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Italiano Regionale

Title: Italiano Regionale

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andrea Fischer (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Die Vielfalt der geographischen Varietäten ist ein wichtiger Bestandteil in der Italienischen Sprachwissenschaft. Die geographische (diatopische) Dimension ist das wichtigste Element, um sprachliche Unterscheidungen aufzuzeigen, nicht nur aufgrund der historischen Fakten, sondern vor allem auch angesichts der heutigen linguistischen Situation in Italien.
Die geographische Herkunft der Sprecher beeinflußt beträchtlich die Spracherzeugung. Vor allem das regionale Italienisch ( italiano regionale) bestimmt den sprachlichen Gebrauch merklich. Das italiano regionale ist das Italienisch, welches täglich gesprochen wird und auch gelernt wird.
Die bevorzugte Stellung des italiano regionale, rührt besonders daher, daß sich die Distanzsprachen immer mehr auf die Nähesprachen auswirken. Dieser Vorgang ist bedingt durch die gesellschaftspolitische Entwicklung Italiens. Der entscheidende Schritt zur einer dynamischen Entwicklung im Nähebereich des Italienischen war die staatliche Einigung. Die Industrialisierung und Verstädterung verstärkte die Entfaltung des Nähebereichs. Aber auch durch den wachsenden Einfluß der Medien und der neuen nationalen Bürokratie entsprossen nähesprachliche Varietäten. Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert änderte sich der Nähebereich des Italienischen entscheidend. Es entstanden neue Varietäten und bis heute haben sich in allen Regionen Italiens italiani regionali gebildet, die neben dem primären italienischen Dialekt stehen.
Im ersten Teil dieser Hausarbeit werde ich den Begriff italiano regionale näher definieren, im zweiten Teil zeige ich die sprachlichen Merkmale der italiani regionali im lautlichen, morphosyntaktischen und lexikalischen Bereich auf.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das italiano regionale nach Pellegrini

2.1 Pellegrinis Klassifikation des italiano regionale

2.2 La Parabola del Figliol Prodigi

III. Das italiano regionale- eine diatopische Varietät

3.1 Definition des italiano regionale

3.2 Telmons Modell

IV. Geographische Einteilung der italiani regionali

V. Die sprachlichen Merkmale der italiani regionali

5.1 Varietäten in Aussprache und Intonation anhand einiger Beispielsätze von Canepari

5.2 Morphosyntaktische Unterschiede

5.3 Lexikalische Unterschiede

VI. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des "italiano regionale" als bedeutende diatopische Varietät innerhalb der italienischen Sprachwissenschaft. Ziel ist es, den Begriff präzise zu definieren und die spezifischen lautlichen, morphosyntaktischen sowie lexikalischen Merkmale dieser regional geprägten Sprachform wissenschaftlich aufzuarbeiten.

  • Grundlagen der Klassifikation nach Pellegrini und Telmon
  • Diatopische Einteilung der italienischen Regionalvarietäten
  • Analyse der lautlichen Variationen (z. B. Toskanismen, regionale Akzente)
  • Morphosyntaktische Unterschiede im regionalen Sprachgebrauch
  • Lexikalische Divergenzen (Geosynonyme und Geoomonyme)

Auszug aus dem Buch

3.1. Definition des italiano regionale

Das italiano regionale ist eine diatopische Varietät und ein tertiärer Dialekt, das heißt, er enthält das Substrat eines primären italienischen Dialektes. Während der Gebrauch der Dialekte immer mehr zurückgeht, schreitet das italiano regionale stetig fort. Vor allem auch im Bereich der Medien, in denen früher ein sehr formales Italienisch verwendet wurde, gebraucht man heutzutage Regionalismen. Das italiano regionale ist somit ein dialektales System, das autonom, dynamisch und relativ strukturiert ist und sich immer weiterentwickelt.

Die Entfaltung des italiano regionale führte dazu, dass sich die „lokale Sprache“ (lingua locale) auf die Ebene der „allgemeinen Sprache“ (lingua comune) verlagerte. Die Folge dieser Bewegung war, dass aus der Hochsprache (italiano colto) entsprungene Formen und Formen, die aus dem Dialekt stammten, nebeneinander zu existieren begannen.

