Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economy - Theory of Competition, Competition Policy

Wettbewerb zwischen Universitäten - Entwicklungen, Aussichten und Problemfelder

Title: Wettbewerb zwischen Universitäten  -  Entwicklungen, Aussichten und Problemfelder

Seminar Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom-Kaufmann Markus Rölver (Author)

Economy - Theory of Competition, Competition Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Eliteuniversitäten, Kompetenzcluster, Internationalität und mehr Autonomie für Hochschulen sind häufige Begriffe, die in der aktuellen und zurückliegenden politischen Diskussion um die deutsche Hochschulreform fallen. Die westlich geprägten Staaten bewegen sich im Zeitalter der Wissens- und Informationsgesellschaft und die strategischen Erfolgsfaktoren für den internationalen Wettbewerb haben sich verändert. Insbesondere die Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Wissen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Es verwundert daher nicht, wenn im Zuge sich wandelnder europäischer Rahmenbedingungen bestehende Systeme des tertiären Bildungssektors hinterfragt werden. Diese Arbeit problematisiert die Besonderheiten des Hochschulwesens im Wettbewerb. Zunächst wird eine allgemeine Blickrichtung eingenommen, der Begriff der Hochschule für Deutschland abgegrenzt und erste Unterschiede im internationalen Hochschulraum in knapper Form exemplarisch dargestellt. Hierbei wird auch der europäische Angleichungsprozess der Studienstrukturen berücksichtigt. In einem nächsten Schritt werden die Einflussgrößen eines Wettbewerbs zwischen Hochschulen analysiert. Dabei werden die Besonderheiten des Guts Bildung und die Interessen relevanter Stakeholder identifiziert sowie wirkende Marktkräfte untersucht. Daran anschließend wird gezeigt, wie durch eine Profilbildung der Bildungsinstitute eine strategische Marktpositionierung erreicht werden kann. Weiterhin wird Bezug auf die staatliche Regulierung genommen und mögliche Wirkungen durch die Einführung konsekutiver Studiengänge in Deutschland aufgezeigt. Abschließend werden mögliche Innovationsleistungen beleuchtet und die Kernaussagen zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Zur Relevanz eines verstärkten Wettbewerbs zwischen Hochschulen

2 Hochschulen im Fokus

2.1 Begriffsgegenstand der Hochschulen

2.2 Blick auf den internationalen Hochschulraum

2.3 Von Bologna nach Europa

3 Hochschulen im Wettbewerb

3.1 Bildung – ein ganz besonderes Gut

3.2 Determinanten des Wettbewerbs zwischen Hochschulen

3.2.1 Wettbewerbsbestimmende Interessen

3.2.2 Inputorientierte Märkte, Mobilität und regionale Unterschiede

3.3 Folgen des Wettbewerbs

3.3.1 Profilbildung: Global Player oder Local Hero?

3.3.2 Aufgaben für Deutschland

3.3.3 Wettbewerb - Abberatio ictus?

3.4 Chancen und Innovationsleistung

4 Das Rennen hat begonnen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Besonderheiten und Herausforderungen des Hochschulwesens im Kontext eines verstärkten Wettbewerbs. Dabei wird untersucht, wie Hochschulen durch Profilbildung und strategische Marktpositionierung auf sich wandelnde Rahmenbedingungen reagieren können und welche Rolle staatliche Regulierung sowie die Einführung konsekutiver Studiengänge in Deutschland spielen.

  • Charakterisierung des Guts Bildung
  • Analyse der Stakeholderinteressen
  • Mechanismen der Profilbildung und Reputation
  • Einfluss des Bologna-Prozesses auf die Wettbewerbsstruktur
  • Staatliche Regulierungsansätze und Innovationsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Bildung – ein ganz besonderes Gut

Die Forderung nach einer Erhöhung von Wettbewerbselementen in der Hochschulpolitik, die in der Folge zu einem Wettbewerb zwischen Universitäten führen sollen, bedarf zunächst einer Erörterung, um welches Gut es sich bei Bildung überhaupt handelt. Überlegungen zur Klassifikation des Guts Bildung münden damit in die Fragestellung nach dem Grad an Rivalität im Konsum und der Anwendbarkeit des Ausschlussprinzips. Entlang dieser Dimensionen ergeben sich die Klassifikationsoptionen privater, öffentlicher, Allmende- oder Netzwerkgüter.

