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Die Persönlichkeitskonstrukttheorie von George A. Kelly - Eine Abwägung von Kellys Theorie

Title: Die Persönlichkeitskonstrukttheorie von George A. Kelly - Eine Abwägung von Kellys Theorie

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Iris Strobel (Author)

Psychology - Personality Psychology
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Drei Menschen stehen im Wald vor einer großen Eiche. Da staunt der Eine: „Was für ein Wunderwerk der Natur! Lebensraum für zahlreiche Waldbewohner!“ Der Andere sieht den Baum aus forstwirtschaftlichem Blickwinkel und berechnet sofort die Masse des Brennholzes, welches man aus dem Baum gewinnt. Der Dritte weist auf die besondere Symbolik des groß gewachsenen Baumes hin:
„Was für eine männliche, kraftvoll, tief- verwurzelte Stärke! Eine echte deutsche Eiche!“
Wie kann es sein, dass drei Menschen ein und das selbe Ereignis verschieden wahrnehmen und interpretieren?
Mit der Beantwortung dieser Frage möchte ich mich in der folgenden Hausarbeit näher beschäftigen und mir hierbei die Persönlichkeitskonstrukttheorie von George A. Kelly zu Hilfe holen.
Kelly ging davon aus, dass jedes Individuum die Welt einzigartig wahrnimmt, interpretiert und in eigene Begriffe fasst. Er bedient sich dabei persönlicher Konstrukte. So konstruiert sich der Mensch mit einem ganzen System an Konstrukten eine Welt mit seinen ganz individuellen Wahrnehmungen. Kelly’ s Theorie und die dabei verwendeten Techniken sollen im Folgenden als Beitrag zur Einschätzung der Persönlichkeit dargestellt und erläutert werden:
Zu anfangs wird kurz das Leben Kelly’ s vorgestellt, um dann näher auf seine Theorie einzugehen. Hierbei wird mit seinem Bild vom Menschen begonnen und darauf seine Sicht der Wissenschaft dargestellt. Danach wird Kelly’ s Postulat und die daraus folgenden Korollarien dargestellt. Um seine Theorie auch in der Praxis vorzustellen, werden seine zwei gängigsten Forschungsmethoden präsentiert: der „Rollen- Konstrukt- Repertoire Test“ und die „fixierte Rollentherapie“ .Schlussendlich folgt eine kritische Abwägung Kelly’ s Theorie.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2.Die Persönlichkeitskonstrukttheorie

2.1 Kelly’s Biographie

2.2. Kelly’s Menschenbild

2.3 Kelly’s Sicht der Wissenschaft

2.4 Struktur der Persönlichkeitskonstrukttheorie

2.4.1 Das fundamentale Postulat

2.4.2 Die Korrolarien

2.5 Forschungsmethoden

2.5.1 Der Rollen- Konstrukt-Repertoire Test

2.5.2 Die fixierte Rollentherapie

3.Kritische Abwägung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Persönlichkeitskonstrukttheorie von George A. Kelly und untersucht die grundlegende Frage, warum Menschen ein und dasselbe Ereignis individuell unterschiedlich wahrnehmen und interpretieren. Ziel ist es, das Konzept der persönlichen Konstrukte als Beitrag zur Einschätzung der menschlichen Persönlichkeit darzustellen und sowohl theoretisch als auch methodisch zu erläutern.

  • Die Metapher des Menschen als Wissenschaftler
  • Die Struktur und Dynamik des Konstruktsystems
  • Die 11 Korollarien zur Antizipation von Ereignissen
  • Methoden der psychologischen Erfassung (Rep-Test)
  • Ansätze der klinischen Anwendung (Fixierte Rollentherapie)

Auszug aus dem Buch

2.2. Kelly’s Menschenbild

Kelly’s Theorie versucht, wie die psychodynamische Theorie Freud’s und die phänomenologische Theorie Roger’s, die individuelle Persönlichkeit einzuschätzen und besser zu verstehen. Während Freud und Rogers jedoch versuchen, den Menschen und sein Verhalten in einzelne Teilbereiche zu zerlegen, um so sein Verhalten untersuchen und systematisieren zu können, postuliert Kelly, alle Dimensionen des menschlichen Verhaltens gleichzeitig zu berücksichtigen.(Pervin 1987, S.240)

George Kelly benützt die Metapher vom Menschen als Wissenschaftler, der ständig versucht, seine Welt und die Dinge, die auf ihr passieren, zu verstehen und zu analysieren. Er erhofft sich so, eine Kontrolle über die Welt und ihre Phänomene zu bekommen.

Der Mensch versucht deshalb, mit Hilfe von aufgestellten Hypothesen, bestimmte Ereignisse auf die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit ihres Auftretens hin zu überprüfen und sie so vorhersagen zu können,(Laux 2003, S.101)so wie Wissenschaftler, die Theorien zusammenstellen.

Je nach dem, ob sich Erfahrungen ähneln, oder unterscheiden, baut sich der Mensch eine Art Konzept auf, mit dem er versucht, diese Erfahrungen zu ordnen. Solch ein Konzept bezeichnet Kelly als sogenanntes Konstrukt, als „…eine bestimmte Art und Weise, die Welt wahrzunehmen und zu interpretieren bzw. eine Abbildung von der Welt zu schaffen…“ (Laux 2003, S.101) Kelly beschreibt dies folgendermaßen: „Der Mensch sieht seine Welt durch Schablonen, die er selbst entwirft und versucht dann, die Realität diesen Schablonen anzupassen…Nennen wir diese Schablonen, die der Mensch versuchsweise anwendet, Konstrukte. So entwirft er ein Bild von der Welt, in der er lebt.“ (Pervin 1987,S.239, zitiert nach Kelly 1955, 8-9)Bewährt sich nun sein System bei zukünftigen Ereignissen, bleibt der Mensch bei seinem Konstrukt, treffen die Vorhersagen jedoch nicht zu, greift er in Zukunft auf andere, bessere Konstrukte zurück (Laux 2003, S.101). Entweder er formt sich ein neues Konstrukt, oder er greift auf eine Alternative zurück, da jeder Mensch ist in der Lage, verschiedene, alternative Konstrukte zu entwerfen, zwischen denen er in einer Situation wählen kann (→ alternativer Konstruktivismus) (Laux 2003, S.101)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kernfrage ein, warum Individuen die Welt durch unterschiedliche „Schablonen“ wahrnehmen und stellt den Ansatz von Kelly vor.

2.Die Persönlichkeitskonstrukttheorie: Das Kapitel bietet eine Einführung in die Biografie Kellys, sein Menschenbild sowie seine wissenschaftstheoretische Sichtweise und erläutert die Struktur der Konstrukte sowie die zentralen Postulate und Korollarien.

2.5 Forschungsmethoden: Hier werden praxisnahe Verfahren zur Erfassung von Konstrukten vorgestellt, speziell der Rep-Test zur Analyse von Konstruktsystemen und die Rollentherapie zur Modifikation des Verhaltens.

3.Kritische Abwägung: Dieses Kapitel reflektiert die historische Entwicklung der Theorie vom Außenseiterstatus bis zur Etablierung in der kognitiven Wende und benennt sowohl Stärken als auch theoretische Schwächen.

Schlüsselwörter

Persönlichkeitskonstrukttheorie, George A. Kelly, Konstrukte, Menschenbild, Alternativer Konstruktivismus, Korollarien, Rep-Test, Fixierte Rollentherapie, Kognitive Wende, Konstruktsystem, Antizipation, Persönlichkeitspsychologie, Rollensketch, Selbstcharakterisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Persönlichkeitskonstrukttheorie von George A. Kelly und analysiert, wie Menschen durch individuelle Konstruktsysteme die Welt interpretieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen Kellys Menschenbild, seine Sicht auf die Wissenschaft, die Struktur von Konstrukten, die 11 Korollarien sowie spezifische Forschungsmethoden und therapeutische Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu erläutern, wie Individuen durch eigene Konzepte ihre Umwelt strukturieren und wie diese Persönlichkeitsmerkmale wissenschaftlich erfasst und therapeutisch beeinflusst werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden beschrieben?

Die Arbeit stellt den Rollen-Konstrukt-Repertoire Test (Rep-Test) zur Erhebung persönlicher Konstrukte sowie die fixierte Rollentherapie als Interventionsmethode vor.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der theoretischen Struktur der Konstrukttheorie, den Korollarien und den dazugehörigen diagnostischen und therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Konstruktsystem, alternativer Konstruktivismus, Antizipation und die spezifischen testpsychologischen Verfahren Kellys.

Was bedeutet das "fundamentale Postulat" nach Kelly?

Es besagt, dass die psychologischen Prozesse eines Menschen durch die Art und Weise kanalisiert werden, wie er Ereignisse antizipiert bzw. vorwegnimmt.

Wie unterscheidet sich die fixierte Rollentherapie von klassischen Ansätzen?

Anstatt den Patienten direkt zu ändern, lässt die Therapie den Klienten eine neue, erfundene Rolle spielen, um neue Denk- und Verhaltensweisen in einem geschützten Rahmen zu erproben.

Was ist ein Konstrukt-Pol nach Kellys Theorie?

Konstrukte sind bei Kelly immer bipolar aufgebaut: Sie bestehen aus einem Ähnlichkeitspol (zwei Elemente sind sich ähnlich) und einem Gegensatzpol (ein drittes Element unterscheidet sich davon).

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Details

Title
Die Persönlichkeitskonstrukttheorie von George A. Kelly - Eine Abwägung von Kellys Theorie
College
University of Augsburg
Grade
1,7
Author
Iris Strobel (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V79547
ISBN (eBook)
9783638868525
ISBN (Book)
9783638869089
Language
German
Tags
Persönlichkeitskonstrukttheorie George Kelly Eine Abwägung Kellys Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Iris Strobel (Author), 2005, Die Persönlichkeitskonstrukttheorie von George A. Kelly - Eine Abwägung von Kellys Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79547
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