Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Topic: European Union

Wackelkandidat Türkei. Szenarien des Beitritts zur EU

Title: Wackelkandidat Türkei. Szenarien des Beitritts zur EU

Thesis (M.A.) , 2006 , 133 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Susanne Ayen (Author)

Politics - Topic: European Union
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Türkei steht seit Jahren als Kandidat auf der Beitrittsliste zur Europäischen Union. Die Verhandlungen sind in vollem Gange, doch wird es tatsächlich zu einem Beitritt kommen? Diese Magisterarbeit beschäftigt sich mit der Frage nach der Wahrscheinlichkeit einer Vollmitgliedschaft der Türkei zur EU im Hinblick auf Alternativen. Diese sind die Privilegierte Partnerschaft, die Beibehaltung des Status quo, aber auch die relativ unbekannte Variante der Abgestuften Integration. In den Schlussbetrachtungen kommt es dann zu einer ambivaltenen Beantwortung der Fragestellung und die realistische sowie die rationale Lösung der Beitrittsverhandlungen werden mit Begründung dargestellt.

Alle Modelle werden nacheinander dargestellt, mit Vor- und Nachteilen für die EU und die Türkei. Im Anschluss erfolgt eine Aufarbeitung diverser Diskussionspunkte mit Argumenten pro und contra Beitritt. Im nächsten Schritt wird untersucht, wie der tatsächliche Stand der Entwicklungen in der Türkei ist. Werden die Auflagen der EU zur Beitrittsvorbereitung erfüllt oder kommt das Kandidatenland den Forderungen nicht nach? Das folgende Kapitel untersucht drei Beispielländer: Großbritannien als Befürworter der Vollmitgliedschaft, Österreich als Gegner und Deutschland in einer Art Zwitterposition. Wie argumentieren Parteien, Bevölkerung und gegebenenfalls auch Verbände über die Türkei als eventuell baldigen Mitgliedstaat? Auch das Internationale Umfeld hat Auswirkungen auf Entscheidungen von solch großer Tragweite. Daher wird ein Blick auf etwa die Terror- und Islamistenproblematik geworfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Darstellung der plausibelsten Modelle

2.1) Vollmitgliedschaft

2.2) Privilegierte Partnerschaft

2.3) Abgestufte Integration

2.4) Status quo der Beziehungen EU-Türkei

2.5) Zwischenresümee

3) Streitpunkte bei den Verhandlungen mit der Türkei

3.1) Finalität der EU

3.2) Geographische Lage

3.3) Wertedebatte im Zusammenhang mit religiösen und kulturellen Aspekten

3.4) Handlungsfähigkeit der EU

3.5) Wirtschaftliche Aspekte

3.6) Geostrategische Lage

3.7) Migration und Integration

3.8) Kopenhagener Kriterien und Anerkennung Zyperns

3.9) Zwischenresümee

4) Momentaner Entwicklungsstand der Türkei

4.1) Politischer Stand

4.2) Wirtschaftlicher Stand

4.3) Zypern-Problematik als weiterer Diskussionspunkt bei den Verhandlungen

4.4) Stimmung in der Türkei

4.5) Zwischenresümee

5) Interessen und Meinungen einzelner Mitgliedstaaten und der jeweiligen gesellschaftlichen Diskurse aufgezeigt an ausgewählten Beispielen

5.1) Deutschland

5.1.1) Parteien

5.1.2) Bevölkerung

5.1.3) Deutscher Gewerkschaftsbund und Bundesverband der Deutschen Industrie

5.2) Großbritannien

5.2.1) Parteien

5.2.2) Bevölkerung

5.3) Österreich

5.3.1) Parteien

5.3.2) Bevölkerung

5.4) Zwischenresümee

6) Einfluss der internationalen Umwelt auf Beitrittsentscheidung

7) Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wahrscheinlichkeit einer Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union unter Berücksichtigung verschiedener politischer Szenarien und der unterschiedlichen Interessenlagen ausgewählter Mitgliedstaaten. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie wahrscheinlich ist eine Vollmitgliedschaft in Bezug auf ihre Alternativen?

