"Usability" bedeutet nach der ISO Norm 9241 das Ausmaß, in dem ein Produkt von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen .
"Web Usability" bezeichnet in diesem Sinne also die benutzerfreundliche Gestaltung einer Website.
Die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit eine Internetpräsenz diese Gebrauchstauglichkeit erreicht, sowie die Maßnahmen, die getroffen werden können, um ein Angebot auf das Qualitätsmerkmal Usability hin zu überprüfen und zu optimieren, sollen im Rahmen dieser Arbeit dargestellt werden.
Dabei geht nicht um die Betrachtung der Problemstellung aus dem Blickwinkel der einen oder anderen wissenschaftlichen Methode, sondern es soll ein integrativer Ansatz versucht werden, um der Komplexität des Themas gerecht zu werden - also die Kombination historischer, linguistischer, psychologischer, betriebswirtschaftlicher etc. Herangehensweisen - im Sinne der interdisziplinären Tradition der Medienwissenschaft.
Im Zentrum steht also weniger das Beispiel aus der Praxis des Usability Engineering, sondern die Einordnung des "Phänomens Web Usability" in seinen theoretischen Bezugsrahmen und die Betrachtung der Gestaltungs-, Evaluations- und Produktionsmöglichkeiten einer benutzerfreundlichen Website aus unterschiedlichen Perspektiven.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Das Thema dieser Arbeit
1.2 Aufbau und Gestaltung der Arbeit
2. Die HCI-Forschung
2.1 HCI – Human Computer Interface und Human Computer Interaction
2.2 Die Mensch-Computer-Interaktion (als solche)
2.3 Konfliktpotenzial bei der Mensch-Computer-Interaktion
2.3.1 Konfliktpotenzial - Die Metakommunikation
2.3.2 Konfliktpotenzial - Anwender contra Programmierer
2.3.3 Zielgruppenanalyse zur Vermeidung von Kommunikations-Konflikten
2.4 Forschung und Gestaltung im Bereich Human Computer Interaction
2.5 Disziplinen der HCI-Forschung
2.6 Benutzerschnittstellen - der Computer wird "usable"
2.6.1 Der Begriff "Schnittstelle" (Interface)
2.6.2 Der Begriff "Benutzerschnittstelle" und "Benutzeroberfläche"
2.6.3 Die "Grafische Benutzeroberfläche" (Graphical User Interface (GUI))
2.6.4 Die Geschichte der Grafischen Benutzeroberfläche
2.6.5 Das erste GUI – der Xerox Alto
2.6.6 Mehr Komfort für den Nutzer: Vom Kommandozeilen-Interface zum GUI
2.6.7 Die Schreibtisch- und die Menü-Metapher
2.6.8 Die Bedeutung von Icons für ein GUI
3. Das Internet - seine Dienste und Möglichkeiten
3.1 Das Internet
3.2 Das World Wide Web - der bekannteste Dienst des Internet
3.3 Matthias Horx prophezeit die Zukunft des Internet
3.4 Das kommerzialisierte Internet
3.4.1 Die Kommerzialisierung von Informationen
3.4.2 Das Internet als Marketingkanal
3.4.3 E-Business und E-Commerce
3.4.4 Entwicklung des E-Commerce in den letzten Jahren
3.4.5 Die Zukunft des E-Commerce
3.4.6 Die Bedeutung von Usability für den Erfolg eines E-Commerce-Angebots
4. Die Nutzer des Internet
4.1 Die Internetnutzung in Deutschland
4.2 Ergebnisse der ARD/ZDF Online-Studie
4.2.1 Die Internetnutzung einiger Zielgruppen
4.2.2 Nutzungsstrategien und Nutzungsdauer
4.2.3 Nutzungsprobleme
4.2.4 Schlussfolgerungen aus der Studie
4.3 Kategorisierung der Nutzungsziele
4.4 Die Bedeutung der Zielgruppenanalyse
4.5 Die Typologisierung von Internetnutzern
4.5.1 Das Verfahren der Typologisierung
4.5.2 Die Nutzertypologie des GFK Online-Monitors
4.5.3 Eine vereinfachte Nutzertypologie
5. Das Phänomen Hypertext
5.1 Die historische Entwicklung des Hypertext-Konzepts
5.2 Definition des Begriffs "Hypertext"
5.2.1 Herkunft des Wortes
5.2.2 Wortbedeutung
5.2.3 Definition
5.3 Abgrenzung eines Hypertextdokuments
5.4 Hypertexttypen
5.5 Die Strukturkomponenten eines Hypertextes
5.5.1 Knoten
5.5.2 Verweise (Hyperlinks)
6. Das Konstrukt Website
6.1 Begriff und Definition
6.1.1 Abgrenzung
6.2 Die Kategorisierung unterschiedlicher Websites
