Soziale Bewegungen in Mexiko am Beispiel der zapatistischen Revolution


Seminararbeit, 2007
29 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Gliederung

1. Am Anfang war der Schrei: ¡Ya basta!

2. Gesamtgesellschaftliche Faktoren des Aufstands
2.1 Politischer Hintergrund
2.2 Soziale Situation der Indígenas und Campesinos am Beispiel Chiapas
2.3 Wirtschaftlicher Kontext bis 1994
2.4 Das nordamerikanische Freihhandelsabkommen NAFTA

3. EZLN- Ejército Zapatista de Liberación Nacional
3.1 Entstehungsgeschichte und die Basis der EZLN
3.2 Subcomandante Insurgente Marcos

4. Politische Entwicklungen seit 1994
4.1 Verhandlungen der Regierung mit der EZLN
4.2 Militär, Paramilitär, Polizei und die Rolle des Staates
4.3 Zum Wandel zur Diskursguerilla und der Ergreifung des Wortes als Waffe

5. Zum Gesellschafts- und Politikverständnis der Zapatisten
5.1 Zentrale Charakeristika des Zapatismus
5.2 Phasen des Autonomieprozesses -
Die Gründung der Caracoles und der 'Juntas der Guten Regierung'

6. Die Revolution vor der Revolution- Die zapatistischen Frauengesetze
6.1 Die Situation der Frauen in Mexiko
6.2 Die Rolle der Frauen im zapatistischen Aufstand

7. Errungenschaften der Zapatistischen Revolution und Prognosen für die Zukunft

Literaturangaben

1. Am Anfang war der Schrei: ¡Ya basta!

San Cristóbal de las Casas: Die bekannte Touristenstadt im Bundesstaat Chiapas, Mexiko- weltberühmt für ihre Architektur aus der spanischen Kolonialzeit, sowie Vorzeigeort indigener Lebensweise, Tradition und Kultur- gerät gerade an dem Tag, an dem auf Grund der bevorstehenden Unterzeichnung des Nordamerikanischen Freihandelskommen NAFTA durch die mexikanische Regierung Medienmacher aus zahlreichen Ländern der Erde im Lande sind, in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Der 1. Januar 1994 - ein historisches Datum für ganz Mexiko: Der Regierung und ihrem Versuch medienwirksam an diesem Tag die längst schon existierenden neoliberalen Tendenzen im Lande durch das Handelsabkommen institutionell zu verankern, wird ein Strich durch die Rechnung gemacht. Aufständige, vor allem aller Anschein nach Indígenas und Campesinos- meist indigene Bäuerinnen und Bauern- besetzen gewaltsam das Rathaus San Cristóbals sowie sieben weitere Regierungszentren.

Die Forderungen, welche ein gewisser Subcomandante in einer Deklaration vom Rathaus San Cristóbals verliest, lauten: Recht auf Land, Arbeit, Nahrung, Wohnung, Gesundheit, Bildung, Demokratie, Gerechtigkeit, Freiheit, Unabhängigkeit. Die Regierung ist so konsterniert, dass sie nationale und internationale Verschwörer für den Aufstand verantwortlich macht, welche die Indígenas zu ihrem Gunsten manipuliert haben sollen und antwortet mit einem militärischen Einsatz im Bundesstaat Chiapas. Entgegen der ersten Darstellungen der politischen Vertreter ist schnell geklärt, wer die ca. 5 000 bewaffneten und unbewaffneten Kämpfer sind und aus welchen Gründen sie ihre Forderungen stellen. Statt der Berichte über den “unmittelbar bevorstehenden Eintritt Mexikos in den First-World-Club” (Huffschmid 2000) und der von der Regierung erwartenden Segnungen des Freihandels, erscheinen weltweit in den Zeitungen Reportagen und Statistiken über die soziale Situation im Lande.

Dennoch reagiert das mexikanische Bundesheer mit Härte gegen die Guerilleros und die mit diesen sympathisierende Bevölkerung. Es kommt zu schweren Gefechten, welche rund 150 Todesopfer fordern. Massendemonstrationen in allen Teilen des Landes und zuletzt in der mexikanischen Hauptstadt verhindern ein Massaker. Und: es gelingt, die Regierung wider Erwartens an den Verhandlungstisch zu bewegen. Denn auf Grund der Präsenz internationaler Medienvertreter muss der Regierungsstab um den mexikanischen Präsidenten Carlos Salinas de Gortari (1988-1994) diplomatisch agieren. Die Politiker sind bereit, Gespräche mit den Aufständigen der EZLN, dem Ejército Zapatista de Liberación Nacional (Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung[1] ), aufzunehmen.

