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Online-Journalismus. Wie Printartikel sich von Online-Artikeln unterscheiden

Eine quantitative und qualitative Untersuchung anhand überregionaler Zeitungen in Deutschland

Title: Online-Journalismus. Wie Printartikel sich von Online-Artikeln unterscheiden

Thesis (M.A.) , 2007 , 239 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Annika Fischer (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die Anzahl der Nutzer des Internets hat in den letzten Jahren rasant zugenommen: Noch im Jahre 1998 gaben acht Prozent der Westdeutschen und sechs Prozent der Ostdeutschen an, mindestens einmal pro Woche das Internet in der Freizeit zu nutzen. Sechs Jahre später sind in Westdeutschland über 38 Prozent und in Ostdeutschland über 33 Prozent der Menschen Internetnutzer. Seit über zehn Jahren haben sämtliche überregionale Zeitungen einen Internetauftritt.

In dieser Arbeit wird untersucht, wie deutsche überregionale Printmedien sowohl ihren Printwie auch ihren Internetauftritt sprachlich gestalten. Für die Untersuchung werden drei überregionale Zeitungen betrachtet: Die Süddeutsche Zeitung (SZ), die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) und die Netzeitung (NZ), die nur im Internet verfügbar ist. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich über die Woche vom 17.07.2006 bis 21.07.2006. Um den Untersuchungsgegenstand einzugrenzen, wird sich die Autorin nur mit den Artikeln des Ressorts Politik der Zeitungen beschäftigen. Sprachlich werden dabei die Artikelformen und Textsorten, die die jeweiligen Medien verwenden, verglichen.

Untersucht wird, inwiefern das Medium Internet Einfluss auf die Textgestaltung hat. Es wird ein Unterschied zwischen der Lesbarkeit von Texten auf Papier (Printzeitung) und Texten auf dem Monitor (Onlinezeitung) vermutet. Mit Hilfe der Korpuslinguistik sollen außerdem die Text- und Satzlänge sowie die Wortanzahl der Artikel im Korpus in die Analyse einbezogen werden. Zur Veranschaulichung wird die Verständlichkeit von Artikeln in den Print- und Online-Zeitungen verglichen. Da in der gesichteten Literatur keine ähnlichen Untersuchungen statt gefunden haben beziehungsweise die Zeitungssprache im Internet nicht explizit betrachtet wurde, wird in dieser Arbeit der Vergleich von Zeitungsartikeln im Printmedium und online mit verschiedenen Ansätzen betrachtet. Dabei liegt die Fragestellung bezüglich der Artikelgestaltung zugrunde, inwiefern sich Print- und Onlinemedien in Bezug auf ihre Satzumfänge pro Artikel, durchschnittliche Satzlängen und Wortlängen unterscheiden.

Ein Augenmerk wird auch auf die Verständlichkeit der Korpustexte gelegt. Explizit eingegangen wird auch auf den Aspekt der Verständlichkeit der
Artikel.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

A Theoretischer Ansatz

2 Die Zeitung und ihre Sprache

3 Das Internet als neues Medium

3.1 Zeitung im Internet

3.2 Studien zu Rezeptionsunterschieden beim Lesen auf Papier und auf dem Bildschirm

3.3 Studien zum Vergleich von Printmedien mit ihrem Onlinependant

4 Überblick zur Literaturlage

B Untersuchungsgegenstand

5 Richtlinien für das Schreiben von Online-Texten

6 Der Teaser

7 Korpuslinguistik

7.1 Die zur Untersuchung ausgewählten Medien

7.1.1 Die Frankfurter Allgemeine Zeitung

7.1.2 Die Süddeutsche Zeitung

7.1.3 Die Netzeitung

7.2 Vorgehensweise beim Zusammenstellen des Korpus

7.3 Die journalistischen Textsorten in den untersuchten Zeitungen

7.3.1 Die Nachricht

7.3.2 Die Meldung

7.3.3 Der Bericht / Die Reportage

7.3.4 Das Interview

7.3.5 Der Kommentar

7.3.6 Die Glosse

C Untersuchung des Korpus

8 Quantitative Analyse des Korpus

8.1 Vorgehensweise bei der empirischen Analyse des Korpus

8.2 Überprüfung der theoretischen Annahmen durch empirische Untersuchungen am Korpus