6.2.1 Die Kategorisierung von Yahoo nach Themengebieten
6.2.2 Die Kategorisierung von Modalis Research nach Business-Modellen
6.2.3 Die im Rahmen dieser Arbeit entwickelten Kategorien
6.3 Die Webpage
6.3.1 Begriff und Definition
6.3.2 Elemente einer Webpage
6.3.3 Webpage-Kategorien
7. Das Qualitätskonzept Web Usability
7.1 Der Erfolg einer Website
7.2 Die Ergonomische Qualitätssicherung
7.3 Begriff und Definition von "Usability" bzw. "Web Usability"
7.4 Die Usability-Definition von Jakob Nielsen
7.5 Usability als "Ease of use" und "Quality of Use"
7.6 Normen und Standards
7.6.1 Die ergonomische Norm DIN EN ISO 9241
7.6.2 Die zentrale Norm 9241 Teil 11
7.6.3 Die Normen 9241- 10 und -12 bis -17
7.6.4 Objektive und subjektive Gebrauchstauglichkeit
7.6.5 Die Rolle der ergonomischen Normen bei der Evaluation eines Interfaces
7.7 Usability als Kombination aus "quality of use" und "joy of use"
7.8 Zusammenfassung der Usability-Definitionsansätze
8. Die Accessibility und Performanz einer Website
8.1 Barrierefreier Zugang für jedermann?
8.2 Die gesetzliche Verankerung des barrierefreien Internetzugangs
8.3 Richtlinien für eine barrierefreie Gestaltung von Websites
8.4 Die Validierung der Accessibility
8.5 Performanz als Faktor der Accessibility und Usability
9. Das Dialogdesign (Navigationsdesign) einer Website
9.1 Grundsätze der Dialoggestaltung nach der DIN EN ISO 9241-10
9.2 Aspekte der menschlichen Informationsverarbeitung
9.2.1 Das Chunking-Prinzip
9.2.2 Kategorien und Schemata
9.2.3 Mentale Modelle
9.2.4 Navigationsverhalten und Motivation
9.2.5 Navigationsverhalten und Involvement
9.2.6 Der Flow-Effekt als Idealzustand
9.3 Die Informationsarchitektur von Websites
9.3.1 Grundmuster der Website-Gliederung
9.3.2 Die hierarchische Informationsarchitektur
9.4 Unterschiedliche Gliederungs-Typen von Websites
9.4.1 Metapher
9.4.2 Tunnel
9.4.3 Portalseite als Homepage
9.4.4 Leitseite als Homepage
9.5 Orientierung und Navigation auf einer Website
9.5.1 Die Orientierung im Hyperspace
9.5.2 Der Browser als Orientierungshilfe
9.5.3 Seitentitel zur Orientierung
9.5.4 Kognitive Kontrolle und Feedback
9.6 Interaktive Navigationsübersichten
9.6.1 Navigationsmenüs
9.6.2 Navigationsmenü oder Suchmaschine?
9.6.3 Das Brotkrumen-Prinzip (Threading)
9.6.4 Der Einsatz von Navigationsmetaphern
9.7 Interaktionselemente
9.7.1 Assoziative und strukturelle Links
9.7.2 Externe und interne Links
9.7.3 Vorschaulinks
9.7.4 Querlinks und Deeplinks
9.7.5 Linkfarben und Linkbenennung
9.7.6 Das Ziel eines Links
9.7.7 Verlinkte Grafiken
9.7.8 Der Einsatz von Verhaltensmetaphern
9.7.9 Pull-down-Menüs
9.8 Zusätzliche Hilfestellungen
9.8.1 Sitemaps
9.8.2 FAQs - Häufig gestellte Fragen
10. Das Screendesign einer Website
10.1 Aspekte der optischen Wahrnehmung
10.1.1 Räumliches Sehen
10.1.2 Die linke und rechte Gehirnhälfte
10.1.3 Gestaltpsychologie
10.2 Farbwahrnehmung, Farbmodelle und Farbkontraste
10.2.1 Die Wahrnehmung und Interpretation von Farben
10.2.2 Unterschiedliche Farbmodelle
10.2.3 Farbkontraste
10.2.4 Der Einsatz von Farben auf einer Website
10.2.5 Konsequenz der Farbgestaltung für das Screen-Design
10.3 Typographie und Wording: Lesen am Bildschirm
10.3.1 Allgemeine Faktoren der Leserlichkeit
10.3.2 Die Typographie auf Websites
10.4 Bewegung und Animation
10.5 Grundsätze der Layoutgestaltung
10.5.1 Diagonalen und Schrägen
10.5.2 Die Blickrichtung
10.5.3 Das visuelle Gleichgewicht
10.5.4 Weißraum und Framing
10.5.5 Der Mittelpunkt einer Bildschirmfläche
10.5.6 Der Goldene Schnitt
10.5.7 Die Größe und Anordnung von Schaltflächen
10.5.8 Fazit zum Layout einer Webpage
11. Das Inhaltsdesign einer Website
11.1 Grafiken und Photos
11.2 Video
11.3 Audio
12. Schreiben für das World Wide Web
12.1 Hypertext als Sonderfall des herkömmlichen Textes
