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Joseph v. Eichendorff: "Sehnsucht" - Eine kurze Werkanalyse

Title: Joseph v. Eichendorff: "Sehnsucht" - Eine kurze Werkanalyse

Term Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ariane Jäger (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Gedicht Sehnsucht, welches von Joseph v. Eichendorff verfaßt wurde. Es war ursprünglich, in Form eines Liedes, Bestandteil seines Romans "Dichter und ihre Gesellen". Erst 1837 erhielt es im Rahmen von Eichendorffs gesammelten Gedichten seinen Namen.
Zunächst soll das Gedicht beschrieben und anhand des dargebotenen Textgehaltes analysiert werden. Dabei sollen Auffälligkeiten aufgezeigt werden, welche die Besonderheiten von Eichendorffs Texten widerspiegeln. Auf die Darstellung der Natur- und Kulturmotive wird besonders eingegangen, und diese im Verlauf der Arbeit anhand diverser Kontexte näher erläutert. Es soll so erörtert werden, wie sich das Verhältnis von Gegenständlichkeit und Zeichenhaftigkeit in den Naturmotiven nieder schlägt. In der Schlußbetrachtung soll dann die Frage geklärt werden, wie dieses Verhältnis von Eichendorff bestimmt ist und wie es in seinen Texten Verwendung findet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ANALYSE DES GEDICHTES

2.1. BESCHREIBUNG

2.2.INTERPRETATION

2.3. METRISCHE GESTALT

2.4. SPRACHLICHE REALISIERUNG

2.5. ZUSAMMENSPIEL VON METRISCHER GESTALT UNS SPRACHLICHER REALISIERUNG

2.6. GEGENSTÄNDE DER REISE

2.7.DER ERLEBTE RAUM

3. KONTEXTE

3.1. EICHENDORFF UND ITALIEN

3.2. EICHENDORFF UND RELIGIOSITÄT

3.2 EICHENDORFFS NATURVERSTÄNDNIS

3.3 EICHENDORFFS SPRACHE

4. SCHLUßBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Gedicht "Sehnsucht" von Joseph v. Eichendorff, um das komplexe Zusammenspiel von Sprache, Metrik und Naturmotivik zu entschlüsseln. Ziel ist es, das Verhältnis von Gegenständlichkeit und Zeichenhaftigkeit zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Eichendorff durch eine spezifische, "magische" Sprachgestaltung eine imaginäre Reise evoziert, die letztlich auf eine religiöse Dimension verweist.

  • Analyse der metrischen Gestalt und sprachlichen Realisierung.
  • Untersuchung der Naturmotive und deren Ambivalenz (Schönheit vs. Gefahr).
  • Exploration des "erlebten Raums" als imaginäres Konstrukt.
  • Kontextualisierung von Eichendorffs Naturverständnis und Religiosität.
  • Entschlüsselung der Zeichensprache im Hinblick auf ein Jenseits-Verständnis.

Auszug aus dem Buch

2.5. Zusammenspiel von metrischer Gestalt uns sprachlicher Realisierung

Hält man sich nun vor Augen, daß es ja der Wunsch des ICHs war, aus dem geschlossenen Raum zu entkommen und eine Reise, die Abenteuer und Gemeinschaft versprechen sollte, zu beginnen, so wird diese Veränderung von Unbeweglichkeit am Fenster zu sich steigernder Beweglichkeit mit der Reise, in Form einer merklichen Veränderung des Rhythmus spürbar. Aber nicht nur der Rhythmus läßt den Beginn dieser Beweglichkeit anklingen. Durch die Verwendung der vielen Verben, die ja schon Bewegungen an sich erzeugen, bewegen sich auch die Gegenstände, von denen während der Reisen gesprochen wird, und scheinen sich schließlich von ganz selbst zu bewegen. Wie wird diese Bewegung sprachlich erzeugt?

Es wurde bereits fest gestellt, daß Verben häufig in Verbindung mit Präpositionen auftreten. Es wird die Gegend „entlang“ gesungen und etwas verwildert „überm“ Gestein. Die Präpositionen sind es, die den Verben ihre Bewegungsfähigkeit, aber auch ihren Richtungssinn verleihen. Bewegungen finden in dem Gedicht immer zwischen zwei Punkten statt- am übergeordnetsten zwischen dem festen Standpunkt des ICHs am Fenster und einem unbestimmten Punkt in der Ferne. Alewyn bezeichnet dies als ‚Hin (und Her)-Bewegung‘. Formulierungen wie „am Fenster“ (Hier-Position) und „aus weiter Ferne“ (Dort-Position) unterstützen diese Aussage. Die Räume zwischen dem Hier und dem Dort in der Ferne, die während dieser ‚Hin-Bewegung‘ passiert werden, sind mit Motiven und Bildern gefüllt. Sie sind autonom von diesen beiden Punkten, haben praktisch ein eigenes Leben. Dies wird zunächst durch die Beweglichkeit und den verschachtelten Satzbau, schließlich auch durch die syntaktische Loslösung der Worte aus dem festen Textgitter erreicht, indem Präpositionen eliminiert werden. Die Gegenstände der Reise scheinen so, für sich genommen, eine eigenständige Reise zu durchlaufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor, das Gedicht "Sehnsucht" im Hinblick auf seine Struktur und die Besonderheiten von Eichendorffs Natur- und Kulturmotiven zu untersuchen.

2. ANALYSE DES GEDICHTES: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Untersuchung der sprachlichen und metrischen Beschaffenheit sowie der räumlichen Gestaltung des Gedichts.