2. Gesamtgesellschaftliche Faktoren des Aufstands

Da soziale Bewegungen im Spiegel ihres geschichtlichen Kontextes betrachtet werden müssen, erscheint es mir als notwendig, sowohl die politische Situation Mexikos zu skizzieren wie auch einen Einblick in den sozialen und ökonomischen Zusammenhang insbesondere hinsichtlich der Geschehnisse im Bundesstaat Chiapas zu liefern. Denn der Hintergrund des Aufstands vom Januar 1994 ist eng verbunden mit der jüngsten Vergangenheit des Landes selbst.

2.1 Politischer Hintergrund

Wie in vielen Staaten Lateinamerikas ist Demokratie in Mexiko nicht repräsentativ im ursprünglichen Sinne zu verstehen, sondern als formale Angelegenheit[2], welche durch Parteien, diverse Personen und wirtschaftliche Kräfte ihrer eigentlichen Verantwortung entzogen wurde. Vor allem in der Zeit zwischen 1921-2000 war das System geprägt durch die Hegemonie[3] der Einparteienherrschaft der Staatspartei PRI[4] und damit verbundenen Defizit an Demokratie[5].

In diese Periode- beeinflusst durch Manipulationen der Wahlen durch Stimmenkauf, nicht eingehaltenen Wahlversprechung, Korruption, Vetternwirtschaft, politischen Intrigen, Regionaloligarchie, Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung und Repression- waren besonders die Lebensbedingungen der Indígenas von gravierenden Mängeln kultureller, sozialer und ökonomischer Art gekennzeichnet. Häufig wurde ihnen der Status als Staatsbürger vorenthalten, indem unter anderem in den indigenen Dörfern keine Wahlurnen aufgestellt wurden oder Wahlzettel nicht von ihnen eigenhändig ausgefüllt wurden.

Der Versuch seitens Politik und Verwaltung Reformen anzutreiben, scheiterte häufig dadurch, dass lokale und regionale Gegebenheiten außer Acht gelassen wurden und Änderungen vor allem auf Kosten der indigenen Bevölkerung beruhten: Der „schwerfällige Reformismus [...] [war] verbunden mit schmerzhafte[r] Ratifizierung und Ungerechtigkeit“ (Boron 2003: 797).

Und auch für die Indígenas und viele Campesinos, deren Arbeit vor allem auf Subistenz-wirtschaft basierte[6], verkörperten die Regierungsvertreter und der Staatsapparat nicht nur gefürchtete Willkür und Allmacht, sondern gleichzeitig auch eine „paternalistische Instanz“ (Lang 2005) - häufig auch heute noch: „Politisch und wirtschaftlich werden die Indios [sic!] als Menschen zweiter Klasse behandelt und ihnen nur die schlechtesten Böden zur Bewirtschaftung überlassen“ (Walther 1997: 741).

Der Kampf der Zapatisten richtet sich in erster Linie gegen dieses „populistische System eines konzentrischen, kooptierenden und paternalistischen Staates“ (Ocaña 2003: 831) und seinen „elitäre[n] und uniformierende[n] wirtschaftliche[n] und politische[n] Projekte[n]“ (Ocaña 2003: 829), in denen die Meinung der Mehrheit missachtet wird und ausschließlich diesen Aufmerksamkeit gewidmet wird, welche über die politischen und finanziellen Machtmittel verfügen, so Subcomandante Marcos in einer Erklaerung der EZLN: „No van a hacer nada en bien de la mayoría ni van a escuchar nada que no sea dinero“[7] (Marcos 2005).

2.2 Soziale Situation der Indígenas und Campesinos am Beispiel Chiapas

Mit ihrem Aufschrei zum Jahreswechsel 1994 war es der indigenen Bevölkerung gelungen, dass die Weltöffentlichkeit ihren Blick auf sie und ihre alltäglichen Probleme, geprägt durch Armut und Unsicherheit, lenkte.

