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Exegese von Gen 12, 9-20

Title: Exegese von Gen 12, 9-20

Seminar Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: gut

Autor:in: Susanne Schmid (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Sara, die Frau Abrahams , ist eine der wichtigsten Frauengestalten des Alten Testaments, erfüllt sich doch Gottes Verheißung an dem gemeinsamen Kind Abrahams mit ihr. Als Stammmutter spielt sie eine bedeutende Rolle in der Geschichte Israels. Gen 12,9-20, Abraham und Sara in Ägypten, beschreibt die Gefährdung der Ehe und damit Gottes Verheißung. Im Folgenden soll nun diese wichtige Episode des 1. Buches Moses exegetisch erschlossen werden. Die Literarkritik wird den Text auf seine Einheitlichkeit hin überprüfen, die Formkritik liefert die Gattungsbestimmung. In der überlieferungsgeschichtlichen Untersuchung werden mündliche Vorstufen der Passage erschlossen, die traditionsgeschichtliche Forschung erläutert den geschichtlichen Hintergrund und die Redaktionsgeschichte zeigt, was auf die Arbeit eines Redaktors zurückgeht.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Übersetzung

3 Literarkritik

3.1 Textabgrenzung

3.2 Texteinheitlichkeit

4 Formgeschichte

4.1 Sprachliche Gestaltung des Textes

4.2 Gattungsbestimmung

5 Überlieferungsgeschichte

5.1 Vergleich der drei Textzeugen

5.2 Ursprünglich mündlicher Text

6 Traditionsgeschichte

7 Redaktionsgeschichte

8 Schluss

Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die biblische Erzählung von Abraham und Sara in Ägypten (Gen 12,9-20) einer wissenschaftlichen exegetischen Analyse zu unterziehen. Dabei steht die Untersuchung der Gefährdung der ehelichen Verbindung und der damit verbundenen göttlichen Verheißung im Zentrum der Forschungsfrage, um die Bedeutung dieser Episode innerhalb der Erzählstruktur des 1. Buches Mose zu ergründen.

  • Literarkritische Untersuchung der Texteinheitlichkeit und Abgrenzung.
  • Formgeschichtliche Analyse der Gattung sowie stilistischer und syntaktischer Mittel.
  • Überlieferungsgeschichtlicher Vergleich der drei parallelen Textzeugen innerhalb der Genesis.
  • Traditionsgeschichtliche Einordnung des historischen Hintergrunds und der Motive.
  • Redaktionsgeschichtliche Einbettung der Erzählung in den Kontext der Abraham-Verheißungen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Sprachliche Gestaltung des Textes

Wie schon die Literarkritik gezeigt hat, weist Gen 12,9-20 einen klaren Aufbau auf. Die Wanderung und der Anlass zur Reise nach Ägypten (V.9f.) werden gefolgt von der Rede Abrahams an seine Frau (V.11-13). Von Vers 14-17 werden die Ereignisse in Ägypten geschildert, die ihren Abschluss in der Zornesrede des Pharaos (V.18f.) finden. Im letzten Vers rundet die erneute Wanderung die Episode ab.

Die Gliederung des Textes setzt Abraham in den Mittelpunkt. Er spricht, seiner Frau bleibt kein Raum für eine Antwort. Mit großem Reichtum wird er vom Pharao beschenkt, über das Schicksal Saras im Harem erfährt der Leser nichts. Es ist nicht wichtig, wie der Pharao dahinter kommt, dass die Plagen mit Sara in Verbindung stehen; sein Auftritt beschränkt sich auf die wütenden Worte gegen Abraham, der darauf nichts erwidern kann. Er bleibt am Ende der Beschämte, Pharao ist im Recht und hat ein reines Gewissen.

Im Folgenden wird nun der Text auf seine stilistischen und syntaktischen Gestaltungsmittel überprüft: In Vers 10 fällt die doppelte Erwähnung der ‚Hungersnot’ auf, die zunächst ‚ins Land’ kam und dann ‚auf dem Land’ lag. Hier wird die Schwere dieser Katastrophe und die Notwendigkeit zur Wanderung erklärt. Die nächste interessante Szene ist das Gespräch Abrahams mit seiner Frau (V.11-13): Zunächst macht Abraham Sara das Kompliment, sie sei eine schöne Frau (V.11). Im Anschluss daran beschreibt er eine fiktive Situation, in der Sara von den Ägyptern genommen, Abraham von ihnen getötet wird (V.12). Hier ist das Ehepaar das Objekt, die Ägypter treten als Subjekt auf, was die Lage eindringlich und als eine Opfer-Täter-Situation gut nachvollziehbar macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Sara als Stammmutter ein und umreißt die exegetischen Methoden, die zur Erschließung der Textpassage verwendet werden.

