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Das Schichtenverhältnis im Musikkunstwerk

Title: Das Schichtenverhältnis im Musikkunstwerk

Scientific Essay , 1979 , 7 Pages

Autor:in: Dr. Wolfgang Ruttkowski (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Wer Musik „schichtenästhetisch" betrachtet und mit anderen Kunstarten vergleicht, dem drängen sich vor allem zwei Fragen auf: 1. Ist das Musikkunstwerk ein einschichtiges Gebilde, wie Roman Ingarden behauptet, oder mehrschichtig, wie Nicolai Hartmann anzunehmen schien; und 2. wie ist es möglich, falls Musik mehrschichtig ist, dass in ihr die Mittelschicht (der dargestellten Gegenständlichkeit) ausfallen kann, ohne dass das ontologische Trageverhältnis der übrigen Schichten zusammenbricht?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. DAS SCHICHTENVERHÄLTNIS IM MUSIKKUNSTWERK

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die schichtenästhetische Struktur des Musikkunstwerks im Vergleich zu anderen Künsten wie der Malerei und Dichtung, um zu klären, ob Musik ein mehrschichtiges Gebilde darstellt und wie das ontologische Trageverhältnis ihrer Schichten beschaffen ist.

  • Analyse des mehrschichtigen Aufbaus von Musikkunstwerken unter besonderer Berücksichtigung der fehlenden gegenständlichen Schicht.
  • Vergleich der materialen und koordinierenden Schichten von Musik mit denen der bildenden Kunst.
  • Untersuchung der Rolle von Zeitlichkeit und Bewegung als zentrales Medium der musikalischen Ausdruckskraft.
  • Diskussion des Verhältnisses von emotionalem Gehalt, Stimmungen und der ontologischen Schichtungsgesetzlichkeit.

Auszug aus dem Buch

Die erste (Material-)Schicht des Musikkunstwerks

In der ersten (Material-)Schicht des Musikkunstwerks sind uns Töne gegeben, und zwar in ihren fünf Eigenschaften: Tonhöhe (oder -frequenz), -intensität (oder Lautstärke), -farbe (oder Timbre), -dauer und -richtung (die letztere spielt erst in der elektronischen Musik eine hervorragende Rolle). Ebenfalls zur ersten Schicht gehören aber die negativen Gegenpole der Töne, die als Tonlosigkeit (= Pausen) und als gegenseitige Verdeckung von Tönen (= Geräusch) auftreten und sich mit den Tönen verbinden. Den Tönen entsprechen in der Malerei die Farben mit ihren Qualitäten: Farbton (oder -frequenz), -intensität, -abschattung (oder Farbtimbre). Tondauer und -richtung finden in der Malerei natürlich keine Entsprechung, weil die letztere nicht "in der Zeit verläuft" und nur jeweils aus einer Richtung kommt. Ebenfalls zur ersten Schicht der Malerei gehört jedoch die Negation der Farben, die als Farblosigkeit (= Schwarz, Farbfrequenzen werden entweder nicht ausgesendet oder nicht reflektiert) und als gegenseitige Neutralisierung von Farben (= Grau nach der Brechung, Weiß vor der Brechung) auftreten und sich mit den Farben verbinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DAS SCHICHTENVERHÄLTNIS IM MUSIKKUNSTWERK: Das Kapitel führt in die schichtenästhetische Fragestellung ein, ob Musik ein einschichtiges oder mehrschichtiges Kunstwerk ist und wie insbesondere das Fehlen einer gegenständlichen Mittelschicht ontologisch zu bewerten ist.

Schlüsselwörter

Schichtenästhetik, Musikkunstwerk, Ontologie, Materialschicht, Koordination des Materials, absolute Musik, Programmmusik, Zeitstruktur, Bewegung, Stimmung, Gefühl, Schichtenmodell, Kunstarten, ästhetische Theorie, Ausdruckskraft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ontologische Struktur des Musikkunstwerks aus schichtenästhetischer Perspektive und vergleicht diese mit anderen Künsten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Aufbau von Kunstwerken in verschiedenen Schichten, der Vergleich von Tönen und Farben sowie die besondere Stellung der Musik aufgrund ihrer Zeitlichkeit und Ungegenständlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass Musik ein mehrschichtiges Gebilde ist, bei dem die fehlende gegenständliche Schicht nicht zum Zusammenbruch des ontologischen Trageverhältnisses führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird das philosophische Schichtenmodell angewandt, um die verschiedenen Schichten des Musikkunstwerks (Material, Koordination, Gehalt) zu systematisieren und mit anderen Kunstarten zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Materialschicht (Töne/Farben), die Koordinationsschicht (Harmonik/Melodik) sowie die Rolle der Bewegung und der Stimmungen im Vergleich von Musik, Malerei und Dichtung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schichtenästhetik, Ontologie, Materialschicht, Zeitstruktur und emotionale Gehalte geprägt.

Warum ist die Musik nach Ansicht des Autors in der Lage, emotionale Inhalte intensiver als andere Künste zu vermitteln?

Da Musik ein bewegtes Medium ist und Bewegung als Äußerung von Lebendigkeit wahrgenommen wird, kann sie emotionale Qualitäten unmittelbar auf der Schicht des koordinierten Materials aufbauen lassen.

Wie unterscheidet sich die Zeitlichkeit der Musik von der der Dichtung?

In der Musik sind die Zeit des Vortrags und die erzählte Zeit identisch, während in der Dichtung eine Differenz zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit besteht.

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Details

Title
Das Schichtenverhältnis im Musikkunstwerk
College
Kyoto Sangyo University  (German Department)
Author
Dr. Wolfgang Ruttkowski (Author)
Publication Year
1979
Pages
7
Catalog Number
V7920
ISBN (eBook)
9783638150194
ISBN (Book)
9783668313781
Language
German
Tags
Schichtenverhältnis Musikkunstwerk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Wolfgang Ruttkowski (Author), 1979, Das Schichtenverhältnis im Musikkunstwerk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7920
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