Zu prüfen ist also in einem ersten Schritt die Rivalität im Konsum. Sie entsteht, wenn durch die Nutzung des Gutes der Nutzen einer anderen Person eingeschränkt wird. Entsprechend liegt Nichtrivalität im Konsum vor, wenn durch einen weiteren Konsumenten keine bzw. lediglich unerhebliche Grenzkosten entstehen. Am Beispiel einer klassischen Vorlesung scheint es unerheblich, ob sich ein Studierender mehr oder weniger im Auditorium befindet. Eine Rivalität im Konsum läge damit also nicht vor. Sicherlich ist aber auch zu berücksichtigen, dass die Grenzkosten bei gegebener Ressourcenausstattung ebenfalls vom Auslastungsgrad abhängig und damit nicht unendlich teilbar sind. Weil also nicht jedes Bildungsangebot gleichzeitig von beliebig vielen Nutzern in Anspruch genommen werden kann, lässt sich hier nicht zweifelsfrei von einer Nichtrivalität sprechen. Der zweite Prüfschritt zielt nun auf die Anwendung des Ausschlussprinzips ab. Dies liegt vor, wenn Individuen die Nutzung des Gutes vorenthalten werden kann. Der Zugang zur Bildung, etwa in Form eines Hochschulbesuches, ließe sich ohne weiteres beispielsweise mangels eines qualifizierenden Schulabschlusses ausschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zur Relevanz eines verstärkten Wettbewerbs zwischen Hochschulen: Das Kapitel führt in die aktuelle Debatte um deutsche Hochschulreformen ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Wettbewerb im Hochschulwesen zu problematisieren.

2 Hochschulen im Fokus: Hier wird der Begriffsgegenstand Hochschule definiert und ein Überblick über den internationalen Hochschulraum sowie die europäische Entwicklung nach Bologna gegeben.

3 Hochschulen im Wettbewerb: In diesem Hauptteil werden die ökonomischen Merkmale des Guts Bildung analysiert, Stakeholderinteressen identifiziert und die Folgen sowie Chancen des Wettbewerbs für die Profilbildung erörtert.

4 Das Rennen hat begonnen: Das Fazit stellt fest, dass der Wettbewerb im europäischen Hochschulraum begonnen hat und durch neue regulatorische Strukturen sowie die Notwendigkeit flexibler Akteure geprägt ist.

Schlüsselwörter

Hochschulwettbewerb, Bildungssystem, Profilbildung, Bologna-Prozess, Reputationsmaximierung, Stakeholder, Humankapital, konsekutive Studiengänge, Standortwettbewerb, staatliche Regulierung, Innovation, Marktpositionierung, tertiärer Bildungssektor, Exzellenzinitiative, Studiengebühren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklungen und Problemfelder eines verstärkten Wettbewerbs zwischen Universitäten und anderen Hochschulformen im tertiären Bildungssektor.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ökonomische Klassifizierung von Bildung, die Interessen der Beteiligten (Stakeholder), die Auswirkungen europäischer Harmonisierungsprozesse sowie die strategische Positionierung von Bildungseinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie Hochschulen durch Profilbildung im Wettbewerb bestehen können und welche Rolle der Staat bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit ordnungsökonomischen und hochschulpolitischen Konzepten, ergänzt um eine Analyse internationaler Vergleichsmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Triebkräften des Wettbewerbs, den Besonderheiten des Guts Bildung und den Herausforderungen, die sich durch Profilbildung und Globalisierung für deutsche Hochschulen ergeben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hochschulwettbewerb, Profilbildung, Bologna-Prozess, Reputationsmaximierung und Humankapital.

Wie beeinflussen Studiengebühren das Wettbewerbsverhalten?

Studiengebühren dienen als Stellgröße zur Steuerung der Nachfrage, wobei die Hochschule versuchen kann, durch Gebührenanpassungen Gesamtkosten zu senken, um attraktiver für geeignete Bewerber zu werden.

Warum ist das Ziel der Reputationsmaximierung so wichtig für Hochschulen?

Reputation fungiert als Signal am Markt, das den natürlichen Auswahlmechanismus von Studierenden und Personal unterstützt und somit als Motor für die strategische Positionierung der Hochschule wirkt.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Wettbewerb zwischen Universitäten - Entwicklungen, Aussichten und Problemfelder
College
University of Marburg  (Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik)
Course
Spezielle Probleme in Wettbewerb und Regulierung
Grade
1,0
Author
Diplom-Kaufmann Markus Rölver (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V79362
ISBN (eBook)
9783638861342
ISBN (Book)
9783638861533
Language
German
Tags
Wettbewerb Universitäten Entwicklungen Aussichten Problemfelder Spezielle Probleme Wettbewerb Regulierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Markus Rölver (Author), 2006, Wettbewerb zwischen Universitäten - Entwicklungen, Aussichten und Problemfelder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79362
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint