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Die Verwendung des Begriffs „âventiure“ in Hartmann von Aues mittelhochdeutschem Versroman „IWEIN“

Title: Die Verwendung des Begriffs „âventiure“ in Hartmann von Aues mittelhochdeutschem Versroman „IWEIN“

Seminar Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefanie Udema (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Der Begriff „âventiure“ spielt in einer Vielzahl von Texten mittelalterlicher Literatur eine wesentliche Rolle. Besonders die Vielfalt der Bedeutungen und Verwendungen soll in der folgenden Arbeit hervorgehoben werden.
Zum Verständnis für das breite Spektrum des Begriffs „âventiure“ wird eine Entwicklung umrissen, die sowohl antike Traditionen als auch christliche Konnotationen im Zusammenhang mit höfischer Bedeutung verbindet.
Zunächst einmal soll eine Definition des Begriffes vorgenommen werden, wobei anzumerken ist, das der Begriff weder inhaltlich noch übersetzungstechnisch eindeutig definiert werden kann.
Um den Begriff „âventiure“ näher zu beschreiben, werden Auszüge aus dem „Iwein“ von Hartmann von Aue heran gezogen.
Besonders Hartmann von Aues „Iwein“ bietet die Möglichkeit einer Untersuchung und Verdeutlichung des „âventiure“ – Begriffs, da im „Iwein“ die zentrale Frage nach der Definition und Bedeutung von „âventiure“ gestellt wird.
Welch Gesinnung und moralischer Hintergrund in Bezug auf die Zeit des Mittelalters sich hinter diesem facettenreichen Begriff verbirgt und wie die heutige Hartmann-Forschung dieser Problematik entgegnet, soll Gegenstand dieser Arbeit sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung und Geschichte des Begriffs „âventiure“

3. Der Gebrauch von „âventiure“ in Hartmanns von Aue „Iwein“

4. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielschichtige Verwendung und Bedeutung des Begriffs „âventiure“ im mittelhochdeutschen Versroman „Iwein“ von Hartmann von Aue. Ziel ist es, das semantische Spektrum des Begriffs zwischen den Polen „Ereignis“ und „Bericht“ zu beleuchten und dessen moralische sowie gesellschaftliche Implikationen für das mittelalterliche Ritterideal zu analysieren.

  • Etymologische Herleitung und begriffliche Entwicklung von „âventiure“
  • Differenzierung der Wortbedeutungen im mittelhochdeutschen Kontext
  • Die Rolle der „âventiure“ bei der Ausbildung ritterlicher Identität und Ehre
  • Strukturelle Analyse der Abenteuersequenzen im „Iwein“

Auszug aus dem Buch

Der Gebrauch von „âventiure“ in Hartmanns von Aue „Iwein“

In den insgesamt 8166 Versen der Erzählung „Iwein“ wird in mehr als zehn Zeilen der Begriff „âventiure“ von Hartmann von Aue verwendet.

Hartmann von Aue verwendet den „âventiure“ – Begriff in vielfältiger Weise. Dadurch wird das breite Spektrum der Begriffsbedeutung in der höfischen Literatur verdeutlicht. In der höfischen Literatur streben die Protagonisten nach einem Ideal, dem zu dienen und nach höfischen Normen zu leben, ihre Aufgabe ist.

K.-F. O. Kraft spricht der Gestaltung und Durchformung des Âventiurenwegs im „Iwein“ eine Bedeutung zu, die über den Verlauf des Handlungsgeschehens und dem Werdegang des Protagonisten hinausgeht.

In der Darstellung der „âventiure“ findet sich eine Wertvorstellung einer ganzen Zeit wieder. Es stellt sich die Frage nach der höfischen Begriffswelt und dem höfischen Ethos.

In der fiktiven Welt der „âventiuren“ handelt es sich auch um die Selbstdarstellung des Ritterstandes. Auch N. Heinze verweist in seinen Untersuchungen auf den Maßstab ritterlicher Idealität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der vielschichtigen Begriffsdefinition von „âventiure“ ein und benennt Hartmanns „Iwein“ als zentrales Untersuchungsobjekt für die ritterliche Gesinnung.

2. Die Bedeutung und Geschichte des Begriffs „âventiure“: Hier wird die etymologische Herkunft des Wortes beleuchtet und eine detaillierte Differenzierung in die Hauptkategorien „Ereignis“ und „Bericht“ vorgenommen.

3. Der Gebrauch von „âventiure“ in Hartmanns von Aue „Iwein“: Dieser Abschnitt analysiert die konkreten Textstellen im „Iwein“, an denen der Begriff verwendet wird, um die Bedeutung für die ritterliche Selbstdarstellung und Identitätsbildung zu erörtern.

4. Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, dass „âventiure“ ein komplexes „Modell sozialer Identitätsbildung“ darstellt, das untrennbar mit dem mittelalterlichen Streben nach Ehre und moralischer Bewährung verbunden ist.

Schlüsselwörter

âventiure, Hartmann von Aue, Iwein, Mittelalter, ritterliches Ethos, höfische Literatur, Abenteuer, Ehre, Tugend, Identitätsbildung, Versroman, Artusroman, Ereignis, Bericht, Selbstbestätigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die semantische Vielschichtigkeit und die literarische Funktion des Begriffs „âventiure“ in Hartmanns von Aue Werk „Iwein“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Definition (Ereignis vs. Bericht), dem ritterlichen Tugend- und Ehrbegriff sowie der Struktur von Abenteuersequenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Hartmann von Aue den Begriff „âventiure“ nutzt, um die gesellschaftlichen Normen und das Ideal des Ritterstandes abzubilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine philologische Textanalyse unter Einbeziehung mittelhochdeutscher Wörterbücher und literaturwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Wortgeschichte, die Differenzierung der Bedeutungen sowie die spezifische Anwendung des Begriffs im „Iwein“ an ausgewählten Textpassagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind âventiure, Ehre, Tugend, Identitätsbildung und höfische Literatur.

Welche Bedeutung hat das „Ungeheuer“ im Iwein für den Begriff der „âventiure“?

Das Ungeheuer fungiert als Impulsgeber, der im Dialog mit Kalogrenant die zentrale Frage nach der Bedeutung von „âventiure“ aufwirft und so den Diskurs innerhalb des Romans einleitet.

Wie definiert die Autorin den Zusammenhang zwischen „âventiure“ und „Ehre“?

„Âventiure“ wird als notwendiges Wagnis verstanden, bei dem der Ritter durch das Bestehen gefährlicher Aufgaben seine Ehre mehren und sich sozial bestätigen kann.

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Details

Title
Die Verwendung des Begriffs „âventiure“ in Hartmann von Aues mittelhochdeutschem Versroman „IWEIN“
College
University of Cologne  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Course
Mittelhochdeutsche Prologe
Grade
1,7
Author
Stefanie Udema (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V79438
ISBN (eBook)
9783638863810
ISBN (Book)
9783638864565
Language
German
Tags
Verwendung Begriffs Hartmann Aues Versroman Mittelhochdeutsche Prologe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Udema (Author), 2004, Die Verwendung des Begriffs „âventiure“ in Hartmann von Aues mittelhochdeutschem Versroman „IWEIN“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79438
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