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Mobbing im Unternehmen

Eine Analyse aus der Sicht der Opfer

Title: Mobbing im Unternehmen

Seminar Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maria Kasemir (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, Mobbing als ein ernstzunehmendes Problem der Arbeitswelt zu verdeutlichen und insbesondere die Situation der Mobbingopfer zu veranschaulichen. Die in dieser Hausarbeit verwendeten Zahlen, entstammen aus dem "Mobbing-Report“ und der aktuellen Repräsentativstudie für die Bundesrepublik Deutschland, welche die Aktualität dieser Arbeit bekräftigen .
Zu Beginn wird der Begriff Mobbing definiert und die aktuellen Forschungsergebnisse vorgestellt. Durch die Analyse der Hauptursachen, der Vorstellung des theoretischen Mobbingverlaufs nach Leymann sowie der sich daraus ergebenden Folgen für das Mobbingopfer soll das Phänomen Mobbing erklärt werden. Danach werden mögliche Gegenmaßnahmen, die das Opfer treffen kann, aufgezeigt und mit einer kritischen Gesamtbewertung die Arbeit abgeschlossen.

Mobbing findet in vielen Bereichen des Lebens statt. Meistens jedoch in Zwangsgemeinschaften, wie z.B. Schulen, Unternehmen oder der Bundeswehr, denn die Mitgliedschaft und die anderen Mitglieder sind hier nicht frei gewählt. Durch ständige Kommunikation entsteht ein hohes Potential für Konflikte. Werden diese Konflikte nicht geklärt, können sie zu einer tickenden Zeitbombe werden und irgendwann in Mobbing eskalieren. Mobbing am Arbeitsplatz zeichnet sich durch eine systematisch betriebene Boshaftigkeit, wie z. B. persönliche Angriffe, Intrigen und Schikanen durch Vorgesetzte oder Kollegen aus, meist mit dem Ziel das Opfer zur freiwilligen Aufgabe des Arbeitsplatzes zu bewegen. Mobbing ist keine Mode, die kommt und geht. Mobbing existiert schon seit Jahrhunderten, hat aber in den letzten Jahren einen immer größeren Stellenwert eingenommen. Die Globalisierung und der rasante technologische Fortschritt führen zu einem starken Wettbewerbsdruck. Das Entstehen moderner Beschäftigungsverhältnisse (wie z.B. Zeit-, Telearbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, geringfügige Beschäftigung), die Verschärfung von Leistungsdruck sowie die schlechte Arbeitsmarktsituation können zu Mobbing führen.
Es stellt sich die Frage, ob Mobbing in Deutschland überhaupt möglich ist? In einem Land, in dem die Menschenwürde im Grundgesetz verankert ist und unzählige Gesetze, Arbeitsgerichte, Gewerkschaften und Betriebsräte existieren. Die Antwort muss leider bejaht werden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) schätzt den mobbingbedingten volkswirtschaftlichen Schaden auf jährlich 25 Milliarden € (vgl. Hirigoyen 2004, S. 371).


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Krieg am Arbeitsplatz ist keine Modeerscheinung

2 Definition des Begriffs Mobbing

3 Mobbing - Forschung

4 Ursachen von Mobbing

4.1 Konflikte

4.2 Eigenschaften des Opfers

4.3 Hierarchie und Führungsverhalten im Unternehmen

4.4 Wirtschaftliche Lage

5 Ablauf von Mobbing nach Leymann

6 Folgen für das Mobbingopfer

6.1 Gesundheitliche Folgen

6.2 Auswirkungen auf das Privatleben

6.3 Auswirkungen auf die Arbeitsleistung

7 Maßnahmen des Opfers gegen Mobbing

8 Gesamtbewertung und Handlungsempfehlungen

9 Anhang

9.1 Die 45 Mobbinghandlungen nach Leymann

9.2 Betriebsvereinbarung von VW

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Mobbing als ein ernstzunehmendes Problem der modernen Arbeitswelt zu verdeutlichen und dabei insbesondere die spezifische Situation der Mobbingopfer wissenschaftlich zu analysieren. Die Forschungsarbeit beleuchtet hierbei die Entstehungsursachen, den Phasenverlauf sowie die tiefgreifenden gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen auf die Betroffenen.

  • Analyse der Ursachen von Mobbing in Unternehmen (Konflikte, Organisation, Führungsverhalten)
  • Darstellung des theoretischen Phasenmodells des Mobbingverlaufs nach Heinz Leymann
  • Untersuchung der psychischen und physischen Folgen für das Individuum
  • Evaluation von Bewältigungsstrategien und Handlungsempfehlungen für Opfer und Unternehmen

Auszug aus dem Buch

Phase 2: Psychoterror

Die Auslösephase geht in die eigentliche Mobbingphase über, indem sich feindliche, systematische Angriffe über einen längeren Zeitraum auf das Opfer richten. Der ursprüngliche Konflikt tritt immer mehr in den Hintergrund und der Sachkonflikt wird zu einer persönlichen Auseinandersetzung.

Das Opfer verändert immer mehr seine Verhaltensweisen, indem es unfreundlich, misstrauisch und aggressiv wird oder sich in sein „Schneckenhaus“ zurückzieht. Der andauernde Psychoterror verursacht eine erhöhte Fehlerquote bei der Arbeit des Opfers. Verbunden mit der sozialen Isolation führt dies dazu, dass jetzt auch andere Kollegen und Vorgesetzte das Opfer als Außenseiter ansehen. In dieser Phase tauchen beim Opfer die ersten körperlichen und psychischen Schäden auf. Am Ende der zweiten Mobbing-Phase sinken die Chancen des Opfers, allein aus dem Prozess wieder herauszukommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Krieg am Arbeitsplatz ist keine Modeerscheinung: Das Kapitel führt in das Phänomen Mobbing ein, erläutert dessen Relevanz in der heutigen Dienstleistungsgesellschaft und nennt erste statistische Daten zur Betroffenheit in Deutschland.

