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Basel II - Auswirkung auf die mittelständische Wirtschaft

Title: Basel II - Auswirkung auf die mittelständische Wirtschaft

Term Paper , 2002 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Julia Krause (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Im Juni 1999 veröffentlichte der Ausschuß für Bankenaufsicht1 einen Vorschlag zur Ersetzung der Eigenkapitalverordnung von 1988 durch eine risikogerechte Regelung. Der Basel II genannte Entwurf sollte ab 2006 in mehr als 100 Ländern eingesetzt werden. Ziel der neuen Regelung ist größere Sicherheit und Solidität des Finanzsystems, indem die internen Kontrollsysteme und die Geschäftsführung der Banken, die Überprüfung durch die Aufsicht und die Marktdisziplin einen höheren Stellenwert erhalten. „Der Ausschuß vertritt die Ansicht, daß die Vorteile eines Systems, in dem sich das Eigenkapital stärker an Risiken anlehnt, wesentlich größer sind als der Aufwand und dazu führen werden, daß das Bankensystem an Sicherheit, Solidität und Effizienz gewinnt.“2 Die Höhe des erforderlichen Eigenkapitals soll sich deshalb in Zukunft stärker an den individuellen Risiken der vergebenen Kredite und der einzelnen Bank orientieren. Mit der neuen Regelung werden bankinterne und externe Ratings zur Bewertung von Kreditrisiken zugelassen. Ein gutes Ratingergebnis zu veröffentlichen, bedeutet nicht nur eine verbesserte Beziehung zwischen Kunden und Bank, sondern dadurch wird ein positives Image des gerateten Kunden auf dem Markt positioniert. Der Kunde kann auf Wunsch einen Zertifikat erhalten, in dem verschiedene Bonitätsklassen und -kriterien wie Kundenbeziehung, Management, wirtschaftliche Verhältnisse, Unternehmensentwicklung mit Schulnoten bewertet werden. Der Aufbau der neuen Eigenkapitalvereinbarung basiert auf drei Säulen. Die erste Säule formuliert die Mindesteigenkapitalanforderungen der Banken. Die Neuerungen beinhalten eine umfassende Bewertung von Kreditrisiken, Marktrisiken und operationellen Risiken. Die zweite Säule dient der Überprüfung durch die Aufsichtsinstanzen, die dafür Sorge tragen, daß jede Bank solide interne Verfahren um die Angemessenheit ihres Eigenkapitals mittels einer gründlichen Risikobewertung anwenden. Die vermehrte Offenlegung der Banken ist in der dritten Säule unter Marktdisziplin erfaßt.
[...]

1 Def.: Der Ausschuß setzt sich aus hochrangigen Vertretern der Bankenaufsicht von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, den USA und dem Vereinigten Königreich zusammen. [...]
2 Sekretariat des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, Erläuternde Angaben zur Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung; Januar 2001

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Basel II

2.1 Erste Säule: Mindesteigenkapitalanforderungen

2.1.1 Bemessung der Eigenkapitalausstattung einer Bank

2.1.2 Ansätze zur Bemessung des Kreditrisikos

2.1.3 Ansätze zur Bemessung des Marktrisikos (unverändert)

2.1.4 Ansätze zur Bemessung des operationellen Risikos

2.1.5 Zweite Säule: Überprüfung durch die Aufsicht

2.1.6 Dritte Säule: Marktdisziplin

2.2 Chronologie Basel II

3. Ratings nach Basel II

3.1 Wesen des Ratings

3.2 Rating: qualitative und quantitative Kennzahlen

3.3 Interne Ratings

3.4 Externe Ratings

3.5 Kosten für ein Rating

4. Auswirkungen auf die Zukunft

4.1 EU-Ebene

4.2 Steuerrechtliche Ebene

4.3 Anleihenmarkt

4.4 Technische Anforderungen

5. Auswirkungen auf den Mittelstand

5.1 Kreditvergabe

5.2 Kundendifferenzierung

5.3 Alternative Finanzierungen für Klein- und Mittelstandsunternehmen

5.4 Konsequenzen für den Mittelstand

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Basel-II-Eigenkapitalvereinbarungen auf das Bankensystem und insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, die risikogerechte Neuregelung der Eigenkapitalanforderungen zu erläutern und zu bewerten, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für den Mittelstand bei der Kreditfinanzierung ergeben.

  • Aufbau und die drei Säulen der Eigenkapitalvereinbarung (Basel II)
  • Veränderte Ratingverfahren und ihre Auswirkungen auf die Kreditvergabe
  • Strategische Anpassungen bei der Unternehmensfinanzierung und Risikosteuerung
  • Herausforderungen durch neue technische Anforderungen und Offenlegungspflichten
  • Zukunftsperspektiven für den Mittelstand im veränderten Finanzierungsumfeld

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Im Juni 1999 veröffentlichte der Ausschuß für Bankenaufsicht einen Vorschlag zur Ersetzung der Eigenkapitalverordnung von 1988 durch eine risikogerechte Regelung. Der Basel II genannte Entwurf sollte ab 2006 in mehr als 100 Ländern eingesetzt werden. Ziel der neuen Regelung ist größere Sicherheit und Solidität des Finanzsystems, indem die internen Kontrollsysteme und die Geschäftsführung der Banken, die Überprüfung durch die Aufsicht und die Marktdisziplin einen höheren Stellenwert erhalten. „Der Ausschuß vertritt die Ansicht, daß die Vorteile eines Systems, in dem sich das Eigenkapital stärker an Risiken anlehnt, wesentlich größer sind als der Aufwand und dazu führen werden, daß das Bankensystem an Sicherheit, Solidität und Effizienz gewinnt.“

Die Höhe des erforderlichen Eigenkapitals soll sich deshalb in Zukunft stärker an den individuellen Risiken der vergebenen Kredite und der einzelnen Bank orientieren. Mit der neuen Regelung werden bankinterne und externe Ratings zur Bewertung von Kreditrisiken zugelassen. Ein gutes Ratingergebnis zu veröffentlichen, bedeutet nicht nur eine verbesserte Beziehung zwischen Kunden und Bank, sondern dadurch wird ein positives Image des gerateten Kunden auf dem Markt positioniert. Der Kunde kann auf Wunsch einen Zertifikat erhalten, in dem verschiedene Bonitätsklassen und -kriterien wie Kundenbeziehung, Management, wirtschaftliche Verhältnisse, Unternehmensentwicklung mit Schulnoten bewertet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Neuregelung der Baseler Eigenkapitalvereinbarung vor und erläutert deren Zielsetzung zur Erhöhung der Sicherheit und Solidität des Finanzsystems.

2. Basel II: Beschreibt detailliert den Aufbau der neuen Vereinbarung mit den drei Säulen: Mindesteigenkapitalanforderungen, bankaufsichtliche Überprüfung und Marktdisziplin.

3. Ratings nach Basel II: Erläutert das Wesen von Ratings, die Bedeutung qualitativer sowie quantitativer Faktoren und die Unterschiede zwischen internen und externen Verfahren.

4. Auswirkungen auf die Zukunft: Beleuchtet die Konsequenzen der neuen Regelung auf EU-Ebene, im Steuerrecht, am Anleihenmarkt und hinsichtlich technischer Infrastrukturanforderungen.

5. Auswirkungen auf den Mittelstand: Analysiert die spezifischen Folgen für KMUs, insbesondere bezüglich der Kreditvergabe, neuer Finanzierungsalternativen und der Notwendigkeit einer verbesserten Unternehmensplanung.

6. Fazit: Fasst zusammen, dass Risikoeinschätzungen künftig zentral sind und Unternehmen sich aktiv auf die neuen Marktgegebenheiten einstellen müssen, um langfristig bestehen zu können.

Schlüsselwörter

Basel II, Eigenkapitalvereinbarung, Bankenaufsicht, Kreditrisiko, Rating, Bonität, KMU, Mittelstand, Finanzierung, Risikomanagement, Marktdisziplin, Offenlegung, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapitalanforderungen, Solvabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Einführung der Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) und deren weitreichenden Auswirkungen auf die Bankenaufsicht und die Finanzierungspraxis von Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Drei-Säulen-Aufbau von Basel II, die Einführung risikogerechter Ratingverfahren, die Auswirkungen auf die IT-Infrastruktur sowie die speziellen Folgen für mittelständische Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie die neuen regulatorischen Anforderungen die Kreditvergabepolitik verändern und welche strategischen Konsequenzen sich daraus für Unternehmen bei der Kapitalbeschaffung ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen, Studien von Wirtschafts- und Forschungsinstituten sowie einer Auswertung offizieller Regelungen des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technische Darstellung der drei Säulen von Basel II, die Erläuterung von Rating-Kennzahlen, die zukünftigen Auswirkungen auf EU- und steuerrechtlicher Ebene sowie eine detaillierte Betrachtung der Konsequenzen für den Mittelstand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Basel II, Kreditrisiko, Rating, KMU, Eigenkapitalanforderungen und Risikomanagement sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.

Wie verändert Basel II konkret die Kreditvergabe an den Mittelstand?

Kredite werden risikogerechter bepreist, was bedeutet, dass Unternehmen mit schlechterer Bonität höhere Zinsen zahlen oder restriktivere Kreditbedingungen erfahren, während hochbonitäre Unternehmen von günstigeren Konditionen profitieren können.

Welche Rolle spielt das Qualitätsmanagement für den Ratingprozess eines Unternehmens?

Qualitätsmanagement ermöglicht es einem Unternehmen, Stärken und Schwächen systematisch zu analysieren, die interne Steuerung zu optimieren und somit die Bonitätseinstufung im Ratingprozess positiv zu beeinflussen.

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Details

Title
Basel II - Auswirkung auf die mittelständische Wirtschaft
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf  (Wirtschaft)
Grade
2,3
Author
Julia Krause (Author)
Publication Year
2002
Pages
21
Catalog Number
V7951
ISBN (eBook)
9783638150446
Language
German
Tags
Basel II Mittelstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Krause (Author), 2002, Basel II - Auswirkung auf die mittelständische Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7951
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