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Zu: Thomas Hobbes De Cive / Vom Bürger

Title: Zu: Thomas Hobbes De Cive / Vom Bürger

Seminar Paper , 2001 , 36 Pages , Grade: 16 Punkte

Autor:in: Friedrich Schmidt (Author)

Law - Philosophy, History and Sociology of Law
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Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Verfassungskonzeption des Thomas Hobbes anhand seines De Cive, erschienen in Paris im Jahre 1642, zu erarbeiten und den Einfluss des Werks auf die europäische Verfassungsgeschichte zu verdeutlichen.
Nach einer Darstellung des Lebens und der Epoche des Hobbes wird auf die Denk- und Arbeitsweise Hobbes´ eingegangen. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Erläuterung des Staatsbildes des De Cive. Abschließend wird die Rezeption des Werkes Hobbes´ skizziert.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Leben und Epoche des Hobbes

II. Methode

III. Der Mensch im Zustand der libertas

1. Die Gründe für menschliches Zusammenkommen

2. Selbsterhaltung als oberstes Ziel

3. Nutzenbegriff und Widersprüchlichkeit des Naturrechts

4. Krieg aller gegen alle

5. Natürliche Gesetze

a. Der Vertrag

b. Unrecht und Ungerechtigkeit

c. Schicksal der Verträge im Naturzustand

d. Bindung in foro interno

aa. Moralische Verpflichtung

bb. Göttliche Verpflichtung

e. „Suspendierung“ der leges naturales zugunsten des Naturrechts

6. Scheitern der Überwindung des Kriegszustandes im status naturalis

IV. Ursachen und generatio des Staates

1. Fiktion eines gemeinsamen Willens

2. Übertragung des Rechts mittels dem „Grund-Vertrag“

3. Die Herrschaftsinstanz

V. Rechte des Inhabers der höchsten Gewalt im Staate

1. Das Schwert der Gerechtigkeit

a. Das Gesetzgebungsrecht

b. Recht, die Meinungs- und Lehrefreiheit einzuschränken

2. Das Schwert des Krieges

3. Einheit der Gewalten

4. Die Herrschaft im Staate als „absolut“

a. Befehlsausführung

b. Bürgerliche Gesetze

c. Eigentum

5. Die Herrschaft im Staate als nicht aufhebbar

VI. Staatsform

1. Der institutive Staat

2. Monarchie als beste Staatsform

a. Zeit und Ort der Zusammenkunft

b. Natur des Menschen

c. Freiheit

d. Gesetze

e. Stabilität

f. bester Monarch

VII. Pflichten des Souveräns

1. Erfordernisse des allgemeinen Wohls

2. Einhaltung der Pflichten als Gebot der rechten Vernunft

VIII. Gesetze und peccati

1. Die zwei Teile des Gesetzes

2. Verbindlichkeit der bürgerlichen Gesetze

3. Voraussetzungen der Verbindlichkeit der bürgerlichen Gesetze

4. peccatum

5. Majestätsverletzung

IX. Stellung der Religion und der Kirche im Hobbes´schen Staate

1. Verehrung Gottes als natürliches Gesetz

2. Festlegung des Verehrungsritus durch den Souverän

3. Der Staat als Vollender der Lehre Christi

4. Identität von Kirche und Staat

X. Rezeption

1. Pufendorf

2. Locke

3. Rousseau

4. Kant

5. Feuerbach

XI. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Verfassungskonzeption von Thomas Hobbes auf Basis seines 1642 erschienenen Werkes "De Cive" und analysiert deren Einfluss auf die europäische Verfassungsgeschichte.

  • Lebens- und Epochenkontext von Thomas Hobbes
  • Analyse der geometrischen Erkenntnismethode (more geometrico)
  • Struktur des Hobbes'schen Staatsbildes und die Rechtfertigung absoluter Herrschaft
  • Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Kirche, Staat und religiöser Verehrung
  • Reflexion der Rezeption von Hobbes bei Denkern wie Pufendorf, Locke, Rousseau und Kant

Auszug aus dem Buch

Die Gründe für menschliches Zusammenkommen

Die „Gründe, warum sich Menschen versammeln“ liegen für Hobbes nämlich nicht darin, daß der Mensch außerhalb der Gesellschaft kein Glück, keine Erfüllung finden könne wie bei Aristoteles. Der Grund für die Verbindung (societas) besteht nach Hobbes vielmehr im Streben nach eigenem Vorteil (commodum) oder in einem Gewinn an Ruhm für sich selbst. Diese „natürlichen Begierden“ steuern den Menschen; er ist eine „Sklave seiner Leidenschaften“.