Neben dem Ausschluss von politischen Partizipationsmöglichkeiten ist der Alltag der ländlichen Bevölkerung in Chiapas auch von sozialen Benachteiligungen, ökonomischer Ausbeutung, Mängeln im Bildungsbereich und dem Gesundheitswesen geprägt. Angaben zu Folge lag die Quote der Analphabeten im Jahre 1994 bei 23 %, 10,5 % der Kinder starben schon in ihren ersten Lebensjahren wegen mangelnder medizinischen Versorgung an heilbaren Krankheiten, 70 % litten an Unter- oder Mangelernährung[8].

Trotz starker Rohstoffverkommen zählt Chiapas zu den ärmsten Staaten Mexikos. Die über die Jahrhunderte hinweg meist negativen Erfahrungen, Enttäuschungen, Perioden von politischen, ethnischen und religiösen Konflikten und Wellen der Repression[9] durch staatliche Funktionäre, Verwalter und Großgrundbesitzer- einem „Klima der permanenten Gewalt“ (García de León 1996: 30)- erlaubte den meisten Indígenas kaum ein selbstbestimmtes Leben. Um ihre Situation verbessern zu können, traten viele Bauern in eine Art Lehensbeziehung zu Besitzer der Großfarmen und Haciendas. Die Abhängigkeit zu ihnen hielten die Eigentümer mit Versprechungen aufrecht. Andere Campesinos erwirtschafteten ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner und Saisonarbeiter.

Doch die erhofften Veränderungen traten in den seltensten Fällen ein. Die Masse ländlicher Arbeitsloser stieg permanent, ihre strukturelle Situation- geprägt durch viele Formen der Armut materieller und ideeller Art- verschlechterte sich rapide. Staatliche Gelder, welche den Campesinos zustehen sollten, 'versandeten' bei „regierungstreuen Gruppen, zum Teil bei Paramilitärs, >verschwanden< durch Korruption oder wurden als Bestechungsgelder zur sozialen Spaltung der Opposition eingesetzt“ (Kerkeling 2003: 114). Auch das Gesetz bat den meisten Mexikanern keinerlei Schutz, denn auch der Justizapparat stand der Seite der Mächtigen näher als der der Schwachen. So konnten die Großgrundbesitzer, die häufig europäischer Herkunft, teilweise aber auch indianische Kaziken[10] waren- ohne rechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen, ihre eigenen Gardisten und Schutzmänner gegen die Arbeiter, welche unter den härtesten Umständen für Hungerlöhne ihre Felder bewirtschaften, einsetzen[11].

Die Indígenas, seit der Kolonialisierung durch die Spanier im 16. Jahrhundert als Menschen zweiter Klasse behandelt, ausgebeutet, missbraucht, ihrer Würde als Menschen beraubt, wurden auf Grund ihrer „Farbe, Sprache, Kleidung, 'Lebensart' [...] zum Gegenstand der Schande, des Spotts und der Verachtung“ (Subcomandante I. Marcos 2004: 39) und somit der Name Indianer/ Indio ein „Synonym für Faulheit, Dummheit, für Inkompetenz, Unterwürfigkeit und Dienstbarkeit“ (Subcomandante I. Marcos 2004: 39).

Diese Welt der Desillusionierung und Hoffnungslosigkeit gab den Nährboden für viele Aufstände der Bauern, soziale Bewegungen und auch der Rebellion der Zapatisten.

2.3 Wirtschaftlicher Kontext bis 1994

Neben diesen Formen der Armut stellte sich die Landfrage als zentrales Problem der gesellschaftlichen Widersprüche heraus. Seit der Kolonialzeit befand sich der Großteil des Landes (Im Jahre 1910 ca. 97 %) in den Händen von wenigen Familien[12] und internationalen Investoren, welche sich Anfang des 20. Jahrhunderts in Mexiko niederließen. Die im Zuge der mexikanischen Revolution (1910-1920) erkämpfte Agrarreform gelangte kaum in die südlichen Bundesstaaten Mexikos. Dort blieben die Besitzverhältnisse und die Landverteilung aus der Kolonialzeit noch bis in die siebziger Jahre weitgehend unangetastet. Die indigene Bevölkerung lebte von der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft auf kargen Parzellen, von der Saisonarbeit als Tagelöhner, zum Beispiel bei der Kaffeeernte, oder aber in Leibeigenschaft, in der sie dem jeweiligen Großgrundbesitzer ausgeliefert waren.

