“ (Schnabel / Haare / Borde 1997, 308).

3.4.2.4 Hochleistungstraining

Die letzte Stufe des langfristigen Leistungsaufbaus ist das Hochleistungstraining. Die Inhalte des Trainings sind unter dem Aspekt, dass damit der Sportler bei individueller Trainingsplanung die Höchstleistung erreicht (vgl. Schnabel / Haare / Borde 1997, 308).

3.4.3 Ausbildungsabschnitte nach Bisanz / Vieth

Nach Bisanz / Vieth erfolgt ein entwicklungsgemäßigter Leistungsaufbau vom Anfänger bis zum Spitzenfußballer in Teiletappen, die in der Fußballausbildung den spezifischen Gegebenheiten jeder Entwicklungsstufe angepasst werden.

Der individuelle Entwicklungsstand beeinflusst auf jeder Altersstufe Ziele, Inhalte, Methoden und Belastungsstrukturen des Trainings (vgl. Bisanz / Vieht 1995, 13).

Für Bisanz / Vieth bieten sich für das Kinder- und Jugendtraining folgende Konzeption in drei Abschnitten an:

Grundlagentraining

Aufbautraining

Leistungstraining

Innerhalb dieser Ausbildungsabschnitte sind immer diejenigen Schwerpunkte eines langfristigen Leistungsaufbaus einzuplanen, für die Nachwuchsspieler auf Grund des jeweiligen momentanen Entwicklungsstandes die besten körperlichen und geistigen Voraussetzungen mitbringen.

Dieser langfristige Trainingsprozess muss auf die kontinuierliche Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit ausgerichtet sein.

3.4.4 Ausbildungsabschnitte beim WFV

Beim WFV wird ein langfristiger Trainingsprozess zunächst unabhängig von einer bestimmten Alterszuteilung in verschiedene aufeinander aufbauende Trainingsstufen gegliedert:

3.4.4.1 GRUNDAUSBILDUNG

(Dauer: 4 Jahre; Alter: 6 - 10 Jahre; Vereinstraining)

In der Grundausbildung soll eine möglichst breite, umfangreiche, allgemeine und koordinative Entwicklung des einzelnen Sportlers das oberste Ziel sein. Daraus lassen sich die wesentlichen Ziele in der Grundausbildung ableiten:

Entwicklung und Förderung von Spiel- und Bewegungsfreude;

Entwicklung und Förderung von Spielfähigkeit und Spielverständnis;

Anlage einer möglichst breiten motorischen Basis;

Gewöhnung an den Umgang mit Ball und Fuß;

Einsatz vielfältiger und allgemein bildender Trainingsmittel.

(vgl. Entwicklungsplan des WFV 1997, 10 und Brüggemann 1989, 44)

3.4.4.2 GRUNDLAGENTRAINING

(Dauer: 3 Jahre; Alter: 10 - 13 Jahre; Verein - Kreisauswahl - Verband D1-Kader)

Im Grundlagentraining wird die allgemeine Bewegungsschulung der Grundausbildung zur Anlage einer möglichst breiten motorischen Basis weitergeführt und wendet sich sportartspezifisch der Schulung und Ausprägung der grundlegenden technischen Fertigkeiten sowie erster individualtaktischer Fähigkeiten zu. Die Ausbildungsziele in dieser Förderungsstufe sind folgende:

Verbesserung und Verfeinerung aller koordinativen Fähigkeiten;

Verstärkung von Spielfreude und Lernbereitschaft;

sicherer und kontrollierter Umgang mit dem Ball in jeder Spielsituation;

Beidfüßigkeit fördern; d.h. auch das „benachteiligte“ Bein schulen;

Individuelle besondere Eigenheiten und Stärken fördern;

Kreativität und Risikobereitschaft, Entschlusskraft und Willensstärke fördern.

Da im E- Jugendalter die biologische Entwicklung bei jedem Spieler in zeitlich uneinheitlichen Schüben verläuft, überlappen sich Grundausbildung und Grundlagentraining (vgl. Entwicklungsplan des WFV 1997, 16).

3.4.4.3 AUFBAUTRAINING 1 (Talentförderstufe 3)

(Dauer: 3 Jahre; Alter: 13 - 16 Jahre; Verein - Kreisauswahl - Verband D1-, D2- Kader)

Das Aufbautraining ergänzt das Training der ausgesuchten Talente (D1- und D2- Kaderspieler) innerhalb ihrer Vereine, berücksichtigt das aktuelle und individuelle Leistungsniveau der ausgesuchten Spieler und führt sie allmählich über ein höheres Anspruchsniveau bzgl. der Trainingsaufgaben auf ein höheres Leistungsniveau.

[...]

Ende der Leseprobe aus 139 Seiten

Details

Titel
Talentförderung im Deutschen Fußballbund. Ausprägung und Trainierbarkeit koordinativer Fähigkeiten.
Untertitel
Eine empirische Untersuchung
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Sportwissenschaft)
Note
2.0
Autor
Jahr
1999
Seiten
139
Katalognummer
V7913
ISBN (eBook)
9783638150125
ISBN (Buch)
9783638697347
Dateigröße
1433 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Talentförderung, Deutschen, Fußballbund, Untersuchung, Berücksichtigung, Ausprägung, Trainierbarkeit, Fähigkeiten
Arbeit zitieren
Martin Drobe (Autor), 1999, Talentförderung im Deutschen Fußballbund. Ausprägung und Trainierbarkeit koordinativer Fähigkeiten., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7913

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