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Ich bin William Blake. Kennen sie meine Gedichte?

Eine Filmanalyse zu Jim Jarmusch's "Dead Man"

Title: Ich bin William Blake. Kennen sie meine Gedichte?

Seminar Paper , 2002 , 43 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diana Bryg (Author)

Communications - Movies and Television
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Weite Landschaften, Wüste und Prärie. Die Eroberung des Wilden Westens. „Der Westen wird gewonnen nicht durch einen Krieg [...], sondern durch das mehr oder weniger stille Heldentum der Rancher, Cowboys, Sheriffs, Eisenbahnarbeiter und Siedler [...]“ beschreiben Seeßlen und King. Mittelamerikanische Städte, die sich gerade in der Anfangsphase ihres Entstehens befinden. Showdown: Auf einer staubigen, verlassenen Strasse siegt der einsame Held im Revolver- Duell schliesslich doch über das Böse. Typische Western- Atmosphäre. Doch muss ich gestehen, nicht gerade ein Western- Fanatiker zu sein. Das meiste, was ich über ihn weiss, hab ich in Büchern gelesen.
Nach James Monaco ist der Western eines der ältesten und jahrzehntelang erfolgreichsten Genres des amerikanischen Kinos. Man denke an John Sturges‘ „The Magnificent Seven“ (1960) oder an Fred Zinnemanns „High Noon“ (1952). In Italien variierte Sergio Leone „[...] die Elemente des Genres in Filmen wie Per un pugno di dollari (1964) [...] mit Clint Eastwood, einem Amerikaner, in der Hauptrolle.“ Seitdem verlor der Western zunehmend an Popularität. Georg Seeßlen spricht vom Tod dieses Genres und schreibt: „[...] der Western ist ein Genre, das sich [...] gleichsam selbst in die Luft gesprengt hat: ein gewaltiger Selbstmord in Filmen, in denen es nur Verzweiflung, Blut, Dreck und Tod zu geben schien.“
1995 überraschte Jim Jarmusch die internationale Kinolandschaft, als er mit seinem Western „Dead Man“ den „[...] amerikanischen Mythos von der Selbstverwirklichung durch die Eroberung der Natur, der Grenzerfahrung durch Grenzüberschreitung [...]“ wieder aufleben liess. Jarmusch, der seit seinen Filmen „Stranger than Paradise“ (1984), „Down by Law“ (1986) und „Mystery Train“ (1991) als Kultregisseur des amerikanischen Independent- Kinos gilt, verpasst darüber hinaus dem Revolvermythos einen ideologischen Wendepunkt. ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der narrativen Ebene

2.1 Exposition

2.2 Erregendes Moment

2.3 Steigende Handlung

2.4 Höhepunkt und Peripetie

2.5 Fallende Handlung

2.6 Katastrophe

3. Schlussfolgerung und Interpretation

3.1 Dramaturgischer Aufbau

3.2 Figuren, Konstellationen und Konflikte

3.3 Erzählstrategische Elemente

3.4 Elemente der Bildsprache

4. Zusammenfassung

5. Anhang

5.1 Sequenzprotokoll

5.2 Darsteller

5.3 Bildtafeln

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Jim Jarmuschs Film „Dead Man“ im Hinblick auf die Frage, inwieweit das Werk den typischen Strukturen eines Westerns entspricht oder ob es sich primär um einen Autorenfilm handelt. Dabei wird insbesondere die narrative Ebene analysiert, um den dramaturgischen Aufbau, die Erzählstrategien sowie die Bedeutung der verwendeten Bildsprache zu ergründen.

  • Analyse der narrativen Struktur und Dramaturgie
  • Charakterisierung von Figuren und Konflikten
  • Untersuchung erzählstrategischer Elemente wie Kamera und Montage
  • Interpretation ikonischer und symbolischer Zeichen
  • Vergleichende Betrachtung von Genre-Konventionen und Autorenstil

Auszug aus dem Buch

3.4 Elemente der Bildsprache

Bevor ich mich der Beantwortung meiner Hauptfrage widme, ob „Dead Man“ nun ein Western oder Autorenfilm ist, möchte ich die bildsprachlichen Elemente des Filmes im Form von ikonischen und symbolischen Zeichen interpretieren. Meiner Meinung nach sind diese für das Verstehen der Aussage des Films besonders wichtig. Hickethier sieht diese Zeichen als Stellvertreter und erläutert: „Kommunikation bedient sich der Zeichen, um sich über etwas, was im Kommunikationsvorgang nicht anwesend ist, zu verständigen. Zum Zeichen kann im Kommunikationsprozess alles werden, was nicht sich selbst meint, sondern für etwas anderes steht.“13 Nun möchte ich im folgenden besonders auf deren konnotative, also stilistische und wertende Bedeutung eingehen.