In diesem Zusammenhang ist die Definition nach dem Sprachwissenschaftler De Mauro nennenswert, der das italiano regionale wie folgt bezeichnet:

„nuova risultante nata dal comporsi della tradizione linguistica italiana con le moltiplici tradizione linguistiche dialettali: in altri termini, esse si sono andate formando a mano a mano che gli ambienti abituati al monolinguismo dialettale si sforzavano di usare lingua comune. Nell’adoptar questa, i dialettofoni, in misura variabile da luogo al luogo, dall’uno all’altro strato sociale e dall’uno all’altro tipo di rapporti interindividuali, vi hanno inserito elemnti lessicali del loro dialetto d’origine e l’hanno piegata alla consetudine fonologiche e sintattiche dialettali.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung der diatopischen Dimension in der italienischen Sprachwissenschaft und stellt die Relevanz regionaler Varietäten vor dem Hintergrund historischer und gesellschaftlicher Entwicklungen dar.

II. Das italiano regionale nach Pellegrini: Das Kapitel behandelt Pellegrinis theoretische Einordnung, die das Regionalitalienische als eigenständige Schicht zwischen Standarditalienisch und Dialekt verortet, und nutzt den "Parabola del Figliol Prodigo"-Test zur Illustration.

III. Das italiano regionale- eine diatopische Varietät: Hier erfolgt eine theoretische Definition des Regionalitalienischen als tertiärer Dialekt, ergänzt durch das Modell von Tullio Telmon zur Varietätenfülle.

IV. Geographische Einteilung der italiani regionali: Dieser Abschnitt widmet sich der systematischen Gliederung der Regionalvarietäten in Italien nach De Mauro und Sobrero.

V. Die sprachlichen Merkmale der italiani regionali: Eine detaillierte Analyse der lautlichen, morphosyntaktischen und lexikalischen Besonderheiten, unterfüttert durch Beispielsätze und sprachwissenschaftliche Studien.

VI. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über den Status des Regionalitalienischen als wertvollen Baustein des modernen Italienischen und kritisiert die bisher teils zu pauschalen Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Italienisch, Regionalsprache, Dialektologie, diatopische Variation, Morphosyntax, Lexik, Pellegrini, Telmon, Regionalismen, Standarditalienisch, Sprachwandel, Soziolinguistik, Geoomonyme, Geosynonyme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das "italiano regionale" als sprachliche Realität, die durch den Kontakt zwischen dem Standarditalienischen und den regionalen Dialekten entstanden ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Definition des Begriffs, der geographischen Einteilung sowie der detaillierten linguistischen Analyse lautlicher und morphosyntaktischer Merkmale.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die präzise wissenschaftliche Bestimmung des italiano regionale als tertiären Dialekt und die Abgrenzung von standarditalienischen sowie primär-dialektalen Sprachformen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Modellanalyse, ergänzt durch die Auswertung sprachwissenschaftlicher Tests (wie dem Canepari-Test) und regionaler Beispieldaten.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert spezifische Sprachdaten, wie etwa die Palatalisierung oder syntaktische Besonderheiten, um die diatopischen Divergenzen innerhalb Italiens empirisch greifbar zu machen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Fachbegriffe wie diatopische Varietät, tertiärer Dialekt, Geosynonyme und Regionalismen charakterisiert.

Was genau versteht man unter dem Modell von Pellegrini?

Pellegrinis Modell unterscheidet vier sprachliche Schichten und ordnet das Regionalitalienische als "settore mediano" ein, das primär im mündlichen Gebrauch in städtischen Zentren auftritt.

Welche Rolle spielt die "Parabola del Figliol Prodigo" für die Analyse?

Dieser bekannte Dialekt-Test dient der Autorin dazu, anhand vier verschiedener Versionen die unterschiedlichen Varietätsebenen – vom archaischen Dialekt bis zum Standarditalienischen – konkret zu veranschaulichen.

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Details

Title
Italiano Regionale
College
University of Tubingen  (Neuphilologische Fakultät)
Course
Hauptseminar: Le varietà dell'italiano
Grade
2,0
Author
Andrea Fischer (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V7923
ISBN (eBook)
9783638150224
Language
German
Tags
Italiano Regionale Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Fischer (Author), 2002, Italiano Regionale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7923
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