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Jugendsprache in französischen Jugendzeitschriften?

Title: Jugendsprache in französischen Jugendzeitschriften?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 20 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Michael Kratky (Author)

French Studies - Linguistics
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Jugendliche, ihre Sprache und ihre Kultur ändern sich ständig und sind für die Erwachsenwelt schwer greifbar. In diesem Zusammenhang ist folgende Fragestellung sehr interessant: Greifen Jugendzeitschriften, als Produkt der Medien und damit der Erwachsenwelt, gewisse noch zu definierende jugendsprachliche Elemente auf und wenn ja, inwiefern und wozu?
Wir wollen hier untersuchen, wie sich die französische Jugendsprache in einer Auswahl von Jugendzeitschriften von Herausgeberseite bewusst manifestiert und ob sich daraus pragma/-soziolinguistische Schlüsse ziehen lassen. Für die Untersuchung wurden die Zeitschriften Salut ! (N° 127), Star Club (N° 218) 20 Ans (N° 235), Jeune & Jolie (N° 223) und Super (N° 205) herangezogen. Ein Akzent soll am Ende noch auf den Bereich Werbung sowie auf die Techniken zur Aufmerksamkeitsattraktion gelegt werden, da die vorliegenden Zeitschriften in diesen Kategorien vermehrt mit hier zunächst als „jugendsprachlich“ charakterisierbaren Elementen arbeiten. Die Problematik der Analyse von Zeitschriften, also von verschriftlichten Formen der Jugendsprache, liegt darin, dass jugendsprachliche Varietäten in der Regel oral sind und die Verschriftlichung immer der Gefahr der Stilisierung unterliegt. Im Bewusstsein des raschen Sprachwandels kann die vorliegende Arbeit also nur einen kleinen Einblick in die Verwendung von Jugendsprache in französischen Jugendmagazinen geben, der zum Zeitpunkt des Drucks der vorliegenden Exemplare vielleicht bereits als nicht mehr aktuell gesehen werden darf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Theorie der Jugendsprache

2.1 Problematik der Definition

2.2 Jugendsprache als soziolinguistisches Phänomen

2.3 Elemente der (gesprochenen und geschriebenen) Jugendsprache

2.3.1 Metapher

2.3.2 Metonymie

2.3.3 Verlan

2.3.4 Apokope und Aphärese

2.3.5 Resuffigierung nach Wortverkürzung:

2.3.6 Invariable Verben ohne typische Endung

2.3.7 Entlehnungen aus anderen Sprachen/Dialekten

2.3.8 Anglizismen / Entlehnungen aus angloamerikanischem Slang

2.3.9 Phonetische Schreibung und Graphostilistik

3 Analytischer Teil

3.1 Vorstellung der Zeitschriften und Einordnung

3.2 Anglizismen

3.3 Phonologische Schreibungen und graphostilistische Mittel

3.4 Metaplasmen

3.5 Sonstige Phänomene

3.6 Aufmerksamkeitsattraktion und Werbung

4 Schlussgedanke

5 Literaturangaben

5.1 Jugendmagazine

5.2 Sekundärliteratur

5.3 Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie französische Jugendsprache in ausgewählten Jugendzeitschriften bewusst eingesetzt wird und ob sich daraus pragma-soziolinguistische Rückschlüsse ziehen lassen. Im Fokus steht dabei die Frage, inwieweit mediale Produkte der Erwachsenenwelt jugendsprachliche Elemente aufgreifen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Zielgruppen anzusprechen.

  • Analyse jugendsprachlicher Varietäten in französischen Zeitschriften (u.a. Salut!, Star Club, 20 Ans).
  • Untersuchung von Wortbildungsmechanismen wie Verlan, Metaplasmen und Anglizismen.
  • Rolle von phonetischer Schreibung und Graphostilistik in der modernen Medienkommunikation.
  • Zusammenhang zwischen Werbesprache und der Manipulation bzw. Imitation jugendlichen Sprachgebrauchs.
  • Differenzierung zwischen natürlichem Sprachgebrauch der Jugendlichen und mediengesteuerter Stilisierung.

Auszug aus dem Buch

2.3.9 Phonetische Schreibung und Graphostilistik

Die bisher beschriebenen Elemente gelten sowohl für den schriftlichen wie für den mündlichen Bereich, wobei sich ein Großteil davon sicherlich in der Sprechsprache ansiedeln lässt und Jugendliche sich doch sehr selten schriftlich über die oben zitierten Themengebiete Sexualität, Drogen und Kriminalität austauschen. Dennoch ist für die vorliegende Arbeit gerade die Schriftsprache von Bedeutung, die sich mit phonetische Schreibung, Abkürzungen und graphostilistischen Mitteln einen Spielraum einräumt, auf den die Sprechsprache verzichten muss. Seguin/Teillard haben bei der Erstellung von Les Céfrans parlent aux Francais ihre Schüler gebeten, ihre Sprache schriftlich festzuhalten, mit unter anderem folgendem Ergebnis:

Va bézé ta mère / va chié Va jouer à la poupé / vasi tu menerve Vasi rends moi pas ouf / va te coucher Va te faire cuire un neuf

Deutlich wird der Trend zu phonetischer Schreibung, die mit einer alternierenden und gleichbedeutenden Verwendung von Infinitiv und Partizip Perfekt einhergehen kann, wie in der ersten Zeile des obigen Zitats. „Vasi tu menerve“ in der zweiten Zeile zeigt die phonetische Schreibung ohne Berücksichtigung von Apostrophierungen oder Flexionsendungen. Besonders für SMS eignet sich aufgrund der begrenzten Zeichenzahl (derzeit 160) eine phonetische Schreibung. Ein ehemaliger Schüler aus der Fremdsprachenassistentenzeit des Verfassers schreibt „…c un de t ancien élève ki étais au collège…“ und spart sich auch hier, neben der Verwendung der Buchstaben c für c’est und t für tes, die Flexionsendungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Problematik der Jugendsprachforschung und stellt die Untersuchungsgegenstände sowie die methodische Herangehensweise vor.

2 Zur Theorie der Jugendsprache: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und definiert linguistische Elemente der französischen Jugendsprache, wie Verlan, Metapher und Anglizismen.

3 Analytischer Teil: Der Hauptteil untersucht konkret die Verwendung der theoretisch definierten Phänomene in verschiedenen französischen Jugendzeitschriften unter besonderer Berücksichtigung von Werbung.

4 Schlussgedanke: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse und diskutiert den Einfluss der mediatisierten Jugendsprache auf die tatsächliche Sprachentwicklung Jugendlicher.

5 Literaturangaben: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendeten Primär- und Sekundärquellen sowie Internetverweise auf.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, Französisch, Soziolinguistik, Zeitschriften, Verlan, Anglizismen, Metaplasmen, Jugenmagazine, Mediatisierung, Werbesprache, Sprachwandel, Graphostilistik, Phonetische Schreibung, Kommunikation, Jugendkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Gebrauch von Jugendsprache in französischen Jugendzeitschriften und hinterfragt, inwiefern diese Sprache von den Medien konstruiert und vermarktet wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die linguistische Analyse von Jugendsprache, die Rolle von Anglizismen, Verlan und grafischen Stilisierungen sowie der Einfluss der Werbung auf den Sprachgebrauch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob und wie Jugendmagazine jugendsprachliche Elemente nutzen, um ihre Zielgruppe anzusprechen, und welche pragma-soziolinguistischen Schlüsse daraus gezogen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive soziolinguistische Analyse, die auf bestehenden theoretischen Rahmenwerken der Jugendsprachforschung basiert und diese auf ein ausgewähltes Korpus an Zeitschriften anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Zeitschriftenausgaben und deren sprachliche Besonderheiten, insbesondere im Bereich der Werbeanzeigen und der Rubrikengestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Jugendsprache, Französisch, Soziolinguistik, Verlan, Mediatisierung und Werbesprache.

Wie unterscheiden sich die untersuchten Zeitschriften?

Die Magazine weisen unterschiedlich hohe Werbeanteile auf, wobei die gezielte Nutzung jugendsprachlicher Elemente besonders stark in Werbeanzeigen für Handy-Services korreliert.

Welches Fazit zieht der Autor zur "künstlichen" Jugendsprache?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es sich in den Magazinen oft nicht um authentische Jugendsprache handelt, sondern um eine von Erwachsenen gesteuerte Werbesprache, die als Stilmittel zur Manipulation eingesetzt wird.

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Details

Title
Jugendsprache in französischen Jugendzeitschriften?
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät)
Grade
sehr gut
Author
Michael Kratky (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V80037
ISBN (eBook)
9783638863025
ISBN (Book)
9783638863070
Language
German
Tags
Jugendsprache Jugendzeitschriften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Kratky (Author), 2006, Jugendsprache in französischen Jugendzeitschriften?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80037
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