2.1. BESCHREIBUNG: Hier wird der erste inhaltliche Eindruck des Gedichts analysiert, wobei das lyrische Ich und die Wahrnehmung des Posthorns sowie der wandernden Gesellen im Vordergrund stehen.

2.2.INTERPRETATION: Die Interpretation widmet sich der Entwicklung der Sehnsucht des lyrischen Ichs und der Funktion der imaginären Reise.

2.3. METRISCHE GESTALT: Dieser Abschnitt befasst sich mit der metrischen Struktur des Gedichts und der Bedeutung des Rhythmuswechsels im Verlauf der Strophen.

2.4. SPRACHLICHE REALISIERUNG: Hier wird der Wortschatz und die syntaktische Struktur untersucht, insbesondere die Rolle von Verben und Präpositionen.

2.5. ZUSAMMENSPIEL VON METRISCHER GESTALT UNS SPRACHLICHER REALISIERUNG: Dieses Kapitel zeigt auf, wie durch die Kombination von Rhythmus und Sprachwahl eine Dynamik erzeugt wird, die eine physische Reise simuliert.

2.6. GEGENSTÄNDE DER REISE: Der Fokus liegt hier auf den Naturmotiven wie Wald, Quellen und deren Bedeutung als Handlungsträger der imaginären Reise.

2.7.DER ERLEBTE RAUM: Dieser Teil expliziert das Konzept des "erlebten Raums", der sich durch Bewegung, Klang und Licht jenseits fester Lokalität konstituiert.

3. KONTEXTE: Hier werden externe Einflussfaktoren auf die Sehnsuchtsthematik bei Eichendorff diskutiert.

3.1. EICHENDORFF UND ITALIEN: Das Kapitel beleuchtet den Stellenwert Italiens als Symbol der Sehnsucht im Werk Eichendorffs.

3.2. EICHENDORFF UND RELIGIOSITÄT: Es wird die christliche Weltsicht des Autors und deren Einfluss auf sein Verständnis von Natur und Geschichte dargelegt.

3.2 EICHENDORFFS NATURVERSTÄNDNIS: Dieser Abschnitt untersucht die Natur als vermittelnde Instanz zum Transzendenten.

3.3 EICHENDORFFS SPRACHE: Hier wird dargelegt, wie Eichendorff einfache, konventionelle Wörter neu kombiniert, um eine spezifische poetische Wirkung zu erzielen.

4. SCHLUßBETRACHTUNG: Die Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse der Analyse und unterstreicht die Notwendigkeit, Eichendorffs Natur- und Künstlersprache als religiös motiviertes Zeichensystem zu verstehen.

Schlüsselwörter

Sehnsucht, Joseph v. Eichendorff, Romantik, Naturlyrik, imaginäre Reise, Ambivalenz, erlebter Raum, Metrik, religiöse Symbolik, Zeichensprache, Posthorn, Naturmotive, Sprache, Interpretation, Lyrik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert Joseph v. Eichendorffs Gedicht "Sehnsucht" unter Berücksichtigung von Sprachstruktur, Metrik und inhaltlichen Kontexten wie Naturverständnis und Religiosität.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören das Konzept der imaginären Reise, die Ambivalenz von Naturmotiven, die Rolle der Sprache zur Raumerzeugung und die religiöse Dimension in Eichendorffs Werk.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, das Verhältnis von Gegenständlichkeit und Zeichenhaftigkeit in Eichendorffs Text zu bestimmen und aufzuzeigen, wie er durch diese Gestaltung die Natur als Sprache des Transzendenten lesbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Textanalyse unter Einbeziehung literaturwissenschaftlicher Kontexte und Forschungsliteratur zur romantischen Dichtung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgen eine formale Analyse (Metrik, Sprache) und eine inhaltliche Analyse des Gedichts. Zudem werden die Kontexte (Italien, Religiosität, Naturverständnis) herangezogen, um das Gedicht tiefgreifender zu deuten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Sehnsucht, Naturlyrik, imaginäre Reise, Ambivalenz, erlebter Raum, religiöse Symbolik und Zeichensprache.

Inwiefern spielt die "Imaginäre Reise" eine Rolle für das lyrische Ich?

Die Reise ermöglicht es dem Ich, sich psychisch aus der räumlichen Gebundenheit des Zimmers und der Einsamkeit zu lösen, ohne den Ort physisch verlassen zu müssen.

Wie unterscheidet sich die "helle Nacht" von der "Waldesnacht" im Gedicht?

Die helle Nacht steht für Wärme und Geborgenheit, während die dunkle Waldesnacht als ein Bereich wahrgenommen wird, der trotz seiner Schönheit eine gewisse Bedrohlichkeit und Orientierungslosigkeit birgt.

Warum spielt die Musik bzw. der Klang eine so zentrale Rolle?

Klang dient als treibendes Element, das die imaginäre Reise erst ermöglicht, aufrechterhält und in dem sich die Gegenstände des Gedichts am Ende aufzulösen scheinen.

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Details

Title
Joseph v. Eichendorff: "Sehnsucht" - Eine kurze Werkanalyse
College
University of Cologne  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Course
Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Grade
1,0
Author
Ariane Jäger (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V79452
ISBN (eBook)
9783638860178
ISBN (Book)
9783638860963
Language
German
Tags
Joseph Eichendorff Sehnsucht Eine Werkanalyse Einführung Neuere Literaturwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ariane Jäger (Author), 2004, Joseph v. Eichendorff: "Sehnsucht" - Eine kurze Werkanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79452
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