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Umsetzung des Risikomanagement in Versicherungsunternehmen nach KonTraG

Stand 2007

Title: Umsetzung des Risikomanagement in Versicherungsunternehmen nach KonTraG

Seminar Paper , 2007 , 34 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Dennis Tomurko (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die Besonderheit der letzten Jahre war die Globalisierung der Weltwirtschaft. Diese Entwicklung hat auch die Versicherungswirtschaft berührt. Um die Versicherungswirtschaft zu finanzieren, greifen die `Global Players` auf Kapitalmärkte zurück. Aus diesem Grund verschärft sich die Konkurrenz um Eigenkapital auf den internationalen Märkten. Das Management orientiert sich dadurch mehr an Investoren. Die Vorstandsentscheidungen sind immer mehr von Shareholder Value-Gedanken beeinflusst. In diesem Wettbewerb kommt es auf die Informationsbedürfnisse der internationalen, vorwiegend institutionellen Investoren an. Bis jetzt wurden diese Erfordernisse durch die Rechnungslegungsvorschriften in Deutschland wenig berücksichtigt. Auch mehrere Unternehmenszusammenbrüche der Vergangenheit, wie z.B. der Balsam AG und der COOP AG, lösten die Debatte über die Notwendigkeit der Verbesserung der Kontrollmechanismen zur Überwachung von Aktiengesellschaften aus. Der Gesetzgeber hat auf diese Situation mit dem `Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich` reagiert, das am 01.05.1998 in Kraft getreten ist. Bei der Einführung des KonTraG verfolgte der Gesetzgeber eine Reihe von Zielen. Dazu gehören u.a. die Transparenzerhöhung, die Steigerung der Qualität der Abschlussprüfung und der Kooperation zwischen den Abschlussprüfern und dem Aufsichtsrat, die Besserung der Aufsichtsratsarbeit, die Reduzierung von Stimmrechtsdifferenzierungen, die verstärkte Überwachung durch die Hauptversammlung und die Gestattung moderner Vergütungs- und Finanzierungsinstrumente. Der Gesetzgeber wollte das Risikomanagement von Aktiengesellschaften dadurch verbessern. Für das Verständnis des Begriffs `Risikomanagement` sowie des in § 91 II AktG vorgeschriebenen Überwachungssystems wird zunächst der Begriff des Risikos definiert. Dann werden das Risikomanagement und das Überwachungssystem i.S.d. § 91 II AktG miteinander verglichen, um feststellen zu können, ob bzw. inwieweit es sich hierbei um identische Systeme handelt. Den Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit bildet die Beschreibung der theoretischen Umsetzung des Risikomanagements bei Versicherungsgesellschaften i.S.d. KonTraG. Anschließend wird am Beispiel der Münchener-Rück-Gruppe die praktische Umsetzung dargestellt. Den Abschluss dieser Arbeit bilden die Darstellung und die Diskussion der Probleme der praktischen Umsetzung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff des Risikos im Sinne des KonTraG

3 Die Abgrenzung der Maßnahmen nach § 91 II AktG vom allgemeinen Risikomanagement

4 Die theoretische Umsetzung des Risikomanagements nach KonTraG

4.1 Rechtliche Auswirkungen für Vorstand, Aufsichtsrat und Abschlussprüfer einer Aktiengesellschaft

4.1.1 Pflichten und Haftung des Vorstands

4.1.2 Die Auswirkungen für den Aufsichtsrat

4.1.3 Konsequenzen für die Abschlussprüfung einer Aktiengesellschaft

4.2 Die Maßnahmen zur Früherkennung bestandsgefährdender Entwicklung

4.3 Die Einrichtung eines Überwachungssystems

5 Die praktische Umsetzung des Risikomanagements am Beispiel der Münchener Rück

5.1 Kurze Beschreibung der Münchener Rück

5.2 Die Risikoarten bei der Münchener Rück

5.3 Aufgaben und Organisation der Risikoüberwachung und -steuerung

6 Die Probleme der praktischen Umsetzung

7 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Umsetzung des Risikomanagements in Versicherungsunternehmen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen durch das „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG). Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Vorgaben zur Risikofrüherkennung und Überwachung darzustellen und deren praktische Anwendung am Beispiel der Münchener Rück-Gruppe zu verdeutlichen, um abschließend die Herausforderungen bei der Implementierung zu analysieren.

  • Analyse der gesetzlichen Anforderungen des KonTraG für Aktiengesellschaften
  • Untersuchung der Rollen von Vorstand, Aufsichtsrat und Abschlussprüfern bei der Risikoüberwachung
  • Darstellung der Risikofrüherkennung und Aufbau von Überwachungssystemen
  • Praxisbeispiel der Risikoorganisation bei der Münchener Rück-Gruppe
  • Diskussion von Problematiken und Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Pflichten und Haftung des Vorstands

Das Geschäftsführungs- und Vertretungsorgan der AG ist der Vorstand. Gem. § 91 II AktG muss der Vorstand geeignete Maßnahmen treffen, vor allem ein System der Überwachung aufbauen, welches die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkennen wird.