  • Analyse der Beitrittsszenarien (Vollmitgliedschaft, Privilegierte Partnerschaft, Abgestufte Integration, Status quo)
  • Untersuchung zentraler Streitpunkte wie der Finalität der EU, religiöser Wertedebatten und der Zypern-Problematik
  • Bewertung des aktuellen Entwicklungsstands der Türkei bezüglich der Kopenhagener Kriterien
  • Diskussion der Interessen und gesellschaftlichen Diskurse in Deutschland, Großbritannien und Österreich
  • Einfluss der internationalen Umwelt auf die Beitrittsentscheidung

Auszug aus dem Buch

3.1) Finalität der EU

Die Definition der EU und ihrer Grenzen ist einer von vielen Streitpunkten in der Diskussion um den Beitrittsgesuch der Türkei. Die Frage nach der zukünftigen Gestalt geht einher mit der Problematik der Aufnahmefähigkeit der Union. So zielt die Diskussion auch darauf ab, ob weiterhin Länder beitreten dürfen und wenn ja, welche. Diese Fragen sind begründet durch den Europäischen Rat, der in der Schlussfolgerung vom 16./17. Dezember 2004 vermerkt, dass die EU durch weitere Beitritte nicht überlastet werden dürfe. Die Union muss sich also darüber im Klaren sein, wie viele Mitglieder sie verkraften kann und welche Reformen dafür gegebenenfalls notwendig sind. Dafür hat sie ausreichend Zeit, denn bis es tatsächlich zu einer Entscheidung über den Beitritt der Türkei kommt, zumindest wenn alles planmäßig verläuft, dauert es noch mindestens acht Jahre.

In der Diskussion über die Finalität der EU sind sich Beitrittsbefürworter und –gegner der Vollmitgliedschaft der Türkei in einem Punkt einig: Die Union muss sich entscheiden, ob sie auf ihrem heutigen Stand verharren möchte, sich weiterentwickelt oder aber sich zu einer Freihandelszone zurückbilden will oder gar muss. Allerdings sind die Motive der beiden Gruppen andere. Sie streiten sich um die Aspekte der Erweiterung und der Vertiefung der Union.

So sind die Befürworter der Ansicht, dass es möglich ist die EU einerseits zu erweitern, demnach weitere Staaten aufzunehmen. Dies ist nach ihrer Meinung geradezu eine Pflicht der Union. Denn all jene europäischen Staaten, so hat es sich die EU selbst in Art. 49 EUV auferlegt, die die gemeinsamen Werte nach Art. 6 Abs. 1 EUV, demnach Freiheit, Demokratie, Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie Rechtstaatlichkeit, beachten und gerne Mitglied der Union sein möchten, dürfen einen Antrag stellen und ihr somit auch zumindest theoretisch beitreten. Darüber hinaus besitzt die EU eine moralische Verantwortung gegenüber den Ländern das ehemaligen Ostblocks oder jenen, die wirtschaftlich schlechter gestellt sind.

Dies wiederspricht aber andererseits nicht dem Aspekt der Vertiefung der Union. Auch mit über 25 Mitgliedern können gemeinsame politische Leitziele vereinbart und diese auch verfolgt werden. Vertiefung bei gleichzeitiger Erweiterung ist kein Widerspruch.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung umreißt die historische Entwicklung der EU-Türkei-Beziehungen und definiert die Fragestellung bezüglich der Beitrittsszenarien.

2) Darstellung der plausibelsten Modelle: Das Kapitel erläutert vier mögliche Szenarien für die zukünftige Beziehung zwischen der Türkei und der EU, von der Vollmitgliedschaft bis zum Status quo.

3) Streitpunkte bei den Verhandlungen mit der Türkei: Hier werden die kontroversen Themen wie die Finalität der EU, kulturelle Werte und die Zypern-Frage debattiert, die das Beitrittsgesuch maßgeblich beeinflussen.

4) Momentaner Entwicklungsstand der Türkei: Das Kapitel bietet eine Bestandsaufnahme der politischen und wirtschaftlichen Fortschritte der Türkei im Hinblick auf die Kopenhagener Kriterien.

