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Die subjektivistische Schreibweise bei Ulrich Plenzdorf und Florian Illies im Kontext einer Generationenidentität

Title: Die subjektivistische Schreibweise bei Ulrich Plenzdorf und Florian Illies im Kontext einer Generationenidentität

Seminar Paper , 2005 , 46 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefanie Udema (Author), Sascha Engels (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Im Zuge der Konturierung von Subjektivität in der Moderne steht der Diskurs um das neuzeitliche Subjekt in Anbetracht seiner Existenz zwischen gesellschaftlicher Fortentwicklung und Krise.

Anhand der Texte von Ulrich Plenzdorf und Florian Illies soll aufgezeigt werden, dass durch subjektivistische Schreibweise das Konstrukt einer Identitätsbildung erzeugt werden kann.
Es stellt sich ferner die Frage, inwieweit sich das Subjekt innerhalb der Gesellschaft einem Kollektiv unterwirft und sich mittels Identifikation mit einem Kollektiv zur Generationsbildung beiträgt.

Die vorliegende Seminararbeit gliedert sich in drei Teilbereiche:
Zunächst werden die Begrifflichkeiten Subjekt, Masse und Kollektiv analysiert.
Die Vorgehensweise der Analyse gründet sich auf die Interaktion der drei Begrifflichkeiten, da das Subjekt immer auch im Zusammenhang mit Masse und Kollektiv zu betrachten ist...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung der Begriffe und ihr Einfluss auf die Literatur

2.1 Subjekt

2.2 Masse

2.3 Kollektiv

3. Identitätskonstrukt einer Generation

3.1 Ulrich Plenzdorfs Die neuen Leiden des jungen W.

3.1.1 Inhaltswiedergabe und Erzählebene

3.1.2 Wirkungsgeschichte

3.1.3 Sprachliche Repräsentation: Jugendsprache und Generationenidentität

3.1.4 Gesellschaft und Jugend in der DDR

3.1.5 Edgar Wibeau als ein Teil des Kollektivs?

3.2 Florian Illies Generation Golf: Eine Inspektion

3.2.1 Inhaltsangabe

3.2.2 Wirkungsgeschichte

3.2.3 Sprachliche Repräsentation: Jugendsprache und Generationenidentität

3.2.5 Florian Illies: das Subjekt als Teil des Kollektivs?

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie durch eine subjektivistische Schreibweise Identitätskonstrukte erzeugt werden und inwieweit sich das Subjekt innerhalb einer Gesellschaft einem Kollektiv unterwirft, um durch diese Identifikation zur Generationsbildung beizutragen.

  • Analyse der philosophischen und soziologischen Begriffe Subjekt, Masse und Kollektiv.
  • Untersuchung der Identitätsbildung in Ulrich Plenzdorfs "Die neuen Leiden des jungen W." im DDR-Kontext.
  • Analyse der Generationenidentität in Florian Illies' "Generation Golf: Eine Inspektion" im westdeutschen Kontext.
  • Vergleich der sprachlichen Repräsentationsformen als Mittel der Abgrenzung und Zugehörigkeit.
  • Reflexion über das Verhältnis von Individuum und Kollektiv in der Spätmoderne.

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Sprachliche Repräsentation: Jugendsprache und Generationenidentität

Die Jugendsprache ist als ein Gegenentwurf zur Welt der Nicht-Jugendlichen zu sehen. Sie drückt zum einen die Ablehnung von Normen aus und zum anderen ist sie Ausdruck von Werten und Verhaltensweisen der Jugendlichen. Innerhalb ihrer Gruppe pflegen sie dieses eigene unverwechselbare Idiom. Somit ist die Jugendsprache zweckbestimmt und wird von den Akteuren selbst als normabweichend, normdurchbrechend oder normverletzend verstanden. Allerdings werden Jugendliche erst durch die negative Reaktion ihrer nicht jugendlichen Umwelt des Normverstoßes gewahr, sodass eine Weiterverwendung mit diesem Wissen als intentional einzuschätzen ist.

Genau damit vollzieht sich dann auch der identifikatorische Prozeß der Transformation der Merkmale als Symbole zum Ausdruck der Zugehörigkeit zu der Gruppe der Jugendlichen, es konstituiert sich eine Generationenidentität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Rahmen der Arbeit, fokussiert auf das moderne Subjekt im Spannungsfeld zwischen Gesellschaft und Krise und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Identitätsbildung durch Kollektividentifikation.

2. Bedeutung der Begriffe und ihr Einfluss auf die Literatur: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung durch die Analyse der Schlüsselbegriffe Subjekt, Masse und Kollektiv und deren Wechselwirkung im Kontext der Moderne.

3. Identitätskonstrukt einer Generation: Der Hauptteil untersucht anhand von Plenzdorfs Werk in der DDR und Illies' Werk in der BRD, wie sich Generationsidentität durch Sprache und individuelle Lebensentwürfe innerhalb kollektiver Strukturen herausbildet.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und stellt fest, dass in beiden Werken das Subjekt durch die Unterwerfung unter oder Identifikation mit einem Kollektiv – sei es eine Staatsform oder eine Konsumgeneration – entscheidend geprägt wird.

Schlüsselwörter

Subjekt, Kollektiv, Masse, Identität, Generation, Generationsidentität, Jugendsprache, DDR, BRD, Generation Golf, Ulrich Plenzdorf, Florian Illies, Pop-Literatur, Spätmoderne, Selbstverwirklichung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem modernen Subjekt und seiner Einordnung in gesellschaftliche Kollektive anhand literarischer Texte.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Konstruktion von Identität, der Einfluss von Sprache auf die Gruppenbildung und die Rolle von Konsum und Ideologie in DDR und BRD.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine subjektivistische Schreibweise Identitätsbildung erzeugt wird und wie das Individuum zur Generationsbildung beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Diskursanalyse durchgeführt, die soziologische und philosophische Begriffsdefinitionen mit der Textanalyse kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert "Die neuen Leiden des jungen W." von Ulrich Plenzdorf und "Generation Golf" von Florian Illies hinsichtlich ihrer Identitätskonstrukte und sprachlichen Repräsentation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Subjekt, Generation, Kollektividentität, DDR/BRD-Literatur und Pop-Literatur geprägt.

Warum spielt die Hugenottenherkunft bei Edgar Wibeau eine Rolle?

Sie symbolisiert seinen Anspruch auf individuelle Anerkennung und Identitätssuche, indem er sich mit einem historischen Minderheitenkollektiv identifiziert.

Welche Funktion hat der "Golf" als zentrales Symbol bei Florian Illies?

Der Golf dient als Metapher für den Massenkonsum, der bei Illies die Religion ersetzt und als kleinster gemeinsamer Nenner die Generation definiert.

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Details

Title
Die subjektivistische Schreibweise bei Ulrich Plenzdorf und Florian Illies im Kontext einer Generationenidentität
College
University of Cologne  (Institut für Deutsche Sprache und Literatur)
Grade
2,0
Authors
Stefanie Udema (Author), Sascha Engels (Author)
Publication Year
2005
Pages
46
Catalog Number
V79447
ISBN (eBook)
9783638860161
ISBN (Book)
9783638870153
Language
German
Tags
Schreibweise Ulrich Plenzdorf Florian Illies Kontext Generationenidentität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Udema (Author), Sascha Engels (Author), 2005, Die subjektivistische Schreibweise bei Ulrich Plenzdorf und Florian Illies im Kontext einer Generationenidentität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79447
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