Physische Attraktivität und ihre Auswirkungen auf das Berufsleben


Seminararbeit, 2006

11 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Physische Attraktivität und aus welchen Merkmalen sie sich zusammensetzt
2.1 Attraktivität des Gesichts
2.2 Attraktivität des Körpers
2.3 Beurteilung von Attraktivität durch Vergleich mit anderen Personen

3 Bedeutet schön = gut , hässlich = schlecht ?

4 Physische Attraktivität und ihr Nutzen im Berufsleben
4.1 Vorteile für „Schöne“ während der Ausbildung
4.2 Vorteile für „Schöne“ im Berufsleben
4.2.1 Vorteile eine Anstellung zu bekommen
4.2.2 Vorteile beim Gehalt und dem Prestige
4.2.3 Vorteile bei der Arbeitsbeurteilung

5 Zusammenfassung und Kritische Würdigung

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Schönheit fasziniert die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Jeder von uns kann sagen, ob ein Gesicht, ein Körper schön ist, oder eben nicht. Aber warum wir jemanden eben gerade als schön bezeichnen und wie das zu erklären ist, damit befassen sich Wissenschaftler seit dem 20. Jahrhundert. Verschiedenste Versuche wurden von ihnen unternommen um Schönheit und Ästhetik mit naturwissenschaftlichen Methoden zu ergründen und Kriterien herauszufinden, nach denen Menschen Dinge und andere Menschen beurteilen.

Leider konnte bis heute noch nicht herausgefunden werden welche Mischung von Merkmalen jemanden zu einem tatsächlich schönen Gegenüber machen, auch gerade deswegen nicht, weil Ideale nicht nur von Kultur zu Kultur unterschiedlich sind, sondern auch, weil sie dem Wandel der Zeit unterliegen.

Dies soll aber nicht heißen, dass es für unsere westliche Kultur kein Idealbild gibt.

Bereits Euklid (325 – 270 v. Chr.) beschrieb mit Hilfe des „Goldenen Schnitts“ ein seit beinahe zwei Jahrtausenden im Abendland bestehendes Idealbild, bei welchem „die Körperteile eines Menschen in ihrer Größe und Platzierung in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen müssen, damit man einen Menschen als schön empfindet“ ( Weustenfeld , 2006).

Sollte es also wirklich dieses Schönheits-„Ideal“ eines Menschen geben, an welchem sich sehr viele anderen Menschen orientieren und nach welchem sie selbst streben dürften, so stellt sich doch auch die Frage inwiefern dieses Vorbild dazu fähig wäre durch sein besonderes Erscheinungsbild bei andere einen entsprechend positiven Eindruck zu hinterlassen, welcher ihm im alltäglichen Leben eventuell zu gute kommen könnte. Auch wenn man nun nicht gerade von exakt diesem Ideal ausgehen möchte, aber vielleicht von einer abgeschwächten Form, also von einer dennoch sehr besonderen physischen Attraktivität einer Person, so soll nun im Folgenden insbesondere darauf eingegangen werden wie sich diese physische Attraktivität auf das Berufsleben auswirken kann und welche Vorteile „schöne“ Menschen daraus ziehen könnten.

Zu Beginn der Untersuchung stellt sich daher die Frage : Was verstehen Wissenschaftler unter physischer Attraktivität ?

2 Physische Attraktivität und aus welchen Merkmalen sie sich zusammensetzt

2.1 Attraktivität des Gesichts

Eine Studie über die Gesichtsattraktivität von Frauen wurde 1986 von Cunningham herausgegeben. Dabei wurde herausgefunden, dass Männer v.a. solche Gesichter des anderen Geschlechtes als schön beurteilen, die eine Mischung von neonativen, Reifemerkmalen und expressiven Merkmalen in sich vereinen. Um als besonders attraktiv bewertet zu werden, mussten die Gesichter eine kleine Nase, große Augen und ein kleines Kinn besitzen, da sie so dem „Kindchenschema “ am ehesten entsprachen. Zudem war von Wichtigkeit, dass die Gesichter gewisse Zeichen von Reife aufwiesen. Deutliche Wangenknochen und zugleich schmale Wangen waren an dieser Stelle ein Indiz dafür. Als letzte Eigenschaft mussten die Gesichter hohe Augenbrauen, große Pupillen und ein breites Lächeln besitzen, damit die Bewertung umso günstiger ausfiel. Attraktive Männergesichter wurden ebenso in den drei vorher bereits genannten Bereichen eingeordnet. Ein großer Augenbereich mit hohen und weit auseinander liegenden Augen und ein kleiner Nasenbereich auf der einen Seite, sowie ein großer Kinnbereich, vorspringende Backenknochen auf der anderen Seite, und als letztes Merkmal ein breites Lächeln sorgten hier für die höchsten positiven Bewertungen. ( Bierhoff Hans-Werner, 2006, S.59)