12.1.1 Linearität und Nicht-Linearität
12.1.2 Intertextualität
12.1.3 Interaktivität
12.1.4 Die Aufweichung des traditionellen Autoren-Begriffs
12.1.5 Die Aufweichung des traditionellen Leser-Begriffs
12.1.6 Die elektronische Umsetzung
12.1.7 Das Hypertext-Konzept im Vergleich zu herkömmlichen Texten
12.2 Textgestaltung für das World Wide Web
12.2.1 Das Leseverhalten im Web und seine Auswirkung auf die Textgestaltung
12.2.2 Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei Texten
12.2.3 Klare und weiterführende Informationen
12.2.4 Wortwahl und Sprachstil
12.2.5 Der Spannungsbogen
12.2.6 Fazit
13. Kulturabhängige Gestaltungsfaktoren
13.1 Sprache
13.2 Farben
13.3 Kulturabhängige Icons und Symbole
13.4 Kulturelle Einflussfaktoren nach Hofstede
13.4.1 Der Faktor Machtdistanz
13.4.2 Weitere Faktoren
13.5 Der Faktor Kultur bei der Entwicklung und Evaluation
13.6 Fazit
14. Die Usability von Flash-Websites
15. Evaluationsverfahren zur Untersuchung von Web Usability
15.1 Der Evaluationsprozess einer Website
15.2 Websites als Untersuchungsgegenstand der Online-Marktforschung
15.3 Erhebungsmethoden der Marktforschung im Überblick
15.4 Aspekte der Online-Marktforschung
15.4.1 Sekundär- und Primärforschung
15.4.2 Quantitative und qualitative Forschung
15.4.3 Adressierte und anonyme Forschung
15.4.4 Reaktive und nicht-reaktive Methoden
15.4.5 Die Datenqualität bei Online-Befragungen
15.4.6 Rechtliche Aspekte der Online-Befragung
15.5 Methoden der Online-Befragung
15.5.1 Befragung per E-Mail und in Newsgroups
15.5.2 Unstandardisierte Befragungen
15.5.3 Befragungen im WWW
15.5.4 Spezielle Online-Untersuchungsmethoden
15.6 Die Server-Logfile-Analyse und das User-Tracking
15.6.1 Die Informationen aus den Server-Logfiles
15.6.2 Das User Tracking
15.6.3 Probleme bei der Analyse von Logfiles
15.6.4 Rechtliche Aspekte des User-Trackings
15.6.5 Die Kombination von Online-Befragung und Logfile-Analyse
15.6.6 Das Web Mining
15.6.7 Logfile-Analyse und Web Mining zur Untersuchung der Web Usability
15.7 Offline Methoden zur Untersuchung von Usability
15.7.1 Quantitative Methoden
15.7.2 Qualitative Methoden
15.7.3 Das standardisierte DATech-Prüfverfahren
15.7.4 Kosten und Nutzen eines Usability-Tests
16. Der Usability Engineering-Prozess
16.1 Die Analyse-Phase
16.2 Die Entwurfs- und Design-Phase
16.2.1 Ausrichten des Dialogdesigns an Zielgruppenstrukturen
16.2.2 Der Einsatz eines Prototyps
16.2.3 Der Einsatz von Storyboards
16.2.4 Der Einsatz von Usability Pattern
16.3 Die Implementierung und der Launch des Angebots
16.4 Zeitpunkt und Methoden der Evaluation im Überblick
17. Das "Projekt BerlinBeta"
17.1 Gegenstand der Untersuchung
17.1.1 Das Untersuchungsziel und die Grenzen der Untersuchung
17.1.2 Überblick über das Vorgehen und die verwendete Methoden
17.2 Die Nutzungshäufigkeit der Website
17.3 Der Aufbau der Website
17.4 Der Think Aloud-Test
17.4.1 Die Testpersonen und der Ort der Untersuchung
17.4.2 Bearbeitung der Szenarien durch die Testpersonen
17.4.3 Die Ergebnisse des Think Aloud-Tests
17.5 Befragung im Anschluss an den Think Aloud-Test
17.5.1 Befragung zur gesamten Website
17.5.2 Befragung zu einzelnen Bereichen der Website
17.6 Zusammenfassung der Ergebnisse aus Analyse, Test und Befragung
17.7 Maßnahmen zur Optimierung
17.8 Die Erkenntnisse aus dem Projekt
18. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das "Phänomen Web Usability" in seinen theoretischen Bezugsrahmen einzuordnen und Gestaltungskriterien sowie Evaluationsverfahren für eine benutzerfreundliche Website zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Fragestellung, wie eine Internetpräsenz mediengerecht gestaltet und mittels wissenschaftlicher Methoden optimiert werden kann, um den Nutzungsprozess im Sinne der Anwender zu verbessern und den Erfolg des Webangebots zu sichern.
