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Kindheit im sunnitischen Islam

Title: Kindheit im sunnitischen Islam

Seminar Paper , 2001 , 16 Pages , Grade: gut

Autor:in: Susanne Schmid (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Summary Excerpt Details

Wie wachsen Kinder im sunnitischen Islam auf und inwiefern unterscheidet sich diese Kindheit von unserer Europäischen? Diese Frage stellte ich mir zu Beginn dieser Arbeit. Jedoch musste ich schnell feststellen, dass man nicht von einer allgemein gültigen Kindererziehung sprechen kann - das Gebiet in dem der Islam verbreitet ist, erstreckt sich sehr weit und vereint außerdem verschiedene Kulturen in vielen unterschiedlichen Lebensräumen. Deshalb gehe ich in dieser Arbeit von Beispielen aus verschiedenen Gebieten aus, die ich in der Literatur gefunden habe. Ich werde die verschiedenen Phasen der Kindheit von der Geburt über die Namensgebung, das Aufwachsen und die Jugend in ihren verschiedenen Prägungen darlegen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geburt und spezielle Riten

2.1 Niederkunft

2.2 Tieropfer

2.3 Beschneidung

3 Namensgebung

4 Aufwachsen

4.1 Bedeutung von Kindern

4.2 Im Islam

4.3 Spiele und Lieder

4.4 Erziehung und Bildung

4.5 Religion

4.6 Kinder im Krieg

5 Jugend

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die vielfältigen Facetten der Kindheit im sunnitischen Islam zu untersuchen und aufzuzeigen, dass es keine homogene "islamische Kindheit" gibt, sondern stark regional und kulturell geprägte Unterschiede existieren.

  • Rituale rund um Geburt, Namensgebung und Beschneidung
  • Die soziologische und religiöse Bedeutung von Kindern im familiären Kontext
  • Einfluss von Erziehung, Bildung und Religion auf das Aufwachsen
  • Die Rolle der westlichen Kultur und Medien bei der Transformation jugendlicher Lebenswelten
  • Der Umgang mit Kindern in Kriegs- und Krisenzeiten

Auszug aus dem Buch

2.3 Beschneidung

Ein wichtiges Ereignis im Leben eines muslimische Jungen ist die Beschneidung, khatan („khitan, circumcision“ (EoI, Vol.V, 1960-, S. 20)) genannt, die meist im Alter von drei bis sechs Jahren vollzogen wird (Ammar, 1961, S. 116). Auch Mädchen werden in einigen Teilen der muslimischen Welt beschnitten, so zum Beispiel in Ägypten, Somalia und Kenia, (Fernea, 1995, S. 9) obwohl es eigentlich dafür keine religiöse Grundlage gibt, denn

„the religious authority behind it is very weak and could be rejected, and even its practice is not universal throughout the Moslem world at present.” (Ammar, 1961, S. 121).

Allerdings wird diese schmerzvolle Prozedur heute nur noch selten vollzogen.

Auch bei Jungen stellt die Beschneidung keine religiöse Grundpflicht dar, es gibt also keine Sure im Koran. Nur in der Tradition des Propheten ist sie festgehalten. Für die Moslems hat sie aber dennoch eine tiefe Bedeutung: Sie unterscheidet islamische Glaubensanhänger von den Nichtmoslems, reinigt den Körper und macht ihn besser fürs Gebet geeignet (Ammar, 1961, S. 120f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Fragestellung zur Kindheit im sunnitischen Islam unter Berücksichtigung kultureller Diversität.

2 Geburt und spezielle Riten: Darstellung der traditionellen Praktiken bei der Niederkunft, der Tieropfer und der religiösen Einordnung der Beschneidung.

3 Namensgebung: Analyse des muslimischen Namenssystems, bestehend aus Kunyah, Ism und Laqab, sowie deren Bedeutung.

4 Aufwachsen: Erläuterung der familiären Bedeutung von Kindern, deren religiöser Erziehung und der Rolle von Bildung und Spiel.

5 Jugend: Analyse des Wandels der Jugendkultur in nordafrikanischen Gesellschaften durch den Einfluss von Medien und Bildung.

6 Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass eine einheitliche muslimische Kindheit nicht existiert, da Lebensumstände stark variieren.

Schlüsselwörter

Sunnitischer Islam, Kindheit, Erziehung, Beschneidung, Namensgebung, Religionsunterricht, Kindsoldaten, Tradition, Koran, Sozialisation, Kulturbegriff, Islamische Riten, Lebenslauf, Bildung, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen Lebensphasen von Kindern im sunnitischen Islam, von der Geburt bis hin zur Jugend.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen religiöse Geburtsriten, das muslimische Namensgebungssystem, die Erziehung, der Stellenwert der Religion und der Einfluss von Bildung auf das Kindesalter.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Kindheit im Islam kein einheitliches Konzept ist, sondern durch regionale und kulturelle Unterschiede stark geprägt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene Beispiele und Studien aus unterschiedlichen islamischen Lebensräumen zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen Geburt, Namensgebung, das Aufwachsen sowie die Jugendphase und diskutiert spezifische Riten und gesellschaftliche Erwartungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem sunnitischer Islam, Kindheit, Sozialisation, Tradition, Erziehung und religiöse Praxis.

Warum wird die Beschneidung im Text als „schmerzvolle Prozedur“ bezeichnet?

Der Text stellt heraus, dass die Beschneidung zwar tief in der Tradition verwurzelt ist, aber weder im Koran als Pflicht festgeschrieben steht noch universell und gleichmäßig praktiziert wird.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Jungen und Mädchen in islamischen Familien?

Der Text weist darauf hin, dass Söhne oft als Altersvorsorge und Hilfe in der Landwirtschaft einen höheren sozialen Stellenwert haben, während Töchter primär für den Haushalt zuständig sind, wobei sich diese Rollenbilder in Städten zunehmend wandeln.

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Details

Title
Kindheit im sunnitischen Islam
College
LMU Munich  (Evangelische Theologie)
Course
Sunnitisch-Islamische Alltagsreligiosität im Nahen Osten und den Nachbarregionen
Grade
gut
Author
Susanne Schmid (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V8023
ISBN (eBook)
9783638151108
Language
German
Tags
Kindheit Islam Sunnitisch-Islamische Alltagsreligiosität Nahen Osten Nachbarregionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Schmid (Author), 2001, Kindheit im sunnitischen Islam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8023
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