2.2 Attraktivität des Körpers

Für die Attraktivität eines Körpers spielt nach Grammer v.a. das Verhältnis von Taille zu Hüfte eine wichtige Rolle, der sogenannte Taille-/Hüfte-Index ( waist-hip-ratio = WHR. Singh fand dabei heraus, dass bei Frauen ein WHR von 0,7 am höchsten bewertet wird, da die beurteilenden Personen bei diesem Verhältnis Frauen die größten Werte für Gesundheit, Kinderwunsch, jugendliches Aussehen, Attraktivität und erotische Ausstrahlung zuschreiben.

Männer wurden mit einem WHR von 0,9 am attraktivsten bewertet, da die beurteilenden Frauen hier den Eindruck großer Gesundheit, Kinderwunsch, jugendlichem Aussehen und erotischer Ausstrahlung bekamen. ( Bierhoff , 2006, S.60)

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Physische Attraktivität und ihre Auswirkungen auf das Berufsleben
Hochschule
Universität Augsburg  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät - Lehrstuhl für Personalwesen)
Veranstaltung
Seminar: Präsentation und Kommunikation
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
11
Katalognummer
V79511
ISBN (eBook)
9783638868044
ISBN (Buch)
9783640864317
Dateigröße
455 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit entstand im Rahmen des Seminars "Übung: Präsentation und Kommunikation", welches sich aus einem praktischen und einem theoretischen Teil zusammensetzte. Der theoretische Teil war die schriftliche Hausarbeit zu einem freigewählten Thema. Ich entschied mich für das Thema: Physische Attraktivität und ihre Auswirkungen auf das Berufsleben, um der Sache auf den Grund zu gehen, ob es schöne Menschen im Berufsleben wirklich leichter haben. Sprich, ob sie es leichter haben einen Job zu finden und ob sie auch wirklich mehr als ihre "hässlichen" Kollegen verdienen...
Schlagworte
Berufsleben, physische Attraktivität, Goldener Schnitt, Schönheitsideal, Euklid, Berufschancen, gutes Aussehen, Bevorzugung attraktiver Menschen, Vorstellungsgespräch, erster Eindruck, Kindchenschema, Attraktivitätsstereotype, Attraktivitätsforschung, Matching, nonverbale Merkmale, Merkmale der sexuellen Reife, Sympathie, Taillen-Hüften-Verhaltnis, Ästhetik, Hip-to-Waist-Ratio, Symmetrie, Gleichmäßigkeit, Faszination der Schönheit, symmetrische Proportionen, Durchschnittsgesicht, Schönheitsstandards, Erscheinungsbild, Attraktivitätsbeurteilung, Attraktivitätspräferenzen, Gesichts-Erkennungssystem, Feature Location System, Feature Type System, Aussehensideal, äußere Erscheinung, Attraktion, Schönheit, Spieglein Spieglein an der Wand, Kindchenmerkmale, Evolutionstheorie, physische Merkmale, Attraktivitätseinschätzung, Ronald Henss, Attraktivitätsstereotyp, Evolutionspsychologie, Mirror mirror on the wall, Attraktivitätswertung, Attraktivitätstätsurteil, Attraktivitätsmaß, Attraktionsforschung, Attraktivitätswirkung, attraktiv, Anziehung, Manfred Hassebrauck, Reiner Niketta, körperliche Attraktivität, stereotyper Eindruck, Stereotyp der physischen Attraktivität, Halo-Effekt, zwischenmenschlichen Anziehung, Selbstwahrnehmung, Persönlichkeitseigenschaften, Körperbild, looking-glass self, Sebastian Thiel
Arbeit zitieren
Sebastian Thiel (Autor), 2006, Physische Attraktivität und ihre Auswirkungen auf das Berufsleben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79511

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