Das Ziel der vorliegenden wissenschaftlichen Studie war es, den Einfluss von Product Placement auf das Konsumentenverhalten zu erörtern.
Die Untersuchung sollte erstens aufzeigen, ob die bewusste Platzierung von Markenprodukten in Filmen vom Fernsehpublikum wahrgenommen wird. Zweitens, ob sich die Zuschauer an die Produkte erinnern. Und Drittens, ob Product Placement das Publikum zum Kauf anregt.
Untersuchungszeitraum: 1. März 2006 - 26. Juni 2006
Methoden: Inhaltsanalyse (n=10 Kinospielfilme) und schriftliche Befragung (n=46 StudentInnen).
Auswertung: Statistikprogramm SPSS 14.0
Aus Sicht der interdisziplinär orientierten Kommunikationsforschung soll die Studie einen kleinen Schritt in Richtung Schließung einer Forschungslücke wagen. Denn: Unternehmen sehen im Product Placement ein Instrument zur Umsatzsteigerung. Reese´s Pieces z.B. verzeichnete nach eigenen Angaben nach dem Film „E.T.“ eine Umsatzsteigerung von 65%, Red Stripe Beer nach dem Film „Die Firma“ ein Plus von 53% und Ray Ban verzeichnete ohne parallel eine klassische Werbe-Linie verfolgt zu haben ein Umsatzplus von 25%. Tatsächlich aber fehlen aus wissenschaftlicher Sicht repräsentative Studien, die den Erfolg von Product Placement systematisch und objektiv messen.
Die vorliegende Studie soll deshalb Aufschluss darüber geben, welche Wirkung die Platzierung von Markenprodukten in Spielfilmen auf das Publikum erzielt und ob das Kaufverhalten durch Product Placement tatsächlich beeinflusst werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 FORSCHUNGSZIEL
1.2 FORSCHUNGSSTAND
1.3 FORSCHUNGSFRAGEN
1.4 HYPOTHESEN
2. THEORIE
2.1 DEFINITIONEN
2.1.1 Product Placement
2.1.2 Kaufverhalten
2.1.3 Markenartikel und Markenbewusstsein
2.2 STUDIEN
3. EMPIRIE
3.1 UNTERSUCHUNGSDESIGN
3.1.1 Untersuchungsdesign der Inhaltsanalyse
3.1.2 Untersuchungsdesign der Befragung
3.2 OPERATIONALISIERUNG
3.3 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
3.3.1 Demographie
3.3.2 Kaufverhalten und Markenbewusstsein
3.3.3 Wahrnehmung von Product Placement
3.3.4 Erinnerung von Product Placement
3.3.5 Einstellungen zu Product Placement
3.4 HYPOTHESENÜBERPRÜFUNG
3.4.1 Wahrnehmung
3.4.2 Erinnerung
3.4.3 Kaufverhalten
4. SCHLUSS
4.1 ZUSAMMENFASSUNG
4.2 FAZIT
4.3 AUSBLICK
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Product Placement in Spielfilmen auf das Konsumverhalten des Publikums, wobei insbesondere die Wahrnehmung, die Erinnerungsleistung und die Kaufanimation durch Markenplatzierungen im Zentrum der Analyse stehen.
- Empirische Untersuchung der Wirkung von Product Placement in zehn populären Kinofilmen.
- Analyse des Zusammenhangs zwischen Markenbewusstsein und der Wahrnehmung von Produkten.
- Überprüfung theoretischer Ansätze wie des Involvement-Konzepts und Emotional Branding.
- Untersuchung der Kaufbereitschaft von Konsumenten nach Konfrontation mit Marken in Filmen.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Alternative Werbeformen wie Product Placement boomen. Denn: Die Zahl an Werbebotschaften steigt, mit ihr aber auch die Zahl der werbeüberfluteten, werbeflüchtenden Gesellschaft. „Zu viel und langweilig“ lautete 2003 das Ergebnis der europäischen GfK-Studie zu Einstellung zur Werbung.
Mit Product Placement scheinen Werbetreibende eine Möglichkeit gefunden zu haben, Produkte und Marken als natürlichen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in die Filmhandlung zu integrieren ohne die Zuschauer zu stören. Doch: Kommt die Botschaft beim Publikum auch wirklich an? Bietet Product Placement einen Kaufanreiz?
Im Folgenden werden das Forschungsziel, der aktuelle Forschungsstand sowie die Forschungsfragen und Hypothesen dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung bezüglich werbeüberfluteter Gesellschaften und Einführung in das Ziel der Untersuchung von Product Placement.
2. THEORIE: Definition der zentralen Begriffe wie Product Placement, Kaufverhalten und Markenbewusstsein sowie Vorstellung relevanter Werbewirkungsmodelle.
3. EMPIRIE: Detaillierte Beschreibung des Untersuchungsdesigns der Inhaltsanalyse und der Befragung sowie die systematische Auswertung der Studienergebnisse.
4. SCHLUSS: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse unter Berücksichtigung des Erkenntnisziels sowie Fazit und Ausblick auf zukünftige Trends.
Schlüsselwörter
Product Placement, Konsumverhalten, Markenbewusstsein, Involvement, Inhaltsanalyse, Werbewirkung, Markenartikel, Kaufentscheidung, Empirie, Wahrnehmung, Erinnerung, Film, Marketing, Markenimage, Emotional Branding
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, inwieweit die gezielte Platzierung von Markenprodukten in Spielfilmen das Konsumverhalten der Zuschauer beeinflusst.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Markenwahrnehmung, der Erinnerung an platzierte Markenprodukte sowie der Animation zum Kauf durch solche medialen Platzierungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Einfluss medialer Vorlagen auf Konsumenten zu erörtern und zu prüfen, ob Markenprodukte wahrgenommen und erinnert werden und ob dies einen Kaufanreiz darstellt.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Verfasserin verwendet eine Kombination aus einer groben Inhaltsanalyse von zehn Kinofilmen sowie eine schriftliche empirische Befragung von 45 Studenten.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und eine empirische Analyse, die Hypothesen über Markenbewusstsein, Involvement und Kaufanimation testet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wesentliche Begriffe sind Product Placement, Markenbewusstsein, Kaufanimation, Involvement-Theorie und Werbewirkung.
Warum spielt das „Involvement-Konzept“ eine wichtige Rolle in der Arbeit?
Es dient dazu, das Kaufverhalten der Probanden in verschiedene Gruppen einzuordnen, um zu messen, wie stark persönliches Interesse die Wahrnehmung von Produktplatzierungen steuert.
Welches Ergebnis liefert die Untersuchung für den Film „Casino Royale“?
Der Film wies im Vergleich zu anderen untersuchten Filmen eine überdurchschnittlich hohe Wahrnehmung und ungestützte Erinnerungsleistung der platzierten Marken auf.
- Quote paper
- Aleksandra Savicic (Author), 2006, Der Einfluss von Product Placement auf das Konsumverhalten von Filmzuschauern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79309