Weltweit verursachen jedes Jahr Hochwasserereignisse Personen- und Sachschäden in Milliardenhöhe. Hochwasser ist grundsätzlich ein natürlicher Prozess und ein Teil des natürlichen Wasserkreislaufs, dessen Ausmaß maßgeblich von der Größe der Niederschläge und dem Wasseraufnahmevermögen des Bodens bestimmt wird. Sie lassen sich deshalb auch nicht abschaffen. Historische Hochwassermarken, vor allem an den großen Flüssen, dokumentieren, dass auch in der Vergangenheit immer schon hohe Wasserstände aufgetreten sind. Die Hauptursache für die Schäden ist die Konzentration von Menschen und Sachwerten in gewässernahen Bereichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Thematik
2 Hochwasserarten
3 Ursachen für Hochwasser
4 Hochwasserschutzmaßnahmen
5 Hochwasserkatastrophen
Beispiel : Elbehochwasser 2002
6 Fazit
7 Literatur
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Entstehung und Ursachen von Hochwasserereignissen sowie effektive Maßnahmen zu deren Bewältigung, wobei ein besonderer Fokus auf anthropogene Einflussfaktoren und das Elbehochwasser 2002 gelegt wird.
- Natürliche Prozesse des Wasserkreislaufs
- Anthropogene Ursachen der Hochwasserverschärfung
- Strategien des Hochwasserschutzes
- Risikomanagement und Katastrophenvorsorge
- Fallstudie Elbehochwasser 2002
Auszug aus dem Buch
3. Ursachen für Hochwasser
Es gibt eine ganze Menge an Faktoren die ein Hochwasser auslösen können. Im Folgenden werden die wichtigsten vorgestellt.
Hochwässer werden durch Niederschläge verursacht, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Witterung prägt also das Hochwassergeschehen maßgeblich. An den großen Flüssen sind es meist lang anhaltende, großflächige und intensive Niederschläge, die Hochwasser verursachen. Bei diesen Dauerregen fällt eine große Menge an Wasser. Der Boden wird durchtränkt und so können keine weiteren Niederschläge mehr versickern. Die Wassermengen fließen also oberirdisch ab. Der Abfluss einer großen Fläche kann aber irgendwann nicht mehr vom Fluss aufgenommen werden und er ufert aus. Verschärft wird die Situation, wenn die Böden durch längere Vorregen bereits wassergesättigt sind. Von Bedeutung ist auch die Jahreszeit, denn fällt der Niederschlag noch zusätzlich zur Schneeschmelze summieren sich die Wassermengen.
Auch die Geländeform spielt für den Gebietsrückhalt eine große Rolle. Steiles Gelände bietet weniger Flächenrückhalt. Im Flachland werden dagegen bis zu 10mm Niederschlagshöhe auf der Fläche zurückgehalten. Außerdem sammelt sich das Wasser beim Oberflächenabfluss in Mulden. In flachem Gelände ist dieser Rückhalt größer als in steilem und geneigtem Gelände. Diese Mulden werden bei Starkregen gefüllt. Sie sind vor allem in der Anfangsphase des Hochwassers wirksam. Allerdings haben großräumige Eingriffe in das Geländerelief, mit der Zielsetzung, einheitlich bewirtschaftbare landwirtschaftliche Nutzflächen zu gewinnen, den Gebietsrückhalt verringert (Patt, 2001).
Je nach Bewuchs kann unterschiedlich viel Regen zurückgehalten werden. Der Regen wird durch das Blätter- und Nadeldach zurückgehalten und kommt damit verzögert zum Abfluss. Nach dem Regen wird ein Teil des zurückgehaltenen Wasser wieder verdunstet. Zudem wird durch die Pflanzen das Wasser verdunstet, das sie dem Boden entziehen. Die Bodenporen können sich beim nächsten Niederschlag dann wieder füllen. Man kann also behaupten, dass ein Wald die Entstehung von Oberflächenabfluss fast vollständig verhindert. Auf Wirtschaftsgrünland können hingegen abhängig vom Ausmaß der Tritt- oder Fahrverdichtungen noch sehr hohe Oberflächenabflussraten auftreten (Kleeberg, 1996).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in die Thematik: Die Einleitung definiert Hochwasser als natürlichen Teil des Wasserkreislaufs und benennt die Konzentration von Werten in gefährdeten Gebieten als Hauptursache für Schäden.
2 Hochwasserarten: Das Kapitel differenziert zwischen Sturzfluten und Flussüberschwemmungen und erläutert deren unterschiedliche Entstehungsweisen.
3 Ursachen für Hochwasser: Hier werden meteorologische, geologische und anthropogene Faktoren analysiert, die den Oberflächenabfluss beeinflussen und Hochwasser begünstigen.
4 Hochwasserschutzmaßnahmen: Dieses Kapitel stellt Strategien wie Flächen-, Bau-, Verhaltens- und Risikovorsorge sowie technische Schutzmaßnahmen vor.
5 Hochwasserkatastrophen: Anhand des Elbehochwassers 2002 wird die Dynamik extremer Wetterlagen und deren katastrophale Auswirkungen auf die Infrastruktur dargelegt.
6 Fazit: Das Fazit fordert ein neues Verständnis im Umgang mit Hochwasser durch die Politik und eine Rückbesinnung auf natürliche Auendynamiken.
7 Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Schlüsselwörter
Hochwasser, Wasserkreislauf, Flussüberschwemmung, Sturzflut, Niederschlag, Flächenversiegelung, Gebietsrückhalt, Elbehochwasser, Katastrophenvorsorge, Hochwasserschutz, Retentionsflächen, Auendynamik, Wetterlage, Hochwasservorhersage, Umweltschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Phänomen Hochwasser, seine natürliche Entstehung sowie die Verstärkung durch menschliche Eingriffe und Maßnahmen zum Schutz davor.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Hydrologie, die Auswirkungen der Landnutzung auf den Abfluss sowie Strategien des modernen Hochwassermanagements.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Ursachen von Hochwassern verständlich zu machen und aufzuzeigen, wie durch angepasste Nutzung und Vorsorge Schäden minimiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachliche Ausarbeitung, die auf der Analyse bestehender Literatur und wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Thema Hochwasserschutz basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Faktoren wie Geländeform, Bewuchs und anthropogene Flächennutzung sowie Strategien für technischen und vorsorgenden Hochwasserschutz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Hochwasser, Flächenversiegelung, Elbehochwasser, Retentionsflächen und Hochwasservorsorge.
Welche Rolle spielt die Wetterlage Vb beim Elbehochwasser 2002?
Die Vb-Wetterlage wird als die für Hochwasser gefährlichste Wetterlage überhaupt eingestuft, da sie große Regenmengen in kurzer Zeit über ein Gebiet bringen kann.
Warum bieten Wälder einen besseren Hochwasserschutz als Wirtschaftsgrünland?
Wälder können Niederschlag besser puffern, verdunsten mehr Wasser und fördern durch ihre Bodenstruktur die Versickerung, während verdichtetes Grünland den Abfluss beschleunigt.
Was versteht man unter dem Begriff "natürliche Versiegelung"?
Hiermit sind wassergesättigte Böden gemeint, die keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen können und somit die Versickerung verhindern, ähnlich wie eine bauliche Versiegelung.
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- Anonym (Author), 2007, Hochwasser - Entstehung, Ursachen und Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80071