2 Übersetzung: Dieser Abschnitt liefert die deutsche Übertragung des Bibeltextes von Gen 12,9-20 unter Rückgriff auf die Auslegungen von Westermann und Gunkel.

3 Literarkritik: Es wird untersucht, ob der Text als abgeschlossene Einheit zu betrachten ist und wie er in den weiteren Kontext des Kapitels 12 eingebunden wurde.

4 Formgeschichte: Dieser Teil analysiert die syntaktischen und stilistischen Gestaltungsmittel sowie die Gattung der Sage, um den erzählerischen Fokus auf Abraham herauszuarbeiten.

5 Überlieferungsgeschichte: Durch den Vergleich der drei Textzeugen (Abraham- und Isaak-Erzählungen) werden Entwicklungen in der Überlieferung und die wahrscheinlich ursprüngliche mündliche Vorstufe ermittelt.

6 Traditionsgeschichte: Hier werden Motive wie die Hungersnot und die Rolle des ‚Fremdlings’ in ihrem antiken kulturellen Kontext erläutert.

7 Redaktionsgeschichte: Es wird analysiert, welche Teile des Textes als redaktionelle Ergänzungen zu verstehen sind und warum die Erzählung an dieser spezifischen Stelle in die Genesis eingefügt wurde.

8 Schluss: Das Fazit stellt die Erzählung als notwendiges Spannungsmoment zwischen der Verheißung Gottes und deren Erfüllung durch Isaak dar.

Schlüsselwörter

Genesis, Exegese, Abraham, Sara, Pharao, Literarkritik, Formgeschichte, Überlieferungsgeschichte, Redaktionsgeschichte, Hungersnot, Stammmutter, Verheißung, Sage, Altes Testament, biblische Hermeneutik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich einer wissenschaftlichen Exegese der biblischen Passage Gen 12,9-20, die die Gefährdung der Ehe zwischen Abraham und Sara in Ägypten thematisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der literarischen Struktur, der Gattungsbestimmung, der historischen Überlieferung sowie der redaktionellen Funktion des Textes im Rahmen der Erzählungen über den Erzvater Abraham.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Text exegetisch zu erschließen und zu verdeutlichen, wie die Erzählung als Spannungsmoment zwischen Gottes Verheißung und der Geburt Isaaks fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die klassisch-theologische Methodenvielfalt, bestehend aus Literarkritik, Formgeschichte, Überlieferungsgeschichte, Traditionsgeschichte und Redaktionsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Abgrenzung und Einheitlichkeit des Textes, vergleicht ihn mit anderen biblischen Parallelen (Gen 20 und Gen 26) und untersucht die spezifische Rolle der handelnden Charaktere sowie göttliches Eingreifen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Genesis, Exegese, Abraham, Sara, Pharao, Literarkritik, Formgeschichte, Überlieferungsgeschichte und Traditionsgeschichte.

Welche Rolle spielt der Pharao in der Untersuchung der Autorin?

Die Autorin stellt fest, dass der Pharao in der Erzählung primär eine Funktion als namenloses Gegenüber und mächtiger Schutzherr ausübt, dessen Zornesrede einen der Höhepunkte der Erzählung bildet.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Sara in der Erzählung?

Sara wird als passives Objekt dargestellt, dessen Schicksal jedoch für den Erhalt der göttlichen Verheißung, die in der Geburt ihres Sohnes Isaak mündet, von entscheidender und unersetzbarer Bedeutung ist.

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Details

Title
Exegese von Gen 12, 9-20
College
LMU Munich  (evangelische Theologie)
Course
Einführung in die exegetischen Methoden
Grade
gut
Author
Susanne Schmid (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V8024
ISBN (eBook)
9783638151115
Language
German
Tags
Exegese Einführung Methoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Schmid (Author), 2002, Exegese von Gen 12, 9-20, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8024
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