Die Erkenntnis, dass Gesellschaft somit ihren Entstehungsgrund in „sui, non sociorum amore“ hat, ist Ausgangspunkt des Hobbes´schen Denkens. Der Drang zur Herrschaft (dominium) als Möglichkeit zur Maximierung der eigenen Vorteile ist jedem Menschen wesentlich. Einzig die gegenseitige Furcht (metuo metu) vor den Kräften des anderen ist demnach der Grund dafür, daß die Menschen die societas dem Beherrschen vorziehen. Die Furcht beruht auf dem „Willen sich gegenseitig Schaden zuzufügen“ und auf einer natürlichen Gleichheit der Menschen. Er begründet diese aequilitas mit der Fähigkeit aller, einander zu töten und stellt fest: „Die einander Gleiches tun können, sind gleich“. Jeder muß somit jederzeit fürchten, Opfer der Gier des anderen zu werden. Dabei ist der „geistige Kampf der heftigste“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Leben und Epoche des Hobbes: Biografie und zeitgeschichtlicher Kontext von Thomas Hobbes unter Berücksichtigung der politischen Wirren seiner Zeit.

II. Methode: Darstellung der geometrischen Erkenntnismethode Hobbes' und deren Anwendung auf politische Fragestellungen.

III. Der Mensch im Zustand der libertas: Analyse des Naturzustands, der menschlichen Leidenschaften und der Notwendigkeit des Friedensschlusses.

IV. Ursachen und generatio des Staates: Erläuterung der Entstehung des Staates durch den Grund-Vertrag und die Übertragung von Rechten.

V. Rechte des Inhabers der höchsten Gewalt im Staate: Untersuchung der Kompetenzen des Souveräns sowie der absoluten Natur der staatlichen Herrschaft.

VI. Staatsform: Vergleich der Staatsformen mit dem Fokus auf die Monarchie als ideale Organisationsform.

VII. Pflichten des Souveräns: Beschreibung der Verpflichtungen des Herrschers gegenüber dem allgemeinen Wohl der Untertanen.

VIII. Gesetze und peccati: Analyse der bürgerlichen Gesetze, ihrer Verbindlichkeit und des Begriffs der Majestätsverletzung.

IX. Stellung der Religion und der Kirche im Hobbes´schen Staate: Untersuchung der Verehrung Gottes und der Unterordnung kirchlicher Strukturen unter den Souverän.

X. Rezeption: Kritische Auseinandersetzung mit der Wirkung des Hobbes'schen Denkens auf spätere Philosophen wie Locke oder Rousseau.

XI. Schlussbemerkung: Resümee der bahnbrechenden Bedeutung von Hobbes für die europäische Verfassungsgeschichte.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, De Cive, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Souveränität, absolute Herrschaft, bürgerliche Gesetze, Staatsform, politische Philosophie, Rechtstheorie, Menschenbild, Selbsterhaltung, Vernunft, Kirche und Staat, Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Staatstheorie und Verfassungskonzeption von Thomas Hobbes, basierend auf seinem Werk "De Cive" von 1642.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen der Naturzustand, die Genese des Staates, die Rolle des Souveräns, das Verhältnis von Religion und Staat sowie die philosophische Rezeption des Werkes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erarbeitung der Verfassungskonzeption Hobbes' und die Verdeutlichung ihres Einflusses auf die europäische Verfassungsgeschichte.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor?

Der Autor orientiert sich an Hobbes' eigener "geometrischer" Methode (more geometrico), die soziale und politische Phänomene logisch ableitbar aus menschlichen Naturanlagen erklärt.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Menschenbilder, die Ableitung der staatlichen Autorität, die Rechte des Souveräns sowie die Einordnung der Religion in das staatliche Machtgefüge.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, absolute Souveränität, bürgerliche Gesetze und der Einfluss auf nachfolgende Denker wie Locke oder Pufendorf.

Wie bewertet Hobbes die Monarchie im Vergleich zu anderen Staatsformen?

Hobbes sieht die Monarchie als optimale Staatsform an, da sie am besten geeignet sei, den Frieden zu sichern und die menschlichen Interessen unter einer einheitlichen Autorität zu bündeln.

Welche Rolle spielt die Kirche im Hobbes'schen Staat?

Hobbes ordnet die Kirche dem Staat unter; der Souverän bildet das Oberhaupt und bestimmt über die öffentliche Ausübung religiöser Riten, um gesellschaftliche Einheit zu wahren.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Zu: Thomas Hobbes De Cive / Vom Bürger
College
University of Passau  (Rechtswissenschaften)
Course
Seminar zur Europäischen Verfassungsgeschichte
Grade
16 Punkte
Author
Friedrich Schmidt (Author)
Publication Year
2001
Pages
36
Catalog Number
V7942
ISBN (eBook)
9783638150392
Language
German
Tags
Thomas Hobbes Cive Bürger Seminar Europäischen Verfassungsgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friedrich Schmidt (Author), 2001, Zu: Thomas Hobbes De Cive / Vom Bürger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7942
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