Durch diese Modifikation des Gesetzes wird die Leitung des Vorstandes in eigener Verantwortung, § 76 I AktG, unterstrichen sowie die Sorgfaltspflicht und die Verantwortlichkeit der Vorstandsmitglieder (§ 93 I, II AktG) werden konkretisiert. Die Mitglieder des Vorstands müssen gem. § 93 I AktG beim Vollzug ihrer Geschäftsführung die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einhalten. Wenn sie ihre Pflichten verletzen, haften sie für den entstandenen Schaden als Gesamtschuldner, §§ 93 II 1 AktG, 426 BGB. Im Falle eines Streites müssen die Vorstandsmitglieder gem. § 93 II 2 AktG ihr Nichtverschulden beweisen, sog. Beweislastumkehr.

Zu der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen und gewissenhaften Vorstands zählt u.a. die Bestimmung der Unternehmenspolitik. Zu dieser Unternehmenspolitik gehören die funktionsfähige Kontrolle und die Koordination der mehreren Führungsebenen.

Da die unternehmerischen Risiken nicht vermeidbar sind, sollen sie sowie die Fehlentwicklungen mit Hilfe des Überwachungssystems identifiziert und permanent überwacht werden. Ein solches Überwachungssystem soll bestandsgefährdende Entwicklungen möglichst früh genug erkennen, damit geeignete Maßnahmen zur Sicherung des Fortbestands der Gesellschaft getroffen werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Globalisierung der Wirtschaft und die daraus resultierende Notwendigkeit verbesserter Kontrollmechanismen, die zur Einführung des KonTraG führte.

2 Der Begriff des Risikos im Sinne des KonTraG: Dieses Kapitel definiert den Risikobegriff sowohl in ökonomischer Theorie als auch im engeren Sinne für das KonTraG als drohende Verlustgefahr.

3 Die Abgrenzung der Maßnahmen nach § 91 II AktG vom allgemeinen Risikomanagement: Hier wird der Fokus auf die systematisierte Risikoidentifikation, -messung und -analyse als Bestandteil des Risikomanagementprozesses gelegt.

4 Die theoretische Umsetzung des Risikomanagements nach KonTraG: Dieses Kapitel erläutert detailliert die rechtlichen Implikationen für die Unternehmensführung und die notwendigen Bestandteile eines Überwachungssystems.

5 Die praktische Umsetzung des Risikomanagements am Beispiel der Münchener Rück: Anhand der Münchener Rück wird die konkrete organisationale Ausgestaltung und Kategorisierung der Risiken in einem großen Versicherungsunternehmen veranschaulicht.

6 Die Probleme der praktischen Umsetzung: Das Kapitel diskutiert die Schwierigkeiten, die sich aus unkonkretisierten gesetzlichen Vorgaben für Unternehmen und Abschlussprüfer ergeben.

7 Fazit: Das Fazit resümiert, dass das KonTraG trotz seiner Defizite eine notwendige Verbesserung der Transparenz und Überwachung in Unternehmen bewirkt hat.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, KonTraG, Aktiengesetz, Aktien, Überwachungssystem, Früherkennung, Vorstand, Aufsichtsrat, Abschlussprüfung, Versicherungsunternehmen, Münchener Rück, Haftung, Sorgfaltspflicht, Risikoanalyse, Unternehmenssteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Umsetzung des gesetzlich vorgeschriebenen Risikomanagements in Versicherungsunternehmen nach Inkrafttreten des KonTraG.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Anforderungen an die Risikoüberwachung, die Pflichten der Unternehmensorgane und die praktische Implementierung dieser Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Analyse, wie theoretische Vorgaben zur Früherkennung bestandsgefährdender Entwicklungen praktisch in einem Versicherungsunternehmen umgesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudie am Beispiel der Münchener Rück-Gruppe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Risikosteuerung, rechtliche Pflichten der Unternehmensorgane und eine detaillierte Fallbetrachtung der Risikoorganisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Risikomanagement, KonTraG, § 91 II AktG, Früherkennung, Risikoüberwachung und Abschlussprüfung.

Warum ist das Risikomanagement für Versicherer besonders wichtig?

Versicherungsunternehmen sind aufgrund ihres Geschäftsmodells mit vielfältigen Risiken konfrontiert, weshalb das KonTraG hier spezielle Anforderungen an die Überwachung stellt.

Wie unterscheiden sich die Rollen von Vorstand und Aufsichtsrat laut KonTraG?

Der Vorstand trägt die operative Verantwortung für den Aufbau des Überwachungssystems, während der Aufsichtsrat die Einrichtung dieses Systems und die Tätigkeit des Vorstands kontrolliert.

Welche Probleme ergeben sich bei der praktischen Umsetzung?

Hauptherausforderung ist die fehlende Konkretisierung der gesetzlichen Anforderungen, was zu Interpretationsspielräumen und Unsicherheiten bei der Prüfung führt.

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Details

Title
Umsetzung des Risikomanagement in Versicherungsunternehmen nach KonTraG
Subtitle
Stand 2007
College
University of Hannover  (Institut für Versicherungsbetriebslehre)
Course
Ausgewählte Managementfragen
Grade
2,7
Author
Dennis Tomurko (Author)
Publication Year
2007
Pages
34
Catalog Number
V79685
ISBN (eBook)
9783638897860
ISBN (Book)
9783638904117
Language
German
Tags
Umsetzung Risikomanagement Versicherungsunternehmen KonTraG Ausgewählte Managementfragen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Tomurko (Author), 2007, Umsetzung des Risikomanagement in Versicherungsunternehmen nach KonTraG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79685
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