Die Modernisierung der Ökonomie in den darauf folgenden Jahrzehnten und die Erweiterung der Interessengruppen durch agroindustrieller Unternehmer und exportorientierte mexikanische und internationalen Investoren[13], ließen den zunehmenden Prozess der Verarmung nicht aufhalten. Denn durch die Expansion der Wirtschaft und der damit verbundenen Eingriffe ins Ökosystem[14] wurden irreversible Schäden verursacht. Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche förderte auch den Zuwachs an unterbezahlten, unversicherten Arbeitern im Bereich des informellen Sektors[15], welcher sich auch auf Grund der Aufnahme indigener Bürgerkriegsflüchtlinge aus Guatemala[16] sich ausweitete.

Aus diesen Gründen und wegen der Verschlechterung der Lebensbedingungen- hervorgerufen durch die mexikanische Wirtschaftskrise, deren Auswirkung bis weit in die 90er Jahre hineinreichten und dem 1994 bevorstehenden Eintritt Mexikos zum amerikanischen Freihhandelsabkommen NAFTA- akzentuierten sich auch die sozialen Konflikte in dieser Zeit neu .

2.4 Das nordamerikanische Freihhandelsabkommen NAFTA

Mit dem Eintritt in das nordamerikanischen Freihhandelsabkommen NAFTA/TLAN (North American Free Trade Agreement/ Tratado de Libre Comercio de América del Norte) verknüpfte die mexikanische Regierung viele Hoffnungen. Vor allem durch die Öffnung des Tors zum Weltmarkt für mexikanische Exporteure und den Abbau der Handelsbarrieren erwartete man eine ökonomische Abkapselung sowie eine „neue Epoche der ökonomischen Prosperität“ (Kerkeling 2003: 155). Spekuliert wurde durch die neoliberale Modernisierung auf die Steigerung der Produktivität, die Dynamisierung der Volkswirtschaft und dem damit verbundenen Konjunkturaufschwung und vor allem auf die Aufnahme in 'den Club der wohlhabenden Länder'.

Auch ein Anstieg des Realeinkommens und der Abbau der „Wohlstandskluft gegenüber den nördlichen Nachbarn“ (Sangmeister/ Melchor del Río 2004: 70) wurde erwartet, dadurch dass man sich erhoffte, dass Mexiko stärker in den Weltmarkt eingebunden werden könnte. Durch die Liberalisierung wurde auch die Billiglohnindustrie[17] gestärkt, was anfänglich zwar die Arbeitslosigkeit senkte, das Bruttoinlandsprodukt anstiegen ließ und auch den Migrationsstrom in die USA eindämmte.

Doch die Erwartungen des Nord- Süd- Bündnisses wurden nur teilweise erfüllt. Die Bilanzen zeigen, dass das 'Modernisierungsprojekt' NAFTA- wie von Kritikern befürchtet- vor allem auf der Ausbeutung der Entrechteten beruht und insbesondere die indigene Landbevölkerung die negativen Auswirkungen tragen muss. Denn durch NAFTA sollte auch der Agrarsektor zur Industrialisierung des Landes wesentlich beitragen.

Auch wenn der primäre Sektor generell in Mitleidenschaft gezogen wurde, trifft es die Kleinbauern und -bäuerinnen am härtesten, denn die heimischen Produkte- Grundnahrungs-mittel wie Mais, Bohnen und Soja- werden von den Erzeugnissen der wesentlich wettbewerbsfähigeren und höher subventionierten US-Landwirtschaft vom Markt verdrängt. Gefördert werden kommerzielle Großfarmen, die Gemüse oder Früchte für den US-Markt produzieren. Vor allem die rund drei Millionen Maisbauern und -bäuerinnen samt ihrer Familien haben unter der Liberalisierung zu leiden. Insgesamt hängt die Existenz von 18 Millionen Menschen an der Maisproduktion[18]. Die Maispreise fielen indes seit 1994 um 70 Prozent[19].

[...]


[1] Der Name EZLN entstand auf Berufung auf den mexikanischen Revolutionär Emiliano Zapata (1879-1919) und dessen Leitspruch ¡Justicia, tierra y libertad! (dt. Gerechtigkeit, Land und Freiheit).

[2] Vgl. Ocaña, Antonio: Die Rebellion der Unrentablen. Zur Materialität des neozapatisitschen Demokratiebegriffs. Hamburg 2003. S. 830.

[3] Der lateinamerikanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa (geb. 1934 in Arequipa, Perú) spricht gar von einer 'per­fekten Diktatur'. Siehe Boron, Atilio A.: Der Urwald und die Polis. Fragen an die politische Theorie des Zapatimus . Hamburg 2003. S. 799.

[4] PartidoPartido Revolucionario Institucional, dt. Partei der Institutionellen Revolution

[5] Vgl. Kaltmeier/ Olaf/ Kastner, Jens/ Tuider, Elisabeth: Cultural Politics im Neoliberalismus. Widerstand und Autonomie Sozialer Bewegungen in Lateinamerika. Münster 2004. S. 7.

[6] 83% der Bevölkerung Chiapas war im Jahre 1994 im Agrarsektor tätig vgl. Hildalgo/ Monroy 1994:22, www.sipaz.org.

[7] dt. 'Sie (die Politik/ der Staat, Anm. der Verfasserin) werden nichts Gutes für die Mehrheit tun, noch auf irgendetwas hören, was nicht mit Geld zu tun hat'.

[8] Vgl. Hildalgo/ Monroy 1994:22, www.sipaz.org.

[9] Vgl. García de León, Antonio: Die Motive für Chiapas. In: Mittelstädt, Hanna/ Schulenberg, Lutz (Hg.): Der Wind der Veränderung. Die Zapatisten und die soziale Bewegung in den Metropolen. Kommentare und Dokumente. Hamburg 1996, S. 30.

[10] Kaziken sind sozial höher gestellte Persönlichkeiten, örtliche Mächtige zumeist Großgrundbesitzer, Bürgermeister, Ortsvorsteher.

[11] Vgl. Garcia 1996:35.

[12] Vgl. Kerkeling, Luz:¡La lucha sigue![Der Kampf geht weiter]. EZLN- Ursachen und Entwicklungen des zapatistischen Aufstands. Münster 2003. S. 97.

[13] Vgl. Garcia 1996: 36.

[14] Vgl. Kerkeling 2003: 105.

[15] Im informellen Sektor sind eine Vielzahl von heterogenen Beschäftigungen zusammengefasst. Dazu gehören einfachste Dienstleistungen wie Schuhputzer oder Eisverkäufer und städtische 'Überlebenskünstler', aber auch weite Teile der Hausangestellten, Heimarbeiter und Mikrounternehmer. Ein Großteil der im informellen Sektor tätigen Bevölkerung ist der Unterschicht zuzurechnen. Vgl. wikipedia

[16] In Guatemala herrschte ab 1960 Bürgerkrieg, der erst 1996 durch die Unterzeichnung eines Friedensvertrages for­mell für beendet erklärt wurde. Der Krieg hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 200.000 Menschen das Leben ge­kostet. Rund eine Million Menschen flohen aus dem Land. Besonders durch General Efrain Ríos Montt bekam die Bekämpfung der indigenen Bevölkerung durch die Diktatur Züge eines Genozids. Ganze Landstriche wurden flä­chendeckend bombardiert. Allein im September 1982 wurden 9.000 Maya ermordet. Vgl. wikipedia

[17] Vor allem durch die Ausweitung der Produktionsstätten für Maquiladoras, welche ausländische Vorprodukte als bil­lige Arbeitskräfte von häufig US- geführten Unternehmen verarbeiten. Diese werden zollfrei in die USA exportiert.

[18] Ling, Martin: NAFTA am Rand von Mexiko - Chiapas kämpft mit den Nebeneffekten der Freihandelszone. In: Lateinamerikanachrichten: EZLN- Zehn Jahre im Aufstand. Nummer 355- 1/2004. Berlin 2004. S. 14.

[19] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Soziale Bewegungen in Mexiko am Beispiel der zapatistischen Revolution
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Soziologie)
Veranstaltung
Agrarreform und soziale Bewegungen in Lateinamerika
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
29
Katalognummer
V80019
ISBN (eBook)
9783638862868
ISBN (Buch)
9783638862912
Dateigröße
562 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale, Bewegungen, Mexiko, Beispiel, Revolution, Agrarreform, Lateinamerika
Arbeit zitieren
Constanze Lemmerich (Autor), 2007, Soziale Bewegungen in Mexiko am Beispiel der zapatistischen Revolution , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80019

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