Eines dieser Zeichen ist Rauch. Schon in der ersten Szene ist dieses ikonische Zeichen vorhanden, und zwar in Form vom Rauch der dampfenden Lokomotive. Es deutet hier schon auf den Fort- bzw. Ausgang der Geschichte hin und wiederholt sich in vielen Szenen während des gesamten Handlungsablaufes. So ist auch Dickinsons Fabrik mit Rauch gefüllt (Szene 3) und als Blake in dessen Büro tritt, liegt im Aschenbecher auf dem Schreibtisch eine brennende Zigarre, aus der Rauch aufsteigt. Ebenso finden wir dieses Zeichen in der voranschreitenden Filmhandlung, als Blake und Niemand durch den Wald reiten (Szene 33).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung des Films und Definition des Analysefokus auf die narrative Ebene.

2. Analyse der narrativen Ebene: Detaillierte szenische Aufschlüsselung der Filmhandlung entlang der klassischen dramaturgischen Phasen.

3. Schlussfolgerung und Interpretation: Synthese der Beobachtungen hinsichtlich Dramaturgie, Figurenkonstellationen und bildsprachlicher Symbolik.

4. Zusammenfassung: Abschließende Bewertung des Films als Autorenfilm mit parodistischen Elementen gegenüber dem Western-Genre.

5. Anhang: Bereitstellung des Sequenzprotokolls, der Darstellerliste sowie des Bildmaterials zur Ergänzung der Analyse.

Schlüsselwörter

Dead Man, Jim Jarmusch, Filmanalyse, Narrativ, Western, Autorenfilm, Dramaturgie, Symbolik, Bildsprache, William Blake, Niemand, Erzählstrategie, Indianermythologie, Erlösung, Grenzerfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Film „Dead Man“ von Jim Jarmusch und untersucht, ob dieser dem klassischen Western-Genre zuzuordnen ist oder als Autorenfilm eingestuft werden muss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die narrative Struktur, die symbolische Bildsprache, die Entwicklung der Hauptfiguren sowie die Kritik an westlichen Gesellschafts- und Religionsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab, durch eine detaillierte Filmanalyse die filmischen Mittel und die thematische Tiefe des Werks zu entschlüsseln und seine Sonderstellung innerhalb des Genres zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine filmwissenschaftliche Narrativ- und Zeichenanalyse angewandt, die sich methodisch an Modellen der dramaturgischen Beschreibung (z. B. nach Aristoteles) und der semiotischen Interpretation orientiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine chronologische Analyse der erzählerischen Ebene (von der Exposition bis zur Katastrophe) sowie eine tiefgehende Deutung der Figurenkonstellationen und symbolischen Elemente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Filmanalyse, Narrativ, Symbolik, Autorenfilm, Western-Parodie und spirituelle Transformation charakterisieren.

Welche Bedeutung kommt der Figur des Indianers „Niemand“ zu?

Niemand fungiert als spiritueller Führer und Lehrmeister für den Protagonisten William Blake, wobei seine Figur eine tiefe Verbundenheit mit Natur und Spiritualität verkörpert.

Wie interpretiert der Autor die Symbolik des Rauchs?

Rauch wird als ikonisches Zeichen für Vergänglichkeit sowie als Warnung vor kommendem Unheil gedeutet, was im Kontext der Zerstörung indianischer Lebensgrundlagen durch die weißen Siedler steht.

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Details

Title
Ich bin William Blake. Kennen sie meine Gedichte?
Subtitle
Eine Filmanalyse zu Jim Jarmusch's "Dead Man"
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Methoden der Film- und Fernsehanalyse
Grade
1,0
Author
Diana Bryg (Author)
Publication Year
2002
Pages
43
Catalog Number
V79949
ISBN (eBook)
9783638857499
ISBN (Book)
9783638854207
Language
German
Tags
William Blake Kennen Gedichte Methoden Film- Fernsehanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana Bryg (Author), 2002, Ich bin William Blake. Kennen sie meine Gedichte?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79949
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