- Grundlagen der HCI-Forschung und Mensch-Computer-Interaktion
- Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung (Accessibility) und Performanz
- Kriterien für ein benutzerorientiertes Dialog- und Screendesign
- Einsatz von Evaluationsverfahren zur Untersuchung der Usability
Auszug aus dem Buch
Die Relevanz des Themas
Die Pionierzeiten des Internet sind vorbei. Ging es Unternehmen noch vor wenigen Jahren vor allem um die Selbstdarstellung und eine generelle Präsenz im Netz, wollen und müssen sie heute mit ihrer Website Umsatz generieren und mit ihren Geschäftpartnern und Kunden über diesen neuen Kanal kommunizieren.
Durch die zunehmende Konkurrenz genügt es dabei längst nicht mehr, Methoden des Print-Designs oder ganze Multimediapräsentationen einfach ins Internet zu übertragen. Dagegen muss den besonderen Eigenarten des Mediums Rechnung getragen werden und der Fokus auf eine mediengerechte Gestaltung der Web Angebote gelegt werden. Die Gestaltung einer Website darf in diesem Zusammenhang nicht mehr nur als visueller Faktor einer medialen Produktion verstanden werden, sondern muss als funktionaler Bestandteil des gesamten Projektmanagements betrachtet werden. Im Sinne des Grundsatzes "form follows function" muss deshalb das Design eines Angebots - gerade bei einem so stark technisch determinierten Medium - als Bestandteil und Voraussetzung seiner Funktionalität betrachtet werden.
Der "Usability-Guru" Jakob Nielsen stellt dazu in seinem Buch "Erfolg des Einfachen" fest: "Benutzerfreundlichkeit ist im Internet der entscheidende Faktor. Einfach ausgedrückt bedeutet das: Wenn der Kunde kein Produkt finden kann, dann wird er es nicht kaufen."
Dass der Erfolg eines (technischen) Produkts auch von seiner Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit abhängt ist allerdings keine neue Erkenntnis. Das beste Beispiel für die potenzielle Unbrauchbarkeit eines Produkts ist wohl der Videorekorder, der ohne Bedienungsanleitung kaum benutzt werden kann. Im Gegensatz zu diesem Fall, wo sich die Benutzerfreundlichkeit eines Produkts meist erst nach dem Kauf herausstellt, führt ein derartiger Mangel im Internet direkt und sofort zum Abbruch eines Nutzungs- oder Kaufvorgangs. Der Faktor Usability wird somit zu einer Grundvoraussetzung für die Qualität eines Angebots, denn ein einziger Klick kann über den Erfolg oder Misserfolg der Internetpräsenz entscheiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Auseinandersetzung mit Web Usability als entscheidendem Erfolgsfaktor für Online-Angebote und erläutert den interdisziplinären Aufbau der Diplomarbeit.
2. Die HCI-Forschung: Es werden die theoretischen Grundlagen der Mensch-Computer-Interaktion (HCI) sowie die historische Entwicklung von Benutzerschnittstellen (GUIs) betrachtet.
3. Das Internet - seine Dienste und Möglichkeiten: Dieses Kapitel beleuchtet das Internet in seinem technischen Umfeld und diskutiert die Kommerzialisierung sowie die Bedeutung von Usability für den Erfolg im E-Commerce.
4. Die Nutzer des Internet: Fokus auf die Nutzerschaft, deren demografische Zusammensetzung, Nutzungsstrategien sowie die Relevanz einer zielgruppengerechten Typologisierung.
5. Das Phänomen Hypertext: Erläuterung der technischen Basis von Websites, insbesondere der Strukturkomponenten Knoten und Verweise im Kontext von Hypertextsystemen.
6. Das Konstrukt Website: Definition der Website sowie Kategorisierung verschiedener Web-Typen und deren spezifische Elemente.
7. Das Qualitätskonzept Web Usability: Detaillierte Betrachtung des Usability-Begriffs, der ergonomischen Qualitätssicherung sowie geltender Normen und Standards.
8. Die Accessibility und Performanz einer Website: Fokus auf Barrierefreiheit, gesetzliche Rahmenbedingungen und die Bedeutung kurzer Ladezeiten für die Benutzererfahrung.
9. Das Dialogdesign (Navigationsdesign) einer Website: Analyse ergonomischer Dialogprinzipien, Informationsarchitekturen und psychologischer Aspekte der Navigation.
10. Das Screendesign einer Website: Anleitung für die visuelle Gestaltung unter Berücksichtigung von Wahrnehmungspsychologie, Farbenlehre, Typographie und Layout-Grundsätzen.
11. Das Inhaltsdesign einer Website: Empfehlungen für den Einsatz von Medien wie Grafiken, Video und Audio zur Unterstützung des Nutzers.
12. Schreiben für das World Wide Web: Spezifische Richtlinien für die Textgestaltung, um den besonderen Lesegewohnheiten am Bildschirm gerecht zu werden.
13. Kulturabhängige Gestaltungsfaktoren: Untersuchung kultureller Einflüsse auf Designelemente, Farben und Strukturen bei international ausgerichteten Websites.
14. Die Usability von Flash-Websites: Kritische Analyse des Einsatzes von Flash-Technologien und dessen Auswirkungen auf die Benutzerfreundlichkeit.
15. Evaluationsverfahren zur Untersuchung von Web Usability: Übersicht und Bewertung verschiedener Methoden wie Online-Befragungen, Logfile-Analysen und Usability-Tests zur Überprüfung der Gebrauchstauglichkeit.
16. Der Usability Engineering-Prozess: Zusammenfassung der verschiedenen Phasen – von der Analyse bis zum Launch – zur iterativen Gestaltung benutzerfreundlicher Systeme.
17. Das "Projekt BerlinBeta": Praktische Anwendung der untersuchten Methoden durch eine detaillierte Fallstudie zur Evaluation der BerlinBeta-Website.
18. Schlusswort: Resümee über die steigende Bedeutung benutzerorientierter Gestaltung und Ausblick auf die Notwendigkeit kontinuierlicher Design-Prozesse.
Schlüsselwörter
Web Usability, User Experience, Mensch-Computer-Interaktion, HCI, Accessibility, Barrierefreiheit, Informationsarchitektur, Screendesign, Dialogdesign, Evaluation, Usability-Test, Online-Marktforschung, E-Commerce, Human Computer Interface
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht das "Phänomen Web Usability" als zentralen Qualitätsfaktor für den Erfolg von Internetpräsenzen im kommerziellen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verknüpft technische Grundlagen des Internets mit psychologischen Erkenntnissen zur menschlichen Informationsverarbeitung, Gestaltungsprinzipien für Screendesign und Navigation sowie methodischen Ansätzen zur Evaluation von Websites.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Kriterien und Verfahren zu identifizieren, mit denen Internetangebote benutzerfreundlich gestaltet und durch wissenschaftliche Methoden effektiv evaluiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit verfolgt einen integrativen, interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Informatik, Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Marktforschung kombiniert, ergänzt durch eine praktische Fallstudie (Usability-Test) des Projekts BerlinBeta.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil deckt ein breites Spektrum ab: von der historischen Entwicklung der HCI, über die Informationsarchitektur und das Screendesign, bis hin zu spezifischen Evaluationsverfahren wie dem "Think Aloud"-Test.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Web Usability, Human Computer Interaction (HCI), Accessibility, Informationsarchitektur, Usability-Engineering und Evaluation.
Was zeigt die Fallstudie "BerlinBeta"?
Die Fallstudie verdeutlicht an einem konkreten Beispiel, wie durch den Einsatz von Nutzertests und Befragungen spezifische Navigationsprobleme identifiziert und Optimierungsvorschläge für einen Relaunch abgeleitet werden können.
Warum ist eine Zielgruppenanalyse für die Gestaltung so wichtig?
Da verschiedene Nutzertypen unterschiedliche mentale Modelle und Erwartungshaltungen mitbringen, ist eine zielgruppengerechte Ausrichtung für die Akzeptanz und Usability eines Angebots unabdingbar.
- Quote paper
- Stefanie Saier (Author), 2002, Web Usability. Gestaltungskriterien und Evaluationsverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79755