8.2.1 Umfang des Datenmaterials

8.2.2 Häufigkeit und Verteilung der Teaser

8.2.3 Chi-Quadrat-Test für die Verteilung der Teaser

8.2.4 Verteilung der Artikel in den Zeitungen auf die einzelnen Wochentage

8.2.5 Verteilung der Teaser in den Zeitungen auf die einzelnen Wochentage

8.3 Durchschnittliche Länge der Artikel

8.3.1 Arithmetisches Mittel für die Wortanzahl der Artikel

8.3.2 Median der Artikel-Wortanzahl

8.3.3 Standardabweichung und Spannweiten bei der Artikel-Wortanzahl

8.3.4 Arithmetisches Mittel für die Satzanzahl der Artikel

8.3.5 Durchschnittliche Länge der Sätze

9 Zuordnung der journalistischen Textformen zu den untersuchten Zeitungen

9.1 Häufigkeiten und Verteilung der Textsorten

9.2 Chi-Quadrat-Test in Bezug auf die Verteilung der Textsorten

10 Analyse der Überschriften

10.1 Die Wortartenstile der Überschriften

10.1.1 Kategorieneinteilung für die Wortartenstile

10.1.2 Analyse der Überschriftenstile der Zeitungen

10.2 Durchschnittliche Überschriftenlänge

11 Die Verständlichkeit der untersuchten Artikel

11.1 Verständlichkeitsformeln

11.2 Berechnung der Formel am Korpus

11.3 Ergebnisse der Berechnung nach der Verständnisformel von AMSTAD am Korpus

12 Qualitative Analyse des Korpus

12.1 Ausgewählte Beispiele der SZ

12.1.1 „Israel muss sich zurückziehen“

12.1.2 „Brüchige Meinungsfront“

12.1.3 „Anschlag auf Marktplatz“

12.2 Ausgewählte Beispiele der F.A.Z.

12.2.1 „Eine Friedenstruppe für den Südlibanon?“

12.2.2 „Nachschub aus Syrien“

12.2.3 „Ahmadineschad schreibt der Bundeskanzlerin“

12.2.4 Der unzufriedene Bundespräsident

12.3 Ein Artikel der NZ im Vergleich

D Schlussbetrachtung

13 Zusammenfassung der Ergebnisse

14 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht sprachliche Unterschiede zwischen Printartikeln und Online-Artikeln deutscher überregionaler Tageszeitungen (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung) sowie einer reinen Online-Zeitung (Netzeitung). Das Hauptziel besteht darin, zu klären, ob sich die Artikelgestaltung durch das Medium Internet unterscheidet, wobei insbesondere die Lesbarkeit, Artikellänge und der Einsatz von Teasern im Vordergrund stehen.

  • Vergleich von Print- und Online-Journalismus im Ressort Politik
  • Empirische Analyse der Artikellänge (Wort- und Satzanzahl)
  • Untersuchung der journalistischen Textsorten und Teaser-Struktur
  • Qualitative Analyse von Beispielartikeln zur Stil- und Inhaltsveränderung
  • Anwendung von Verständlichkeitsformeln zur Messung der Textkomplexität

Auszug aus dem Buch

Die Zeitung und ihre Sprache

Der Einstieg in die Begriffsdefinitionen beginnt zunächst mit dem Medium Zeitung. Unter dem Begriff Medium wird ein Mittel der Kommunikation verstanden. Bei dieser vereinfachten Definition zählen im weitesten Sinne als Medium alle Träger von Sprache und anderen Zeichen.

Auch wenn der Begriff „Zeitung“ kein Fachwort, sondern im Alltagsverständnis präsent ist, soll als Grundlage für diese Arbeit eine genaue Definition der mehr als einhundert Begriffsbestimmungen gelten: „Die Zeitung vermittelt jüngstes Gegenwartsgeschehen in kürzester regelmäßiger Folge der breitesten Öffentlichkeit.“ In dieser Begriffsbestimmung wird die Aufgabe der Zeitung deutlich: „Jüngstes Gegenwartsgeschehen (Aktualität) zu vermitteln […]“.

Präzisierend muss ergänzt werden, dass die Zeitung sowohl „soziales Register, lokale Informationsplattform, Orientierungs- und Hintergrundinformationsmedium und Forum des öffentlichen Diskurses“ ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, definiert das Untersuchungsziel und grenzt den Untersuchungszeitraum sowie die untersuchten Zeitungen (SZ, F.A.Z., NZ) ein.

2 Die Zeitung und ihre Sprache: Dieses Kapitel erörtert Begriffsdefinitionen zum Medium Zeitung und diskutiert die Definition einer spezifischen „Zeitungssprache“ sowie die Herausforderungen des Online-Journalismus.

3 Das Internet als neues Medium: Der Abschnitt beschreibt das Internet als Medium, seine Anforderungen an Rezeption und Textgestaltung sowie erste Studien zum Vergleich von Print und Online.

4 Überblick zur Literaturlage: Dieses Kapitel reflektiert den aktuellen Forschungsstand und erläutert, warum die vorliegende Arbeit sich auf bestimmte methodische Ansätze und Schreibratgeber stützt.

5 Richtlinien für das Schreiben von Online-Texten: Hier werden spezifische Vorgaben für Online-Texte, wie Kürze, Prägnanz und die Unterstützung von Scanning-Mechanismen, zusammengefasst.

6 Der Teaser: Dieses Kapitel definiert den Teaser als neue, für den Online-Journalismus typische Textform und beschreibt seine Funktion sowie unterschiedliche Gestaltungsformen.

7 Korpuslinguistik: Der methodische Teil beschreibt die Auswahl der Medien, die Zusammenstellung des Korpus und die für die Analyse relevanten journalistischen Textsorten.

8 Quantitative Analyse des Korpus: In diesem zentralen Teil werden empirische Daten zu Umfang, Verteilung von Teasern, Artikellänge und Satzlänge ausgewertet und theoretische Annahmen überprüft.

9 Zuordnung der journalistischen Textformen zu den untersuchten Zeitungen: Das Kapitel untersucht die Häufigkeit und Verteilung verschiedener Textsorten und diskutiert Tendenzen zur Boulevardisierung.

10 Analyse der Überschriften: Hier wird der sprachliche Stil der Überschriften (Wortartenstile wie Nominal-, Verbal- und Adjektivstil) quantitativ und qualitativ analysiert.

11 Die Verständlichkeit der untersuchten Artikel: In diesem Abschnitt wird mit Hilfe von Verständlichkeitsformeln (AMSTAD) der Schwierigkeitsgrad der untersuchten Artikel im Print- und Online-Vergleich gemessen.

12 Qualitative Analyse des Korpus: Dieses Kapitel vertieft die quantitative Analyse durch den qualitativen Vergleich spezifischer Artikelpaare, um inhaltliche und stilistische Unterschiede aufzuzeigen.

13 Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die untersuchten Hypothesen.

14 Ausblick: Der abschließende Teil identifiziert Forschungsbedarf und schlägt weiterführende Untersuchungsmöglichkeiten für die Zukunft vor.

Schlüsselwörter

Online-Journalismus, Zeitungssprache, Korpuslinguistik, Teaser, Verständlichkeitsformeln, Printmedien, Textsorten, Wortartenstil, Satzlänge, Medienwandel, Internet, quantitative Analyse, qualitative Analyse, Textgestaltung, Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sprachlichen und gestalterischen Unterschiede zwischen Artikeln in überregionalen Printzeitungen und deren Internet-Ausgaben (sowie einer reinen Online-Zeitung) im Ressort Politik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Medientheorie, Zeitungssprache, Online-Journalismus, Textverständlichkeit und die korpuslinguistische Untersuchung von Artikelgestaltung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob und wie sich deutsche Printmedien in ihrer sprachlichen Gestaltung von ihren Online-Auftritten im Hinblick auf Länge, Verständlichkeit und Textformen unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine korpuslinguistische Untersuchung angewandt, die sowohl quantitative statistische Analysen (z.B. Chi-Quadrat-Test, Verständlichkeitsformeln nach AMSTAD) als auch eine qualitative Textanalyse umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse des Korpus, der Häufigkeitsverteilung von Textsorten und Teasern, der Untersuchung von Überschriftenstilen und der Messung der Textverständlichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Online-Journalismus, Zeitungssprache, Korpuslinguistik, Teaser, Verständlichkeit und Medienvergleich.

Wie unterscheidet sich die Online-Berichterstattung von der Print-Variante?

Die Ergebnisse zeigen, dass Online-Artikel in vielen Fällen ausführlicher sind als ihre Print-Pendants, was den theoretischen Erwartungen einer notwendigen Kürze im Internet teilweise widerspricht.

Welche Rolle spielt der "Teaser" in der Arbeit?

Der Teaser wird als spezifische, für den Online-Journalismus wichtige Textform identifiziert, wobei die Arbeit untersucht, inwieweit auch Printausgaben diese Form nutzen.

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Details

Title
Online-Journalismus. Wie Printartikel sich von Online-Artikeln unterscheiden
Subtitle
Eine quantitative und qualitative Untersuchung anhand überregionaler Zeitungen in Deutschland
College
Dresden Technical University  (Institut für Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte)
Grade
1,1
Author
Annika Fischer (Author)
Publication Year
2007
Pages
239
Catalog Number
V79687
ISBN (eBook)
9783638840965
ISBN (Book)
9783638841030
Language
German
Tags
Online-Journalismus Printartikel Online-Artikel Statistischer Vergleich Tageszeitung online
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Fischer (Author), 2007, Online-Journalismus. Wie Printartikel sich von Online-Artikeln unterscheiden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79687
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