5) Interessen und Meinungen einzelner Mitgliedstaaten und der jeweiligen gesellschaftlichen Diskurse aufgezeigt an ausgewählten Beispielen: Eine Analyse der Haltungen Deutschlands, Großbritanniens und Österreichs zeigt die unterschiedliche Bewertung des Beitritts auf politischer und gesellschaftlicher Ebene.

6) Einfluss der internationalen Umwelt auf Beitrittsentscheidung: Dieses Kapitel betrachtet, wie globale geopolitische Entwicklungen, insbesondere nach dem 11. September 2001, die EU-Beitrittsentscheidung beeinflussen.

7) Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und diskutiert die Wahrscheinlichkeit der verschiedenen Szenarien vor dem Hintergrund der verhärteten Positionen und notwendigen Reformen.

Schlüsselwörter

Türkei, EU-Beitritt, Vollmitgliedschaft, Privilegierte Partnerschaft, Abgestufte Integration, Kopenhagener Kriterien, Zypern-Problematik, Geostrategie, Migration, Integration, Europäische Union, Erweiterung, Vertiefung, Reformprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Zukunftsszenarien für die Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union angesichts des Beitrittsgesuchs und der laufenden Verhandlungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen politische und wirtschaftliche Entwicklungsstände, kulturelle und religiöse Wertedebatten, geostrategische Erwägungen sowie die spezifischen Interessen und gesellschaftlichen Stimmungen in Deutschland, Großbritannien und Österreich.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, wie wahrscheinlich eine Vollmitgliedschaft der Türkei ist, wenn sie gegen alternative Modelle wie eine privilegierte Partnerschaft oder abgestufte Integration abgewogen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Analyse, gestützt auf wissenschaftliche Literatur, offizielle EU-Berichte, politische Stellungnahmen und Umfragedaten der Eurobarometer-Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Beitrittsmodelle, die Aufarbeitung zentraler Streitpunkte, die Bewertung des Entwicklungsstands der Türkei sowie die Untersuchung spezifischer nationaler Diskurse in den drei untersuchten EU-Mitgliedstaaten.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie EU-Erweiterung, Kopenhagener Kriterien, Zypern-Konflikt, politische Reformen, wirtschaftliche Disparitäten und geostrategische Bedeutung definieren.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Zypern-Problematik?

Die Arbeit identifiziert die Zypern-Frage als eines der größten Hindernisse für den Beitritt, da sie zu einer Pattsituation zwischen den beteiligten Seiten führt und die Verhandlungen zu blockieren droht.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zur Wahrscheinlichkeit der Vollmitgliedschaft?

Die Autorin kommt zu einem ambivalenten Ergebnis, hält aber die "Abgestufte Integration" für das rational am wahrscheinlichsten erscheinende Modell, das sowohl den Reformanforderungen gerecht wird als auch den Zeitbedarf für Vertrauensbildung berücksichtigt.

Wie verändern die Ergebnisse des Eurobarometers die Analyse?

Die Eurobarometer-Daten verdeutlichen die wachsende Skepsis in der Bevölkerung der untersuchten Mitgliedstaaten, was den politischen Handlungsspielraum für eine uneingeschränkte Vollmitgliedschaft zusätzlich einschränkt.

Welche Rolle spielt der Zeitfaktor für den Reformprozess in der Türkei?

Der Zeitfaktor wird als entscheidend betrachtet, da er der türkischen Regierung und Verwaltung die notwendige Zeit gibt, Reformen nicht nur formal zu verabschieden, sondern in der Praxis zu verankern und gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen.

Excerpt out of 133 pages  - scroll top

Details

Title
Wackelkandidat Türkei. Szenarien des Beitritts zur EU
College
Technical University of Darmstadt
Grade
1,7
Author
M.A. Susanne Ayen (Author)
Publication Year
2006
Pages
133
Catalog Number
V79281
ISBN (eBook)
9783638799799
ISBN (Book)
9783638807883
Language
German
Tags
Wackelkandidat Türkei Szenarien Beitritts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Susanne Ayen (Author), 2006, Wackelkandidat Türkei. Szenarien des Beitritts zur EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79281
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  133  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint