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Dirty Surplus and Other Comprehensive Income: Folgen für Kennzahlen und Bilanzanalyse?

Title: Dirty Surplus and Other Comprehensive Income: Folgen für Kennzahlen und Bilanzanalyse?

Diploma Thesis , 2007 , 82 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Betriebswirt FH Andre Zohles (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Laut einer Studie im Jahr 2001 wiesen alle Unternehmen des DAX 100 gegenüber ihrem positiven Net Income ein negatives, betragsmäßig höheres OCI aus. Würden diese erfolgsneutralen Gewinne und Verluste ausnahmslos in der GuV erfasst, wären die Jahresergebnisse der DAX 100 insgesamt negativ ausgefallen.

Ziel dieser Arbeit ist die umfassende Darstellung des other comprehensive income nach International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Folgen für Kennzahlen und Bilanzanalyse. Dabei soll zunächst die inhaltliche Bedeutung des Kongruenzprinzips und deren Funktion im Hinblick auf Rechnungswesen und Bilanzgefüge aufgezeigt werden. Im Weite-ren werden die Rechnungslegungssysteme nach HGB, US-GAAP und IFRS untersucht und deren Kongruenzdurchbrechungen erläutert. In allen drei Rechnungslegungssystemen wird die clean surplus relation mit der Konsequenz erfolgsneutraler Eigenkapitalveränderungen durchbrochen.
Im Anschluss erfolgt in Kapitel 4 die ausführliche Darstellung der Bestandteile des other comprehensive income nach IFRS. Für diese Bearbeitung wurden die nach derzeitiger Rechtslage gültigen Rechnungslegungsstandards und Interpretationen zugrunde gelegt.
Da ein Teil der unrealisierten Gewinne und Verluste in späteren Perioden erfolgswirksam realisiert wird, erfolgt in Kapitel 5 die Erläuterung des income recycling. Ziel ist es, die Bestandteile des OCI nach dem Kriterium des Recycling zu klassifizieren und dessen verschiedene Erfolgsauswirkungen zu untersuchen. Kapitel 6 widmet sich abschließend der Analyseproblematik des OCI. Welchen Einfluss haben erfolgsneutral erfasste Gewinne und Verluste auf den Zeit- und Betriebsvergleich der Jahresabschlüsse? Insbesondere stellt sich die Frage nach einem grundsätzlich eigenständigen Analyseansatz und inwieweit modifizierte oder gar neue Kennzahlen die Beurteilung des
other comprehensive income ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.1 Einführung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Das Kongruenzprinzip Clean Surplus

2.1 Inhalt von Kongruenz und Clean Surplus

2.2 Die Kongruenzbeziehung aus wertorientierter Sicht

2.3 Grenzen der Kongruenz und Formen der Durchbrechung

2.3.1 Grenzen der Kongruenz durch externe Ereignisse

2.3.2 Permanente vs. temporäre Kongruenzdurchbrechung

2.3.3 Offene und verdeckte Kongruenzdurchbrechung

2.4 Fazit zur Kongruenz "Clean Surplus"

3. Dirty Surplus in der Rechnungslegung

3.1 Erfolgsneutrale Gewinne und Verluste im Handelsrecht

3.1.1 Erfolgsneutrale Behandlung des Good Will

3.1.2 Behandlung von Währungsumrechnungsdifferenzen

3.1.3 Systemwechsel von HGB auf IFRS

3.1.4 Ausweis und Dokumentation erfolgsneutraler Vorgänge

3.2 Dirty Surplus in der internationalen Rechnungslegung

3.2.1 Die Entwicklung der Gewinnkonzeptionen in den US - GAAP

3.2.1.1 Das All Inclusive Income Concept (AIIC)

3.2.1.2 Das Current Operating Performance Concept (COPC)

3.2.1.3 Verschmelzung zum Modified All Inclusive Income Concept (MAIIC)

3.2.2 Das Other Comprehensive Income nach US - GAAP

3.2.2.1 Begriff

3.2.2.2 Inhalt des Other Comprehensive Income nach US - GAAP

3.2.2.3 Dokumentation des Other Comprehensive Income nach US - GAAP

3.2.3 Das Other Comprehensive Income nach IFRS

3.2.3.1 Begriff

3.2.3.2 Inhalt des Other Comprehensive Income nach IFRS

3.2.3.3 Dokumentation des Other Comprehensive Income nach IFRS

3.3 Fazit zum Dirty Surplus Accounting

4. Bestandteile des Other Comprehensive Income nach IFRS

4.1 Fremdwährungsumrechnungen ausländischer Tochtergesellschaften nach IAS 21

4.2 Wertänderungen von Finanzinstrumenten nach IAS 39

4.2.1 Wertänderungen von Available for Sale Securities

4.2.2 Umwidmung und Ausbuchung

4.2.3 Wertänderungen von Hedging Instrumenten

4.2.3.1 Behandlung von Fair Value Hedges

4.2.3.2 Behandlung von Cash Flow Hedges

4.2.3.3 Behandlung von Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation

4.3 Wertänderungen aus der Neubewertung von Sachanlagen nach IAS 16

4.4 Wertänderungen aus der Neubewertung von immateriellen Vermögen nach IAS 38

4.5 Wertänderungen aus der Neubewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nach IAS 40

4.6 Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen durch Anwendung von IAS 8

4.6.1 Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.6.2 Berücksichtigung wesentlicher Fehler

4.7 Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertungen von Pensionsverpflichtungen nach IAS 19

4.8 Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 1

4.9 Erfolgsneutralitäten bei Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3

4.9.1 Sukzessiver Erwerb

4.9.2 Nachträgliche Kaufpreiskorrektur

4.10 Erfolgsneutralitäten bei Kapitaltransaktionen

4.10.1 Erwerb eigener Anteile

4.10.2 Behandlung von Eigenkapitalbeschaffungskosten

4.10.3 Behandlung von Share based Payments

5. Income Recycling und Reclassification Adjustments

5.1 Das Recycling von Erfolgen

5.2 Untersuchungen zum OCI im Recyclingprozess

6. Other Comprehensive Income: Folgen für Bilanzanalyse und Kennzahlen

6.1 Einschränkungen des Zeitvergleichs bei der Umstellung von HGB auf IFRS

6.2 Einschränkungen des Zeitvergleichs von IFRS - Abschlüssen

6.2.1 Explizite und implizite Wahlrechte

6.2.2 Auswirkung der Bilanzpolitik auf den Zeitvergleich und Kennzahlen

6.2.3 Kreative Bildung der Eigenkapitalrentabilität

6.3 Das Other Comprehensive Income im Betriebsvergleich

6.3.1 Typologische OCI - Analyse

6.4 Fazit zum Other Comprehensive Income in der Bilanzanalyse

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die umfassende Analyse des "Other Comprehensive Income" (OCI) nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auswirkungen auf die Bilanzanalyse und betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie erfolgsneutrale Gewinne und Verluste, die außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) im Eigenkapital erfasst werden, die Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen im Zeit- und Betriebsvergleich beeinflussen und welche Analysemethoden zur Anpassung und Korrektur von Kennzahlen erforderlich sind.

  • Bedeutung und Grenzen des Kongruenzprinzips ("Clean Surplus") im Rechnungswesen.
  • Vergleich der Rechnungslegungssysteme HGB, US-GAAP und IFRS hinsichtlich des Umgangs mit "Dirty Surplus".
  • Detaillierte Darstellung der Bestandteile des OCI nach IFRS sowie deren "Recycling"-Prozesse.
  • Analyse der bilanzpolitischen Gestaltungsspielräume durch Wahlrechte im IFRS-Abschluss.
  • Entwicklung eines Modells zur typologischen Analyse des OCI im Betriebsvergleich mittels Peer Groups.

Auszug aus dem Buch

2. Das Kongruenzprinzip - Clean Surplus

Bereits Schmalenbach diskutierte im Rahmen der dynamischen Bilanzlehre die Bedeutung von periodischer Erfolgsrechnung und der Totalrechnung der Unternehmen. So sind es zunächst Informationsbedürfnisse aus dem Unternehmensumfeld sowie Bilanzierungs- und Steuervorschriften, die eine einfache Totalrechnung über die Gesamtlebensdauer des Unternehmens unzureichend machen. Umhin ist der Begriff des Totalgewinns - verstanden als Summe aller Periodengewinne - von eher untergeordnetem Interesse, da sich nach dem Ende der Unternehmung doch nur wenig mit dieser Erfolgsgröße anfangen lässt. Erst die Spaltung der Gesamtlebensdauer und deren periodische Abbildung ermöglicht, „Erfolg zu studieren, ... Unökonomisches zum Erliegen und Ökonomisches zur Entwicklung zu bringen.“

Vor diesem Hintergrund fordert Schmalenbach vehement die Kongruenzbeziehung zwischen der periodischen Erfolgsrechnung und der Totalrechnung des Unternehmens. Inhalt des Kongruenzpostulats ist das lückenlose Aneinanderknüpfen periodischer Erfolgsrechnungen, welche kumuliert die Summe der Periodenerfolge ergeben und dem Totalerfolg bei Beendigung des Unternehmens entsprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in das Kongruenzprinzip und die Problematik des "Dirty Surplus" als zentrale Forschungsgegenstände der Arbeit.

2. Das Kongruenzprinzip Clean Surplus: Theoretische Herleitung der Kongruenzbeziehung nach Schmalenbach und Erläuterung der Grenzen sowie Formen der Durchbrechung.

3. Dirty Surplus in der Rechnungslegung: Untersuchung der Behandlung erfolgsneutraler Vorgänge nach HGB, US-GAAP und IFRS sowie detaillierte Definition des Other Comprehensive Income.

4. Bestandteile des Other Comprehensive Income nach IFRS: Systematische Aufarbeitung der IFRS-Standards, die zu erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen führen, inklusive Sicherungsbeziehungen und Neubewertungen.

5. Income Recycling und Reclassification Adjustments: Methodische Beschreibung der Rückführung erfolgsneutral erfasster Beträge in die GuV und die Klassifizierung nach dem Recycling-Kriterium.

6. Other Comprehensive Income: Folgen für Bilanzanalyse und Kennzahlen: Praktische Analyse der Auswirkungen von OCI-Positionen auf den Zeit- und Betriebsvergleich sowie Vorschläge zur kreativen Anpassung von Kennzahlen.

7. Zusammenfassung: Abschließendes Resümee der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit neuer Analyseverfahren im Rahmen des Business Reporting.

Schlüsselwörter

Dirty Surplus, Clean Surplus, Other Comprehensive Income, OCI, Kongruenzprinzip, IFRS, US-GAAP, Bilanzanalyse, Eigenkapital, Einkommenskonzeption, Income Recycling, Reclassification Adjustments, Unternehmensbewertung, Bilanzpolitik, Kennzahlen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der internationalen Rechnungslegungspraxis, insbesondere mit dem "Other Comprehensive Income" (OCI), welches Gewinne und Verluste umfasst, die direkt im Eigenkapital statt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Kongruenzprinzip, die Unterschiede zwischen HGB-, US-GAAP- und IFRS-Rechnungslegung, das "Income Recycling" sowie die Herausforderungen bei der Bilanzanalyse durch das OCI.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Folgen des OCI für die Bilanzanalyse und Kennzahlenbildung aufzuzeigen und Lösungsansätze für einen fundierten Vergleich von Jahresabschlüssen nach IFRS zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Rechnungslegungssysteme, eine kritische Würdigung der einschlägigen IFRS-Standards sowie eine typologische Bilanzanalyse unter Verwendung von Peer Groups für den Betriebsvergleich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Kongruenzprinzips, die detaillierte Darstellung der OCI-Bestandteile nach IFRS, die Erläuterung des Recycling-Prozesses und die Analyse der bilanzpolitischen Auswirkungen auf Kennzahlen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Dirty Surplus, OCI, Kongruenzprinzip, IFRS, Bilanzanalyse, Income Recycling und Eigenkapitalrentabilität.

Wie wirkt sich das OCI konkret auf die Eigenkapitalquote aus?

Erfolgsneutrale Neubewertungen, die direkt ins Eigenkapital fließen, erhöhen die Eigenkapitalquote, was das Unternehmen nach außen hin kapitalstärker erscheinen lässt, ohne dass ein tatsächlicher betrieblicher Erfolg erzielt wurde.

Warum ist das "Income Recycling" für Analysten so relevant?

Das Recycling ist entscheidend, da es die Rückführung von im OCI "zwischengelagerten" Beträgen in die GuV beschreibt. Für Analysten ist dies wichtig, um Doppelzählungen von Gewinnen zu vermeiden und die tatsächliche Ertragskraft zu verstehen.

Was ist das Ergebnis der typologischen Analyse der Peer Group?

Die Analyse verdeutlicht, dass das OCI ein sehr heterogenes Aggregat ist. Ein einfacher Vergleich von Gesamtwerten reicht nicht aus; vielmehr müssen die Einzelbestandteile (z.B. Währungsumrechnung vs. Neubewertung) analysiert werden, um bilanzpolitische Maßnahmen von operativen Effekten zu unterscheiden.

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Details

Title
Dirty Surplus and Other Comprehensive Income: Folgen für Kennzahlen und Bilanzanalyse?
College
Erfurt University of Applied Sciences
Course
Prüfungs- und Treuhandwesen
Grade
1,3
Author
Diplom-Betriebswirt FH Andre Zohles (Author)
Publication Year
2007
Pages
82
Catalog Number
V79296
ISBN (eBook)
9783638799805
ISBN (Book)
9783638904056
Language
German
Tags
Dirty Surplus Other Comprehensive Income Folgen Kennzahlen Bilanzanalyse Prüfungs- Treuhandwesen Thema Bilanzanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirt FH Andre Zohles (Author), 2007, Dirty Surplus and Other Comprehensive Income: Folgen für Kennzahlen und Bilanzanalyse?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79296
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