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Nicomachus Flavianus und das sogenannte Carmen adversus paganos

Title: Nicomachus Flavianus und das sogenannte Carmen adversus paganos

Term Paper , 2004 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Albert Resch (Author)

World History - Early and Ancient History
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„Dicite: praefectus vester quid profuit urbi?“ Diese rhetorische Frage verweist bereits auf die zwei zentralen Themen, die im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen. Zum einen stammt diese Aussage aus dem Ende des 4. Jahrhunderts verfassten sogenannten Carmen adversus paganos, welches die Quellengrundlage dieser Arbeit bildet. Zum anderen wird hierin ein praefectus erwähnt, der im Fokus des Gedichtes steht. Weite Teile der Literatur meinen ihn mit Nicomachus Flavianus identifizieren zu können, der somit in den Blickpunkt der folgenden Betrachtungen gerückt ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der zeitliche Rahmen

3 Nicomachus Flavianus

3.1 Die Karriere des Nicomachus Flavianus

3.2 Flavianus als Schriftsteller

4 Carmen adversus paganos

4.1 Handschriften und Ausgaben

4.2 Autor

4.3 Stil und Aufbau

4.4 Inhalt

4.5 Quellen und Wirkung

4.6 Der namenlose Präfekt

4.6.1 Virius Nicomachus Flavianus

4.6.2 Gabinius Barbarus Pompeianus

4.6.3 L. Aurelius Avianus Symmachus

4.6.4 Vettius Agorius Praetextatus

4.7 Adressaten

5 Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem spätantiken „Carmen adversus paganos“ auseinander, um die Identität des im Gedicht zentralen, namentlich nicht genannten Präfekten zu klären und dessen Rolle im Kontext der heidnischen Reaktion unter dem Usurpator Eugenius im 4. Jahrhundert zu beleuchten.

  • Analyse des historischen Kontexts der Usurpation des Eugenius.
  • Untersuchung der Vita und des politischen Wirkens von Virius Nicomachus Flavianus.
  • Philologische und inhaltliche Untersuchung des „Carmen adversus paganos“.
  • Kritische Diskussion der Identifikationsversuche des im Gedicht angegriffenen Präfekten.
  • Bewertung der heidnischen Reaktion im ausgehenden 4. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

4.1 Handschriften und Ausgaben

Im Jahre 1867 publizierte der französische Philologe Delisle ein Gedicht, von dem sich zwar die eine oder die andere Spur in der Literatur nachweisen ließ, das aber doch der gelehrten Welt im ganzen unbekannt geblieben war. Die Verse 57-62 und 106-109 wurden z. B. bereits 1620 von Salmasius zitiert und dann von H. Meyer 1835 wiederabgedruckt. Das Schriftstück ist nur im Anhang einer Handschrift des 6. Jahrhunderts mit Werken des Prudentius überliefert.

Dieser edle Pergamentband stammt aus dem Besitz von Vettius Agorius Basilius Mavortius, dem westlichen Konsul des Jahres 527, einem ausgesprochenen homme des lettres. Da es keine Überschrift hat, wird es gemeinhin Carmen adversus paganos, Carmen adversus Flavianum oder Carmen codicis Parisini 8084 genannt.

Das Pamphlet stieß seit seiner Erstpublikation durch Delisle 1867 bzw. Morel 1868 auf ein großes Interesse von Historikern, die sich mit dem religiösen Klima des spätantiken Rom beschäftigen. Die Ausgabe von Delisle wies aber erhebliche Lücken im Text auf, die vor allen Dingen auf die starke Beschädigung der letzten Seiten und überhaupt auf den schlechten Erhaltungszustand des Codex zurückzuführen sind. Deshalb wurde kurze Zeit später von Morel zugleich mit einer ersten Kommentierung eine verbesserte Edition in Angriff genommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Quellengrundlage, das Carmen adversus paganos, sowie den historischen Kontext der Identifikation des darin erwähnten Präfekten mit Nicomachus Flavianus ein.

2 Der zeitliche Rahmen: Dieses Kapitel skizziert die politischen Verwerfungen und den Machtkampf zwischen Theodosius und dem Usurpator Eugenius, die in die Schlacht am Frigidus mündeten.

3 Nicomachus Flavianus: Das Kapitel behandelt den Lebensweg, die Ämterlaufbahn und die literarische Tätigkeit des einflussreichen spätantiken Senators und Verfechters der heidnischen Tradition.

4 Carmen adversus paganos: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Handschriftenüberlieferung, der Autorschaft, des Stils und des Inhalts des antiken Gedichts, gefolgt von einer kontroversen Diskussion über die Identität des im Werk attackierten Präfekten.

5 Schlußbetrachtung: Das Fazit ordnet die historische Bedeutung des Carmen ein und reflektiert über den langsamen Prozess des Niedergangs des Heidentums sowie die Rolle des Flavianus als Symbolfigur.

Schlüsselwörter

Carmen adversus paganos, Spätantike, Nicomachus Flavianus, Heidnische Reaktion, Eugenius, Theodosius, Frigidus, Senatsaristokratie, Praefectus, Antike Religion, Christentum, Polemik, Vettius Agorius Praetextatus, Geschichtsschreibung, Damasus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht ein spätantikes, anonymes Gedicht, das sich gegen einen heidnischen Präfekten richtet, und versucht, dessen historische Identität und Bedeutung im religiösen Spannungsfeld des 4. Jahrhunderts zu bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Heiden und Christen in der Spätantike, die politische Rolle der senatorischen Aristokratie unter dem Usurpator Eugenius und die Analyse zeitgenössischer apologetischer Literatur.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die primäre Frage ist, ob der im „Carmen adversus paganos“ angegriffene namenlose Präfekt zweifelsfrei mit der historischen Persönlichkeit des Virius Nicomachus Flavianus identifiziert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-philologische Untersuchung, die literarische Quellenanalysen mit der biographischen Forschung und der Auswertung inschriftlicher Zeugnisse verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Zeitrahmens, die Biographie des Nicomachus Flavianus sowie eine intensive Analyse des Carmen adversus paganos, inklusive einer Diskussion verschiedener Identifikationskandidaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Carmen adversus paganos“, „Nicomachus Flavianus“, „heidnische Reaktion“ und „Spätantike“ definiert.

Warum wird die Identität des Präfekten so intensiv debattiert?

Die Debatte besteht, weil die im Gedicht genannten Merkmale wie Ämterlaufbahn und persönliche Schicksale nicht vollständig auf einen einzelnen Kandidaten passen, was auf die polemische Verzerrung innerhalb der Quelle zurückzuführen ist.

Welche Rolle spielt die Familie der Nicomachi?

Sie fungiert als einflussreiche Senatorendynastie und treibende Kraft in der Verteidigung alter religiöser Traditionen, wobei Flavianus als ihr prominenter politischer Kopf hervortritt.

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Details

Title
Nicomachus Flavianus und das sogenannte Carmen adversus paganos
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Lehrstuhl für Alte Geschichte)
Course
Christen und Heiden in der Spätantike
Grade
1,0
Author
Albert Resch (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V79464
ISBN (eBook)
9783638860208
ISBN (Book)
9783638860987
Language
German
Tags
Nicomachus Flavianus Carmen Christen Heiden Spätantike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Albert Resch (Author), 2004, Nicomachus Flavianus und das sogenannte Carmen adversus paganos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79464
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