2 Definition des Begriffs Mobbing: Hier werden verschiedene Ansätze zur Begriffsbestimmung vorgestellt, darunter die wissenschaftliche Definition nach Heinz Leymann sowie die offizielle Definition der GpsM.

3 Mobbing - Forschung: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die historische Entwicklung der Mobbingforschung, beginnend mit den Projekten in Skandinavien bis hin zur ersten repräsentativen Studie in Deutschland.

4 Ursachen von Mobbing: Das Kapitel analysiert komplexe Entstehungsfaktoren wie ungelöste Konflikte, strukturelle Mängel in der Hierarchie, individuelle Opfereigenschaften sowie den Einfluss der wirtschaftlichen Lage.

5 Ablauf von Mobbing nach Leymann: Basierend auf dem Phasenmodell von Heinz Leymann wird der typische Eskalationsverlauf von Mobbingprozessen, vom initialen Konflikt bis zum Ausschluss aus der Arbeitswelt, dargestellt.

6 Folgen für das Mobbingopfer: Hier werden die gravierenden Auswirkungen von Mobbing auf die physische und psychische Gesundheit, das Privatleben sowie die berufliche Leistungsfähigkeit detailliert beleuchtet.

7 Maßnahmen des Opfers gegen Mobbing: Dieses Kapitel bietet einen Leitfaden für Betroffene, wie sie sich in der Anfangsphase verhalten können und welche internen sowie externen Anlaufstellen zur Unterstützung existieren.

8 Gesamtbewertung und Handlungsempfehlungen: Abschließend werden Forderungen an Unternehmen und den Gesetzgeber gestellt, um Mobbing präventiv entgegenzuwirken und ein gesundes Betriebsklima zu fördern.

9 Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Materialien, namentlich die systematische Auflistung der 45 Mobbinghandlungen nach Leymann sowie eine beispielhafte Betriebsvereinbarung der Volkswagen AG.

Schlüsselwörter

Mobbing, Psychoterror, Arbeitsplatz, Konfliktmanagement, Arbeitsklima, Leymann, Personalmanagement, Prävention, Arbeitsrecht, soziale Isolation, Gesundheitsschäden, Diskriminierung, Betriebsvereinbarung, Mobbingopfer, Fehlverhalten

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Mobbing als schwerwiegendes Problem der modernen Arbeitswelt aufzuzeigen und insbesondere die psychische und soziale Situation der betroffenen Opfer in den Fokus zu rücken.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Hausarbeit behandelt?

Zentrale Themen sind die Ursachenforschung, die Phasenmodelle der Eskalation nach Leymann, die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Privatleben sowie konkrete Maßnahmen zur Prävention und Bewältigung von Mobbing.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung aktueller wissenschaftlicher Literatur und existierender Repräsentativstudien, wie etwa dem „Mobbing-Report“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Wie definiert der Autor Mobbing in diesem Kontext?

Der Autor orientiert sich an der wissenschaftlichen Definition von Heinz Leymann, wonach Mobbing durch systematische, feindliche Angriffe über einen längeren Zeitraum gekennzeichnet ist, die gegen eine unterlegene Person gerichtet sind.

Welche Rolle spielt die Führung im Mobbingprozess?

Das Führungsverhalten wird als kritischer Faktor identifiziert; ein autoritärer Stil oder das Ignorieren von Mobbingentwicklungen durch Vorgesetzte begünstigt die Eskalation im Unternehmen erheblich.

Was charakterisiert die in der Arbeit verwendeten Schlüsselbegriffe?

Die Begriffe konzentrieren sich auf das Spannungsfeld zwischen betrieblicher Organisation, zwischenmenschlicher Kommunikation, psychischer Belastung und der Notwendigkeit rechtlicher bzw. organisatorischer Gegenmaßnahmen.

Warum wird die Betriebsvereinbarung der VW AG im Anhang aufgeführt?

Das Dokument dient als praktisches Beispiel für ein unternehmensweites Präventions- und Interventionsinstrument, das verbindliche Regeln für ein partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz etabliert.

Gibt es laut der Arbeit eine spezifische "Täter- oder Opferpersönlichkeit"?

Die Forschungsergebnisse betonen, dass es kein typisches Mobbingopfer gibt; grundsätzlich kann jeder Mensch in einer spezifischen Konstellation und Arbeitsumgebung zum Ziel von Mobbing werden.

Welchen Stellenwert nimmt die juristische Auseinandersetzung ein?

Der Gang zum Anwalt wird von der Autorin als letztes Mittel empfohlen, da juristische Verfahren für die psychisch angeschlagenen Opfer oft sehr belastend, zeit- und kostenintensiv sind.

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Details

Title
Mobbing im Unternehmen
Subtitle
Eine Analyse aus der Sicht der Opfer
College
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg
Course
Kommunikation und Führung (Schwerpunktfach Personalmanagement)
Grade
1,7
Author
Maria Kasemir (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V79336
ISBN (eBook)
9783638867535
ISBN (Book)
9783638867665
Language
German
Tags
Mobbing Unternehmen Kommunikation Führung Personalmanagement)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Kasemir (Author), 2006, Mobbing im Unternehmen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79336
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